Rückblick: Zweite Netzwerktagung Dis/Ability und Theologie

Zum Thema „Körper und Körpermetaphern? Dis/abilitysensible Perspektiven auf ein ambiges Phänomen“ fand am 04./05. Mai 2024 in Paderborn die zweite Tagung des 2023 gegründeten Netzwerkes Dis/Ability und Theologie statt. Der Umgang mit und die Rede von Körper sind in soziale Praktiken eingebunden, kulturell geprägt und somit wandelbar. Nicht zuletzt hat auch das Christentum in der Wirkungsgeschichte seiner biblischen Quellen einen maßgeblichen Einfluss auf Denkweisen und Ausdrucksformen, auf Bilder und Metaphern, die uns kulturell heute zur Verfügung stehen. Körpermetaphern sind omnipräsent, sei es biblisch und theologisch (z.B. “Augen, die aufgetan werden“ oder „Stacheln im Fleisch“) oder alltagssprachlich und gesamtgesellschaftlich (z.B. „ein hinkender Vergleich“ oder „ein blinder Fleck“). Häufig haben diese einen ableistischen Hintergrund und/oder Wirkungsgeschichte, können aber in ihrer Vieldeutigkeit neue Deutungsräume eröffnen. An der Schnittstelle von Disability Studies und Theologie kamen Forschende im Rahmen des Netzwerktagung zusammen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Perspektiven, aus der christlichen oder muslimischen Theologie und ihren jeweiligen Disziplinen, als Ally oder als Forschende mit sichtbarer oder unsichtbarer Behinderungen in und mit den jeweiligen Körpern stellte eine große Bereicherung für alle Teilnehmenden und Mitwirkenden dar.

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TheoSlam geht in eine neue Runde

Der engagierte interreligiöse Fachschaftsrat der Theologien lädt auch in diesem Sommersemester zum TheoSlam ein. Das Institut unterstützt diese Verbindung von theologischen Inhalten und aktuellen poetischen Ausdrucksformen schon seit Jahren. (s. ältere Blogeinträge zum TheoSlam) Außerdem wird durch das Veranstaltungsformat auch das Miteinander von Studierenden und Lehrenden gestärkt, sodass der Fachschaftsrat nicht nur bei divergierenden Interessen für die Belange der Studierenden eintreten kann, sondern präventiv Vernetzung und Austausch jenseits von Lehrveranstaltungen und Prüfungssettings gelingt. Hier also die Eckdaten für alle Interessierten, als Publikum oder Performende:

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Lesung mit Musik und Talk

Das Institut pflegt seit Langem regelmäßig seine lokalen Kooperationen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit in Sachen regionaler Theologiegeschichte mit der Gedenkstätte Wewelsburg. Volker Kohlschmidt ist einer der dortigen Kooperationspartner, als Projektkoordinator für das Projekt NRWeltoffen beim Kreis Paderborn, mit Dienstsitz im Kreismuseum Wewelsburg. Dort
engagiert er sich für die Erinnerung an die Schrecken der NS-Zeit, der SS und des KZs in Büren und gleichzeitig ist er verantwortlich für die Umsetzung eines Handlungskonzeptes zur Prävention von Rassismus und Rechtsextremismus. In diesem Zusammenhang hat er mit Harald Schroeter-Wittke eine gemeinsame Veranstaltung konzipiert: Die Autorin Sarah Vecera liest aus ihrem Buch „Wie ist Jesus weiß geworden? – Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus“, musikalisch von Harald Schroeter-Wittke begleitet. Auch zum Austausch wird am 15.05.2024 um 19 Uhr im Forum St. Liborius die Möglichkeit geboten.

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Promotion erfolgreich

Das Institut für Ev. Theologie freut sich über die erfolgreiche praktisch-theologisch ausgerichtete Disputation eines interdisziplinär arbeitenden Theologen und Kirchenmusikers – Timm Siering.

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Vergangenes erinnern und Heutiges reflektieren: Studienfahrt nach Auschwitz und Besuch der Partneruni ChaT Warschau

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Stephanie Lerke und Jan Christian Pinsch ist im März eine 20-köpfige Paderborner Gruppe nach Polen gereist. Der erste Teil der Reise führte nach Oswiecim, wo zunächst das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz besichtigt wurde. Daran schloss ein Seminartag im Zentrum für Dialog und Gebet an, bei dem die Studierenden die Gelegenheit hatten, den ehemaligen Auschwitz-Häftling Stefania Wernik zu treffen, die November 1944 im Lager Birkenau geboren wurde.

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Save the date: Tagung im September

Jan Christian Pinsch von der Universität Paderborn und Stephanie Lerke von der Universität Bielefeld organisieren eine Tagung zum Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Religion“. Sie findet vom 16. bis 18. September 2024 an der Universität Paderborn statt.

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Große Freude über Ernennung der Professur für Biblische Theologie

Die Professur für Biblische Theologie ist seit Beginn des Sommersemesters 2024 neu besetzt: Das Institut freut sich sehr über die Berufung von Prof. Dr. Claudia Bergmann – Gottes Segen für die Arbeit! Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für das Wirken in Forschung und Lehre.

Alle aufmerksamen Blogleser*innen wissen bereits, dass Claudia Bergmann eine engagierte Wissenschaftlerin und vielseitige Person ist, die sich auch schon als Lehrstuhlvertretung bereichernd in Lehre und Forschung eingebracht hat. In der neuen Rolle hat sie sich bereit erklärt, eine weitere Herausforderung zu meistern, indem sie die weitreichenden Fragen „Wo komme ich her? Wer bin ich? Und wo will ich hin?“ elementarisiert beantwortet und somit mehr Einblicke in ihre theologische Biografie gewährt:

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Habilitationsgratulation

Ein weiterer Grund zur Freude besteht für das Institut: Wir gratulieren Dr. Matthias Kissel, der am 21. und 22.12.23 seine Habilitationsprüfung absolvierte. Im Fakultätsrat vom 24.01.24 wurde das Habilitationsverfahren abgeschlossen. Im Fakultätsrat am 21.02.24 erhielt er seine Ernennungsurkunde und somit die Lehrbefugnis. Kissel verbindet Kirchenmusik und Theologie und arbeitet als Pfarrer in der Schweiz.

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Brüssel-Paderborn-Kooperation mit digitaler Teilnahmemöglichkeit

Die ERASMUS-Partnerschaft zwischen der FPTR Brüssel und der Ev. Theologie an der Uni Paderborn ist zunehmend etabliert. Das zeigt sich auch an gegenseitigem Forschungsaustausch der Dozierenden. In Kürze wird es wieder einen Besuch in Brüssel geben, dieses Mal fährt Claudia Bergmann und ermöglicht die internationale Vernetzung zu biblisch-theologischen Themen. Es gibt bei einem Programmpunkt, der Guest Lecture zum Thema „The Heavenly Supper“ in Post-Biblical Literature and the Quran, auch die Möglichkeit, sich digital per Zoom zuschalten zu lassen. Der Link für die Veranstaltung am Mittwoch, 13.03.2024 ab 14 Uhr ist im Brüsseler Plakat (s. o.) ersichtlich.

Save the date: Antrittsvorlesungen

Am Freitag, 14.06.2024 werden nachmittags zwischen 14 und 18 Uhr die Antrittsvorlesungen von Claudia Bergmann, Hans Christoph Goßmann und Mathias Kissel stattfinden. Herzliche Einladung schon jetzt! Nähere Informationen zu Räumen etc. folgen zeitnah oder können bei der Institutsleitung erfragt werden.

Bildquelle: Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay, https://pixabay.com/de/photos/mikrofon-die-rede-vorlesung-eintrag-2775447/, Zugriff: 07.02.2024