Rückblick auf das Fachschaftsblockseminar

In diesem Semester fand erneut ein Fachschaftsblockseminar statt, welches dieses Mal unter dem Titel Ankommen stand.

Nach monatelanger, intensiver Vorbereitung durch das Blockseminar-Team des Interreligiösen Fachschaftsrates Theologien, unter der Leitung von Hendrik zur Mühlen und Lena Marken, begann es.

Der Auftakt am Freitagnachmittag stand im Zeichen des Poetry-Slams, welcher am Freitag, innerhalb von 1,5 Stunden vorbereitet wurde und abends stattfand: Den Anfang bildeten ein „Last Christmas“-Kanon und kreative Antworten auf die Frage: „Advent heißt …“. Die Texte waren lustig, erzählend, interaktiv und regten zum Nachdenken an.

Der Samstag begann mit einer Seminarphase, auf die in der Mittagspause ein leckeres Mitbringbuffet folgte, zu dem die Teilnehmenden etwas beisteuerten. Nach dieser waren die Teilnehmenden dazu aufgefordert ihr Wissen in den Kategorien „Weihnachten“, „Tiere“ „Wer hat das gesagt?“ „Zahlen im Lukasevangelium“, „vervollständige das Zitat“ und „griechische Begriffe“ unter Beweis zu stellen.

Ab 15 Uhr wurde es dann sportlich, als unter Anleitung von Katrin König und Michelle Ginder ein Jeopardy mit Aufgaben aus der Systematischen Theologie durchgeführt wurde, bei dem die Felder mit den Kategorien mit einem Ball erworfen werden mussten.

Der Tag endete gegen 16 Uhr, nach einer Feedbackrunde, welche vorrangig positive Rückmeldungen hervorbrachte, wobei insbesondere der Abwechslungsreichtum und die interaktive Konzeption der Veranstaltung gelobt wurden. Allen beteiligten Personen des Instituts und des Interreligiösen Fachschaftsrates Theologien gilt ein großer Dank für die monatelange Vorbereitung und Durchführung dieses Blockseminars!

Text: Jonathan Zier

Multireligiöser Erlebnistag am 11. Februar für Schüler*innen

Ein multireligiöser Erlebnistag Theologie für Schüler*innen findet am 11. Februar 2026 an der Universität Paderborn statt. Natürlich ist auch unser Institut mit dabei. Dieser besondere Tag bietet die Gelegenheit, Theologie und das Universitätsleben aus den verschiedenen Blickwinkeln der Religionen und Konfessionen kennenzulernen. Gemeinsam mit Vertreter*innen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften gestalten wir ein vielfältiges Programm mit Workshops, Vorträgen und interaktiven Aktivitäten. Ziel ist es, Einblicke in die Vielfalt religiöser Traditionen zu geben und den Austausch zwischen den Konfessionen und Religionen zu fördern. Getränke, Snacks und ein Mittagessen in der Mensa sind inklusive.

Weiteren Details zur Veranstaltung finden sich auf dem Plakat. Gerne können auch ganze Kurse den Erlebnistag besuchen, Anmeldung per Mail an: theology@mail.uni-paderborn.de.

Interaktive Werkstatt zur Kirchengeschichtsdidaktik in Oldenburg mit Paderborner Beteiligung

Anlässlich der ab 2026 vorgesehenen Einführung des gemeinsamen evangelisch-katholischen Religionsunterrichtskonzeptes „Christlicher Religionsunterricht“ (CRU) in Niedersachsen hat das Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eine zweitätige interaktive Werkstatt zur Kirchengeschichtsdidaktik veranstaltet. Im Rahmen eines Workshoptages wurde dabei anhand von Querschnittsthemen herausgearbeitet, vor welchen Herausforderungen die Kirchengeschichtsdidaktik steht. PD Dr. Harmjan Dam (Frankfurt) sprach dabei über rassismuskritische Kirchengeschichtsdidaktik, Sarah Hilmer (Göttingen) thematisierte das Problemfeld „Gender und Identität“ und von unserem Institut war Jan Christian Pinsch mit dabei, um in seinem Workshop antisemitismuskritische Bildung und Holocaust Education als notwendige Elemente der Kirchengeschichtsdidaktik aufzuzeigen.

Herzlichen Glückwunsch!

Jan Christian Pinsch, der an unserem Institut im Bereich Kirchengeschichte beschäftigt ist, hat den vorletzten Schritt auf dem Weg zur Promotion erfolgreich getan. Nach der Abgabe seiner Promotionsschrift „Bible Belts in Deutschland. Eine Studie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und (rechts-)konservativem Christentum in Lippe“ fand nun die Disputation statt. Der letzte Schritt wird die Veröffentlichung seiner Untersuchung sein, mit der er Einblick in ein Milieu gibt, in dem sich christlich-konservative mit politisch-rechten Einstellungen mischen.

Open-Access-Publikation veröffentlicht

Publikationen von Qualifikationsarbeiten sind immer ein Grund zur Freude, insbesondere wenn sie einer großen Interessengruppe kostenlos zur Verfügung stehen. In dieser Open-Access-Monografie von Anne Breckner werden anhand von Detailanalysen von Vaterunser-Parodien deren Relevanz für die Theologie als auch für die Gesellschaft im Verlauf der Jahrhunderte dargestellt, diskutiert und bewertet.

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500 Jahre Bauernkrieg – Eine Exkursion nach Thüringen

Marienkirche Mühlhausen, historische Wirkstätte von Müntzer

Vor 500 Jahren nahmen Ereignisse ihren Lauf, die das kollektive Gedächtnis ganzer Generationen im deutschsprachigen Raum prägen sollten. Im Deutschen Bauernkrieg von 1524-1526 lehnten sich verschiedene Gruppen in Süd- und Mitteldeutschland, allen voran die dortige Landbevölkerung, gegen die Obrigkeiten auf. Zeitlich verortet in den Wirren der Reformation bietet die nähere Betrachtung dieses Ereignisses nicht nur eine historische, sondern auch eine theologische Perspektive an, die im Zuge einer von Frau Prof. Dr. Bergmann und Herrn Prof. Dr. Schroeter-Wittke organisierten Exkursion im August erkundet werden sollte.

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Neuer Fast-Track für Altsprachenerwerb

Theologie-Studierende, die das Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen gewählt haben, erhalten deutschlandweit die rechtliche Auflage bis zum Studienabschluss Leistungen in den Altsprachen Griechisch, Latein und/oder Hebräisch nachzuweisen. Darüber wird an der UPB spätestens in der Fachstudienberatung während der Orientierungswoche informiert, aber auch Studieninteressierte können darüber z. B. in Flyern etc. nachlesen. Formal lautet die Bestimmung in NRW folgendermaßen: „Bis zur Zulassung zur Bachelorarbeit sind Kenntnisse in Griechisch auf dem Niveau des Graecums und wahlweise in Hebräisch auf dem Niveau des Hebraicums oder in Latein auf dem Niveau des Kleinen Latinums nachzuweisen. Einer der geforderten Nachweise in Griechisch oder Latein bzw. Hebräisch kann durch den Nachweis einer anderen ersetzt werden.“ (Vgl. https://www.uni-paderborn.de/studienangebot/studiengang/evangelische-religionslehre-lehramt-gyge-bachelor) In Paderborn heißt das konkret, dass inzwischen nicht mehr Abiturergänzungsprüfungen als staatliche Graecum-/Latinum-/Hebraicum-Prüfungen abgelegt werden müssen, wie in der Vergangenheit, sondern dass es uniinterne Vorbereitung und Prüfungen gibt. Inhaltlich wird das Festhalten an den Altsprachen vonseiten der EKD dadurch begründet, dass sich die zukünftigen Lehrkräfte den biblischen Texten tiefgreifender als andere Schulformen in den Herkunftssprachen Althebräisch (AT) und Altgriechisch (NT) annähern und lateinische Texte der Kirchengeschichte erschließen können. Damit in Paderborn die Verknüpfung zwischen dem neutestamentlichen Koine-Griechisch und den Studieninhalten möglichst deutlich wird und die sprachliche Hürde möglichst früh im Studienverlauf gemeistert werden kann, arbeitet der Lehrstuhl für Biblische Theologie eng mit den Altsprachen-Dozenten des Zentrums für Sprachlehre (ZfS) zusammen. Ab September 2025 gibt es deshalb ein neues methodisches und zeitliches Konzept, um Studierenden und Studieninteressierten entgegen zu kommen. Den Sprachlernenden wird es ermöglicht, in den Semesterferien den ersten von zwei Teilkursen in Griechisch oder Latein zu besuchen und direkt im Anschluss während der Vorlesungszeit den zweiten Teilkurs mit Abschlussprüfung zu absolvieren.

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Lernerlebnis Nizäa 2025

Im ökumenischen Blockseminar „Eine Kirche. Das Bekenntnis von Nizäa (325) und die Vielfalt der Konfessionen“ am Adam Möhler Institut mit Katharina von Kellenbach am Wochenende 20.6. und 21.6.2025 haben die Studierenden die Diskussionen des Konzils nachgespielt. Mit Quellenmaterial versorgt trafen vier Gruppen aufeinander: Kaiser Konstantin, der die 150 Bischöfe auf das Konzil nach Nizäa einbestellt hatte, der Berichterstatter Euseb von Caesarea, und die beiden theologischen Kontrahenten aus Alexandrien, der Presbyter Arius und sein Bischof Alexander von Alexandrien. Obwohl Kaiser Konstantin immer wieder zu Mäßigung und Einigung aufrief, endete auch das Lern-Konzil im Jahr 2025 mit der Verbannung des Arius.

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7th International Summer School in Thessaloniki

Zum 7. Mal fand die gemeinsame Summer School zwischen der School of Theology der Aristoteles-Universität in Thessaloniki und dem Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn vom 9. bis 13 Juni 2025 statt. Das Thema in diesem Jahr war: „Hospitality: The Impact of Intercultural Learning in Religious Education„.

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Von Transzendenz zum Transhumanismus

Der vorliegende Band beinhaltet Ergebnisse der gleichnamigen Tagung, die im Jahr 2019 an der Universität Paderborn ausgerichtet wurde. Sie hatte zum Ziel, unterschiedliche Vorstellungen von Heil und Unheil unter religiösen und säkularen, kulturellen und technischen Standpunkten zu eruieren und zu analysieren. Hierfür wurde von der Prämisse ausgegangen, dass Heils- wie Unheilserwartungen zu keinem Zeitpunkt ausschließlich Ausdruck einer religiösen Gottesfurcht waren, sondern auch profaner bzw. weltlicher Natur sein konnten. Zu den säkularen Glaubensformen zählt z. B. der vielfach diskutierte Glaube an den medizinischen und technischen Fortschritt als irdische ,Heilsbringer’. Die Grundannahme der Tagung ermöglichte ein vielfältiges Spektrum an Deutungskulturen in unterschiedlichen Glaubensrichtungen, in den Geschichts- und Sozialwissenschaften, in der Medizin und der Pädagogik. In ihren Beiträgen diskutieren die Referent*innen Utopien und Dystopien, säkulare Erlösungsstrategien und nicht zuletzt die Versprechen des Transhumanismus.

Der Band „Von der Transzendenz zum Transhumanismus. Deutungskulturen von (Un)Heilsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert wurde von Sabrina Lausen, Martin Dröge und Richard Janus herausgegeben. Weitere Beitragende sind: Raphael Döhn, Sebastian Engelmann, Martin Fromme, Florian Heßdörfer, Alexander Hildebrandt, Nikolai Münch, Justus Pötzsch, Nerijus Sepetys und Vojn Sasa Vukadinovic.