Notjustdown!

In ihrem sehr persönlichen Social-Media-Projekt werben Tabea Mewes und ihr Bruder Marian für mehr Akzeptanz für Menschen mit Trisomie 21 – absolut klasse (https://www.notjustdown.com/).

Tabea Mewes kommt aus Schloß Holte-Stukenbrock. Notjustdown ist 2017 aus ihrer Masterarbeit in Medienwissenschaften entstanden. Es erzählt aus der Geschwisterperspektive von Inklusion. Außer Marian und Tabea taucht auch ihr Bruder Tilman in den Beiträgen auf. 2018 erhielt das Projekt den Goldenen Blogger Award und 2019 den Smart Hero Award.

Einfach mal reinklicken!

Die EUTB berät in allen Fragen der individuellen Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderung

EUTB – Was ist das? Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung im Kreis Paderborn berät individuell in Fragen der Partizipation. Diese betrifft u.a. die Themen:

  • Bildung, Nachteilsausgleich, Familie, Freizeitgestaltung, Arbeit und Beruf, Persönliches Budget, Wohnen, Assistenz in allen zentralen Lebensbereichen, Gesundheitsversorgung, Hilfsmittel, Rehabilitation, Schwerbehindertenausweis

Die EUTB berät behinderungsübergreifend nach dem Leitprinzip „Eine für alle“ und versteht sich als Anlaufstelle für Fragen und Hilfen zu den Themen Teilhabe und Rehabilitation, Antragsstellung und -verfahren sowie zu sozialrechtlichen Anliegen. Die Beratung soll Ratsuchenden Orientierungs- und Entscheidungshilfen bezüglich bestehender Teilhabeleistungen geben sowie bei der Entwicklung passgenauer und ganzheitlicher Unterstützungsmöglichkeiten helfen. Dies betrifft alle grundlegenden Lebensbereiche, wie z.B. Wohnen, Arbeit, Bildung, Freizeit, Familie, finanzielle Sicherung, Gesundheit, Mobilität, Assistenz, Hilfsmittel und Kommunikation.

Im Kontext von notwendigen Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen gut zu wissen, dass es die EUTB gibt, denn gerade die EUTB hat hier eine zentrale Stellung, ist sie doch unter anderem Lotse in dem oft undurchschaubaren Hilfesystem und Ansprechpartnerin auch für die Profis.

Wenn Ihr mehr wissen wollt: www.teilhabeberatung-paderborn.de

„Ich habe die Wahl! Du hast die Wahl!“ – Ein Erklärfilm zur Kommunalwahl 2020 in einfacher Sprache

Der knapp 15-minütige Film erklärt in einfacher Sprache und Schritt für Schritt, wie das Wählen eigentlich funktioniert: Von der Wahlbenachrichtigung, über den Stimmzettel bis zur Briefwahl werden alle wesentlichen Dokumente und Abläufe erklärt sowie der Wahlvorgang im Wahllokal dargestellt.

Der Film darf kostenlos für interne oder auch öffentliche Vorführungen verwendet werden.  Er steht ab sofort direkt über YouTube oder auf der Internetseite der EUTB Paderborn zur Verfügung. YouTube-Link ohne Gebärdensprache: https://youtu.be/mN5Betn-FuQ; YouTube-Link mit Gebärdensprache: https://youtu.be/HgDNpFiRbEM

Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben OWL und der EUTBs für die Kreise Höxter, Lippe und Paderborn.

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Freizeitbegleiter*in gesucht

Für die Freizeitbegleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung im Kreis Paderborn werden Mitarbeiter*innen gesucht. Im Vordergrund steht eine bedürfnisorientierte und individuell an die Interessen der Klient*innen angepasste Freizeitgestaltung, die zur Entlastung der Angehörigen beiträgt.

Die Vergütung erfolgt über die steuerfreie Aufwandsentschädigung. Die Arbeitszeiten können flexibel in Absprache mit den Familien vereinbart werden. Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung sind willkommen, aber keineswegs zwingend erforderlich. Für alle, die sich in einem sozialen Arbeitsfeld erproben und Inklusion erleben möchten, ist diese niedrigschwellige Tätigkeit ein guter Einstieg.

Um eine kurze schriftliche Bewerbung und einen Lebenslauf (auch per E-Mail möglich) wird gebeten. Kontaktmöglichkeit für die Bewerber*innen:
Familien unterstützender Dienst „FuD Königstraße“
Königstraße 60
33098 Paderborn
Tel.: 05251 – 682420
info@fud-paderborn.de

Bildung völlig neu denken – changing education paradigms

Im Bild wird das klassische Verständnis von Bildung erläutert und die Veränderungen aufgezeigt, die ein neues Verständnis von Erziehung und Bildung implizieren
Changing Education Paradigms – das Verständnis von Erziehung verändern

Sir Ken Robinson ist ein völlig genialer Bildungsexperte, Autor und Theaterpädagoge. In seinem sich in sekundenschnelle vergrößernden Cartoon ‚Bildung völlig neu denken‘ macht er auf unglaublich minimalistische, aber äußerst prägnante Weise klar, was grundsätzlich an unserem Bildungssystem falsch läuft und was wir besser ändern sollten – jetzt! Ein unterhaltsames Plädoyer für die Schaffung eines Bildungssystems, das die Kreativität fördert und nährt, anstatt sie zu untergraben. Völlig klasse – einfach mal in die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung reinschauen: http://www.bpb.de/mediathek/158066/ken-robinson-bildung-voellig-neu-denken

Bild entnommen von: http://gabrielwhiteboard.blogspot.de/2016/08/changing-education-paradigms.html

Inklusion – mal zum Reinhören

Das Bild weist auf alle Dimensionen menschlichen Seins: schlau, verunsichert, frustriert, witzig und noch vieles mehr.
Wir alle sind Inklusion

Nicht nur wir als Wissenschafler*innen oder Ihr als Studierende setzt Euch täglich mit der Herausforderung Inklusion auseinander. Und klar – es läuft nicht rund, sogar vielmehr eckig, zickzag, rückwärts – wenn es ganz Essig läuft, sogar an manchen Stellen vor die Wand. Trotzdem – der Song ‚Inklusion‘ inspiriert und zeigt auch kritisch Töne – einfach mal reinhören: https://www.youtube.com/watch?v=PWF37F2fbak  

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Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung lernen richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Selbst in unserer heutigen Zeit ist es noch immer nicht für alle Menschen möglich, sich selbständig und frei in unserem öffentlichen Verkehr fortzubewegen. Was dieses Thema mit Inklusion zu tun hat und welches Projekt nun dagegen vorgehen will, lest Ihr im folgendem Blogbeitrag.

Ein weiterer Schritt in Richtung Inklusion wurde in Berlin/München am 10. Januar 2020 durch die Veröffentlichung des kostenfreien Projektes „Mobile teilhabe“ für Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung gemacht. Der VMS (Verkehrswacht Medien & Service) hat nun seine Materialien online veröffentlicht, um Betroffenen den öffentlichen Verkehr verständlicher zu machen. Ihr Material basiert dabei auf dem Mobilitätsprojekt „Mobile Kids. Mobilität lernen!“ der Ludwig-Maximilian Universität München und erklärt, übt und zeigt das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Durch die Unterstützung der TÜV SÜD Stiftung ist das Projekt bundesweit einsetzbar. Ihr Konzept besteht aus vier Bausteinen: (1) Unterwegs zu Fuß und mit dem Rollstuhl, (2) Busfahren lernen, (3) Bahnfahren lernen und (4) Radfahren lernen. Durch diese Bausteine sollen die wichtigsten Fortbewegungsmöglichkeiten für die Betroffenen abgedeckt werden. Für jede der jeweiligen Fortbewegungsarten gibt es Unterrichtsanregungen, Arbeitsblätter, Bildmaterial und auch Filmhinweise.

Weiterführende Links findet Ihr unter: https://www.verkehrswacht-medien-service.de/mobile-teilhabe und https://www.presseportal.de/pm/80446/4488380

Patricia Dzeko (Von Studierenden für Studierende)

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Pretty PRRITTI – Besuch der Peter-Gläsel-Schule in Detmold

Das Foto zeigt die Studierendengruppe des Masterseminars "Inklusion und Schulentwicklung" des Studiengangs Sondeerpäadagogische Förderung der Universität Paderborn mit Professor Harry Kullmann
Exkursion zur Peter-Gläsel-Schule: Studierende des Masterseminars „Inklusion und Schulentwicklung“ mit Professor Harry Kullmann (rechts im Bild)

Schülerpartizipation und Lernerautonomie, Kulturelle Bildung und Bildung zur Nachhaltigkeit, das sind nur wenige zentrale Stichworte zur Beschreibung des Bildungskonzepts der Peter-Gläsel-Schule in Detmold. Die Schule sieht sich nicht als „Alternativschule“, sondern vielmehr als „Bildungsmodell der Zukunft“, so Joseph Köhler, einer der Gründerväter der Schule, die von der Peter-Gläsel-Stiftung (ebenfalls Detmold) getragen wird.

Die Schule bietet den Schülerinnen und Schüler u.a. sehr große Freiheitsgrade in Bezug auf Lerninhalte und -zeitpunkte sowie die zugehörige Sozialform. In den didaktischen Kernprozessen setzt sie sehr stark auf angeleitete Selbstverantwortung, auf Kooperation der Lernenden und ihrer Lernbegleiter, auf Spontaneität und intrinsische Motivation. Am Anfang des Bildungsprozesses steht die erlebende Praxis, aus der sich dann weiterführende Fragen und Lernanlässe sowie schließlich Elemente der Transformation und der Innovationen zugunsten des Einzelnen und der Gemeinschaft ergeben. Das zugehörige, elaboriertere Bildungskonzept wurde in das Akronym PRRITTI gegossen: Praxis – Resonanz – Reflexion – Information – Transformation – Transfer – Innovation.

Besucht wurde die Peter-Gläsel-Schule Mitte Januar von 19 Studierenden des Masterseminars „Inklusion und Schulentwicklung“ (WS 2019/2020) auf Initiative des Dozenten Professor Harry Kullmann (s. Foto) sowie auf Einladung des Schulleiters, Reto Friedli.

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Neues Portal zur Religionspädagogik

Im Juni 2019 ist die Internetplattform inrev.de gestartet. Das Online-Angebot zu einer Inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt richtet sich an Studierende, Lehrende, Wissenschaftler*innen, Personen in der Fortbildungsarbeit und (Religions-)Lehrkräfte und soll einen Einblick in den Bereich der inklusiven Religionspädagogik, den fachlichen und fachdidaktischen Austausch sowie die Weiterentwicklung des Inklusionsdiskurses in der Religionspädagogik ermöglichen.

Neben Grundlagentexten, Bausteinen für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und Leitlinien zur Sensibilisierung gibt es auch einen Blog zu aktuellen Themen, Neuerscheinungen und Veranstaltungen. Das Internetportal versteht sich als informative und interaktive Plattform, die auch an der Weiterentwicklung einer Inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt interessiert ist. Daher gibt es diverse Mitwirkungsmöglichkeiten an dem Portal, z. B. in Form von Diskussionen und Blogbeiträgen.

Inrev ist ein Kooperationsprojekt des Comenius Instituts (Dr. Annebelle Pithan, Dr. Peter Schreiner und Janine Wolf) mit Wissenschaftler*innen aus dem Forschungsgebiet zur inklusiven Religionspädagogik der Universität Paderborn (Prof. Dr. Katharina Kammeyer, Vera Uppenkamp), der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Thorsten Knauth) und der Universität Würzburg (Prof. Dr. Ilona Nord).

Link zum Internetportal: https://inrev.de

10 Jahre nach der Ratifizierung der UN-BRK (2009-2019)

Am 26. März 2009 trat in Deutschland das von den Vereinten Nationen drei Jahre zuvor verabschiedete „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (UN-BRK) in Kraft. Die UN-BRK enthält 50 Artikel, in denen die allgemeinen Grund­rechte ausdrücklich im Hinblick auf Men­schen mit Behinderung formuliert werden. „Die UN-BRK ist die erste allgemeine Rechts­norm, die bestehende Menschenrechte konkret auf die Situation von Menschen mit Behinderung bezieht. Dabei unterstreicht die Konvention einen Paradigmenwechsel: Eine Beeinträchtigung stellt nicht ein Defizit oder eine Abweichung dar, sondern ist Teil der Vielfalt menschlichen Lebens. Die eigentli­che Behinderung entsteht aus dem Zusam­menspiel von individueller Beeinträchtigung und äußeren Gegebenheiten, die dieser Person eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschwert. Menschen mit Behinderung sind keine Objekte gesellschaftlicher Für­sorge, sondern selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger“ (https://www.aktion-mensch.de/ds/img/content/aktion/soviel/parallax/AKM-Kurzbilanz_10Jahre_UN-BRK.pdf)

Wie aber steht es 10 Jahre nach der Ratifizierung?

Die Bundesländer haben Aktionspläne vorgelegt, was als Plus gewertet werden kann, aber es besteht eine große Uneinheitlichkeit in den einzelnen Bundesländern bezüglich Anstrengung und Umsetzung. Zudem bestehen weiterhin Doppelstrukturen in den Bereichen Bildung, Wohnung und Arbeit.

Wesentlich ist aber, dass Menschen mit Behinderung nach wie vor nicht in den entsprechenden Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozesse mit eingebunden werden. Es gibt viel zu tun – auch nach 10 Jahren!

Mehr Info unter: www.aktion-mensch.de oder https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuell/news/meldung/article/pressemitteilung-10-jahre-un-behindertenrechtskonvention-in-deutschland-miteinander-von-menschen/