Mädchen mit Behinderung in Afrika

In verschiedenen afrikanischen Ländern werden Kinder mit Behinderung nicht als normale Menschen betrachtet. Die meisten dieser Kinder werden von ihren Familien versteckt und auch manchmal als Dämon betrachtet. Im Laufe der Jahre hat sich das Bewusstsein der afrikanischen Menschen zum Thema Behinderung geändert und man versucht mit dem Thema Inklusion umzugehen (https://www.dw.com/de/inklusion-in-afrika-eine-schule-f%C3%BCr-alle/a-18038042).

Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es in Kamerun ungefähr 2 Millionen Menschen mit Behinderung, die in Armut leben. Sie haben nicht nur begrenzt Zugang zu Bildung, sondern auch nur beschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt und zur Gesundheitsfürsorge (https://de.euronews.com/2019/04/04/mentalitaeten-aendern-mit-behinderten-models-kamerun).

Am 22.01.2021 wurde ein Bericht über die Situation von Mädchen mit Behinderung in Afrik in den Kobinet-Nachrichten (tagesaktuelle Nachricht zur Behindertenpolitik) von Franz Schmahl verfasst. Der beschreibt, dass es laut UN- Angaben dreimal mehr analphabetische Frauen mit Behinderung weltweit gibt, im Vergleich zu Männern. In Afrika ist das Ungleichgewicht besonders stark. In Mali zum Beispiel können weniger als 18% der Mädchen mit Behinderung Lesen und Schreiben. In andere Länder des afrikanischen Kontinents wie Niger und Mali haben die Mädchen, die zumindest einen Grundschule Abschluss haben, keine weiteren Möglichkeiten auf eine weiterführende Schule zu gehen und nur etwa 1% haben in Burkina Faso eine weiterführende Schule abgeschlossen (https://kobinet-nachrichten.org/2021/01/22/behinderte-maedchen-in-afrika/).

Emilienne Feilen (Von Studierenden für Studierende) „Mädchen mit Behinderung in Afrika“ weiterlesen

Rechtsextremismus im Feed

Auf Instagram werden bekanntlich die schönen Seiten des Lebens zur Schau gestellt – Urlaube, gutes Essen, Konzerte. Mit vermeintlich harmlosen Postings wissen sich allerdings auch rechtsextreme Gruppierungen die Schwachstellen des Algorithmus zu Nutze zu machen. Instagram hat sich für sie zu einem der Mittel etabliert, um ihr Netzwerk zu vergrößern (https://correctiv.org/top-stories/2020/10/06/kein-filter-fuer-rechts-instagram-rechtsextremismus-frauen-der-rechten-szene/).

Es ist bekannt, dass die Unzufriedenheit mit dem eigenen sozialen Status einer der Push-Faktoren sein kann, sich Subgruppen wie der rechten Szene anzuschließen. Für Unzufriedenheit kann Instagram durch die zahlreichen Darstellungen vermeintlich perfekter Leben mit vermeintlich endlosen Möglichkeiten einen Nährboden darstellen, wie es wohl nur wenige vergleichbare gibt. Da Schüler:innen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung besonders von der Entwicklung des Gefühls der Anomie (einer mangelhaften, gesellschaftlichen Integration) und damit vom Anschluss an Subgruppen betroffen sind, soll im Folgenden herausgestellt werden, wie Rechtsextreme diese Ausgangslage auf Instagram für sich nutzen und wie junge Menschen dahingehend sensibilisiert werden können. 

Lara Kolodzeizik (Von Studierenden für Studierende) „Rechtsextremismus im Feed“ weiterlesen

„Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel!“

Deshalb steht der diesjährige Protesttag unter dem Motto „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel!“. Der Fokus liegt dabei klar darauf, für mehr Barrierefreiheit nachdrücklich einzutreten. Teilnehmen können Interessierte sowohl an digitalen Angeboten als auch an Veranstaltungen, die in Präsenz durchgeführt werden. Die Homepage des Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung informiert über alle Aktivitäten.

Am 5. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen zum 30. Mal statt. Ein Grund zum Feiern, aber auch, oder vielleicht sogar mehr als das, um weiter für die Rechte behinderter Menschen zu kämpfen. 1992 entstand der Protesttag auf Initiative des Vereins „Selbstbestimmt leben“. Ein wichtiges Etappenziel wurde am 3. Mai 2008 erreicht, als die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) in Kraft trat. Viel wurde in dieser Zeit erreicht. Viel gilt es aber auch noch zum Besseren zu wenden auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

Logo des Protesttages von 2021

Rassismus – Die Geschichte eines Wahns

In der ZDF Mediathek unter ZDF-History finden Sie Fragen und Antworten zum Thema Rassismus, das welt- und innerpolitisch aktueller denn je erscheint. „Der Kölner Kabarettist und Autor Marius Jung, wegen dunkler Hautfarbe selbst mit Anfeindungen konfrontiert, geht auf die Suche. Im Gespräch mit Experten und Betroffenen stößt er auf verblüffende Erkenntnisse, an historischen Orten auf Spuren des Rassenwahns“ (https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/rassismus–die-geschichte-eines-wahns-100.html).

Sehenswert, finde ich!

Über subversive Formen der Behindertenfeindlichkeit und Diskriminierung: Ableismus

Aus aktuellem Anlass gegen die Anfeindungen der ‚Fridays for Future‘ Aktivistin Greta Thunberg hat die Sektion Sonderpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) auf ihrer Homepage eine Stellungnahme formuliert: „Greta Thunberg als bewundernswerte Kranke – Ein kritischer Essay von Kathrin Kreuznacht, Leibniz Universität Hannover“.

Thunberg ist als Initiatorin der Bewegung Projektionsfläche sowohl positiv erhöhter, als auch negativ diffamierender Beschreibungen. So ist sie nach Aussagen des CDU Politikers Friedrich Merz auf der einen Seite bewundernswert, auf der anderen Seite krank (vgl. Schmitz, Hufnagel 2019, 1). Die Verklärung von Heldentum ebenso wie einer eindeutigen Krankschreibung sind dabei klassische Muster einer Behindertenfeindlichkeit (vgl. Rommelspacher, Birgit: Behindertenfeindlichkeit, 1999) und als Ausdruck einer Dominanzkultur zu verstehen (vgl. Rommelspacher, Birgit: Dominanzkultur 2006), die den Menschen auf spezifische Fähigkeiten (oder die Abwesenheit von eben diesen) reduziert. Ableismus trifft hier Menschen mit und ohne Behinderung, die ver- und beurteilt werden und die sich als Ausdruck einer machtförmigen Ordnung, die Gesellschaft organisiert, spiegelt (Lindmeier, Christian: Differenz, Inklusion, Nicht/Behinderung 2018, 57; ergänzend Foucault, Michel: Dispositive der Macht 2008). Eine Verschärfung findet diese Diskriminierung und Diffamierung in der Verwebung von Differenzkategorien aus Behinderung, Geschlecht und Alter. „Wenn Michael Knowles Greta Thunberg im US-TV-Sender Fox News dann als „geisteskrankes schwedisches Kind, das von ihren Eltern und der internationalen Linken ausgenutzt wird“ bezeichnet (Dillmann 2019), wird deutlich, dass neben Behinderung (=“geisteskrank“), Geschlecht (Frauen und Mädchen, die sich für die Sache engagieren, tun das nicht für sich, sondern werden von anderen ausgenutzt) auch Alter eine zentrale Rolle in den Hassreden einnimmt“ (Kreuznacht 2019), wie auch an der Aussage des sächsischen Europaabgeordneten für die AfD, Maximilian Krah zu erkennen ist, wenn er twittert: Das arme Kind braucht einen Psychotherapeuten.

Die Sektion Sonderpädagogik der DGfE erklärt in ihrer Stellungnahme ausdrücklich: „In Zeiten des Wandels gilt es, sich zu positionieren. Offene Diskriminierung auf Grund von Geschlecht und Alter ist 2019 inakzeptabel. Für die Disziplin der Sonderpädagogik, die sich in Zeiten des Wandels auch selbst von einer konstitutiven Defizitorientierung zu einer diversitätsbewussteren Pädagogik der Partizipation und Inklusion entwickelt, gilt es insbesondere einer machtsichernden Pathologisierung von Greta Thunberg, die sich selbst als Asperger-Autistin bezeichnet (2019b), entgegenzustehen“ (Kreuznacht 2019).

Die gesamte Stellungnahme findet Ihr unter: https://www.dgfe.de/sektionen-kommissionen-ag/sektion-6-sonderpaedagogik/aktuelles.html

Behindertenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung

Das ASTA-Sommerfest steht fast vor der Tür – und klar: ein Liveact muss her. Was sich die Veranstalter allerdings dabei gedacht haben, die Band „187 Straßenbande“ einzuladen, bleibt schleierhaft – nicht nur für uns, wie man am Kommentar des Zentrums für Geschlechterstudien/Gender Studies der Fakultät KW erkennen kann (https://kw.uni-paderborn.de/gender-studien/kommentar-zur-einladung-der-band-187-strassenbande-zum-asta-sommerfestival).

Für eine Universität wirklich beschämend, guckt man sich mal die Texte der Band an: Die kleinen Nuttensöhne rappen arrogant / spucken große Töne, doch verstecken sich im Schrank / Ey, eure ganzen Schlampen fressen aus der Hand / geh und kauf ihr tausend Rosen, doch sie schmeckt nach meinem Schwanz (aus Millionär Lyrics).

Gangsterrap? künstlerische Freiheit? Ohne uns!

Wir protestieren nicht nur ausdrücklich gegen jede Art der Infragestellung von Lebensrecht, sondern auch ausdrücklich gegen jegliche Art der Infragestellung von Menschenwürde, gegen Rassismus und Diskriminierung!

Was sagt Ihr? Einfach auf E-Mail an die Redaktion klicken oder am Ende des Beitrags kommentieren!