„Psychologie für Jedermann und Frau“

In Zeiten von Corona haben wir alle Zeit uns mit Dingen zu beschäftigen, die im alltäglichen Leben zu kurz kommen oder zeitbedingt keinen Platz finden, wie beispielsweise die Auseinandersetzung mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung außerhalb des Studiums. Aus diesem Grund kann ich Euch den YouTube-Kanal von Christian Fiechtner ans Herz legen, der in seinen YouTube-Videos über Verhaltensauffälligkeiten und unterschiedliche Störungsbilder aufklärt (https://www.youtube.com/channel/UC5QpERtKTWmA3k6aLke9Mjw).

Christian Fiechtner ist ein Klinischer- und Gesundheitspsychologe, der in seinem Lebenslauf auch schon in einer sozialpädagogischen Einrichtung für Kinder mit sozial-emotionalen Störungsbildern gearbeitet hat. In seinem Videoblog beschreibt er, wie der Umgang mit Verhaltensstörungen von Kindern zu gestalten ist, geht aber auch speziell auf die Störungsbilder ADHS, Angststörung, Borderline oder auch Depressionen sowie die psychologische Diagnostik ein.

Auch in der derzeitigen Situation ist der Kanal von Christian Fiechtner aktuell. Sein neuestes Video gibt sechs psychologische Tipps für die Corona bedingte Quarantäne.

Um nun aber nicht zu viel vorweg zu nehmen … Wer Lust & Zeit hat – schaut einfach mal rein und gewinnt neue Erkenntnisse für Euren weiteren Studienwerdegang.

Laura Salmen (von Studierenden für Studierende)

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Depressionen in Zeiten von Corona

Die aktuelle Corona-Krise ist für Menschen, die ohnehin schon unter Belastungen durch psychische Erkrankungen leiden, eine enorme zusätzliche Herausforderung. „Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden angesichts der Corona-Pandemie verstärkt unter sozialer Isolation und Ängsten“ (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde). Die aktuellen Einschränkungen können selbst für gesunde Menschen belastend sein, für Menschen mit psychischen Erkrankungen kann das dann der Horror sein. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe befürchtet daher einen Anstieg von Suiziden, wenn Menschen mit depressiven Erkrankungen in der Corona-Krise nicht ausreichend betreut werden. Außerdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Ärzte oder Pflegekräfte nach der Krise möglicherweise traumatisiert sein können. Denn andauernde Gefühle von Hilflosigkeit, Unsicherheit, Angst, Isolation und Stress sind Risikofaktoren für Gesunde, als auch für die bereits Betroffenen.

Menschen mit Depressionen arbeiten während ihrer Therapie oft daran, ihren Alltag aktiver zu gestalten und unter Menschen zu gehen. Die aktuellen Kontaktverbote und Ausganssperren verhindern dies zurzeit, wodurch das Risiko steigt, dass Betroffene in alte Muster der sozialen Isolation zurückfallen. Trotz der Kontaktverbote versuchen Psychotherapeut*innen alles, um weiterhin die Therapien mit ihren Patient*innen weiterzuführen, zum Beispiel durch Videosprechstunden.

Die Deutsche Depressionshilfe hat eine Liste mit Hinweisen erstellt, um den wachsenden Sorgen und Ängsten entgegen zu steuern. Außerdem findet man zahlreiche Informationen wie zum Beispiel Telefonnummern, an die man sich wenden kann, wenn Hilfe benötigt wird. Der folgende Link führt euch zu der Homepage der Deutschen Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/corona

Für uns alle ist die aktuelle Lage eine schwere Situation, weshalb die Hinweise der Deutschen Depressionshilfe für uns alle hilfreich sein könnten und reinschauen sich auf jeden Fall lohnt. Achtet auf eure Mitmenschen und versucht die Zeit so gut es geht zu überstehen!

Albiona Hasani (Von Studierenden für Studierende)

PKS 2019 dokumentiert erneut einen Anstieg von sexualisierter Gewalt und der Verbreitung von Kinderpornografie!

Die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (vgl. https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2019/pks2019_node.html;jsessionid=E9BBFC2F30CE5BAEA15D51C9A5D0E8DC.live2291) zeigt: auch für das Jahr 2019 steigen die – wohl gemerkt registrierten – Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen (2018: 12.321; 2019: 13.670, mit einem tatsächlichen Anstieg von 1.349 und damit um 10,9%) und der Verbreitung kinderpornografischer Schriften (mit einem Anstieg von 64,6%).

Die Bundesregierung hebt dagegen primär hervor: „Deutschland ist wieder ein Stück sicherer geworden“, weil die Zahl der Straftaten bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum erneut rückläufig sind (vgl. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pks-2019-1734432).

Die Meldung des Anstiegs sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen wird dagegen in der aktuellen Berichterstattung lediglich in einem Nebensatz erwähnt – empörend!

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Gemeinsam gegen Corona

Die Ausbreitung des Corona-Virus greift tief in unser Leben und den Alltag ein. Das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt und auch im Privatleben sollen wir soziale Kontakte weitgehend vermeiden. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel wandte sich erstmals in ihrer 14-jährigen Regierungszeit in einer Ansprache – die einer „Rede zur Lage der Nation“ gleichkam – an uns Bürger*innen. Deutschland stehe vor der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein Satz, der in seiner Tragweite auch noch Tage später nachhallt. „Es ist ernst, nehmen Sie es auch ernst“, appellierte Merkel an jede*n, sich solidarisch zu verhalten, um diese Krise zu bewältigen. Doch was heißt es, sich solidarisch zu verhalten? Auch wenn die Hörsäle geschlossen sind, soll hier kein wissenschaftliches Kolloquium auf die Kulturgeschichte der Solidarität in Europa folgen. Vielmehr wollen wir einen kleinen Ausschnitt dessen zeigen, was Solidarität im Frühjahr 2020 konkret bedeuten kann. Diese kurze Übersicht könnt ihr gerne in den Kommentaren ergänzen.

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Viel Spaß im Praxissemester :-)

Liebe Studierende des zweiten Mastersemesters! Jetzt seid Ihr schon die 3. Woche in Euren Schule. Wir wünschen Euch viele neue Erlebnisse, Anregungen, Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten in Eurem Praxissemester im SoSe 2020 und freuen uns auf Eure Berichte in Lehrveranstaltungen oder auch hier – wenn Ihr mögt!

Inklusion – mal zum Reinhören

Das Bild weist auf alle Dimensionen menschlichen Seins: schlau, verunsichert, frustriert, witzig und noch vieles mehr.
Wir alle sind Inklusion

Nicht nur wir als Wissenschafler*innen oder Ihr als Studierende setzt Euch täglich mit der Herausforderung Inklusion auseinander. Und klar – es läuft nicht rund, sogar vielmehr eckig, zickzag, rückwärts – wenn es ganz Essig läuft, sogar an manchen Stellen vor die Wand. Trotzdem – der Song ‚Inklusion‘ inspiriert und zeigt auch kritisch Töne – einfach mal reinhören: https://www.youtube.com/watch?v=PWF37F2fbak  

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Das verzerrte Bild von Normalität – Welchen Einfluss haben Instagram und Co. auf die Gesellschaft?

Instagram ist ein soziales Netzwerk, auf dem Bilder und Videos veröffentlich werden können. Jeder kann sich dort ein individuelles Profil erstellen. Auf diesem Profil werden persönliche Daten gepostet, Bilder geteilt und ‚Storys‘ gedreht. Feedback erhält man durch Likes und Kommentare. In Deutschland nutzen über 15 Millionen Menschen Instagram. Unter den Nutzer*innen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene.

Vor einiger Zeit bin ich auf ein ganz besonderes Profil gestoßen: lisaxMina. Dieses Profil zeigt, dass das Leben manchmal anders verläuft, aber es nicht weniger perfekt ist. Auf diesem Profil berichtet die junge Mutter Lisa von ihrem Leben mit ihrer kleinen Tochter Mina. Im Internet werden sie dabei von 44.300 Menschen verfolgt. Mina hat Trisomie 21 und einen angeborenen Herzfehler. Diagnostiziert wurde dies bei einer Fruchtwasserpunktion in der 24. Schwangerschaftswoche. Mit der Diagnose hat sich Lisa (zu dem Zeitpunkt 23 Jahre alt) anfangs sehr schwer getan – eine Abtreibung kam für sie aber nicht in Frage. Sie berichtet von ihrem Alltag mit ihrer 3-jährigen Tochter. Die Woche über haben sie viele Termine: Heilpädagogik, Logopädie, Ergotherapie. Auch berichtet die Mutter über Minas Ernährung: sie wird durch eine PEG künstlich ernährt, da Mina nicht essen möchte. Die Sondennahrung wird durch die Bauchdecke direkt in den Magen gepumpt. Lisa erzählt in Storys, dass Mina oft launisch ist und ihren eigenen Kopf hat. Das Leben mit ihr möchte sie dennoch nicht missen. Ihr Leben hat sich durch die Diagnose zwar um 180 Grad gedreht, jedoch in die „schöne“ Richtung, wie sie selbst sagt.

In der Social Media Welt sind solche Profile noch die Ausnahme. Doch Inklusion beginnt im Kleinen: Pluralität von Lebenswelten sollte auch im Netz zur Normalität gehören.

Eva-Luisa Globisch (Von Studierenden für Studierende)

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Was diskutiert die Wissenschaft? 25.-28.02.2020 IFO, Wien: Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten

Die 34. Tagung der Integrations- und Inklusionsforscher*innen trägt den Titel „Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten“: Grenzen, die innerhalb und außerhalb der Integrations- und Inklusionsforschung gezogen werden; Welten, die dadurch entstehen, geschaffen oder verunmöglicht werden und Gänge, die zur Überbrückung oder Überwindung von Grenzen oder zum Ausweg aus abgeschotteten Welten beschritten werden (sollen). Vieles bleibt aber auch in einem Dazwischen – und soll dementsprechend ebenso Raum in der Diskussionen der diesjährigen Tagung finden können.

Ängste überwinden – Wenn Panikattacken das Leben beeinflussen

„Gestresste Menschen sind anfälliger für Angst“ heißt es im Artikel des Online Magazins „Der Spiegel“ (https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/angststoerung-hilfe-bei-panikattacken-a-1280892.html). Menschen, die häufig unter Panikattacken leiden, sollten sich ihren Ängsten stellen und in ihrem Leben etwas ändern.

Gründe für solch eine Panikstörung können zum Beispiel in der Kindheit entstehen, sagt Manfred Beutel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz.

Kinder, die schüchtern und ängstlich waren, haben eine geringere Angsttoleranz und sind daher anfälliger für Panikattacken als andere. Auch Eltern können mit ihrer Überfürsorge Auslöser sein, wenn das Kind nur wenig Vertrauen in das Leben und auch in sich selbst aufbaut.

Dana Egler (Von Studierenden für Studierende)

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Grenzsituationen in der Schule: Handlungssicherheit in pädagogischen Grenzsituationen bewahren!

Welche Rechte und Pflichten sollten Lehrpersonen in Bezug auf krisenhaften Situationen kennen? Wann herrscht eine Handlungspflicht für Lehrerinnen und Lehrer? Konflikte zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler, aber auch mit Eltern wurden in der Vergangenheit häufig diskutiert. Aus diesem Grund scheint eine gewisse Handlungssicherheit wichtig zu sein, um aktiv deeskalierend wirken zu können. Sowohl bei selbst-, als auch fremdaggressiven Kindern und Jugendlichen herrscht pädagogisch und rechtlich viel Unsicherheit. Die Handreichung „Grenzsituationen in der Schule“ für Lehrinnen und Lehrer, herausgegeben von der Bezirksregierung Detmold für Ostwestfalen-Lippe und dem Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe  soll dazu dienen Handlungssicherheit zu bewahren, zurückzugewinnen und zu erlangen. Ziel der Handreichung ist es, die Normalität des schulischen Alltags möglichst schnell wiederherzustellen und Sicherheit im Umgang mit krisenhaften Situationen zu vermitteln sowie Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Erziehungsauftrag zu bestärken und zu ermutigen.

Dieses Thema stößt bei mir auf großes Interesse. Falls dies bei Euch auch der Fall ist, schaut doch einmal in die Handreichung! Diese ist natürlich um einiges ausführlicher als mein nachfolgend kurzer Abriss. Dazu findet Ihr die Broschüre zum Download unter folgendem Link: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Lehrer/Recht_Beratung_Service/Service/Rat geber/Paedagogische-Grenzsituationen/Broschuere-Grenzsituationen/index.html

Thea Rick (Von Studierenden für Studierende)

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