Smartphones in der Schule, Fluch und Segen zugleich – Oder muss unser Bildungssystem doch einfach nur angepasst werden?d

Handyverbot in der Schule? Ja oder nein. Durch dieses Voting, welches ich auf Instagram gesehen habe, wurde mir die Präsenz dieser Frage mal wieder ins Gedächtnis gerufen. 34% haben für JA gestimmt, die anderen 66% sind gegen das Handyverbot an Schulen. Aber die meisten von uns kennen es bestimmt noch anders. Beim mir an der Schule herrschte noch ein striktes Handyverbot, welches Konsequenzen mit sich zog, wenn es nicht eingehalten wurde. Warum hat sich das geändert? Und funktioniert die Veränderung überhaupt so einfach mit unserem laufenden Bildungssystem?

Ella Kitschelt (Von Studierenden für Studierende) „Smartphones in der Schule, Fluch und Segen zugleich – Oder muss unser Bildungssystem doch einfach nur angepasst werden?d“ weiterlesen

Der Förderschwerpunkt Sprache im inklusiven System – Die Standards

Der Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention gilt seit dem Jahre 2008 (vgl. https://www.behindertenrechtskonvention.info/). Aus diesem geht hervor, dass alle Schüler:innen einen Anspruch auf eine barrierefreie Teilhabe an Bildung haben. Dazu zählen auch Kinder mit Beeinträchtigungen in der Sprachkompetenz. Damit dies in der Praxis umgesetzt werden kann, ist eine fachlich adäquate Förderung mit spezifischen, individualisierten Maßnahmen erforderlich,

Doch was sind eigentlich die Standards für den Förderschwerpunkt Sprache und wie können diese umgesetzt werden?

Linda Maria Grosche (Von Studierenden für Studierende) „Der Förderschwerpunkt Sprache im inklusiven System – Die Standards“ weiterlesen

Verhindert der Föderalismus ein Vorankommen der Inklusion? 

Die Inklusion ist seit nunmehr 14 Jahren das politisch gewollte Konzept zur gemeinsamen Beschulung von Kindern und Jugendlichen. In der Theorie sollte sich in den letzten Jahren viel bewegen, allerdings sieht dies in der Praxis oft anders aus. Bei der Inklusion gebe es nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) „keine substanziellen Fortschritte – trotz weitreichender nationaler und internationaler Kritik“ (Menschenrechtsinstitut: Inklusion an Schulen wegen Föderalismus mangelhaft – Bund soll übernehmen – DER SPIEGEL).

In den meisten Bundesländern fehlt der politische Wille für eine schnelle und befriedigende Umsetzung der Inklusion, so kritisiert das DIMR und fordert nun den Bund auf stärker durchzugreifen.

Jan Conrad Sosna (Von Studierenden für Studierende) „Verhindert der Föderalismus ein Vorankommen der Inklusion? “ weiterlesen

Immer mehr Schüler:innen in NRW haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf

Das Land NRW ist auf einem guten Weg hin zu einem inklusiven Schulsystem. Mittlerweile liegt der Anteil an Schüler:innen, die mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf eine allgemeine Schule besuchen bei 44,7%. Damit ist die Inklusionsquote im Vergleich zum Schuljahr 2020/2021 um 1% angestiegen. Doch ebenso steigt der Anteil an Schüler:innen, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf diagnostiziert bekommen. Im Schuljahr 2020/2021 lag der Anteil bei 7,7%. Aktuell steigt der Anteil erneut um 2,4%. Somit ist jede:r 13. Schüler:in in NRW mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf diagnostiziert.

Es steigt aber nicht nur die Inklusionsquote, sondern auch die Zahl der Schüler:innen an Förderschulen.

Johanna Hesse (Von Studierenden für Studierende) „Immer mehr Schüler:innen in NRW haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf“ weiterlesen

Weckruf für die Politik

Die schulischen Leistungen der Schüler:innen haben sich durch die Corona-Pandemie deutlich verschlechtert. Das zeigen schon länger mehrere Studien in Deutschland und anderen Ländern. Am 17.10.2022 veröffentlichte das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (kurz IQB) den neuen Bildungstrend für das Jahr 2021. Bei diesen Bildungstrends erschien für Deutschland ein erschreckendes Ergebnis. Die schulischen Kompetenzen der Schüler:innen in der vierten Klasse im Bereich des Lesens und Rechnens waren deutlich niedriger als erwartet. Die Ursache dafür lässt sich aber nicht nur mit den corona-bedingten Schulausfällen begründen (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/bildungsstudie-viertklaessler-101.html).

Anna Bieding (Von Studierenden für Studierende) „Weckruf für die Politik“ weiterlesen

Kinder mit besonderem Förderbedarf: Inklusion oder separate Klassen – welche Vorteile gibt es?

Im Jahr 2008 trat der Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. In diesem heißt es, dass Menschen mit Behinderung aufgrund ihrer Einschränkung nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden dürfen. Durch den Artikel hat sich in Bezug auf die Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf schon viel im Bereich der Schulbildung getan. Trotzdem wird sich noch immer wieder die Frage gestellt, ob Kinder mit Behinderungen in einer inklusiven oder einer Förderschule besser lernen können.

Da es viele Argumente für und gegen den Besuch einer Förderschule gibt und auch die Wissenschaft noch keine eindeutige Antwort auf die Fragestellung gefunden hat, hat sich eine Gruppe von Forscher:innen rund um Erstautorin Nina T. Dalgaard genauer mit der Frage beschäftigt und dabei 15 Studien aus neun verschiedenen Ländern verglichen (vgl. https://www.mdr.de/wissen/inklusion-oder-spezielle-klassen-fuer-kinder-mit-sonderpaedagogischen-foerderbedarf-100.html).

Die Studie beschäftigt sich damit, wie sich Inklusion auf die schulische Leistung, die sozio-emotionale Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in inklusiven Schulen im Vergleich zu Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen auswirkt. Dabei hatte die Studie Daten vorliegen, die Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen, wie Lernstörungen/intellektuelle Behinderungen, Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS, körperliche Behinderungen, Sehbehinderungen oder auch Down-Syndrom berücksichtigen (vgl. https://www.mdr.de/wissen/inklusion-oder-spezielle-klassen-fuer-kinder-mit-sonderpaedagogischen-foerderbedarf-100.html).

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass es in Bezug auf die schulischen Leistungen und die allgemeine psychosoziale Anpassung der Kinder positive aber auch negative Auswirkungen gibt. Dies bedeutet, dass es immer noch keine eindeutige Aussage gibt, ob Inklusion mit positiven oder negativen Auswirkungen auf die Leistung und Entwicklung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf verbunden ist. Bei jedem Kind sollte individuell geschaut werden, welche Bildungsform für ihn/sie zielführender ist (vgl. https://www.mdr.de/wissen/inklusion-oder-spezielle-klassen-fuer-kinder-mit-sonderpaedagogischen-foerderbedarf-100.html).

Hier findet Ihr die Studie: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cl2.1291

Mona Theiner (Von Studierenden für Studierende)

Fortbestand der Förderschulen? – Allgemeiner Behindertenverband (ABiD) regt Debatte an 

Ob eine exkludierende Bildung im 21. Jahrhundert noch Platz hat, muss offen diskutiert werden!“

Inwieweit das deutsche Förderschulwesen dem Verständnis von Handicap und Inklusion des 21. Jahrhunderts noch gerecht wird, fragt sich der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland, ABiD (https://www.abid-ev.de/). Eltern von körperlich, seelisch und geistig beeinträchtigten Kindern hätten ein wachsendes Bedürfnis nach gemeinsamer Beschulung ihrer Sprösslinge mit Gleichaltrigen ohne Behinderung. ABiD-Sozialberater Dennis Riehle betont die Notwendigkeit einer offenen Diskussion darüber, ob eine exkludierende Bildung noch zeitgemäß sei. Es müsse ergebnisoffen erörtert werden, auf welchem Weg der beste Lernerfolg und die erfolgversprechendste Persönlichkeitsentwicklung von Kindern mit Behinderung gelingen könne. Dass eine Inklusion von Schüler:innen mit Beeinträchtigung zu teuer und zu aufwändig wäre und im Zweifel das Lernniveau der nicht-behinderten Kinder zwangsläufig sinken würde, sei mit dem Stand von Wissenschaft und Forschung über die Auswirkungen von Integration nicht mehr vertretbar und diskriminierend. Genaueres über die Ermutigung zur Debatte dieses viel diskutierten Themas ist nachzulesen unter https://www.guetsel.de/content/53048/2022-11-10-05-39-39-allgemeiner-behindertenverband-ermutigt-zur-debatte-ueber-fortbestand-der-foerderschulen.html und https://kobinet-nachrichten.org/2022/10/30/abid-regt-debatte-ueber-den-fortbestand-der-foerderschulen-an/.

Julia Rotthoff (Von Studierenden für Studierende)

Wie Deutschland Menschen mit Behinderung die Arbeit verwehrt – Inklusion im ersten Arbeitsmarkt

In Deutschland gibt es eine sogenannte Beschäftigungspflicht, die besagt, dass ein Unternehmen mit mehr als 20 zu vergebenden Arbeitsplätzen fünf Prozent der Arbeitsplätze an schwerbehinderte Menschen vergeben muss. Dies kann jedoch durch eine Ausgleichszahlung außer Kraft gesetzt werden. Laut Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, nehmen mehr als ein Viertel der Unternehmen dabei die Ausgleichszahlung lieber in Kauf, als einen Menschen mit schwerer Behinderung einzustellen (vgl. https://www.deutschlandfunkkultur.de/inklusion-und-arbeitsmarkt-deutschland-behindert-sich-selbst-100.html).

Anna-Lena Buhse (Von Studierenden für Studierende) „Wie Deutschland Menschen mit Behinderung die Arbeit verwehrt – Inklusion im ersten Arbeitsmarkt“ weiterlesen

„Dort anfangen, wo andere aufhören.“

Für Ex-Polizist Carlos Benede, Mitgründer des 2012 entstandenen Vereins „Weitblick-Jugendhilfe e.V.“, ist dieser Leitsatz fester Bestandteil seiner Einrichtung im bayrischen Dachau. Der Verein eröffnet Kindern und Jugendlichen, die als „Systemspringer“ abgestempelt und in anderen Jugendhilfeeinrichtungen ausgeschlossen wurden, eine Chance, ein Zuhause zu finden und unterstützt sie dabei Selbst- und Sozialverantwortung zu entwickeln. Oft ist es ihre letzte Anlaufstelle. Die gewählten Methoden von Carlos Benede unterscheiden sich sehr von denen gewöhnlicher Jugendhilfeeinrichtungen. Benedes Hilfeeinrichtung setzt auf offene Strukturen und bietet den Kindern und Jugendlichen viel Freiraum.

Nicolas Dülme (Von Studierenden für Studierende) „„Dort anfangen, wo andere aufhören.““ weiterlesen

Alle Menschen haben ein Recht auf Arbeit – oder doch nicht? Wie Menschen aufgrund ihrer Behinderung systematisch vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden und wie man dagegen ein Zeichen setzen kann 

Am 03.12.2022 war es wieder soweit und der „Internationale Tag der Behinderungen“ fand statt. Ein Tag, der die Aufmerksamkeit auf die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen richten sowie dem Ergreifen von Maßnahmen und Förderungen dienen soll. Überall im Leben begegnet man Menschen mit Behinderungen, sei es im Alltag, auf der Straße, an Schulen oder in öffentlichen Einrichtungen. Es gibt jedoch Plätze, die für einige dieser Menschen kaum erreichbar sind, wie ein fester Arbeitsplatz außerhalb einer Behinderteneinrichtung. Obwohl jeder Mensch, ohne Ausnahme, in Deutschland das Recht hat arbeiten zu gehen, werden Menschen mit Behinderung oftmals vergessen. Woran das liegt und wie es auch anders gehen kann, zeigt uns ein Beispiel aus Bielefeld.

Hannah-Maria Langer (Von Studierenden für Studierende) „Alle Menschen haben ein Recht auf Arbeit – oder doch nicht? Wie Menschen aufgrund ihrer Behinderung systematisch vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden und wie man dagegen ein Zeichen setzen kann “ weiterlesen