„Raus aus der Charity-Ecke“ – das mediale  Bild von Menschen mit Behinderung

„Schau da nicht hin!“ – tadelnde Bemerkungen wie diese sind allgegenwärtig, wenn Eltern ihre Kinder aufgrund neugieriger Blicke auf einen sichtbar von einer Behinderung betroffenen Menschen ohne Weiteres beiseitenehmen. Das Interesse für das Leben dieser Menschen wird in einigen Teilen der Gesellschaft nach wie vor als unangemessen bewertet. Bemühungen in Form von „Tage der offenen Tür“ oder auch der Ausbau von Barrierefreiheit im Straßenverkehr führen nicht per se zu einem offenen und unverkrampften Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Medien stellen dabei für viele Nicht-Betroffene oftmals das einzige Fenster zum Unbekannten dar. Welches Bild von Menschen mit Behinderung überhaupt in den Medien dominiert, warum darüber gesprochen werden muss und erste Handlungsperspektiven erfahrt Ihr hier: (https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/27790/zum-bild-behinderter-menschen-in-den-medien/)   

Vanessa Derksen (Von Studierenden für Studierende) „„Raus aus der Charity-Ecke“ – das mediale  Bild von Menschen mit Behinderung“ weiterlesen

Inklusion und Gaming – Geht das?

Die Gaming Industrie ist eine der am stärksten anwachsenden Branchen im heutigen Zeitalter des Internets. Sowohl jung als auch alt vergnügen sich regelmäßig mit Videospielen verschiedenen Genres, egal ob JumpnRun-Spiele wie Super Mario, Simulationen wie Sims oder Fifa oder auch Shootern wie Call of Duty oder Counter-Strike. Viele Spiele setzen auf Fähigkeiten, die einigen Menschen mit Behinderung fehlen. Dabei wird die Frage aufgeworfen, wie Inklusion mit Gaming funktioniert und wie gut die Gaming Industrie auf Menschen mit Behinderung zugeschnitten ist. Das Projekt Gaming ohne Grenzen testet derzeit verschiedene Spiele auf Barrierefreiheit und erklärt, wieso Barrierefreiheit in der Gaming Szene immer wichtiger wird (https://www.eurogamer.de/testreihe-zu-barrierefreiheit-in-videospielen-wie-funktioniert-inklusion-im-gaming).

Julian Lender (Von Studierenden für Studierende) „Inklusion und Gaming – Geht das?“ weiterlesen

Psychische Krankheiten in Videospielen? Potential oder Risiko

Die Darstellung von psychischen Erkrankungen in modernen Medien nimmt zu. Das Videospiel „Hellblade: Senuas Sacrifie“ hat sich auf die Fahne geschrieben das erste Videospiel mit einer psychisch erkrankten Hauptfigur zu sein. Das wirft die Frage auf, inwiefern dieses Medium geeignet für die Aufklärung zu diesem Thema ist.

Till Verch (Von Studierenden für Studierende) „Psychische Krankheiten in Videospielen? Potential oder Risiko“ weiterlesen

Wenn aus Spiel Gewalt wird: „Squid Game“ ist kein harmloses Kinderspiel

Eine der erfolgreichsten Netflix-Serien ist „Squid Game“. Die Serie aus Südkorea ist ab 16 Jahren freigegeben, allerdings schauen sie bereits viel jüngerer Kinder und spielen sie auf dem Schulhof nach. In der Serie selbst werden Kinderspiele nachgestellt, die allerdings auf brutalste Weise enden. So wird beispielsweise das Spiel „Rotes Licht, grünes Licht“ gezeigt, bei dem die Spieler*innen in einem Innenhof stehen. Am Ende dieses Spielfeldes ist eine meterhohe Mädchenfigur aufgestellt. Wenn sich die Figur den Spieler*innen zuwendet, müssen diese wie angewurzelt stehen bleiben und die Person, die sich noch bewegt, wird erschossen. Dies zeigt, dass dies keinesfalls ein harmloses Kinderspiel ist. Es werden brutale Szenen in der Serie dargestellt. Grundschulkinder spielen dieses Spiel in abgewandelter Weise nach und der Verlierer oder die Verliererin wird beschimpft oder es wird Gewalt in Form von Ohrfeigen oder Ähnlichem angewendet. Eltern und Lehrpersonen sind alarmiert und besorgt (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/squid-game-schulen-101.html).

Wie kann mit der Situation auf dem Pausenhof umgegangen werden?

In dem Artikel „Was tun, wenn Kinder „Squid Game“ nachspielen?“, der auf der Seite des deutschen Schulportals veröffentlicht wurde (https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/schulsozialarbeit-gewaltpraevention-was-tun-wenn-kinder-squid-game-nachspielen/), wird dazu geraten, dass man das Spiel zwar zulassen sollte, allerdings nur mit gewaltfreien Regeln, die auch dem Kodex der jeweiligen Schule entsprechen. Wenn es zu Gewaltsituationen kommt, muss als erster Schritt sofort interveniert und mit den Kindern über das Vorgefallene gesprochen werden. Das Spielen soll allerdings nicht komplett verboten werden, da es sonst mit brutalen Spielregeln nach der Schule weitergespielt würde.

Nicola Hülsmann (Von Studierenden für Studierende)

Verhaltensauffälligkeiten bei Mädchen durch TikTok?

Facebook, WhatsApp, TikTok – Social-Media sind in aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Besonders während der Corona-Pandemie, während der die persönlichen sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert werden mussten und die Schüler*innen sich noch nicht einmal zum Unterricht persönlich treffen konnten, wurden Social-Media für diese zunehmend bedeutender. Doch wie wirkt sich die übermäßige Nutzung von TikTok auf das Verhalten von Schüler*innen aus?

Felicitas Gleumes (Von Studierenden für Studierende)

„Verhaltensauffälligkeiten bei Mädchen durch TikTok?“ weiterlesen

Kriminalpsychologie – auch ein Thema der Sonderpädagogik?

Immer wieder hört man von Strafprozessen, in denen die Täter*innen als psychisch krank bezeichnet werden und spezielle oder mildere Strafen erhalten. Schaut man in die Prozessakten, finden sich Gutachten, die meistens schon in der mittleren Kindheit bis hin zur Adoleszenz psychische Auffälligkeiten der Täter*innen diagnostizieren. Eine ausführliche Berichterstattung über einzelne Fälle dagegen lässt sich selten finden, denn zwischen einer Straftat und dem Gerichtsurteil und damit einhergehend der Möglichkeit zur Einsicht in die vollständigen Prozessakten, liegen häufig Monate bis Jahre.

Wer sich jedoch mit Strafprozessen, Täter*innenprofile und Ursachenfaktoren auseinandersetzt sind Kriminalpodcasts, auch wenn längst nicht alle gut recherchiert sind.

Besonders hervorzuheben ist der Podcast der ZEIT: „Verbrechen“. Zum einen aufgrund der Dauer, die dieser Podcast schon produziert wird, zum anderen, weil er auf ausführlichen Recherchen basiert. Hier werden die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe von Menschen zu Täter*innen systematisch aufgearbeitet. Immer wieder gibt es auch Straftaten unter Beteiligung von Jugendlichen oder Kindern, die in das Feld der pädagogischen Praxis hineinreichen .

Der Selbstbericht eines Opfers über sexuellen Missbrauch und dessen Folgen, der Umgang einer Jugendgang untereinander oder Prostitution in der späten Adoleszenz sind Themen, die nicht unbedingt im Schulalltag auftauchen, jedoch den Lebensalltag von Schüler*innen prägen und dominieren können.

Mein Tipp, um diese scheinbare Parallelwelt der Kriminalität und Gewalt, die für einfache Student*innen meist nicht einsehbar scheint kennenzulernen, einfach mal reinhören. Hier: https://www.zeit.de/serie/verbrechen oder überall, wo es Podcasts gibt.

Till Verch

„Außer Kontrolle – Jugendgewalt in Deutschland“: Dokumentation gewährt Einblick in das Thema Jugendgewalt

Es sind erschreckende Bilder, wenn Jugendliche, die nicht viel jünger sind als wir, zu Gewalttaten schreiten, ohne sich bewusst zu sein, was die Folgen für sich und die Opfer sein könnten. Dabei kann es zu Sach- und Personenschäden kommen, die meistens mehr sind als ein zerbrochener Kugelschreiber. So kann man oft zertrümmerte Schaufenster, brennende Mülleimer und Autos, verwüstete Geschäftsflächen und auch blutende, verletzte Menschen sehen.

Die vor wenigen Tagen erschienene Dokumentation „Außer Kontrolle – Jugendgewalt in Deutschland“ von ZDFinfo gewährt Einblicke in das Leben vieler Jugendliche, die Gewalt im Alltag erleben. Dabei werden Ursachen und Lösungen untersucht und Opfer und Täter*innen in gleichen Teilen befragt. 

Die etwa 45-minütige Dokumentation ist noch bis zum 17.07.2023 unter folgendem Link zu erreichen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/ausser-kontrolle–jugendgewalt-in-deutschland-100.html

Timo Keseberg (Von Studierenden für Studierende)

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Aumio: Meditation im Klassenzimmer für Ruhe und eine bessere Konzentrationsfähigkeit?

Die Entwickler der App Aumio, einer Meditationsapp für zu Hause und den Unterricht, versprechen mehr Ruhe und eine bessere Konzentrationsfähigkeit durch Meditation im Klassenzimmer. Achtsamkeitsmeditation fördert sowohl die kognitive und emotionale Reaktionsfähigkeit als auch die psychische Flexibilität. Regelmäßige Meditation soll den Schüler*innen dabei helfen, Sorgen abzuschütteln und Empathie für andere zu zeigen.

Aumio startete als ein wissenschaftliches Projekt während einer Forschungsarbeit an der Freien Universität Berlin und konzentrierte sich zunächst auf kleine Achtsamkeitsübungen zum Thema ADHS (https://aumio.de/wissenschaft-und-wirksamkeit-von-achtsamkeit/). 

Tobias Fehring (Von Studierenden für Studierende)

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Sexueller Kindesmissbrauch durch Frauen

Ein Forschungsprojekt liefert Erkenntnisse über psychische Folgen von Menschen, die sexuellen Kindesmissbrauch durch eine Frau erlebt haben sowie über Frauen, die ein sexuelles Interesse an Kindern haben und sexualisierte Gewalt ausüben (Pressemitteilung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, 10. November 2021)

Bei sexuellem Kindesmissbrauch wird in der Regel von männlichen Tätern ausgegangen. Dass auch Frauen ein sexuelles Interesse an Kindern haben können und sexualisierte Gewalt ausüben können, ist ein gesellschaftliches Tabu. Auch in der Wissenschaft und der klinischen Praxis wurde dieses Thema bisher kaum beachtet. Dies führt zu einem Mangel an Wissen, welches für die Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs und die Versorgung betroffener Menschen dringend notwendig ist.

Ein Forschungsprojekt des Instituts für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), das mit Mitteln der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs finanziert wurde, will die Wissenslücken schließen. Im Rahmen einer ersten anonymen Online-Studie wurden Personen befragt, die sexualisierte Gewalt durch eine Frau erlebt haben. Eine zweite anonyme Online-Studie richtete sich an Frauen mit einem sexuellen Interesse an Kindern. Darüber hinaus wurden vertrauliche Anhörungen und schriftliche Berichte von betroffenen Personen ausgewertet, die sich an die Aufarbeitungskommission gewandt hatten.

Erste Ergebnisse der Studie liegen nun vor und können unter folgenden Link abgerufen werden: https://www.aufarbeitungskommission.de/mediathek/sexueller-kindesmissbrauch-durch-frauen/

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