„Mit Worten kann ich fliegen“: Ein unglaublich ehrliches und emotionales Buch, das jeder gelesen haben sollte!

Die 11jährige Melody leidet seit ihrer Geburt an einer spastischen Tertraplegie. Dennoch hat Melody ein fotografisches Gedächtnis und ist das schlauste Mädchen ihrer Schule. Leider kann Melody dieses Wissen jedoch nicht teilen, da sie aufgrund ihrer Behinderung nicht sprechen kann. Das Buch erzählt auf berührende Art und Weise, wie Melody es schafft, sich auszudrücken und andere auf sich und ihre Begabung aufmerksam zu machen. Selbst der Arzt schätzt Melody als geistig zurückgeblieben ein und liegt damit vollkommen falsch. Melody kämpft unermüdlich für ihre Träume, trotz vieler Steine, die ihr in den Weg gelegt werden. Schlussendlich gibt es durch die Unterstützung der Eltern und der Nachbarin neue große Chancen für Melody.

Die Figur „Melody“ ist erfunden, dennoch gibt es in unserer Gesellschaft viele Menschen, denen es wie Melody geht. Melody verkörpert das Schicksal vieler Menschen mit Behinderungen, die nicht wahrgenommen werden oder keine Hilfe erhalten. Leider bekommt nicht jeder Mensch die Chancen und die Hilfen, die er benötigt. Melody bekommt erst durch viele Umwege einen MediTalker und eine Integrationskraft. Viele Menschen gehen davon aus, dass Menschen, die nicht sprechen können oder sich nicht ausdrücken können, geistig nicht zurechnungsfähig sind. Das Beispiel von Melody beweist das Gegenteil und zeigt dem Leser auf ehrliche Art und Weise, wie benachteiligt Menschen mit Behinderungen teilweise sind und wie sehr es helfen kann, wenn sie die richtige Unterstützung bekommen. Des Weiteren hilft es Vorurteile abzubauen und die eigene Einstellung zum Thema Behinderung bzw. Umgang mit Behinderung kritisch zu hinterfragen und zu überdenken.

Jacqueline Niedenzu (Von Studierenden für Studierende)

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