Gymnasium wird zur „Schule des gemeinsamen Lernens“

Was ist Inklusion? Unter Inklusion versteht man, dass jeder Mensch als gleich angesehen wird, egal welche Hautfarbe, Religion oder Herkunft sie oder er hat. Auch ob ein Mensch eine Behinderung hat, spielt keine Rolle. Jeder hat das Recht überall teilzuhaben – auch an den Schulen. Somit sollen Kinder, mit und ohne Behinderung, in einer Schule zusammen lernen und auch spielen können. Wenn das funktioniert, ist Inklusion erfolgreich umgesetzt.

Das Gymnasium Petrinum wird zum kommenden Schuljahr ab 2021/22 in einer der neuen fünften Klassen den inklusiven Unterricht anbieten und somit eine „Schule des gemeinsamen Lernens“ (Inklusiver Unterricht: Petrinum wird „Schule des gemeinsamen Lernens“ – Dorsten (lokalkompass.de)

Katharina Pflug (Von Studierenden für Studierende)

Der Schulleiter Markus Westhoff und seine Stellvertreterin Dr. Vera Merge sind voller Vorfreude auf diese neue Aufgabe. Die Schule steht für Vielfalt, Chancengleichheit und ein gemeinsames Miteinander. Beide sind der Überzeugung, dass die Entscheidung für inklusiven Unterricht zur Förderung des sozialen Miteinanders beiträgt und auch die Schulgemeinschaft stärkt.

Das Gymnasium bereitet sich umfassend auf den zukünftigen gemeinsamen Unterricht vor. Die Schule richteten eine Arbeitsgruppe ein, welche ein Inklusionskonzept vorbereitet und dabei Erfahrungen anderer Schulen mitberücksichtigt. Dafür werden Lehrer*innen an inklusiven Gymnasien hospitieren und auch Fortbildungen zu diesem Thema besuchen. Die Schule verfolgt das Ziel mit den ersten Fünftklässler*innen, welche im Schuljahr 2021/22 die Schule beginnen, den inklusiven Unterricht bis zur zehnten Klasse hin aufzubauen.

Die Schule nimmt für die inklusiven Klassen einige Änderungen vor. Zum einen werden die neuen Klassen kleiner sein und nur aus 25 Schüler*innen bestehen. Diese Zahl setzt sich aus 20 Regelschüler*innen und 5 Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen zusammen. Der Ablauf des Unterrichts wird auch etwas geändert. Der Inhalt der Fächer wird von allen Lehrkräften und einer sonderpädagogischen Lehrkraft abgestimmt und es wird auch im Team unterrichtet. Außerdem werden extra Räumlichkeiten geschaffen, in welche sich die Kinder zurückziehen können, die eine ruhigere Umgebung brauchen.

Die Schuldezernentin bei der Bezirksregierung Münster, Eva Glätzer, stellt klar, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Das Gymnasium Petrinum stellt sich der gesellschaftlichen Aufgabe und möchte den Schüler*innen eine zieldifferente Förderung ermöglichen. Zudem erhält die Schule Förderung durch die Stadt als Schulträger, welche ihnen von dem Dorstener Bürgermeister Tobias Stockhoff und der Schuldezernentin Nina Laubenthal zugesichert wurde. Auch räumliche Voraussetzungen sollen für die Inklusion geschaffen werden.

Die Eltern der neu angemeldeten Kinder können auf Wunsch für sich selbst entscheiden, ob ihr Kind die inklusive Klasse besuchen soll. Anmelden können sie ihre Kinder unter telefonischer Voranmeldung.

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