Nachgefragt bei Katharina Rohlfing: Freude an meinem Beruf ist durch das intellektuelle Umfeld in Paderborn, die Vielfältigkeit der Aufgaben und den Kontakt zu verschiedenen Menschen gegeben.

Foto von Prof. Dr. Katharina Rohlfing

Wenn Ihr wissen wollt, über wen die Professorin für sprachliche Grundbildung morgens rüberklettern muss, auf welchen Tag in der Woche sie sich am meisten freut oder warum ihr nächstes Fachbuch über Statistik handelt, dann lest weiter!

  • Ich beginne meinen Tag mit über mein Kind zu klettern.
  • Am meisten freue ich mich in der Uni Paderborn auf den Tag in der Woche, an dem ich mit meiner Arbeitsgruppe in der Mensa essen gehe.
  • Meine besten Einfälle habe ich morgens.
  • Seminare regen mich dazu an meine Forschung zu hinterfragen, zu ergänzen, zu erweitern.
  • Am meisten ärgert mich, wenn ich nach mehrmaliger Anfrage keine Antwort bekomme.
  • Das nächste Fachbuch, das ich lesen will, ist zum Thema Statistik, weil sich die Methoden ändern und mein Wissen verstaubt.
  • Energie tanke ich aus Gesprächen mit Menschen.
  • Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mehr schreiben. Diese Tätigkeit erfüllt mich sehr, wenn ich die Möglichkeit habe, mich mehrere Tage (am Stück!) mit einem Thema zu beschäftigen, und je nach dem für wen ich schreibe, dieses Thema aus unterschiedlicher Perspektive zu betrachten.
  • Wenn ich einen Rat brauche, suche ich eine Kollegin oder einen Kollegen auf. Ganz besonders bin ich an Ratschlägen von älteren KollegInnen interessiert, weil sie vieles besser überblicken.
  • Ich frage mich manchmal, warum es mir so selten gelingt, im Arbeitsalltag mehr Luft zu haben.
  • Kreativität entsteht, wenn man dem Denken mehr Luft (Zeit) und Platz (verschiedene Arbeitstechniken, aber auch Treffen mit KollegInnen) einräumt.
  • Die Zeit meines Studiums zog sich etwas, aber sie half mir, mich zu orientieren, in Deutschland anzukommen und Freundschaften zu schließen.
  • Wissenschaftler/innen sind Menschen, die den Weg zum Ziel haben. Zum Beispiel war mein Doktorvater der Meinung, dass eine gute Doktorarbeit nicht nur eine Forschungsfrage adressiert, sondern mit viel mehr Fragen endet.
  • Wenn ich Wissenschaftsminister/in wäre, würde ich mich dafür einsetzen, dass die Hochschuldozenten etwas weniger lehren, um sich gesellschaftsrelevanter Forschung zu widmen. Gerade in der sich heute schnell wandelnden Welt müssen Forscherinnen in der Lage sein, Forschungsfragen aufzugreifen, die „brennen“. An Ideen mangelt es nicht.
  • Die Faszination des Studiengangs Sonderpädagogische Förderung macht für mich aus, sich nicht mit einem Durschnittsmenschen zu beschäftigen (welchen es eh nicht gibt), sondern mit der menschlichen Vielfalt.
  • Sonderpädagogik an der Uni Paderborn zu lehren, bedeutet für mich eine motivierte Gruppe dafür fit zu machen, Forschungsergebnisse aufzunehmen und von dem schnell wachsendem Wissen in der Praxis zu profitieren.

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