Arbeit an der Professur

An der Professur findet eine forschende Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen rund um die Kunstdidaktik statt. Hier informieren wir über laufende und abgeschlossene Projekte und verweisen auf Publikationen, in denen ihre Ergebnisse zu finden sind.


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⇒ Abgeschlossene Forschungsprojekte
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Laufende Forschungsprojekte

Forschungsprojekt zu den Veränderungen der studentischen Sicht auf die Theorie-Praxis-Beziehung im Praxissemester NRW

Im Praxissemester NRW treffen exemplarische Erfahrungen aus dem Schulalltag auf Wissen und Kompetenzen, die in universitären Veranstaltungen thematisiert werden. Dadurch erhalten die Studierenden die Chance, die Beziehung von Theorie und Praxis neu zu denken und diesbezüglich eine professionelle Haltung zu entwickeln.

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Besonders in Bezug auf fachspezifische Inhalte ist dabei interessant, wie sich diese Gleichzeitigkeit von Theorie und Praxis auf die Sichtweisen der Studierenden auswirkt. An der Professur Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion wird daher der Einfluss schulpraktischer Erfahrungen auf studentische Sichtweisen zu kunstdidaktischen Grundlagen und die eigene Kompetenzeinschätzung untersucht. Das Forschungsprojekt fokussiert dabei mit den Handlungsfeldern (Rezeption, Produktion und Reflexion) und den aktuellen Konzepten zwei grundlegende Aspekte der Kunstdidaktik. Mit Hilfe verschiedener Rating-Einheiten im Pre-Post-Design wird erhoben, welche Auswirkungen das Praxissemester sowohl auf die individuelle Priorisierung der Studierenden zu diesen beiden Aspekten als auch auf die Einschätzung der Kompetenz hat, diese Handlungsfelder und aktuellen Positionen im eigenen Unterricht berücksichtigen zu können. Ziel des Projektes ist es, aus den Forschungsergebnissen Schlussfolgerungen abzuleiten, wie die universitären Seminare strukturiert und inhaltlich ausgerichtet sein müssen, um eine sinnvolle Verknüpfung von Theorie und Praxis für die Studierenden im Fach Kunst zu erzielen.

COMeINKLUSION

Im Verbund „COMeIN“ haben sich zwölf lehrerbildende Hochschulen aus NRW zusammengeschlossen, die gemeinsam mit Vertretungen der zweiten und dritten Ausbildungsphase digitalisierungsbezogene Kompetenzen von Lehrpersonen in den Blick nehmen. Durch das breite Spektrum der Agierenden ist für eine umfassende, wissenschaftliche und schulpraktische Expertise gesorgt, die in sogenannten Communities of Practice (CoP) gebündelt wird. Neben fachspezifischen CoPs wurden auch solche etabliert, die sich mit überfachlichen Fragestellungen beschäftigen. Eines dieser Themenfelder ist Inklusion.

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Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei die Auseinandersetzung mit dem Potenzial und den Herausforderungen einer digitalisierten Welt für inklusive Prozesse. Die Ziele dieser CoP sind neben der Vernetzung phasenspezifischer Perspektiven, die Identifizierung digitalisierungsbezogener Kompetenzen im Kontext von Inklusion/Umgang mit Heterogenität sowie die Erforschung von Wirkungsweisen und Wirkungsmechanismen. Im Fokus stehen dabei drei medienpädagogische Kompetenzbereiche: reflektierte Nutzung von Medien für Lehren und Lernen, Wahrnehmung von Erziehungs- und Bildungsaufgaben im Medienbereich und Wahrnehmung von medienbezogenen Schulentwicklungsaufgaben. Im Laufe des dreijährigen Projektes werden Konzepte und Produkte für alle Phasen der Lehrerbildung entstehen.
Die Universität Paderborn ist in dieser CoP durch die drei Professuren Grundschulpädagogik und Frühe Bildung, Didaktik der Mathematik sowie Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion vertreten.
Darüber hinaus ist die Professur Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion auch Mitglied der fachspezifischen CoP Kunst und Musik.


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Digitale Lehr-Lernformate auf dem Prüfstand

Die Professur Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion berücksichtigt und beforscht die Veränderungen durch eine zunehmende Digitalisierung auch in der Lehre. Daher werden innovative Lehr-Lernformate entwickelt und unter verschiedenen Fragestellungen empirisch untersucht. U. a. ist es von Interesse, zu erfahren, wie die Studierenden die digitalen Tools einschätzen, die in den Seminaren eingesetzt werden und sie für den Einsatz in ihrer späteren Schulpraxis zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der Umfrage stehen daher die Fragen nach der Passung von Ziel und Anwendung, die Einschätzung der Unterstützung des eigenen Lernens durch das Tool und Transferpotenzial für die Schule. Dadurch können einerseits die Tools für die Arbeitsphasen in den Seminaren (insbesondere in digitale Lehr-Lernsettings) anhand eines empirisch fundierten Unterstützungspotenzials ausgewählt werden. Andererseits entsteht ein umfassender Erfahrungsbericht der Anwendungen sowohl aus der Sicht der Lehrenden als auch der Lernenden, der Lehrkräften die Auswahl verschiedener Tools für den eigenen Unterricht erleichtern kann.

Dissertationen an der Professur

Das übergeordnete Ziel der Professur, Möglichkeiten zur Initiierung gelingender ästhetischer sowie fachspezifischer Lehr-Lernprozesse in inklusiven Settings und einer durch Digitalisierung geprägten Welt zu erforschen spiegelt sich auch in den aktuellen Promotionsprojekten. Sie beschäftigen sich mit der Erforschung der Einflussnahme verschiedener Medienträger auf die schulische Kunstrezeption (Annika Waffner) und dem Zusammenhang von Inklusion und Kinderzeichnungen (Jana Welzel). Ziel der Promotionsprojekte ist es, durch Grundlagen- und anwendungsbezogene Forschungsarbeit, Einsichten in das fachspezifische Potenzial für Inklusion zu erhalten sowie die fachspezifischen Aufgaben in einer durch Digitalisierung geprägten Welt konzeptionell zu bestimmen.

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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Innovative Lehre = kreative Lernende?
Ergebnisse der Beforschung eines kunstdidaktischen Lehr-Lernkonzepts

Innerhalb des Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre (gemeinsame Programmlinie des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Stifterverbandes) wurde ein Lehr-Lernkonzept implementiert, in dem der Einsatz von Tablets und fachspezifisch-kreativitätsfördernden Maßnahmen in kunstdidaktischen Seminaren das Inverted Classroom Modell ergänzen. Dieses wurde durch mehrere Untersuchungen (Pre-Posttest, Beobachtungen, Interviews) begleitet, um den Effekt der Lehrinnovation auf das kreative Denken, die Beteiligung der Studierenden und deren Wahrnehmung des eigenen Lernprozesses zu ermitteln.

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Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass sich das eingesetzte Lehr-Lernkonzept positiv auf die Beteiligung, Vorbereitung, das Neugierverhalten, die Fokussierung und den Lernfortschritt der Studierenden im Vergleich zum herkömmlichen Seminar auswirken kann. Darüber hinaus lässt sich schlussfolgern, dass durch den gezielten Einsatz von digitalen Medien letztere zunehmend als Gestaltungs- und Unterrichtsmedium wahrgenommen wurden, wodurch eine bewusste und reflektierte Haltung unterstützt werden kann. Die Förderung von Kreativität und kreativem Denken durch das Lehr-Lernkonzept konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Vor allem die Interviews bieten jedoch erste Anhaltspunkte, wie die Entwicklung kreativen Denkens auch in anderen Kontexten gestärkt werden kann. Als besonders förderlich wurde die Offenheit der Lehrperson empfunden, die Diskussionen und einen intensiven Austausch ermöglichte und initiierte. Darüber hinaus ermöglichten es thematische Freiheiten, laut Aussage der Studierenden, eigene Ideen zu entwickeln und förderten die Bereitschaft sich aktiv in die Planung des Seminars einzubringen. Für den Erfahrungsaustausch untereinander, die gemeinsamen Diskussionen und thematischen Verknüpfungen von Themeninhalten sowie reflexive Prozesse wurden digitale Medien als besonders hilfreich empfunden. Die Ergebnisse des Projekts wurden in verschiedenen Formaten vorgestellt und können u.a. in diesen Publikationen nachgelesen werden:

  • Schmidt, R. & Theis, J. (i.D.). Innovative Lehre = kreative Lernende? Beforschung eines kunstdidaktischen Lehr-Lernkonzepts. In U.Fahr, A. Kenner, D. Kergel, B. Heidkamp-Kergel, H. Angenent, A. Eßer (Hrsg.), Hochschullehre erforschen. Berlin: Springer.
  • Schmidt, R. (2018). ICM und darüber hinaus: Zum Einsatz von digitalen Lernplattformen und iPads in der kunstdidaktischen Hochschullehre. In S. Zeaiter & J. Handke (Hrsg.), Inverted classroom – the next stage. Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert (S. 17-27). Magdeburg: Tectum.
  • Biemann, S. & Schmidt, R. (2018). Kreativitätsförderung 4.0. Kombination der Inverted-Classroom-Methode mit dem Einsatz von Tablets in kunstdidaktischen Seminaren. In J. Buchner, C. Freisleben-Teutscher, J. Haag, E. Rauscher (Hrsg.), Inverted classroom – Vielfältiges Lernen (S. 39-46). Brunn am Gebirge: ikon.

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Publikationen

Publikationsliste

Unter dem aufgeführten Link finden Sie eine ausführliche Liste der Publikationen an der Professur Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion der Universität Paderborn.
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Modell für digitales Lehren und Lernen mit kunstdidaktischem Fokus
Dr. Rebekka Schmidt, Lena Westhoff

Durch den Einzug digitaler Medien in den Kunstunterricht erweitert sich das Feld der Nutzungsmöglichkeiten und es werden neue kreative Ausdrucksformen möglich (Peez, 2012). Im Folgenden wird ein Modell vorgestellt, das die Erscheinungsformen, den Einsatz und die damit verbundenen Inhalte für den Kunstunterricht strukturell systematisiert, um eine nachhaltige und umfassende Berücksichtigung aller Aspekte im Umgang mit digitalen Medien zu gewährleisten.

⇒ Hier gibt es detaillierte Infos zum Modell

Die Kunst digital zu lehren
zum Einsatz von digitalen Lernplattformen und iPads in der kunstdidaktischen Hochschullehre
Dr. Rebekka Schmidt, Lena Westhoff

Der Beitrag zeigt, wie digitale Lernplattformen und iPads in der Lehre der Kunstdidaktik sinnvoll genutzt werden können, um durch Deeper-Learning-Prozesse den Lehramtsstudierenden technologisches pädagogisches Inhaltswissen verfügbar zu machen, das Spektrum der eigenen künstlerischen Ausdrucksmittel zu erweitern und kompetenzorientiert zu prüfen.
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