Kunst und Kultur nach Corona

Durch den Stillstand der Kunst und Kultur zu Pandemiezeiten kam es auch zu der Vereinsamung vieler Menschen, denn Treffen und Miteinandersein waren lange Zeit nicht mehr möglich. Bei einigen Veranstaltungen, die ich besuche, höre ich, dass das kulturelle Leben nur langsam wieder anläuft. Um kulturelle Begegnungen nach der Corona-Pandemie wieder zu ermöglichen, hat die Fortbildungsakademie der Wirtschaft in Paderborn „Kuku 4.0” gestartet. Dies findet auch an Standorten in Jena, Dessau und Kiel statt. Bei dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekt geht es darum, Workshops für Schüler und Schülerinnen im Alter von 11 bis 17 Jahren anzubieten, bei denen die Teilnahme kostenlos ist. Nach anfänglich eher wenigen Anmeldungen werden die Angebote nun von Schülern und Schülerinnen verschiedener Schulen angenommen und es konnten erste Kontakte geknüpft werden. Die Aktivitäten sind in drei künstlerische Säulen unterteilt: Schauspiel, Kunst & Musik und Film. Dazu gehören unter anderem ein Musikvideodreh, ein Actionpainting und ein Singer-Songwriter-Workshop. Leiter und Leiterinnen der Workshops konnten bei den Paderborner Kreaturen und beim FreiWerk gewonnen werden. Krönender Abschluss des Programms soll dann eine gemeinsame viertägige Fahrt mit einigen der Schüler und Schülerinnen nach Erfurt sein, wo ein Aufeinandertreffen mit den anderen Standorten stattfinden soll. Dabei werden die verschiedenen Aktionen vorgestellt. Außerdem werden auch in Erfurt noch einige Aktivitäten wie eine Nachtwächterführung auf dem Programm stehen.

Das Ergebnis nach einem Workshop – Bildrechte bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft

Ich selbst durfte bei einem Workshop zum Nähen mit Tapetenresten dabei sein. Zwar mit Maske, aber trotzdem endlich wieder gemeinsam, konnte gebastelt, nachgedacht und kreiert werden. Zu Beginn der Pandemie und auch jetzt während meiner Zeit als Stadtschreiberin habe ich oft darüber nachgedacht, ob sich die Bedeutung von Kultur während der letzten Jahre verändert hat; ob manchen womöglich deutlich geworden ist, wie sehr sie in solchen Krisenzeiten fehlt oder ob sie schlicht nicht „systemrelevant” ist. Auch in meinen Interviews habe ich diese Frage gestellt. Eine Antwort darauf ist für viele jedoch schwierig. Vielleicht dauert es noch ein paar Jahre, bis die Reflektion darüber einsetzen wird. Bis dahin freue ich mich darüber, dass kulturelle Angebote endlich wieder möglich sind und hoffe, dass sie auch wieder von den Menschen angenommen werden!

2 Gedanken zu „Kunst und Kultur nach Corona“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*