GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN – DIE MATERIALIEN TON UND GIPS

Alfred Alberti: Silent Scream. Glasierter Tonguss, ca. 20 x 30 cm.

Irina Baryseva: Das ist doch ein Fingerspiel, ein Dialog zwischen Fingern. Ton, Gips und Metall, ca. 10 x 60 x 25 cm.

Alyssa Bergstreiser: Ohne Titel. Keramik, 15 x 120 x 70 cm.

In der Bildhauerei geht es nicht nur um die charakteristischen optischen und haptischen Merkmale von Materialien, sondern auch um die handwerklich-technischen Möglichkeiten und um daraus resultierende Ausdrucksmöglichkeiten. Ton und Gips stellen ein spannendes Materialpaar dar: Jedes für sich ist auf vielfältige Art und Weise einsetzbar. In der Kombination ergeben sich weitere Möglichkeiten, die auf ihren gegensätzlichen Eigenschaften basieren. Negativformen aus Gips lassen sich für Abformungen in Ton nutzen, Gips kann in Ton gegossen werden, z.B. in der Erstellung von Reliefs. Bei Ton wird meistens zuerst die Modelliermasse assoziiert, dabei lassen sich mit Gießton – in einer entsprechenden Gipsform – auch Formen gießen und weiterverarbeiten. Im Seminar werden Ausdrucksmöglichkeiten ausgelotet, die sich aus dem Dialog der beiden Materialien herleiten. Aus der Perspektive des Materials werden Kontexte zeitgenössischer Skulptur erschlossen und für die Reflexion über das eigene Handeln herangezogen. 

Lehrende: Prof. Dr. Karina Pauls