Kategorie-Archiv: Fakultät NW

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Fakultät: NW

Veranstaltungstyp: Seminar

TN-Zahl: 9

TN-Zusammensetzung: BK-Studiengang, 6. Semester B.A,

Phase der Lehrveranstaltung: Wiederholung als Einstieg, Fokussierung während der Arbeitsphase

Benötigte Materialien: Vorbereitete Frage- bzw. Karteikärtchen

Kurzbeschreibung der Methode: Studierende werden zu Beginn der Veranstaltung gebeten, auf bestimmte Aspekte zu achten. An die Studierenden werden Karteikarten mit (einfachen) Fragen verteilt. Die Studierenden werden gebeten, zu Beginn der nächsten Seminareinheit eine kurze Erinnerungshilfe an die zuletzt besprochenen Themen zu geben.

Durchführung der Methode: Diese Methode wurde in zwei aufeinanderfolgenden Seminareinheiten „Rechnungswesen“ erprobt. Da die Begeisterung der Studierenden für die Finanz- und Betriebsbuchführung bereits im Vorfeld zurückhaltend war, bekam jede Studierende und jeder Studendierender zu Beginn der ersten Einheit eine Karte mit einer einfachen Frage ausgeteilt, z.B.
Wie ist die Bilanz – grob – gegliedert?
Welche Aufgabe hat die Gewinn- und Verlustrechnung?
Was sind Beispiele für Aufwandskonten?
Zu Beginn der nächsten thematisch aufbauenden Seminareinheit haben die Studierenden ihren Kommilitonen ihr Thema als Wiederholung und auch zum besseren Verständnis noch einmal vorgestellt.

Lehr-/Lernziel: Konzentration und Aufmerksamkeit der Studierenden durch eine Fokussierung in dem für sie herausforderndem Themenfeld Rechnungswesen und zum Seminarzeitpunkt am Montag, 14 Uhr.

Studierende geben bestimmte Lerninhalte aktiv wieder, wodurch diese sich besser „verankern“. Weiterhin sind die Studierenden gefordert, sich in (überschaubares) Wissen im Zusammenhang mit der Frage einzulesen.

Wiederholung und somit Einstieg in die folgende thematisch aufbauende Seminareinheit durch die Studierenden (Aktivierung).

Reaktion der Studierenden: Die Studierenden haben die Fragen / die Methode bereitwillig bearbeitet. Sie folgten dem Seminarverlauf aufmerksamer und empfanden die Methode insgesamt als positiv.

Zwei Studierende haben die Methode aufgegriffen und in eine Präsentation eingebaut. Am Ende der Präsentation baten die Vortragenden die Kommilitonen, die Frage auch als Ergebnissicherung zu beantworten.

Verfasst von: Anja Meyer

Dreieck der Gemeinsamkeiten

Veranstaltungstyp: Seminar

TN-Zahl: 20

TN-Zusammensetzung:  BA, HRGe, 1. Semester

Raumsituation: J2.220

Name der Methode: Dreieck der Gemeinsamkeiten

Materialien: Flipchart-Papier, dicke Stifte

Phase der Lehrveranstaltung: Kennenlernphase, Einstieg in das Seminar

Kurzbeschreibung der Methode: Die Teilnehmer*innen finden in Dreiergruppen zunächst jeweils zu zweit Gemeinsamkeiten und dann werden Gemeinsamkeiten aller drei Personen im Gespräch ermittelt.

Durchführung der Methode:  TN bilden Dreiergruppen. Jede Gruppe bekommt einen Flipchartbogen und einen dicken Stift. Die Aufgabe lautet: „Zeichnen Sie ein großes Dreieck auf den Papierbogen. Schreiben Sie Ihre Namen an die Ecken des Dreiecks. Suchen Sie nun im Gespräch nach Gemeinsamkeiten in der Gruppe (Hobbies, Wohnort, Alter, Zweitfach, Schulabschluss, Berufsausbildung, Motivation für die Wahl des Faches, Erwartungen an das Seminar), die sie in das Dreieck schreiben. Wenn Sie Gemeinsamkeiten zwischen zwei Personen finden, schreiben Sie diese an die Seite des Dreiecks zwischen die beiden Namen. Für Dinge, die nur Sie persönlich charakterisieren, nutzen Sie bitte den Platz an den Ecken. Sie haben 10 Minuten Zeit für diese Aufgabe.“
Anschließend kommen die Gruppen jeweils gemeinsam nach vorne und erläutern ihr Plakat. Dabei stellt sich zunächst jeder selber vor, indem er die Stichpunkte an den Ecken erläutert, dann schildert die Gruppe die Gemeinsamkeiten.


Lehr-/Lernziel:
Kennenlernen der TN untereinander
Abbau von Befangenheit, die TN kommen direkt miteinander ins Gespräch und überwinden so Hemmungen, sich in der Gruppe zu äußern (Auflockerung)
Aktivierung gleich zu Beginn
Entwicklung eines positiven Gruppenklimas/ einer positiven Lernatmosphäre

Empfehlungen an KollegInnen: Diese Methode ist etwas zeitintensiv, zahlt sich aber aus!
Falls Sie 4er Gruppen haben, wird nicht ein Dreieck, sondern ein Viereck gezeichnet. Die Personen schreiben ihren Namen oben und unten an das Viereck. Das weitere Vorgehen ist dasselbe wie in den 3er Gruppen.

Reaktion der Studierenden: Die Studierenden haben die Methode gut bewertet. Sie kannten sich vorher zum größten Teil noch gar nicht und hatten hier Gelegenheit sich untereinander kennenzulernen (aussagekräftiger als Vorstellungsrunde mit Name und Alter). Dadurch von Anfang an vertrauteres und aufgelockertes Arbeitsklima

Verfasser: Julia Hirsch

 

Glückstopf

Veranstaltungstyp: Vorbereitungsseminar zum Praxissemester

TN-Zahl: 17

TN-Zusammensetzung: Fortgeschrittene, 1. Semester Master, Lehramt Grundschule

Raumsituation: Seminar-Raum mit 40 Plätzen, Beamer, Smartboard, OHP, Tafel, Flipchart

Name der Methode: Glückstopf

Materialien: Kärtchen, Flipchart, Stifte

Phase der Lehrveranstaltung: Einstiegsphase der 2. Sitzung

Kurzbeschreibung der Methode: Die Studierenden werden in Kleingruppen aufgeteilt und gebeten, Schlagwörter zu einem vorgegebenen Thema auf einzelnen Karten zu notieren. Anschließend werden die Karten einer Gruppe in einen Behälter gelegt. In der zweiten Pahse werden die Behälter jeweils einer anderen Gruppe zugeteilt. Jede Gruppe zieht zunächst eine Karte aus dem fremden Behälter und versucht diesen Begrif mit Inhalten zu füllen. Besonders diskussionsbedüftige Begriffe werden an der Flipchart im Plenum geklärt.

Durchführung der Methode:  Die Studierenden wurden in 3er Gruppen aufgeteilt und mit jeweils einem Behälter mit Karten Stiften versorgt. Sie sollten dann Assoziationen, die sie zum Thema „Was ist Sachunterricht?“ gedanklich gesammelt haben, auf die Karten schreiben. In der zweiten Phase wurden die Glückstöpfe unter den Gruppen gemischt und jede Gruppe sollte sich nun nach und nach einen Begriff herausziehen und diesen erklären. Im Anschluss wurden diese Begriffe an einer Flipchart gesammelt und im Plenum kurz erläutert.

Lehr-/Lernziel:
Da wir diese Methode in der Einstiegsphase verwendet haben, sollte sie natürlich zum einen zur Aktivierung der Studierenden dienen, zum anderen wollten wir herausfinden, wie präsent Begriffe der Sachunterrichtsdidaktik aus den vergangenen Semestern noch sind und wie gut sie verstanden bzw. erinnert werden können. Wir nutzten diese Methode, um besser einschätzen zu können, an welchem Punkt mit der Lehre angeschlossen werden kann.

Empfehlungen an Kolleg*innen: Diese Methode ist sehr einfach und mit geringem Aufwand durchzuführen. Sie eignet sich bestens um das Vorwissen der Studierenden zu erfassen und regt diese an, sich auch mit Themenbereichen auseinanderzusetzen, die ihnen nicht als erstes in den Sinn kommen bzw. in denen sie sich sowieso schon auskennen. Eine abschließende Klärung im Plenum (zumindest der diskussionsbedürftigen Begriffe) ist unbedingt notwendig!
Reaktion der Studierenden: Die Studierenden haben sehr positiv auf die Methode „Glückstopf“ reagiert und es teilweise als Herausforderung gesehen die Begriffe anderer Gruppen geklärt zu bekommen. Alle Studierenden haben aktiv mitdiskutiert. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Gruppe an sich sehr diskussionsfreudig ist. In einem Feedback zur Methode war zu erkennen, dass die Studierenden sich häufiger solche abwechslungsreichen Momente wünschen.

Verfasser: Sylvia Schürken

 

Metaplan-Technik

Veranstaltungstyp: Seminar

Teilnehmeranzahl: 25

Teilnehmerzusammensetzung:  hauptsächlich Studienanfänger B.A.

Raumsituation: Seminar-Raum für 40 Personen auf J2 (Tafel, Beamer, OHP)

Name der Methode: Metaplan-Technik

Materialien: Tafel (oder Pinnwand/Magnetwand), farbige Karten, dicke Stifte, Klebeband/Magnete/Pinnnadeln

Phase der Lehrveranstaltung: Einstiegsphase, 2. Sitzung, relativ zu Beginn der Stunde

Kurzbeschreibung der Methode: Die Metaplan-Technik kann generell als unaufwendige Methode zur Strukturierung von Themen, Problemen, Erwartungen usw. genutzt werden.
Hier wurde sie genutzt um als Einstieg die Bedeutung des Themas für die Studierenden (spontane Assoziationen) sowie ihre Erwartungen an das Seminar zu klären. Man kann die Karten der Studis strukturieren/clustern bzw. diese das selber machen lassen und so übergeordnete Themenbereiche, Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in den Bedürfnissen und Vorerfahrungen deutlich machen.

Durchführung der Methode:  Die Studierenden sollten sich vorne je 1 – max. 2 Karten in je 2 verschiedenen Farben (blau & orange) und einen Stift holen.
In der Präsentation projizierte ich dann zwei Satzanfänge – blau & orange hinterlegt – an die Wand, die die Studis in deutlicher großer Schrift mit einem oder wenigen Worten auf den jeweiligen farbigen Karten vervollständigen sollten. Dafür plante ich 10 Minuten ein.
Zuerst fragte ich nach der Bedeutung des Seminarthemas und als zweites nach Ihren persönlichen Erwartungen an dieses Seminar.
Ich ließ dann auch wirklich alle 25 Studierenden einzeln nach vorne kommen und mir kurz Ihren Namen nennen sowie dann ihre zwei bis vier Karten mit kurzer Erläuterung für das Plenum an die Tafel kleben unter „Bedeutung“ und „Erwartung“. Sie sollten selbst versuchen sie ggf. thematisch zu schon vorhandenen Karten zuzuordnen.
Ich fasste hinterher noch einmal kurz zusammen, welche Cluster/Besonderheiten sich ergaben.
Insgesamt dauerte das etwa 25 Minuten.

Lehr-/Lernziel: Die vielfältigen subjektiven Bedeutungen des Bereichs „wissenschaftliches Arbeiten“ sollten den Studierenden klar werden. Durch das Clustern und meine spätere Verknüpfung mit den Inhalten, die ich lehren werde, wollte ich Transparenz schaffen und den Weg des Seminars im Verlauf des Semester andeuten.
Durch den Punkt „Erwartungen“ wollte ich klären inwieweit die von mir vorgestellten Inhalte mit den Bedürfnissen der Studierenden konform sind. Das ist weniger ein Lehrziel, als eine Abstimmung mit den Studierenden gewesen.

Empfehlungen an KollegInnen:

– Hinterher auf jeden Fall auf die Ergebnisse eingehen!
– Die Studierenden zu Wort kommen lassen / ggf. auffordern, laut einen Satz zu Ihrer Karte zum Plenum zu sagen.
– groß und deutlich schreiben!
– Clustern und Oberthemen herausfiltern.

Reaktion der Studierenden: Die Studis waren trotz großer Gruppe (25) bis zum Schluss konzentriert und haben auch fast alle selbstständig kurz etwas zu Ihrem Karten gesagt.
Da das Seminar sehr spät (18:00) ist, war diese Methode auch sehr gut, um ein wenig Aktivität in die Gruppe zu bringen.
Mein Eindruck war eine positive Reaktion seitens der Studierenden!

Verfasser: Jana Knies

Lehrmethoden für die Fakultät Naturwissenschaften

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Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. Sie kommentieren einen der aufgelisteten Erfahrungsberichte hier im Blog.
  2. Sie erstellen einen eigenen Erfahrungsbericht über Formular, das Sie bitte an hochschuldidaktik@uni-paderborn.de senden.

Hier finden Sie Erläuterungen und Hilfen zu den erforderlichen Angaben: