Archiv der Kategorie: Fakultät KW

Analogie-Graffiti

Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp (Vorlesung, Seminar, Übung, Tutorium etc.): Seminar

Anzahl der Teilnehmer: 20

Zusammensetzung der Teilnehmer (Studienanfänger, Fortgeschrittene, B.A., M.A., etc.): Bunte Mischung aus Bachelorstudierenden im Lehramt zwischen dem ersten und 15. Semester

Raumsituation: Großer Raum, viele Fenster, breite Tafel

Für welche Phase der Lehrveranstaltung eingesetzt? (Einstieg, Arbeits- phase, Feedback etc.): Einstieg

Kurzbeschreibung der Methode:
Ähnlich wie bei Scrabble schreibe ich ein Wort von Oben nach Unten an die Tafel. Die Studierenden haben die Aufgabe zuerst ein bis zwei Minuten allein zu überlegen und anschließend in fünf Minuten ihre Ideen in Kleingruppen von zwei bis drei Personen zusammenzutragen.

Wie wurde die Methode durchgeführt?
Es hat etwa 15min gedauert und war ein eher oberflächlicher Einstieg. Aber es hat funktioniert. Die circa 20 Studierenden haben sich zügig gemeldet und ihre Beiträge eingebracht. Es gab bei einem Teil der Begriffe ein paar Lacher.
Ich habe die Begriffe die genannt wurden kurz wiederholt, dann angeschrieben.
Wenn mir der Begriff unklar war oder ich ihn nicht verstanden habe, habe ich nachgefragt.

Welches Lernziel wollten Sie mit der Methode erreichen?
Für die Aktivierung am Anfang und die thematische Einführung für die Studierenden habe ich ein Analogie-Graffiti vorbereitet. Meine Ziele dabei waren:

  • Aktivierung der Studierenden zu Beginn der Einheit (Studierende zum Sprechen bringen)
  • Erkunden welche Wissensbestände die Studierenden zum Thema aufweisen
  • Erkunden welche Fragen Studierende zum Thema mitbringen

Was empfehlen Sie ihren Kolleg*innen bzgl. dieser Methode? Die Methode eignet sich gut für den Einstieg und den Anfang einer Einheit. Die Studierenden haben kurz Zeit um sich mit der Aufgabenstellung auseinanderzusetzten und mit ihren Kommiliton*innen abzusprechen.

Worauf sollten Ihre Kolleg*innen bzgl. dieser Methode unbedingt achten?
Wie ist die Verbindung zur daran anschließenden Phase. Wie kann eine Überleitung aussehen? Was kann man inhaltlich schon bei der Darstellung der Wörter sagen.
Ein oder zwei Studierende könnten den Anschrieb an der Tafel übernehmen. Dann hat man selbst Zeit die Phase zu moderieren und inhaltlich mit den Studierenden in ein Gespräch zu kommen.

Name: Amann, Sebastian
E-Mail: sebastian.amann@uni-paderborn.de

Fragen zur letzten Sitzung

Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp (Vorlesung, Seminar, Übung, Tutorium etc.): Seminar

Anzahl der Teilnehmer: 16

Zusammensetzung der Teilnehmer (Studienanfänger, Fortgeschrittene, B.A., M.A., etc.):
Studienanfänger; Studierende im Bachelor (hauptsächlich im 2. Semester und Lehramt)

Raumsituation: Q2.101; Für die geringe Teilnehmerzahl ist der Raum sehr groß und tief.
Die Studenten verteilen sich im gesamten Raum, wurden aber bereits in der 1. Sitzung aufgefordert, möglichst vorne zu sitzen.

Für welche Phase der Lehrveranstaltung eingesetzt? (Einstieg, Arbeits- phase, Feedback etc.): Zu Beginn der Veranstaltung wird die Methode „Fragen zur letzten Sitzung“ eingesetzt

Kurzbeschreibung der Methode:
Zu Beginn jeder Veranstaltung erfolgt normalerweise eine fünf bis zehnminütige Zusammenfassung der letzten Sitzung durch den Dozenten (PowerPoint). Auf diesen ersten Input der Veranstaltung legen die Studierenden sehr viel Wert und machen sich viele Notizen.
Mit Hilfe dieser Methode sollen Studierende anhand des ausgeteilten Quiz (Multiple-Choice bzw. kreative/offene Fragen) über den Inhalt der letzten Sitzung reflektieren und die Ergebnisse schriftlich festhalten.
In der „klassischen“ Zusammenfassung durch den Dozenten hören die Studenten als passive Informationsempfänger dem Dozenten (Informationsvermittler) zu. Das Wissen liegt folglich im Besitz des Dozenten. Mit Hilfe dieser Methode verlassen sie die passive Rolle und reflektieren aktiv über die Themen der letzten Sitzung.

Wie wurde die Methode durchgeführt?:
Der Dozent verteilt zu Beginn der Sitzung ein Arbeitsblatt/Quiz, bestehend aus sieben Multiple-Choice und zwei offenen/kreativen Fragen. Anschließend erklärt er die Vorgehensweise. Studierende hatten zehn Minuten Zeit in Stillarbeit das Quiz alleine auszufüllen und in den restlichen fünf Minuten sich mit dem Nachbarn über die Ergebnisse auszutauschen. Anschließend erfolgte die Besprechung im Plenum (ca. 10 Min). Die Ergebnisse der Studierenden wurden auf dem OHP gesichert. Eine Interaktion zwischen Studierenden und Dozenten fand statt.

Welches Lernziel wollten Sie mit der Methode erreichen?
Mit Hilfe dieser Methode sollen die Studierenden aktiv in den Erinnerungsprozess an die letzte Einheit eingezogen werden. Aus dem ursprünglich dozentenzentrierten Einstieg wird ein studierendenzentrierter Einstieg.
Des Weiteren soll an früher behandelte Inhalte angeknüpft werden, indem Studierende mit kreativen/offenen und Multiple-Choice Fragen konfrontiert werden. Schließlich soll diese Methode Erinnerungen an die letzte Sitzung anregen, sodass die Studierenden den eigenen Lernprozess überprüfen können. Nach Ausfüllen und Besprechung des Arbeitsblattes sollen Studierende also in der Lage sein, die wesentlichen Inhalte der letzten Sitzung wiederzugeben.
Bei dieser Methode wird die Interaktion auf zwei Ebenen gefördert. Nach der Stillarbeit-Phase hatten die Studierenden die Möglichkeit ihre Ergebnisse mit dem Nachbarn auszutauschen Interaktion zwischen Studierenden.
Anschließend wurden die Ergebnisse auf dem OHP schriftlich festgehalten, indem der Dozent die Beiträge der Studierenden notierte (Interaktion Dozent-Studierende). Somit konnten Studierende ihre eigenen Ergebnisse überprüfen und korrigieren.

Was empfehlen Sie ihren KollegInnen bzgl. dieser Methode?
Zu guter Letzt soll mit der Methode eine kleine Vorbereitung auf das Format der Klausur dargeboten werden. In der Klausur erhalten die Studierenden 3-4 offene Fragen. Anhand dieser Methode bekommen sie einen Einblick, welche Fragetypen sie in der Klausur erwarten können.
Diese Methode eignet sich sehr, wenn Sie auch gewöhnlich eine fünf bis zehnminütige Zusammenfassung der letzten Sitzung zu Beginn Ihrer Veranstaltung einplanen. Somit werden Studenten nicht nur passive Zuhörer, sondern aktive Teilnehmer. Insbesondere, wenn es am Ende eine schriftliche Prüfung gibt, eignet sich diese Methode sehr. Die Studierenden reflektieren schriftlich und üben zudem Ihre Schreibkompetenz. Des Weiteren brechen Sie die Monotonie des Seminareinstiegs mit einer abwechslungsreichen neuen Methode.
Ich kann Ihnen auch empfehlen das Quiz im Vorfeld (auf PANDA) den Studierenden zugänglich zu machen. Somit ersparen Sie die zehnminütige Bearbeitungszeit, wenn Sie mit der Wiederholung der letzten Sitzung wertvolle Minuten Ihrer Veranstaltung nicht verlieren möchten. Des Weiteren können Sie auch somit im Vorfeld mehr kreative Fragen/offene Fragen/Transferfragen einbauen, weil diese gewöhnlich eine längere Bearbeitungszeit erfordern.

Worauf sollten Ihre KollegInnen bzgl. dieser Methode unbedingt achten?
Das Erstellen eines Quiz nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Man unterschätzt sehr, wie zeitintensiv das Erstellen von Multiple-Choice oder kreativen/offenen Fragen sein kann. Planen Sie daher eine großzügige Vorbereitungszeit für die Methode.
Des Weiteren sollte man mit der Anzahl der offenen/kreativen Fragen sparsam umgehen. In der kurzen Zeit ist es für Studierende nicht möglich diese anspruchsvollen Fragen zu beantworten.

Metaplan-Technik

Fakultät: Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp: Seminar

Anzahl der Teilnehmer: 30

Zusammensetzung der Teilnehmer: Studierende in der Mitte oder am Ende des Bachelor of Education

Raumsituation: Kleiner Raum ohne Fenster, keine große Tafel vorne, sondern mehrere kleine Tafeln im Raum verteilt

Name der Methode: Metaplan-Technik

Benötigte Materialien: Flipchart-Papier, bunte Karten, Stifte, Tesafilm oder Magnete zum Befestigen

Für welche Phase der Lehrveranstaltung eingesetzt? Erarbeitungsphase

Kurzbeschreibung der Methode: Mit dieser Methode können Texte, Probleme oder Fragen strukturiert werden. Sie kann in verschiedenen durchgeführt werden, z.B. in einer Erarbeitungsphase aber auch beim Feedback oder Abfragen von Vorwissen. Die Ergebnisse werden übersichtlich dargestellt und so auch gleichzeitig gesichert.

Wie wurde die Methode durchgeführt?: Ich habe die deduktive Variante gewählt, das heißt ich habe Kategorien und sogar auch Stichworte die den Kategorien zugeordnet werden sollen vorgegeben. Dazu habe ich ein großes Blatt (Flipchart-Papier) mit Überschriften versehen und kleine Karten mit Stichworten beschriftet. Diese stammten aus einem Text den die Studierenden zuvor lesen sollten, meine Auswahl bezog sich auf die wichtigsten Themen und Schlüsselbegriffe. Die Studierenden versammelten sich um einen Tisch, auf dem das Plakat sowie die Kärtchen lagen und schauten sich beides an. Dann begannen sie, die Kärtchen zuzuordnen ohne sich vorher abzusprechen und ohne sie aufzukleben. Nachdem alle Kärtchen zugeordnet waren haben wir uns jedes Kärtchen angeschaut, über die Bedeutung diskutiert und geschaut ob er richtig zugeordnet ist. In einigen Fällen haben wir die Kärtchen dann noch verschoben, bis wir uns auf eine gemeinsame Struktur geeinigt hatten. Anschließend wurden die Kärtchen aufgeklebt und das Plakat an die Wand gehangen. So konnte es von allen gesehen werden und diente als Erinnerung/ Rückbezug für den weiteren Seminarverlauf.

Wie haben die Studierenden auf die Methode reagiert?: Sehr positiv. Im Vorfeld hatte ich oft den Eindruck, dass nur wenige die Begriffe wirklich verstanden haben, weil die Texte einfach nicht gelesen wurden. Durch diese Methode konnte der Nachteil ausgeglichen werden, da nun auch die Nicht-Leser bei der Erarbeitung mitwirken konnten. gleichzeitig war dies mit einer relativ langen Vorbereitungszeit für mich als Seminarleitung verbunden: Ich musste Begriffe auswählen, auf Karten schreiben, die Kategorien auf das Plakat schreiben usw. Trotzdem hat es sich gelohnt. Die Beteiligung war im Anschluss an die neue Methode deutlich höher. Die Begriffe und Konzepte wurden immer wieder aufgegriffen. Ich hatte zudem den Eindruck, dass insbesondere die Studierenden, welche die Texte nicht gelesen hatten, in der ersten Phase, in der ich mich zurückgehalten habe, mutiger waren und immerhin Vermutungen aufgestellt haben. Das wäre im direkten Gespräch mit mir vor dem Plenum vielleicht anders gewesen.

 

Send-A-Problem

Fakultät: KW

Veranstaltungstyp: Seminar

Veranstaltungstyp: in jedem Veranstaltungstyp einsetzbar, ich setzte es in Online-Seminaren ein

Teilnehmeranzahl: ca. 20

Teilnehmerzusammensetzung: vorrangig Studienanfänger

Raumsituation: großer Seminarraum

benötigte Materialien: große Umschläge je nach Zahl der Aufgabenstellungen
Karteikarten je nach Zahl der Aufgabenstellungen und der Gruppen

Phase der Lehrveranstaltung: Arbeitsphase

Kurzbeschreibung der Methode: Die Methode eignet sich für diskussionsbasierte Seminare, in denen es darauf ankommt, dass die Studierenden Meinungen oder Thesen zu bestimmten Problemen aufstellen. Die Probleme werden in Form von Fragen jeweils auf einem Umschlag notiert. Die Seminarteilnehmer werden in Gruppen eingeteilt (so viele Gruppen wie zu diskutierende Probleme) und erhalten jeweils einen Umschlag und eine leere Karteikarte. Die Gruppen diskutieren über ihr Problem über einen festgelegten Zeitraum hinweg und halten ihre Ergebnisse auf der Karteikarte fest. Die Karteikarte wird in den Umschlag gesteckt und dieser an die nächste Gruppe weitergereicht. Die Gruppen diskutieren nun über das zweite Problem und halten ihre Ergebnisse wieder auf einer leeren Karteikarte fest, die sie am Ende in den Umschlag stecken. Dabei dürfen die Karteikarten der Vorgänger, die sich bereits im Umschlag befinden, nicht angesehen werden. Wenn alle Gruppen alle Probleme diskutiert haben, darf die die letzte Gruppe den Umschlag öffnen und die Ergebnisse aller Gruppen ansehen. Im Plenum stellt jede Gruppe alle zu ihrem Problem gesammelten Ergebnisse vor und nennt (mit Begründung) die Lösung, die ihren Mitgliedern am meisten einleuchtet.

Durchführung der Methode: Die Methode wurde in einem literaturwissenschaftlichen Proseminar zur Fabeldichtung der Aufklärung durchgeführt. Thema der Sitzung waren einige Fabeln Friedrich von Hagedorns. Dazu wurden vier Gruppen gebildet, die jeweils einen Umschlag mit einer Frage erhielten. Die Fragen lauteten z. B. „Inwiefern lässt sich Hagedorns Theorie der ‚freien Nachahmung‘ in seinen Fabeln wiederfinden?“, „Warum bearbeitet Hagedorn denselben Fabelstoff zweimal?“ Die Gruppen diskutierten jeweils einige Minuten über ihr Thema und erhielten dann die Anweisung, ihre Ergebnisse auf einer Karteikarte zu notieren, die sie schließlich in den Umschlag stecken sollten. Danach erhielt jede Gruppe einen neuen Umschlag und ein neues Problem, das zu diskutieren war, ohne dass die Ergebnisse der Vorgänger angesehen werden durften. Das Verfahren wurde wiederholt, bis jede Gruppe alle Probleme diskutiert hatte. Anschließend durfte die letzte Gruppe die Ergebnisse auf den Karteikarten auswerten und im Plenum unter Angabe der ihnen am plausibelsten Lösung vorstellen.

Lehr-/Lernziel:

Aktivierung und Anregung aller Studierenden, sich über ein mehrschichtiges Problem Gedanken zu machen und ihre Ideen für die Diskussion im Plenum zu sammeln (diese gehen bei stillen Studierenden sonst oft verloren, weil diese sich nicht melden und so nicht in die Diskussion einfließt, was sie zu sagen haben)

Tipps:

Die Methode eignet sich für die Diskussion von Problemen, für die es keine eindeutige Lösung (richtig oder falsch) gibt und wo es darauf ankommt, dass die Studierenden eigenen Thesen und Ideen entwickeln. Sie schult das Denken und Argumentieren und ist nicht zur reinen Wissensvermittlung geeignet. Die gestellten Probleme müssen daher hinreichend komplex sein und zum Nachdenken bzw. zu unterschiedlichen Antworten anregen. Unbedingt darauf achten, dass die Lösung nicht zu einfach ist (Fragen wie „Wann fand der Dreißigjährige Krieg statt?“ eignen sich hier nicht).

Reaktion der Studierenden: Die Reaktion der Studierenden war explizit sehr positiv; die Methode hat klar zu einer Erhöhung der Aktivität geführt wie auch dazu, dass die Ideen der Stillen nicht verloren gehen. Außerdem führt die Methode dazu, dass mehrere Lösungen zum selben Problem existieren, was für die Studierenden eine Horizonterweiterung bedeutet. Der Zwang, sich für eine der Lösungen zu entscheiden, schult die Argumentierfähigkeit und hat in diesem Fall sogar eine kleine kontroverse Diskussion bei der Zusammenfassung im Plenum ausgelöst.  Auffällig war, dass die Zeit, die die Gruppen für die Diskussion benötigt haben, von Mal zu Mal immer kürzer wurde – z. T. weil sie das Prinzip verstanden hatten, z. T. weil sie bereits während der Diskussionszeit damit begannen, ihre Ergebnisse zu notieren.

Verfasserin: Kristin Eichhorn

 

 

Stationenlernen zum Thema „Mehrsprachigkeit“

Fakultät: Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp: Seminar

TN-Zahl: 27 

TN-Zusammensetzung: Berufstätige Erwachsene, größtenteils mit Studienabschluss, einige promoviert

Phase der Lehrveranstaltung: Phase des Gesamtseminars: Einführung in das Thema; das Stationenlernen fand in der ganzen Lehrveranstaltung statt.

Raumsituation: Großer Raum, Tische und Stühle verstellbar. Der Raum hatte Vor- und Nachteile: Vorteile: Durch die Größe und Verstellbarkeit waren Gruppenarbeiten und das Stationenlernen möglich; Nachteile: Schlechte Akustik (hallig); dadurch hoher Lärmpegel bei Gruppenarbeiten

Kurzbeschreibung der Methode: Das Stationenlernen ist eine handlungsorientierte Lernmethode. Hierbei sollen die Seminarteilnehmer sich mit den Inhalten aktiv in Einzel-oder Gruppenarbeit auseinandersetzen. Dazu werden an unterschiedlichen Orten im Seminarraum Lernstationen eingerichtet, die mit unterschiedlichen Arbeitsaufträgen ausgestattet sind.
Die Stationen haben eine gemeinsame inhaltliche Klammer (hier: unterschiedliche Aspekte und Begriffe zum Thema Mehrsprachigkeit). Die Stationen können in unterschiedlicher Reihenfolge bearbeitet werden. Die Seminarteilnehmer können je nach Interesse die Bearbeitung der Aufgaben selbstbestimmt steuern.
Es gibt eine große Vielfalt der Aufgaben, normalerweise sollen alle Sinneskanäle durch die Materialien angesprochen werden.
Die Seminarteilnehmer übernehmen eine aktive Rolle innerhalb ihres Lernprozesses.
Die Ausarbeitung und Vorbereitung der Stationen erfordern einen hohen Material- und Vorbereitungsaufwand. Deshalb ist Stationenlernen dann sinnvoll, wenn es zum gleichen Thema häufiger eingesetzt werden kann.


Wie wurde die Methode durchgeführt: Zeit: 90 Minuten
Vorbereitung: Es wurden insgesamt acht Stationen vorbereitet. Die Tische waren gut sichtbar nummeriert. Dazu erhielten die TN einen Laufzettel mit dem Thema der Stationen. Die Stationen waren in 3 Kategorien eingeteilt: 3 x Grundlagen, 3 x Vertiefung, 2 x Umsetzung, so dass die TN sich entscheiden konnten, welche Schwerpunkte sie in welcher Reihenfolge sich erarbeiten wollten. Außerdem waren Hinweise zur Sozialform vermerkt (EA, PA oder KG). Die TN konnten sich auf dem Laufzettel Notizen machen, Fragen aufschreiben, Bemerkungen etc.
Einstieg (10 Min): Ich habe zunächst die Methode erklärt und anhand des Laufzettels einen kurzen Überblick über die Themen gegeben und dargestellt, dass man mit jeder Station starten kann und warum das möglich ist. Dadurch wurden Staus vermieden. Ich habe keine Zeitvorgaben gemacht, weil ich nicht einschätzen konnte, wie lange die TN für die einzelnen Stationen brauchen. Meine Vorgabe: Es sollten innerhalb von 1 Std. mindestens vier Stationen bearbeitet werden.
Durchführung: (ca. 70 Min): Dann folgte die Arbeit an den Stationen – die Verteilung der TN verlief problemlos.
Reflexion/Feedback: (ca. 10 Min): Die Zeit hierfür war eindeutig zu kurz, deshalb habe ich die Reflexion in der folgenden Sitzung weitergeführt.

Lehr-/Lernziel: Ich hatte zwei Lernziele:
1. Wissensvermittlung: Ich wollte, dass die Teilnehmer in recht kurzer Zeit einen Überblick über wichtige Begriffe und Aspekte zu Mehrsprachigkeit bekommen. Ich wollte dazu eine aktive Erarbeitungshaltung fördern – und sie sollten dadurch zu Fragen und Problemen vorstoßen, die sie in der Folge durch Literaturstudium und Diskussionen vertiefen konnten.

2. Didaktisches Wissen: Ich wollte ihnen gleichzeitig eine Methode zeigen, die sie selbst sehr gut im DaF/DaZ-Unterricht einsetzen konnten.

Mein Fazit: Es hat sehr gut geklappt, die Rückmeldungen waren zu beiden Lernzielen durchweg positiv. Die TN hatten übrigens alle 8 Stationen bearbeitet.
Was nicht so gut war: Die Zeit für die Reflexion war viel zu kurz. Ich habe eine vertiefende Besprechung einzelner Stationen in der nächsten Sitzung weitergeführt.

Tipps/Hinweise: Stationenlernen bedeutet sehr viel Vorbereitungszeit. Da ich dieses Seminar häufiger durchführen werde, hat sich die Arbeit gelohnt, und das ist auch mein Rat: Es lohnt sich nur in diesem Umfang, wenn man das Konzept häufiger einsetzen kann.
Meine Erfahrung: Die Diskussionen waren viel lebendiger und angeregter als mein altes Konzept (vorbereitender Text, Powerpoint, Diskussion).
Ich würde bei Erwachsenen keine zeitlichen Vorgaben pro Station machen, aber immer im Überblick behalten, ob es irgendwo Staus gibt.
Man braucht einen großen Raum, in dem man die Stationen weit genug auseinanderstellen kann, damit der Lautstärkepegel nicht zu hoch wird – gerade bei PA oder KG-Arbeit.
Die Stationen müssen natürlich vorher aufgebaut werden, d.h. man muss genug Zeit einplanen, um ggf. den Raum her-bzw. wieder zurückzurichten. Daran denken, SHKs zu bitten mit anzupacken.
Der Laufzettel hat sich als sehr konstruktiv erwiesen, das wurde auch von den TN zurückgemeldet.
Eine Einführung mit Begründung der Methode würde ich ebenfalls empfehlen.

Worauf sollten Ihre KollegInnen bzgl. dieser Methode unbedingt achten:– nicht zu kompliziert machen
– der Raum muss dafür geeignet sein
– Ich habe nicht viele Anleitungen zum Stationenlernen im Hochschulbereich gefunden, das meiste bezieht sich auf den schulischen Kontext. Hierbei darauf achten, dass erwachsene Lerner schon viele Lernerfahrungen haben (aufpassen, dass es nicht zu „schülerhaft“ wird).
– Die Reflexion der Stationen (im Plenum?) ist wichtig, unbedingt vorher überlegen, wie und wo sie stattfinden soll. (wenn es nicht im Plenum sein soll, wäre eine kurze schriftliche Hausaufgabe denkbar).
– Insgesamt: Eine sehr empfehlenswerte Methode, die Spaß macht und motivierend ist.
Literatur:
http://methodenpool.uni-koeln.de/stationenlernen/stationenlernen_kurzbeschreibung.html

Name: Ulla Jung

Email: ullajung@mail.upb.de

 

Cocktail-Party

Fakultät: Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp: Seminar: Begleitung des Praxissemesters Französisch

TN-Zahl: 14

TN-Zusammensetzung: Masterstudierende, die sich im Praxissemester befinden.  

Phase der Lehrveranstaltung: Einstieg

Raumsituation:  Seminarraum, passende Größe

Kurzbeschreibung der Methode: Die Cocktail-Party wird meist zu Beginn einer Bildungsveranstaltung durchgeführt und die Teilnehmenden können sich auf lockere Art und Weise kennenlernen. Ganz ähnlich wie auf einer Party bewegt man sich durch den Raum. Ziel ist es, dass alle Teilnehmenden miteinander sprechen, “in Schwung kommen” und so ein lockerer Einstieg stattfinden kann.
(vgl. z.B. Siebert, H. (2010). Methoden für die Bildungsarbeit (4. Aufl.). Bielefeld: W. Bertelsmann, S. 84)

Wie wurde die Methode durchgeführt: Die Methode wurde am ersten Termin des Seminars durchgeführt. Die Studierenden kannten sich bereits, da sie gemeinsam schon das Vorbereitungsseminar absolviert haben.
Ohne viele Worte über das Seminar vorab, wurde die Methode zum Einstieg vorgestellt und erklärt: Jeder/jede Studierende bekam einen Papierschnipsel mit einer je unterschiedlichen Frage oder einer Aussage zu dem Thema: „Der Französischunterricht im Praxissemester“. Über diese konnten die Studierenden jeweils nachdenken, während man sich bei aktueller französischer Musik im Seminarraum bewegte. Wenn die Musik stoppte hatten die Studierenden Zeit ihre Gedanken und Antworten auf die Frage oder Aussage mit einem Partner zu besprechen. Anschließend wurden die Schnipsel getauscht und die Musik startete erneut. Insgesamt vier Mal hatten die Studierenden Gelegenheit über unterschiedliche Fragen zu diskutieren und sich mit anderen auszutauschen.

Lehr-/Lernziel: Das Ziel der Methode wurde für das Seminar umfunktioniert. Es ging nicht darum sich untereinander kennenzulernen, sondern dem Gesprächsbedarf der Studierenden, die sich zu dem Zeitpunkt seit gut einem Monat im Praxissemester befanden, einen Raum zu geben. Ich rechnete damit, dass sich die Studierenden viel zu erzählen hatten und eine Besprechung im Plenum hätte dem nicht nachkommen können bzw. würden sich manche Studierende eventuell nicht so offen dazu äußern wie in einem Zweiergespräch. Die Fragen und Aussagen der Papierschnipsel sollten die Studierenden zum Nachdenken anregen und Fragen aufwerfen, die im Laufe des Seminars thematisiert bzw. intensiv besprochen werden können. Zudem sollte die Seminaratmosphäre mit dieser Methode zu Beginn etwas aufgelockert werden und die Studierenden animieren aktiv zu werden.

Tipps/Hinweise: Die Methode eignet sich sehr gut, um Studierende zu aktivieren und motivieren. Während der unterschiedlichen Gespräche wird den Studierenden meist besser bewusst, wie sie über bestimmte Dinge denken, welche Fragen sie (noch) haben und vor allem wie auch ihre KommilitonInnen über gewisse Dinge denken.  

Worauf sollten Ihre KollegInnen bzgl. dieser Methode unbedingt achten: Die Methode hat einen etwas “ironischen Beigeschmack”, wenn man sie als Cocktailparty verkauft. Damit sie ernst genommen wird, ist es wichtig den Studierenden auch den effektiven Nutzen dieser Methode klarzumachen. Oft ist es für die Studierenden zunächst eine Überwindung, sich bei Musik im Seminarraum zu bewegen.
Zudem sollte der Seminarraum vorbereitet werden (durch Tische rücken), wenn dieser nur wenig Bewegungsfreiraum bietet.
Bei der Musikauswahl sollte darauf geachtet werden, dass diese auch zu einer „Party“ passt. Je nachdem welche Party anvisiert wird 😊! Ich habe aktuelle Charts aus Frankreich genommen, weil sich das bezüglich des Seminars gut anbot.

Name: Christine Adammek

Email: christine.adammek@upb.de

Texterarbeitung mit Schwerpunktthemen in Gruppen

Fakultät: Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp: Seminar

TN-Zahl: 35

TN-Zusammensetzung:Zwei-Fach-BA und BA Ed. (2.-5. Semester)

Phase der Lehrveranstaltung: Arbeitsphase

Raumsituation:  Großer Seminarraum

Kurzbeschreibung der Methode: Zur Vorbereitung auf die Sitzung haben alle Studierenden den gleichen, relativ langen und komplexen Text (20 Seiten) gelesen. In der Sitzung werden den Studierenden fünf (Anzahl je nach Text) Schwerpunkte genannt, die mit Blick auf den Text besprochen werden sollen. (Obwohl es sich um unterschiedliche Themen handelte, hingen in diesem Fall dennoch alle Themen zusammen, sodass es nur eine unterschiedliche Fokussierung gab.) Die Studierenden dürfen sich ein Thema aussuchen, das ihnen am meisten zusagt und den Text in Gruppenarbeit unter diesem Aspekt aufarbeiten (Gruppengröße ca. 4 Studierende pro Gruppe). Die Ergebnisse präsentieren die einzelnen Gruppen anschließend mithilfe einer Visualisierung (Folie/ Poster/PPP) für die anderen Gruppen (1-2 Studierende pro Gruppe). Das Material wird allen Gruppen zur Verfügung gestellt.

Lehr-/Lernziel: Die Studierenden lernen, sich einen komplizierten Text durch eine konkrete Schwerpunktsetzung zu erarbeiten und ihn somit in seiner Komplexität zu reduzieren. Zugleich erfahren sie, dass ein und derselbe Text mit unterschiedlichen Herangehensweisen/Perspektiven auch unterschiedliche Interpretationen und Ergebnisse generieren kann.

Tipps/Hinweise:Es ist wichtig, hinreichend Zeit einzuplanen; in den 90 Minuten bleibt kaum mehr Zeit für andere Themen; wir mussten die Besprechung der Gruppenergebnisse zum Teil in die nachfolgende Sitzung verlegen.
Wenn möglich, würde ich dafür sorgen, dass die Gruppen in etwa gleich leistungsstark sind, da sie sich sonst u.U. vom Tempo und Qualität sehr unterscheiden. Dies könnte man evtl. über Lose klären, wobei sich die Studierenden dann nicht nach Interesse entscheiden können.

Worauf sollten Ihre KollegInnen bzgl. dieser Methode unbedingt achten: Auf eine ausreichende Qualitätssicherung; wir hatten sehr starke und sehr schwache Gruppen, sodass ich viel Korrekturarbeit – während als auch nach der Gruppenphase – leisten musste.

Vernissage/Galerie

Fakultät: Kulturwissenschaften

Veranstaltungstyp: Seminar

TN-Zahl: 47

TN-Zusammensetzung: Studienanfänger (und ein paar Fortgeschrittene), Bachelorstudium

Phase der Lehrveranstaltung: Arbeitsphase

Raumsituation: H7, kleiner Hörsaal

Kurzbeschreibung der Methode: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden aufgefordert Poster zu einem ausgewählten Thema zu erstellen. Die Poster werden aufgehängt, bzw. wie Bilder in einer Vernissage „ausgestellt“. Nach der Produktionsphase, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit sich die Ausstellung (und somit die anderen Poster) anzuschauen. Danach folgt eine Präsentationsrunde, in der jedes Poster von der Erstellerin/ dem Ersteller vorgestellt und erläutert wird.

Wie wurde die Methode durchgeführt: Die Methode “Vernissage” habe ich in Form einer Gruppenarbeit durchgeführt. Ich wollte diese Methode nutzen um Gruppenarbeiten in einem Hörsaal umzusetzen. Im Zuge der Gruppenarbeiten sollten die Studenten ein abgeschlossenes Thema zusammentragen. Es sollte also, als seine Art Zusammenfassung dienen, bei der die Studenten ganz frei das Gelernte darstellen durften. Damit sollte im letzten Drittel einer Doppelstündigen Lehrveranstaltung ein angenehmer Abschluss eines Themas (behavioristische Sichtweise) ermöglicht werden. Es zeigte sich, dass ich für die Umsetzung zu wenig Zeit eingeplant hatte. Daher musste ich die Gruppen drängen, die Postererstellung zu Ende zu bringen, obwohl manche Gruppen mit ihrer Arbeit noch nicht soweit waren. Die Begutachtung der Poster der übrigen Gruppen viel entsprechend auch kürzer aus. Da die allgemeine Motivation bei Studenten gegen Ende der Stunde nachlässt, war es leider auch nicht erstaunlich, dass die Teilnehmer bei der Betrachtung der anderen Poster wenig motiviert schienen. Sie schienen geistig schon eher mit der Stunde abgeschlossen zu haben. Ebenfalls fiel auf, dass sich die Studenten darauf beschränkten Schlüsselwörter in Verbindung zu setzen und sehr konzentriert darauf waren Inhalte eins zu eins wiederzugeben, als kreative Lösungen zu finden die Inhalte bildhaft darzustellen.

Lehr-/Lernziel: Diese Methode sollte als Veranschaulichung und Wiederholung und somit auch zur Festigung eines vorherigen großen Themenkomplexes (behavioristische Sichtweise des Lernens) dienen. Andererseits sollte die Methode mir dazu dienen, aufzuzeigen, welche Aspekte bei den Studenten hängen geblieben sind und wo noch Lücken oder Fragen offen geblieben sind. Außerdem erhoffte ich mir, durch Anwendung dieser Methode, das Setting “Gruppenarbeit” in einem für Gruppenarbeiten unvorteilhaften Raum (kleiner Hörsaal) besser umsetzen zu können. Da Gruppenarbeiten vorher meist nur sehr steif und umständlich umsetzbar waren. Durch diese Methode versprach ich mir eine Auflockerung der festgefahrenen Strukturen.

Tipps/Hinweise: Bei der Anwendung dieser Methode empfehle ich KollegInnen genügend Zeit einzuplanen. Am besten sollte diese Methode nicht zum Ausklang einer Stunde eingeplant werden, damit ein zeitlicher Puffer zur Verfügung steht, falls diese Methode länger dauert als geplant. Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass die allgemeine Motivation bei dem Großteil der Studenten gegen Ende der Stunde nachlässt und daher die Motivation der Begutachtung der übrigen Poster geringer sein könnte, wenn diese Methode später in einer Veranstaltung eingeführt wird. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die Studenten nicht zu sehr auf Textgenerierung fokussiert sind und sie explizit darauf hinweisen, dass Zeichnungen und andere kreative Lösungen ebenfalls erwünscht sind. Ein weiterer Punkt, ist darauf zu achten, dass Poster so aufgehängt werden, dass die Studenten genügend Platz zum Begutachten der Poster von den anderen TeilnehmerInnen haben.
Genügend Zeit einplanen. Idealerweise nicht am Ende der Stunde, damit zeitlicher Puffer zur Verfügung steht. Zum einen kann die Erstellung des Posters mehr Zeit als geplant in Anspruch nehmen, und zum anderen kann die Begutachtung, Präsentation und Diskussion der Poster mehr Zeit benötigen. Die Vernissage mittendrin abbrechen zu müssen ist äußerst ungünstig.
Studenten motivieren kreativ zu sein (auch zeichnen und nicht nur schreiben).

 

Paradoxe (abgewandelt)

Fakultät: KW

Veranstaltungstyp: Seminar

TN-Zahl: 25

TN-Zusammensetzung: B.A., M.A., Lehrämter & Ku/KuV

Phase der Lehrveranstaltung: Arbeitsphase

Raumsituation: Kleiner schmaler und dunkler Raum, mittig ein langer Tisch mit vielen Stühlen.

Benötigte Materialien: Unterrichtsmaterial der Studierenden; Pinnwände / Tische

Kurzbeschreibung der Methode: Die Methode dient dazu, dass TN eigene Materialien und Methoden vorstellen können, ohne viel Vorbereitungszeit oder großen Materialaufwand zu haben. Jeder stellt etwas vor. Die Länge der Vorstellung hängt individuell von der Person/dem Material ab, Obergrenze sind 5 Minuten Vorstellung.

Durchführung der Methode: Die Methode wurde etwas abgewandelt.
Aus einem von den Studierenden zuvor gelesenen Text wurden verschiedene Thesen herausgeschrieben und Gegenthesen formuliert.
Die Studierenden finden sich in Zweiergruppen zusammen und wählen anschließend eine These mit Gegenthese. Eine Person nimmt die Position des Autors ein, der Diskussionspartner findet Argumente für die Gegenthese. Die Studierenden diskutieren.
Daraufhin präsentieren die Studierenden im Plenum ihre Argumente, beziehen Stellung und verdeutlichen, zu welchem Konsens sie gegebenenfalls gelangt sind.

Lehr-/Lernziel: • Anknüpfung an die Hausaufgabe
• Textarbeit/Vertiefung
• Aktivierung der Studierenden
• Abfragen des Vorwissens
Mittels des Textes zum Thema schulischer Inklusion, welcher zuvor als Hausaufgabe gelesen und bearbeitet wurde, sollten die Herausforderungen, welche schulische Inklusion mit sich bringt in den Fokus gestellt werden. Es wurde über die für die inklusionsorientierte Handlungskompetenz notwendige Haltung und Einstellungen nachgedacht und zum reflektierenden Denken angeregt.
Probleme und Unzufriedenheit aufseiten der Studierenden hinsichtlich der Herausforderung schulische Inklusion wurden deutlich. Darüber hinaus wurden aber auch erste problemlöseorientierte Denkanstöße angeregt.

Tipps/Hinweise: These und Gegenthese gemeinsam auf einem Blatt Papier

Debatte

Fakultät: KW

Veranstaltungstyp: Einführungsveranstaltung

TN-Zahl: 60

TN-Zusammensetzung: B.A.

Phase der Lehrveranstaltung: Vertiefungsphase am Ende eines thematischen Abschnitts

Raumsituation: Lernwerkstatt (ausreichend Platz, angenehmes Ambiente)

Kurzbeschreibung der Methode: Regelgeleitete Schlagabtausch zweier Seiten, die jeweils exakt das Gegenteil fordern. Durchgeführt in Anlehnung an die Regularien der internationalen Debattierregeln: Es stehen/sitzen sich vier RednerInnen gegenüber. Es gibt eine eröffnende Gruppe, die eine Forderung/einen Standpunkt äußert und die Umsetzung erklärt. Darauf folgt die erste Gegenrede der Gegenseite. Jeder Redebeitrag soll sieben Minuten umfassen. Die erste und die letzte Minute sind ‚geschützt‘, d. h., dass in dieser Zeit keine Zwischenfragen gestellt werden dürfen. Während der fünf ‚offenen‘ Minuten können sich MitstreiterInnen der Gegenseite melden und – wenn Sie vom Redner/von der Rednerin aufgerufen werden – kritische Fragen stellen. Das beobachtende Plenum ‚juriert‘ auf Basis eines Kriterienkatalogs (Gliederung, Sachwissen, Argumentation, Sprache, Präsentation, Auftreten,) und kürt eine gewinnende Position sowie eine Rangliste der RednerInnen.
Nachdem das Thema der Debatte verkündet worden ist, haben die Gruppen 15 Minuten Zeit sich auf Ihre Beiträge vorzubereiten.

Durchführung der Methode: – Wahl von freiwilligen RednerInnen
– Vorstellung eines Themas (Sollte die Forschung an künstlicher Intelligenz verboten werden?)
– Vorgehen wie zuvor skizziert.

– Auf das Thema ‘KI’ ist zuvor in zwei Sitzungen eingegangen worden, sodas die TN auf entsprechende Kenntnisse zurückgreifen konnten

 Lernziele: – Wiederholung entlang der Lernzieltxonomie (Wissen, Verstehen, Anwenden, Analyse, Synthese, Bewerten)
– Übung des freien Sprechens
– Abbau von Nervosität
Tipps/Hinweise: Die Methode eignet sich sicherlich recht gut, um längere Phasen innerhalb einer Veranstaltung zu unterbrechen und die Studierenden zum Mitdenken anzuregen. Die Ziele der Methode sollten den Studierenden allerdings im Vorfeld deutlich gemacht werden.
In einer Einführungsveranstaltung hat sich die Methode nicht bewährt. Die Studierenden wirkten bei der Durchführung der Methode hilflos und missmutig, vermutlich weil sie in einer Einführungsveranstaltung die wesentlichen Informationen erhalten und nicht aktiv mitarbeiten möchten. In Modulen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät könnte eine mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit ein generelles Problem bei der Umsetzung dieser Methode darstellen.