{"id":234,"date":"2020-04-10T17:11:42","date_gmt":"2020-04-10T15:11:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=234"},"modified":"2021-11-26T08:49:59","modified_gmt":"2021-11-26T07:49:59","slug":"234","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2020\/04\/10\/234\/","title":{"rendered":"F\u00fcrchtet euch nicht!"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_234 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_234')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_234').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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I spend all day in ball of anxiety. Nothing matters anymore. The world is literally on fire. People are dead. How do you manage to give one fuck about journal reviews?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag einer Soziologin aus den USA wurde zwei Tage nach Absetzen des Tweets 2000mal geteilt und beinahe 19.000mal geliked. Eine betr\u00e4chtliche Anzahl der 500 Kommentare verweist darauf, dass die hohe Produktivit\u00e4t selbst in Zeiten der Krise den Menschen dabei hilft, irgendwie mit der Situation umzugehen und so etwas wie Normalit\u00e4t zu generieren. Coping-Strategie ist hier das Zauberwort. Der Nine-to-Five-Arbeitstag und das Einhalten von Deadlines hilft dabei, sich von der Welt, die \u201eon fire\u201c ist, von den eigenen existentiellen \u00c4ngsten und Unsicherheiten abzulenken. Besorgniserregend ist, dass das Produktiv-sein-m\u00fcssen f\u00fcr viele die ganz gew\u00f6hnliche Art und Weise, sozusagen ein eingefleischter Mechanismus, zu sein scheint, mit Krisen umzugehen. Angst wird nicht zugelassen, weil Angst gesellschaftlich nicht akzeptabel ist. In diesen Tagen ist die Angst allerdings f\u00fcr viele zur Grundkonstanten des Alltags geworden und derart nahe ger\u00fcckt, dass die alten Strategien und Ablenkungsman\u00f6ver nicht mehr funktionieren. Und auch au\u00dferhalb des Privaten ist Angst pl\u00f6tzlich \u201egesellschaftsf\u00e4hig geworden\u201c. So verwundert es nicht, dass die Angst auch das zentrale Thema der Predigt des Papstes anl\u00e4sslich des au\u00dferordentlichen \u201eUrbi et Orbi\u201c-Segens auf dem Petersplatz am 27. M\u00e4rz ist. \u201eF\u00fcrchtet euch nicht!\u201c ist die Botschaft des Evangeliums, ist die Botschaft Weihnachtens und die Botschaft des kommenden Osterfestes. Angst geh\u00f6rt angesichts der Zerbrechlichkeit des Lebens allerdings zum Menschsein hinzu und l\u00e4sst sich nicht einfach und auf Dauer abstellen oder verleugnen. So sagt uns die Botschaft eigentlich: \u201eEs ist ok, dass ihr euch f\u00fcrchtet, lasst die Furcht zu, aber lasst die Furcht nicht das letzte Wort \u00fcber euch und euer Handeln haben.\u201c Das gilt in Zeiten der Krise, das gilt aber auch in Zeiten der Normalit\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2020\/04\/Blokk2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-236\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2020\/04\/Blokk2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2020\/04\/Blokk2-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2020\/04\/Blokk2-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2020\/04\/Blokk2-450x300.jpg 450w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2020\/04\/Blokk2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-background-color has-background\">Dr. Cornelia Dockter ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr Katholische Theologie &#8211; Systematische Theologie &#8211; der Universit\u00e4t Paderborn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der aktuellen Krise prasseln durch Social Media t\u00e4glich eine Vielzahl von Informationen, Meinungen, Fragen, vermeintlichen Antworten, Prognosen, Horrorszenarien, Selfcare-Ratschl\u00e4gen und Corona-Memes auf uns ein. 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