{"id":2013,"date":"2026-05-09T10:47:09","date_gmt":"2026-05-09T08:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=2013"},"modified":"2026-05-09T10:48:52","modified_gmt":"2026-05-09T08:48:52","slug":"von-lust-und-frust-im-wissenschaftstransfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2026\/05\/09\/von-lust-und-frust-im-wissenschaftstransfer\/","title":{"rendered":"Von Lust und Frust im Wissenschaftstransfer"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2013 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2013')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2013').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/zekkblog\\\/2026\\\/05\\\/09\\\/von-lust-und-frust-im-wissenschaftstransfer\\\/\",\"post_id\":2013,\"post_title_referrer_track\":\"Von+Lust+und+Frust+im+Wissenschaftstransfer\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lust und Frust liegen im Wissenschaftstransfer oft dicht beieinander. Die Lust entsteht dort, wo wissenschaftliche Erkenntnisse nicht im Elfenbeinturm verbleiben, sondern ihren Weg in die Gesellschaft, die Politik oder konkrete Praxisfelder finden und damit auf Resonanz sto\u00dfen. Diese Momente vermitteln Sinn und das Gef\u00fchl, mit der eigenen Expertise \u2013 oder der Expertise einer Forschungscommunity oder eines Teams \u2013 einen kleinen Beitrag zur Begegnung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten. Wissenschaftstransfer kann inspirierend sein, weil er Dialog erm\u00f6glicht, neue Perspektiven er\u00f6ffnet und die eigene Forschung durch R\u00fcckmeldungen aus der Praxis herausfordert und bereichert. Gerade in diesen bewegten Zeiten ist zum Beispiel der Wissenschaftstransfer zu Komparativer Theologie und ihre Aufbereitung f\u00fcr Handlungsfelder wie KiTAs, Schulen, Universit\u00e4ten und andere Tr\u00e4gerschaften der Erwachsenenbildung nicht in ihrem Wert zu untersch\u00e4tzen, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu f\u00f6rdern und Unterschiede als Lernchancen zu betrachten \u2013 zumindest dort, wo ihre Potenziale auf fruchtbaren Boden und Nachfrage sto\u00dfen. Umso besser, wenn ein solches Projekt landespolitische Unterst\u00fctzung findet und gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demgegen\u00fcber steht jedoch h\u00e4ufig Frust. Transferarbeit ist zeitintensiv, steht oft unter Zeitdruck und wird im wissenschaftlichen Alltag noch immer unzureichend honoriert. Publikationen und Drittmittel z\u00e4hlen mehr als verst\u00e4ndliche Kommunikation oder langfristige Kooperationen mit Praxispartner*innen. Diese Anforderungen f\u00fchren in befristeten wissenschaftlichen Qualifikationsphasen umso mehr zu einem Spagat. Hinzu kommen strukturelle H\u00fcrden: unterschiedliche Erwartungshaltungen, b\u00fcrokratische Herausforderungen, Sprachbarrieren zwischen Wissenschaft, verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und Praxis sowie politische oder wirtschaftliche Interessen, die Projekte und Diskursschwerpunkte \u00fcberlagern k\u00f6nnen. Nicht selten erleben Forschende auch, dass ihre differenzierten Ergebnisse verk\u00fcrzt dargestellt, missverstanden oder instrumentalisiert werden. Insofern ist hier der Wert des universit\u00e4tsinternen Wissenschaftsmanagements, einer gelungenen Presse- und Kommunikationsarbeit sowie ausbalancierter Social-Media-Strategien f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit nicht zu untersch\u00e4tzen, um erfolgreich Impulse zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen Lust und Frust bewegt sich der Wissenschaftstransfer somit in einem Spannungsfeld. Gerade diese Ambivalenz macht ihn jedoch zu einem zentralen Lernraum: Er zwingt dazu, Forschung neu zu reflektieren, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und Kommunikation als integralen Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit zu begreifen. Er motiviert dazu, st\u00e4ndig neue Formate des Gespr\u00e4chs, des Austauschs und des Dialogs zu entwickeln. Und er regt dazu an, die eigene Forschung immer wieder neu an gesellschaftlichen Desideraten und Herausforderungen zu verorten und zu messen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langfristig kann Wissenschaftstransfer nur dann gelingen, wenn Lust nicht durch strukturellen Frust erstickt wird, sondern beides produktiv miteinander in Beziehung gesetzt wird. W\u00fcnschenswert sind daf\u00fcr nicht nur eine hochschulpolitische Unterst\u00fctzung, die die Transferarbeit sichtbar macht und wertsch\u00e4tzt, sondern auch Austauschforen, um kritisch-konstruktiv neue Wege in der Wissenschaftstransferarbeit zu gestalten und dieser auch in der akademischen Lebenswelt Raum zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr beides sind bereits Initiativen an der Universit\u00e4t Paderborn zu finden \u2013 und dennoch bleibt das Spannungsfeld des Wissenschaftstransfers eine Aufgabe f\u00fcr die Zukunft in der Hochschullandschaft, wenn es im Rahmen der akademischen Welt von engagierten Wissenschaftler*innen forciert und als lohnend erachtet werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">#Wissenschaft #Wissenschaftstransfer #komparativetheologie #Universit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2026\/05\/ChatGPT-Image-25.-Maerz-2026-18_04_34-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2014\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2026\/05\/ChatGPT-Image-25.-Maerz-2026-18_04_34-1024x683.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2026\/05\/ChatGPT-Image-25.-Maerz-2026-18_04_34-300x200.png 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2026\/05\/ChatGPT-Image-25.-Maerz-2026-18_04_34-768x512.png 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2026\/05\/ChatGPT-Image-25.-Maerz-2026-18_04_34-450x300.png 450w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2026\/05\/ChatGPT-Image-25.-Maerz-2026-18_04_34.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-13d81ac76443440adbd14e0d536ab259 wp-block-paragraph\">Sarah Lebock ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Zentrums f\u00fcr Komparative Theologie und Kulturwissenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lust und Frust liegen im Wissenschaftstransfer oft dicht beieinander. Die Lust entsteht dort, wo wissenschaftliche Erkenntnisse nicht im Elfenbeinturm verbleiben, sondern ihren Weg in die Gesellschaft, die Politik oder konkrete Praxisfelder finden und damit auf Resonanz sto\u00dfen. Diese Momente vermitteln &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2026\/05\/09\/von-lust-und-frust-im-wissenschaftstransfer\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9271,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2013","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9271"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2013"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2015,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2013\/revisions\/2015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}