{"id":1951,"date":"2026-01-09T13:22:18","date_gmt":"2026-01-09T12:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=1951"},"modified":"2026-01-09T13:22:18","modified_gmt":"2026-01-09T12:22:18","slug":"siehe-ich-mache-alles-neu-gedanken-zur-jahreslosung-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2026\/01\/09\/siehe-ich-mache-alles-neu-gedanken-zur-jahreslosung-2026\/","title":{"rendered":"\u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c \u2013 Gedanken zur Jahreslosung 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1951 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1951')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1951').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Im neuen Jahr, so lautet bei vielen Menschen die Devise, soll alles besser werden. Umso deprimierender erscheinen da die vielen negativen Schlagzeilen, die bereits zu Beginn dieses noch jungen Jahres die Nachrichten dominiert haben \u2013 seien es tragische Unf\u00e4lle mit illegaler Pyrotechnik, die zwei 18-J\u00e4hrige in Bielefeld aus dem Leben rissen, der Brand in einer Schweizer Bar mit Dutzenden Todesopfern, der undurchsichtige Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin oder der v\u00f6lkerrechtlich umstrittene Angriff der USA auf Venezuela. Was gibt angesichts dessen Zuversicht, dass dieses Jahr wirklich besser wird?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein christliches Hoffnungsangebot kann die Jahreslosung sein, die die \u00d6kumenische Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Bibellesen (\u00d6AB) als Leitvers f\u00fcr das Jahr 2026 ausgew\u00e4hlt hat. Sie stammt aus der Offenbarung des Johannes und lautet: \u201eGott spricht: Siehe, ich mach alles neu!\u201c (Offb 21,5). Nun ist \u201eneu\u201c nicht unbedingt automatisch besser. Ohne damit in einem Konservativismus und rechten Populismus zu verfallen und alle Ver\u00e4nderungen der Moderne ver\u00e4chtlich zu machen, kann es einzelne Bereiche in unserem Alltag geben, in denen man gegen\u00fcber etwas Neuem erst einmal skeptisch sein kann. Im Kleinen zeigen das etwa die 2017 neu eingef\u00fchrte Rezeptur einer beliebten Nuss-Nougat-Creme oder die vielen neuen minimalistischen Logos, die sich Unternehmen oder Institutionen teilweise f\u00fcr teures Geld und dem hohen Preis eines damit einhergehenden Identit\u00e4tsverlusts gegeben haben. Das kann aber auch bei Wechseln von Regierungen der Fall sein, wenn politische Systeme sich ver\u00e4ndern und sogar, wie j\u00fcngst in New York, wenn ein demokratischer B\u00fcrgermeister neu ins Amt kommt: Stellt das grunds\u00e4tzlich eine positive Nachricht dar, sorgt es jedoch zugleich f\u00fcr Unbehagen, wenn er als eine der ersten Amtshandlungen in einer Stadt, die die Heimat der gr\u00f6\u00dften j\u00fcdischen Gemeinschaft au\u00dferhalb Israels ist, <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/01\/02\/nyregion\/mamdani-executive-orders-adams-israel.html\">die Antisemitismusdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und das Boykottverbot gegen Israel widerruft.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u201eneu\u201c in der Jahreslosung hingegen verhei\u00dft gerade in unsicheren Zeiten wie diesen in einem guten Sinne Ver\u00e4nderungen. Im direkten Vers vor der Jahreslosung hei\u00dft es: \u201eGott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein\u201c (Offb 21,4). Gleichzeitig beginnt dieses Neue schon im Hier und Jetzt. Wir alle sind dazu eingeladen, gar aufgerufen, selbst daran mitzuwirken, dass sich die Welt zum Positiven wandelt und das Gute gewinnt. Das Gute in dieser Welt, wie etwa Mitmenschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Liebe, ist nicht verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den Worten der Jahreslosung gilt es daher, <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/jahreslosung_2026-93154.htm\">\u201edem guten Ende eine Chance geben\u201c, wie die die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs in ihrer Neujahrsbotschaft<\/a> betont. Den Christ*innen vor knapp 2000 Jahren, die bedroht und grausam verfolgt wurden und jeden Tag mit dem Ende gerechnet h\u00e4tten, habe es Hoffnung gegeben, dass sie zur\u00fcck an den Anfang der Bibel bl\u00e4tterten und sich erinnerten, dass Gott die Welt als einen friedlichen Ort mit liebesf\u00e4higen und klugen Menschen geschaffen habe, erkl\u00e4rt Kirsten Fehrs weiter: \u201eEine Sch\u00f6pfung, voller Schalom. Und siehe, das war sehr gut, sagte Gott. Im letzten Buch der Bibel nun wiederholt er diese Verhei\u00dfung, ungebrochen: Weil es diesen guten Anfang gibt, wird es ein gutes Ende geben. Eine neue Sch\u00f6pfung voll der guten Hoffnung. Trotz all der Angst und Gewalt sollen wir uns zu Herzen nehmen, dass unser Leben eingebettet ist zwischen diesem guten Anfang und einem guten Ende.\u201c Wenn also Gott spricht: \u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c, dann k\u00f6nnen wir darauf vertrauen: Er wird es nicht nur neu, sondern auch gut machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-08d2ad555c2c69842de919b0f3f5730d wp-block-paragraph\">Dr. Stephanie Lerke ist Studienr\u00e4tin im Hochschuldienst an der Evangelisch-Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t M\u00fcnster. Dr. Jan Christian Pinsch ist Lehrkraft f\u00fcr besondere Aufgaben an der Universit\u00e4t Bielefeld, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Evangelische Theologie der Universit\u00e4t Paderborn und Lehrbeauftragter am Institut f\u00fcr Evangelische Theologie und Religionsp\u00e4dagogik der Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt sie nicht, die traditionellen Neujahrsvors\u00e4tze, die sich oft um Gesundheit (mehr Sport, gesunde Ern\u00e4hrung, weniger Alkohol\/Rauchen), Finanzen (sparen), soziale Beziehungen (mehr Zeit f\u00fcr Familie\/Freunde), Selbstoptimierung (neue Hobbys) und Stressreduktion drehen? 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