{"id":1895,"date":"2025-09-26T15:44:06","date_gmt":"2025-09-26T13:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=1895"},"modified":"2025-09-26T15:44:06","modified_gmt":"2025-09-26T13:44:06","slug":"dem-himmel-so-nah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2025\/09\/26\/dem-himmel-so-nah\/","title":{"rendered":"Dem Himmel so nah"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1895 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1895')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1895').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Der durchaus vorhandene Muskelkater und die Druckstellen der Wanderschuhe lassen mich an verschwitzte und m\u00fchsame Aufstiege denken, was mich zu der Frage kommen l\u00e4sst: Warum mache ich das \u00fcberhaupt? \u201eDer Weg ist das Ziel.\u201c Aber warum habe ich es mir dann zum Ziel gemacht, bergauf zu gehen, obwohl ich zeitgleich auch einfach in der Sauna schwitzen und entspannen k\u00f6nnte, mit der Verlockung eines kalten Eisbades? Trotz der Anstrengung ist es ein Leichtes f\u00fcr mich, diese Frage zu beantworten. In Gedanken bin ich wieder am Berg, ich atme die frische Luft ein, lasse meinen Blick \u00fcber die gletscherbedeckten Gipfel schweifen, ich h\u00f6re den Fl\u00fcgelschlag und Ruf eines Greifvogels, wo mir definitiv das ornithologische Knowhow fehlt, um ihn genauer zu bestimmen. Die Sonne k\u00fcsst mein Gesicht, ich schlie\u00dfe kurz die Augen, in weiter Ferne h\u00f6re ich das Leuten der Glocken von Bergziegen und den Pfiff eines Murmeltieres. Begleitet vom Rauschen eines Baches und vom Wind, der sich den Weg durch Str\u00e4ucher bahnt, \u00f6ffne ich wieder meine Augen und mir erschlie\u00dft sich dieses einzigartige Naturschauspiel des \u00f6sterreichischen Bergpanoramas. Um mich herum sind so viele Eindr\u00fccke und Ger\u00e4usche, aber in meinem Inneren sp\u00fcre ich eine angenehme Stille. Diese pure Gelassenheit und Ausgeglichenheit sp\u00fcre ich nur hier in der Natur. Nicht der Gipfel, das Holunderwasser oder der Kaiserschmarren auf der Bergh\u00fctte sind die Belohnung f\u00fcr meine strapazierten Beine, sondern das Innehalten, das Unterwegssein, das Hineingeschaffensein in dieses wunderbare, einzigartige und majest\u00e4tische Naturschauspiel. Mich durchf\u00e4hrt ein Gef\u00fchl der Dankbarkeit, nicht nur daf\u00fcr, diese gro\u00dfartigen Aussichten und Naturspektakel erleben zu d\u00fcrfen, sondern daf\u00fcr, inmitten dieser Natur und dem Himmel so nah meinen inneren Frieden finden zu k\u00f6nnen. Dieses spirituelle Ergriffensein durch den Berg ist weder ein Ph\u00e4nomen, was mich allein betrifft, noch eine Erfindung durch die Influencer-Bubble, die nur nach dem perfekten Fotopoint zu streben scheint. Vielmehr scheint das g\u00f6ttliche und spirituelle Potential des Berges die Menschheit seit jeher zu besch\u00e4ftigen, wodurch der Berg einen bedeutenden und zentralen Platz in vielen Religionen und Kulturen einnimmt. Unabh\u00e4ngig davon, ob man die Bergpredigt Jesu, den Olymp als griechischen G\u00f6ttersitz, den Berg Sinai, den Berg Kailash in Tibet als Zuhause Shivas, den Vulkan Fuji in Japan oder die tiefe Bedeutung der Berge, wie z.B. der Uluru in Australien, f\u00fcr indigene V\u00f6lker heranf\u00fchrt, \u00fcberall ist die spirituelle Kraft des Berges gegenw\u00e4rtig. Ich denke an die vielen Kapellen und Gipfelkreuze, denen ich auf meinen Wanderungen begegne und die zum Innehalten, Nachsp\u00fcren und Entfliehen aus dem Alltag einladen. Besonders in diesen Momenten f\u00fchlen sich meine Beine wieder leicht an, die Anstrengung ist vergessen und befl\u00fcgelt durch die Natur lasse ich mich ein auf neue Abenteuer in der unendlichen Weite der Berge. Schlie\u00dfen m\u00f6chte ich daher mit einem Pl\u00e4doyer, die Natur und Berge als Orte zu verstehen, an denen wir als G\u00e4ste teilhaben d\u00fcrfen \u2013 nicht als Eroberer\/Eroberinnen von Berggipfeln, sondern vielmehr als dem\u00fctige Gesch\u00f6pfe, die von der Natur, eingeladen ihre Sch\u00f6nheit bewusst wahrnehmen zu d\u00fcrfen, geduldet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"486\" height=\"652\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/09\/Bildschirmfoto-2025-09-26-um-15.36.28.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1896\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/09\/Bildschirmfoto-2025-09-26-um-15.36.28.png 486w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/09\/Bildschirmfoto-2025-09-26-um-15.36.28-224x300.png 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 486px) 100vw, 486px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Berliner H\u00f6henweg in den Zillertaler Alpen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-5e6178c4713cdc5598dd55df5057564e\">Jonas Maximilian H\u00fcster ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Katholische Theologie im Bereich Religionsdidaktik an der Universit\u00e4t Paderborn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich befinde mich auf dem R\u00fcckweg meines Wanderurlaubes aus \u00d6sterreich, lasse die Gedanken schweifen und meine Erlebnisse, Erfahrungen sowie zugegebenerma\u00dfen Anstrengungen gedanklich Revue passieren. 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