{"id":1845,"date":"2025-07-03T21:06:49","date_gmt":"2025-07-03T19:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=1845"},"modified":"2025-07-04T08:06:29","modified_gmt":"2025-07-04T06:06:29","slug":"wie-erkennt-man-die-schoenheit-der-differenz-der-anderen-ein-zekk-live-interview-von-prof-dr-claudia-bergmann-mit-hadija-haruna-oelker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2025\/07\/03\/wie-erkennt-man-die-schoenheit-der-differenz-der-anderen-ein-zekk-live-interview-von-prof-dr-claudia-bergmann-mit-hadija-haruna-oelker\/","title":{"rendered":"\u201eWie erkennt man die Sch\u00f6nheit der Differenz der anderen?\u201c Ein ZeKK Live-Interview von Prof. Dr. Claudia Bergmann mit Hadija Haruna-Oelker"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1845 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1845')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1845').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Eine relevante Frage, die es aus theologischer Sicht und aus sozialwissenschaftlicher Sicht zu hinterfragen, geht. Dies versuchen Frau Prof. Dr. Claudia Bergmann und Frau Haruna-Oelker in ihrem Dialog im ZeKK-Interview innerhalb von 45 Minuten auf den Punkt zu bringen. Bekannt geworden ist Frau Haruna-Oelker f\u00fcr ihre journalistische Arbeit zu der Vielfalt der Gesellschaft, das Stereotype-Denken und rassistische Vorurteile. Die Journalistin Hadjia Haruna-Oelker stellt sich in dem Interview als offene, interessierte Person vor und pl\u00e4diert daf\u00fcr, als Journalistinnen und Journalisten stets mutig und engagiert gesellschaftlich relevante Themen zu erforschen und kritische, kontroverse Fragen zu diskutieren. Prof. Dr. Claudia Bergmann fragt Frau Haruna-Oelker nicht nur nach den zentralen Inhalten und Intentionen ihres digitalen Blogs, den sie mit dem Leitbild der Neugier untermalt, sondern auch bez\u00fcglich ihres Buches \u201eDie Sch\u00f6nheit der Differenz\u201c (M\u00e4rz 2022). Als Frau Prof. Bergmann nach dem Schreibprozess des Buches fragt, reflektiert die Journalistin, dass sie durch das Schreiben des Buches zu einer klareren Person geworden sei. So konnte sie diverse Themen f\u00fcr sich reflektieren, Erfahrungen sortieren und besonders ihre gesellschaftliche Stellung wahrnehmen, auch um sich selbst besser in der Pluralit\u00e4t der Gesellschaft verordnen zu k\u00f6nnen. Sie betont, nicht nur selbstbewusster geworden zu sein, sondern auch an Selbstwertgef\u00fchl gewonnen zu haben. Haruna-Oelker steht in der \u00d6ffentlichkeit, gibt pers\u00f6nliche Einblicke in ihr Leben preis und ist sich der Intimit\u00e4t ihrer eigenen Texte bewusst. So beschreibt sie aus journalistischer Perspektive, dass sie im Sinne einer Ich-Reportage bewusst auf pers\u00f6nliche Weise von biografischen Erlebnissen in ihrem Leben berichtet, um in einem Kollektiv beispielsweise auf Themen, wie die Rollenbilder und das Stereotype-Denken der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Aus ihrer Perspektive dient die Darstellung ihrer pers\u00f6nlichen Geschichten als stilistisches Mittel, um durch die Verkn\u00fcpfung ihrer biografischen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen im besten Sinne eine Art \u201eMemorial\u201c zu entwerfen. So ist ihr Buch politisch, aber auch pers\u00f6nlich. Haruna-Oelker sieht sich als schwarze Journalistin, die durch ihr Buch versucht, die Menschen zu verbinden. In ihrem Buch dekliniert die Journalistin Differenzmerkmale und gibt Einblicke in ihre eigene Identit\u00e4t als schwarze Frau aus einer muslimisch und christlich gepr\u00e4gten Familie, um ein Beispiel vorzustellen. Sie nennt sich selbst \u201ebiracial-kid\u201c mit migrantisierten Erfahrungen, betont aber auch ihre Stellung als rassifizierte Person, da sie schwarz ist. Zugleich stellt die Schriftstellerin ihre feministische Haltung als eine selbstbewusste Frau vor, die sich mit ihrem angeborenen Geschlecht identifiziert. Demgegen\u00fcber differenziert sie die Merkmale und Positionierungen, die sie bei anderen Menschen in ihrer Familie, ihrem Freundeskreis und ihrem beruflichen Umfeld feststellt, jedoch nicht auf sich selbst beziehen kann. Folglich geht es auch um die Fremdwahrnehmung anderer Personen, also dem Konzept des Otherings, welches darauf abzielt, die vielf\u00e4ltigen Heterogenit\u00e4tsmerkmale zu kennen und wahrnehmen zu k\u00f6nnen. Aufgrund dessen zielt die Journalistin mit ihrem Buch darauf ab, Wissen \u00fcber Vielfalt zu generieren, um ihre Leserinnen und Leser \u00fcber die Heterogenit\u00e4tsdimensionen aufzukl\u00e4ren. Diese umfassen nicht nur das angeborene Geschlecht einer Person, sondern beispielsweise auch das Gender, die sexuelle Orientierung, die Herkunft, die Sprache, die Beeintr\u00e4chtigungen und die Religion einer Person. Zusammenfassend geht es darum, zu wissen, wer die anderen Personen sind, um eine positive Verbundenheit in der Gesellschaft erreichen zu k\u00f6nnen. So geht es der Journalistin mit ihrer Arbeit und ihrem Buch auch darum, f\u00fcr mehr Achtsamkeit und Anders-Denken zu pl\u00e4dieren, um Empowerment-Strategien gegen Rassismus zu verbreiten. Ziel bleibt, dass mehr Menschen lernen und verstehen, dass die Gesellschaft vielf\u00e4ltig ist, dass Rassismus nicht tolerierbar ist und dass man sich gegenseitig in der Vielfalt und Eigenheit der Identit\u00e4t akzeptieren lernen muss.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"606\" height=\"180\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/07\/Unbenannt.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1846\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/07\/Unbenannt.png 606w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/07\/Unbenannt-300x89.png 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/07\/Unbenannt-500x149.png 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Quelle: Bildausschnitt aus dem Interview <em>45 Minuten mit Hadija Haruna-Oelker<\/em>, ZeKK Live, ver\u00f6ffentlicht am 03.07.2024, abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HSa_fja5tfI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HSa_fja5tfI<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-21275d4f017cd176ba7dc619324f4ddb wp-block-paragraph\">Marie Luise Schlierkamp ist Promotionsstudentin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Praktische Theologie (ev.) an der Universit\u00e4t Paderborn. Zuvor war sie als Wissenschaftliche Hilfskraft in der Theologie und in den Erziehungswissenschaften t\u00e4tig. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inwiefern n\u00fctzt die Auseinandersetzung mit der eigenen Identit\u00e4t dazu, auf Vielfalt, Diskriminierung und Rassismus in der Gesellschaft aufmerksam zu machen? Eine relevante Frage, die es aus theologischer Sicht und aus sozialwissenschaftlicher Sicht zu hinterfragen, geht. 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