{"id":1772,"date":"2025-02-21T20:00:52","date_gmt":"2025-02-21T19:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=1772"},"modified":"2025-02-21T20:00:52","modified_gmt":"2025-02-21T19:00:52","slug":"feminismen-positionen-und-perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2025\/02\/21\/feminismen-positionen-und-perspektiven\/","title":{"rendered":"Feminismen. Positionen und Perspektiven"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1772 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1772')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1772').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Auf den ersten Blick l\u00e4sst sich f\u00fcr die Sichtbarkeit feministischer Emanzipationsanliegen folglich eine positive Bilanz ziehen.\u00a0\u00a0                                                   Auf den zweiten Blick erfahren feministische Fragestellungen und Analysen seit einigen Jahren jedoch wieder einen gesellschaftlichen und mitunter religi\u00f6s motivierten Backlash. Anstelle feministische Beitr\u00e4ge als kritische Hermeneutik zu verstehen, die dabei helfen kann, kulturell normalisierte und strukturell verdeckte Vermachtungsstrukturen aufzudecken und damit einen Beitrag zur Befreiung aller Menschen (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht!) zu leisten, wird behauptet, dass die R\u00fcckkehr zu den traditionellen Geschlechterrollen alle gegenw\u00e4rtigen Unsicherheiten und Krisen aufl\u00f6sen, die Welt so wieder in Ordnung gebracht werden k\u00f6nne. Dieser Backlash kulminiert in rechtspopulistischen Agenden gegenw\u00e4rtiger politischer Akteur*innen und ihren dezidiert antifeministischen Stellungnahmen. Auch wenn sich in philosophischen und theologischen Diskursen bisher gl\u00fccklicherweise nur selten solche regressiven, die Vielfalt und Mehrdeutigkeit der Welt leugnenden Positionen erkennen lassen, so ist dennoch zu konstatieren, dass relevante Forschungsperspektiven von als Frauen identifizierten Personen \u00fcbersehen oder ignoriert werden. Dieser Stilllegungs-Reflex greift dabei offenbar umso schneller, je deutlicher feministische Perspektiven die eingelebten Hierarchien und verinnerlichten Privilegien herausfordern und Herrschaftsb\u00fcndnisse entlarven.                    Dabei wird nicht nur \u00fcbersehen, dass feministische Perspektiven und ihr emanzipatorisches Profil gerade unter den Vorzeichen der kompromittierten demokratischer Gewissheiten gesellschaftlich h\u00f6chst relevant sind, so sie f\u00fcr diskriminierende Praktiken und unzul\u00e4ssige Ungleichheitsstrukturen sensibilisieren. Auch auf wissenschaftstheoretischer Ebene l\u00e4sst sich daf\u00fcr argumentieren, dass die Bewusst- und Sichtbarmachung einzelner, vom Mainstream abweichender Positionen eine Forderung epistemischer, ethischer und sozial-politischer Verantwortung darstellt und f\u00fcr die Koh\u00e4renz bzw. Resilienz wissenschaftlicher Theorie- und Urteilsbildung ausschlaggebend ist. Mit anderen Worten basiert sowohl eine vielstimmige Demokratie als auch die Wissenschaftlichkeit der Theologie und Philosophie darauf, auch und gerade die nicht-identischen, unbequemen und anderen Weltdeutungen kritisch, ernsthaft und aufmerksam in ihre Diskurse zu integrieren und mit ihnen auf Augenh\u00f6he ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist eine neue Reihe im Alber-Verlag entstanden: \u201e<em>Feminismen. Positionen und Perspektiven \/ Feminisims. Positions and Perspectives<\/em>\u201c             Ihre Herausgeberinnen und der wissenschaftliche Beirat haben sich zum Mandat gemacht, Wissenschaftler*innen eine Gelegenheit zu geben, ihre Thesen und Gedanken, Analysen und Theorien in die fachwissenschaftlichen Diskurse hineinzutragen und damit dem gef\u00e4hrlichen Backlash ein entschiedenes Veto entgegenzuhalten:                                        <a href=\"https:\/\/www.nomos-shop.de\/de\/series\/series\/view\/id\/B001356600\">https:\/\/www.nomos-shop.de\/de\/series\/series\/view\/id\/B001356600<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wir ermutigen alle Lesenden und Interessierten, uns Beitr\u00e4ge in Form von Proposals und Publikationsideen zukommen zu lassen: weber@fiph.de<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"414\" height=\"634\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/02\/Bildschirmfoto-2025-02-19-um-16.17.15.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1773\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/02\/Bildschirmfoto-2025-02-19-um-16.17.15.png 414w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2025\/02\/Bildschirmfoto-2025-02-19-um-16.17.15-196x300.png 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 414px) 100vw, 414px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-a8e1d6f43f1bfec6784bc64738665eb7\">Anne Konsek ist zurzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut f\u00fcr Philosophie Hannover, assoziiertes ZeKK-Mitglied und folgt ab April dem Ruf auf die Professur f\u00fcr Philosophie und Ethik an der KatHo Paderborn.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschlechtergerechtigkeits- und Chancengleichheitsforderungen haben sp\u00e4testens seit den Frauen- und B\u00fcrgerrechtsbewegungen der sechziger Jahre eine normative Pr\u00e4gekraft auf demokratische Gesellschaften weltweit entwickelt. 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