{"id":1354,"date":"2023-07-14T10:47:52","date_gmt":"2023-07-14T08:47:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/?p=1354"},"modified":"2023-07-15T23:43:42","modified_gmt":"2023-07-15T21:43:42","slug":"trimum-war-eine-reine-kopfgeburt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/2023\/07\/14\/trimum-war-eine-reine-kopfgeburt\/","title":{"rendered":"Trimum war eine reine Kopfgeburt"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1354 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1354')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1354').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Also suchten wir uns beratende Unterst\u00fctzung und fanden sie an verschiedenen Universit\u00e4ten. Meist blieb es bei einer einmaligen Begegnung. Allein der Kontakt zum ZeKK blieb bestehen und verstetigte sich. Die damaligen Doktorandinnen Serap Ermi<em>\u015f<\/em>, Cordula Heupts und Tuba Isik wurden zu dauerhaften Beraterinnen, sp\u00e4ter zu festen Ensemble-Mitgliedern und guten Freundinnen, die mit Trimum durch dick und d\u00fcnn gingen. Gemeinsam tasteten wir uns von einem Versuch zum n\u00e4chsten, probierten vieles aus und lernten aus unserem gemeinsamen Scheitern und Gelingen. Der Weg zu unserem ersten Gemeinschaftswerk von 2015 mit dem Titel \u201eDie vielen Stimmen Davids\u201c war f\u00fcr uns alle eine abenteuerliche, mitunter herausfordernde und letztlich begl\u00fcckende Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"TRIMUM: Musikalische Friedensarbeit\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0IZOvAe2hRA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Seither f\u00fchlten wir uns dem ZeKK verbunden \u2013 wenn auch in den letzten Jahren eher im \u201eSchlummermodus\u201c. Doch j\u00fcngst hat die Fernbeziehung nach Paderborn eine kr\u00e4ftige Vitaminspritze erhalten. W\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich auf der R\u00fcckfahrt von einem gemeinsamen interreligi\u00f6sen und musikalischen Friedensgebet, das uns Gelegenheit bot, einander neu kennenzulernen und das zugleich den Auftakt zu einer k\u00fcnftigen Kooperation im Rahmen des Forums f\u00fcr Komparative Theologie bildete.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee zu dieser neuerlichen Zusammenarbeit entstand, als ich Klaus von Stosch von unserem neuen Themenschwerpunkt \u201eMusik und Klima\u201c berichtete. Trimum hat sich in den letzten Jahren ver\u00e4ndert. Zwar sind unsere Projekte auch weiterhin interreligi\u00f6s und interdiszipin\u00e4r besetzt. Doch die Interreligiosit\u00e4t unseres Teams ist f\u00fcr uns allm\u00e4hlich zu einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden. Sie bleibt ein wichtiges Merkmal unserer Arbeit, muss aber nicht mehr so stark betont werden, wie in der Anfangszeit. Stattdessen sind wir dazu \u00fcbergegangen, unsere dialogische und prozessorientierte Arbeitsweise auch auf andere aktuelle Themen und gesellschaftliche Fragestellungen anzuwenden. Wie kann Musik zu einer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen werden, die vor Krieg und Unterdr\u00fcckung geflohen sind und in einer fremden Gesellschaft Fu\u00df fassen wollen? Welche Musik braucht ein Stadtteil, in dem Menschen aus \u00fcber 150 Herkunftsl\u00e4ndern leben? Wie kann man Musik in Zeiten der Pandemie nutzen, um auch ohne digitale Hilfsmittel \u201eN\u00e4he auf Abstand\u201c zu erm\u00f6glichen?<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2019 ist eine neue Fragestellung ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit ger\u00fcckt: Welche Zusammenh\u00e4nge gibt es zwischen Musik, interkulturellem Dialog und der Klimakrise? Auch hier hatten wir anfangs mehr Fragen als Antworten. Wie wirken sich die Klimaver\u00e4nderungen auf das kulturelle Erbe der Menschheit aus? Wo ist unser kulturell gepr\u00e4gtes Handeln Teil des Problems? Wie kann es zu einem Teil von L\u00f6sungen werden? Oder auch, ganz praktisch gefragt: Wie kann die Klimabewegung bunter und diverser werden? Wie lassen sich mehr Menschen f\u00fcr ein suffizientes und zukunftsf\u00e4higes \u201egutes Leben\u201c begeistern? Welche neuen Erz\u00e4hlungen, Bilder, Traditionen und Rituale brauchen wir, um die sozial-\u00f6kologische Transformation anschaulich zu vermitteln und mit Leben zu f\u00fcllen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Musik und Klima: Wir sind verschieden \u2012 sehr sogar\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/VAJmmzY0LzE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich freue mich sehr darauf, dass ich diesen Fragen nun auch im Rahmen des CTSI Bonn und des Forums f\u00fcr Komparative Theologie nachgehen kann. Ein Jahr lang darf ich Cordula Heupts vertreten und von Bonn aus als Fachfremder am Aufbau der neuen Kooperationsplattform mitarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine n\u00e4chste wichtige Station dieser Zusammenarbeit wird eine Zukunftswerkstatt \u201eKultur und Klimaschutz\u201c sein, die vom 27. bis 29. Oktober in Bonn stattfinden wird. Gemeinsam mit der Klima-Allianz Deutschland und Germanwatch werden wir aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf die vielf\u00e4ltigen Wechselbeziehung zwischen Kultur und Klimakrise schauen. Der Begriff \u201eKultur\u201c soll dabei bewusst in seiner ganzen Breite und Mehrdeutigkeit verstanden werden: Von den gro\u00dfen Kulturinstitutionen \u00fcber die freie Szene bis hin zur Alltagskultur oder zur pr\u00e4genden Kraft religi\u00f6ser und kulturell vermittelter Werte. Aus den Ideen, Fragen und Anliegen der Teilnehmenden wird zu Beginn der Zukunftswerkstatt eine gemeinsame Agenda entstehen, die dann im Laufe der drei Tage mit Leben gef\u00fcllt wird. Und weil auch Trimum mit von der Partie ist, werden wir es uns sicher nicht entgehen lassen, zwischendurch zum interkulturellen und interreligi\u00f6sen Singen einzuladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Worauf das Ganze zielt? Was am Ende dabei herauskommen soll? Ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Trimum war eine reine Kopfgeburt. H\u00e4tte diese Idee damals nicht im Zusammenwirken j\u00fcdischer, christlicher und muslimischer Musikerinnen, Theologen, Komponisten und Wissenschaftlerinnen Gestalt angenommen, dann w\u00e4re das Vorhaben sehr schnell wieder zu Ende gewesen. Auch die Idee, Musik und interreligi\u00f6sen Dialog f\u00fcr den Klimaschutz fruchtbar zu machen, ist momentan eine solche Kopfgeburt. Ob sie sich eines Tages bewahrheiten wird, wei\u00df ich nicht. Aber eines wei\u00df ich: Es lohnt sich, es zu versuchen. Sich auf den Weg zu machen, sich von einem Versuch zum n\u00e4chsten zu tasten und aus dem gemeinsamen Scheitern und Gelingen zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Anmeldungen oder R\u00fcckfragen zur Zukunftswerkstatt bitte an <a href=\"mailto:klima@trimum.de\">klima@trimum.de<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2023\/07\/2ac2c125-1fe6-415e-af03-c951b11ea0b1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1357\" width=\"614\" height=\"818\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2023\/07\/2ac2c125-1fe6-415e-af03-c951b11ea0b1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2023\/07\/2ac2c125-1fe6-415e-af03-c951b11ea0b1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2023\/07\/2ac2c125-1fe6-415e-af03-c951b11ea0b1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zekkblog\/files\/2023\/07\/2ac2c125-1fe6-415e-af03-c951b11ea0b1.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 614px) 100vw, 614px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color\">Bernhard K\u00f6nig ist Komponist, H\u00f6rspielmacher, Konzertp\u00e4dagoge und Leiter des Musikprojekts TRIMUM.<\/p>\n\n\n\n<p>#Interreligi\u00f6s #Musik #TRIMUM #Friedensgebet<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trimum war anfangs eine reine Kopfgeburt. 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