{"id":41,"date":"2018-04-06T16:51:56","date_gmt":"2018-04-06T14:51:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zeitgeschichte\/?p=41"},"modified":"2018-04-09T12:26:51","modified_gmt":"2018-04-09T10:26:51","slug":"dr-sebastian-bischoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zeitgeschichte\/2018\/04\/06\/dr-sebastian-bischoff\/","title":{"rendered":"Dr. Sebastian Bischoff"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_41 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_41')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_41').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Er verfasste seine Dissertation \u00fcber Annexionsdebatten im Ersten Weltkrieg in der deutschen \u00d6ffentlichkeit und arbeitet nun an einem neuen Projekt im Verbund mit Kolleginnen des Berliner Instituts f\u00fcr empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin.<!--more--><\/p>\n<p>Er schreibt: &#8222;In meiner Lehre ist mir vorrangig das Erlernen des historisch informierten Argumentierens wichtig. Zentral ist, einerseits das Vetorecht der Quellen anzuerkennen, zugleich aber auch die Grenzen von Geschichte als Argument auszuloten. Es muss m.E. darum gehen, die permanente \u00dcberpr\u00fcfung eigener eingeschliffener und liebgewonner Gewissheiten und damit den sanften Zwangs des besseren Arguments sch\u00e4tzen zu lernen. Es soll eine Lust geweckt werden, sich an der Gegenmeinung gerade in ihrer elaboriertesten Form zu messen. Die hier von mir gew\u00e4hlte Sprache ist dabei nicht zuf\u00e4llig, es geht mir um eine Begeisterung an der wissenschaftlich-intellektuellen Auseinandersetzung. Oder um es in hoch trabendere,aber vor allem sch\u00f6nere Worte zu fassen, die Giovanni Pico della Mirandola im Jahr 1486 gew\u00e4hlt haben soll: Zwar sei er sich seiner Schw\u00e4che durchaus bewu\u00dft, aber er scheute sich nicht, die besten Gelehrten zum \u00f6ffentlichen Disput aufzufordern,denn der Streit um die Wahrheit sei die einzige Form des Wettkampfes, &#8222;bei dem besiegt zu werden ein Gewinn ist.&#8220; (Genau diesen &#8222;Wettkampf&#8220;, der etwas anderes als eine Konkurrenzsituation ist, m\u00f6glichst herrschaftsfrei zu gestalten, hateinige Voraussetzungen, die zugleich reflektiert werden m\u00fcssen).<\/p>\n<p>Inhaltlich zieht sich durch meine Lehre und meine Forschungsarbeit wie ein roter Faden die Frage \u201eWie wird man fremd, wie wird man Feind?\u201c Wie wurde und wird die Vorstellung vom abzulehnenden Anders-Sein einer Gruppe, die Handlungen \u2013 in der Selbstwahrnehmung meistens \u201eReaktionen\u201c auf das b\u00f6sartige Verhalten der Anderen \u2013n\u00f6tig macht, zur kulturellen Selbstverst\u00e4ndlichkeit? Zugleich findet sich Feindbildproduktion sehr oft entlang nationaler Grenzen. Kann dabei vielleicht sogar die moderne Nation als eine permanente, vorgegebene Feindschafts- und Verbr\u00fcderungsstruktur, auf die ideologisch Bezug genommen wird, gedacht werden?<br \/>\nMein neues Forschungsprojekt &#8222;&#8218;Undoing nation?&#8216; \u2013 Postnationale Netzwerke, Theorien und Praxen in Geschichte und Gegenwart&#8220; will einen Schritt weitergehen und besch\u00e4ftigt sich mit der Frage, inwieweit ein Au\u00dfen dieser Struktur denkbar ist. Denn anders als ein kluger Mensch 1971 sang: &#8222;Imagine there&#8217;s no countries\/It isn&#8217;t hard to do&#8220;, stellt es sich praktisch-lebensweltlich, aber auch theoretisch als ein nicht ganz so leichtes Unterfangen heraus.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>May I introduce: Dr. Sebastian Bischoff vor, der seit 2014 am Arbeitsbereich Zeitgeschichte t\u00e4tig ist. 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