{"id":291,"date":"2019-03-11T16:33:09","date_gmt":"2019-03-11T15:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zeitgeschichte\/?p=291"},"modified":"2019-03-11T16:40:25","modified_gmt":"2019-03-11T15:40:25","slug":"geschichte-studiert-und-was-dann-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zeitgeschichte\/2019\/03\/11\/geschichte-studiert-und-was-dann-2\/","title":{"rendered":"Geschichte studiert und was dann??"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_291 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_291')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_291').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Ich will\u2026\u201d \u2013 <\/em><em>ja \u2026 was eigentlich?<\/em><br \/>\n<em>Solche oder \u00e4hnliche Unterhaltungen haben wohl schon die meisten von euch gef\u00fchrt, welche ein fachspezifisches Studium absolvieren.<br \/>\n<em>Wir haben ehemalige Geschichtsstudierende gefragt, wie sich ihr beruflicher Werdegang gestaltet hat und was sie euch f\u00fcr den Einstieg in die Arbeitswelt raten w\u00fcrden.<br \/>\n<\/em><\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-293 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/zeitgeschichte\/files\/2019\/03\/Astrid_Plasshenrich-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"193\" \/><\/em><\/p>\n<blockquote><p>Als n\u00e4chstes m\u00f6chten wir euch Astrid Pla\u00dfhenrich vorstellen. Sie studierte an der Universit\u00e4t Paderborn Geschichte, machte dann ein Volontariat\u00a0 in einer Kommunikationsagentur und arbeitet nun als Sportredakteurin beim Mindener Tageblatt.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Frau Pla\u00dfhenrich, Sie haben in Paderborn Geschichte studiert. Warum Geschichte?<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Geschichte ist meine Leidenschaft. Es war schon w\u00e4hrend der Schulzeit eines meines Lieblingsf\u00e4cher. Insofern war es nur eine logische Konsequenz, das Wissen im Studium zu vertiefen. Trotzdem habe ich nach dem Abi zun\u00e4chst eine zweij\u00e4hrige Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert, w\u00e4hrend der ich schnell festgestellt habe, dass ein 9-to-5-B\u00fcrojob nichts f\u00fcr mich ist.<\/p>\n<p><strong>Mittlerweile arbeiten Sie als Sportjournalistin. Ganz pragmatisch gefragt: Wie haben Sie es geschafft im Sportbereich Fu\u00df zu fassen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe den klassischen Weg eingeschlagen, wie es wohl der Gro\u00dfteil der Redakteure macht. Mit 16 Jahren habe ich beim Westfalen-Blatt als freie Mitarbeiterin begonnen und bin dann immer mit dem Fotoapparat auf meinem R\u00fccken von Sportplatz zu Sportplatz, von Turnhalle zu Turnhalle geradelt. Da ich bereits als Kind total sportbegeistert war und 26 Jahre lang Fu\u00dfball gespielt habe, wollte ich unbedingt ins Sportressort. Auch das hat viel mit Leidenschaft zu tun.<br \/>\nSchlie\u00dflich f\u00e4llt die Hauptarbeitszeit am Wochenende oder abends an. Dazu muss man bereit sein, denn das Privatleben muss danach organisiert werden. Trotzdem war ich sofort von der Arbeit fasziniert und bin seitdem s\u00fcchtig.<\/p>\n<p><strong>Gerade die Fu\u00dfballberichterstattung ist ja vorwiegend m\u00e4nnlich dominiert. Hatten Sie jemals das Gef\u00fchl, sich als Frau mehr behaupten zu m\u00fcssen?<\/strong><\/p>\n<p>Das Gef\u00fchl habe ich sehr oft \u2014 auch noch nach mehr als 20 Jahren im Job. Aber ich sehe es als Herausforderung an, mit meiner Arbeit tagt\u00e4glich \u00fcberzeugen zu m\u00fcssen. Das motiviert mich, das ist ein Antrieb. Es schadet meinem Berufsleben auch nicht, dass ich mich immer wieder beweisen muss. Ein Trainer sagte mal zu mir, dass ich f\u00fcr eine Frau recht viel von Fu\u00dfball verstehe. Er wollte mir wahrscheinlich ein Kompliment machen, es zeigt aber vielmehr wie die Sportwelt im 21. Jahrhundert noch tickt. Lustig ist auch immer, wenn Leser anrufen und mit einem Sportredakteur verbunden werden wollen. Wenn ich dann sage, dass sie bereits mit einem sprechen, herrscht meistens erst einmal ein paar Sekunden Stille.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht der typische Berufsalltag in einer Sportredaktion aus?<\/strong><\/p>\n<p>Kein Tag ist wie der andere. Das macht den Reiz aus. Das Sch\u00f6ne an der Redaktionsarbeit einer Tageszeitung ist: Morgens sitzen wir vor leeren Seiten, sp\u00e4testens mit Druckbeginn m\u00fcssen diese gef\u00fcllt sein, und am n\u00e4chsten Tag halten wir das Ergebnis in den H\u00e4nden, an dem wir gemessen werden. Grunds\u00e4tzlich geht es darum, Inhalte zu bewerten und zu gewichten. Was sind die relevanten Themen, wie wollen wir diese pr\u00e4sentieren? Danach werden die Seiten geplant, oft wird das Layout im Laufe des Tages aktualisiert oder sogar \u2013 je nach Ereignissen \u2013 verworfen. Daneben schreiben wir Artikel und Kommentare, f\u00fchren Interviews, recherchieren Hintergr\u00fcnde, vereinbaren Termine und redigieren Texte. Wichtige Nachrichten werden schnellstm\u00f6glich vorab im Internet ver\u00f6ffentlicht. Wir besuchen Veranstaltungen, schauen uns Fu\u00dfball-, Handball-, Volleyball-, Tennisspiele oder was sonst so anf\u00e4llt an und schreiben anschlie\u00dfend \u00fcber diese. Dabei wird immer wichtiger, dass die Berichterstattung \u00fcber das reine Ergebnis hinausgeht, soll hei\u00dfen:<br \/>\nWir m\u00fcssen \u00fcber die Geschichten schreiben, die hinter dem 1:0 stehen. Auch das ist eine Herausforderung. Dazu steht t\u00e4glich um 16.30 Uhr die Konferenz an. Zusammen mit dem Chefredakteur werden die Seiten bewertet. Reizt die \u00dcberschrift zum Lesen an? Wird dem Leser sofort deutlich, worum es geht? Ist die Bildunterzeile korrekt?<br \/>\nDanach werden die Seiten finalisiert und anschlie\u00dfend f\u00fcr die Online-Leser<br \/>\naufbereitet. Vielleicht ist dann Feierabend, oft steht aber noch ein Abendtermin an.<\/p>\n<p><strong>Wenn Sie heute an ihr Studium zur\u00fcckdenken, gab es f\u00fcr Sie Erkenntnisse, welche Sie nachhaltig gepr\u00e4gt haben?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe gelernt, Zusammenh\u00e4nge besser und schneller zu erkennen und zu<br \/>\nspezifizieren sowie verschiedene Recherchemethoden anzuwenden.<\/p>\n<p><strong>Mir wurde bereits bei meiner Einf\u00fchrungsveranstaltung zum Geschichtsstudium gesagt: &#8222;Jeder Dritter von ihnen wird sp\u00e4ter keinen Job finden.&#8220; Nicht gerade ermutigend! Wie haben Sie den Berufseinstieg empfunden? Hatten Sie jemals Sorge, nicht zu wissen, wo die berufliche Reise hingeht?<\/strong><\/p>\n<p>Ich wusste, dass ich Redakteurin werden m\u00f6chte. Das war das gro\u00dfe Ziel, darauf habe<br \/>\nich hingearbeitet. Das einzige, was ich bei Studienbeginn nicht wusste, war, bei welchem Medium und Verlag ich landen werde. Durch meine langj\u00e4hrige freie Mitarbeit und zahlreiche Praktika hatte ich ein gutes Fundament geschaffen, der den Eintritt in die Medienwelt erleichtert hat. Das war wichtiger als der Studienabschluss.<\/p>\n<p><strong>Zum Abschluss noch eine Frage zum Volontariat: Mittlerweile gibt es ja auch viele Freelancer, welche nicht den klassischen Weg eines Volontariats w\u00e4hlen. W\u00fcrden Sie es dennoch empfehlen? Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Volont\u00e4re durchlaufen w\u00e4hrend der Ausbildung verschiedene Ressorts, sie lernen<br \/>\ncrossmedial zu arbeiten, und sie erhalten interne und externe Schulungen. Es ist eine standardisierte Ausbildung. Dazu kann man sich an verschiedenen Themen ausprobieren. F\u00fcr mich war es auch sehr hilfreich, von erfahrenen Kollegen zu lernen. Wie gehen sie schwierige Sachverhalte an? Wie recherchieren sie? Und man erh\u00e4lt immer und sofort ein Feedback.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Praktika, Praktika, Praktika&#8220; und &#8222;sich trauen, seiner Leidenschaft zufolgen&#8220;, w\u00fcrde ich als Quintessenz mitnehmen aus dem Gespr\u00e4ch mit Ihnen. <\/strong><br \/>\n<strong>Gibt es noch etwas, was Sie Studierenden vor ihrem Einstieg ins Berufsleben als Rat mitgeben wollen w\u00fcrden?<\/strong><\/p>\n<p>\u201ePraktika, Praktika, Praktika\u201c ist so nicht ganz richtig \u2013 ich glaube, Qualit\u00e4t geht vor Quantit\u00e4t. Den Satz mit der Leidenschaft unterschreibe ich aber sofort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cIch studiere Geschichte. Nein ich will damit nicht an die Schule gehen. Ich will\u2026\u201d \u2013 ja \u2026 was eigentlich? Solche oder \u00e4hnliche Unterhaltungen haben wohl schon die meisten von euch gef\u00fchrt, welche ein fachspezifisches Studium absolvieren. 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