{"id":22,"date":"2022-04-25T12:19:34","date_gmt":"2022-04-25T10:19:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/theaterlytics\/?page_id=22"},"modified":"2022-11-03T13:58:00","modified_gmt":"2022-11-03T12:58:00","slug":"projektziel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/theaterlytics\/projektziel\/","title":{"rendered":"Projektziel"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_22 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_22')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_22').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Diese Entscheidungen, eine Mischung aus kaufm\u00e4nnischen und k\u00fcnstlerischen Entscheidungen, haben zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Besucherzufriedenheit und die betriebswirtschaftliche Situation eines Theaters. Die Terminierung von Premieren, das Saalplatzmanagement oder die Preisgestaltung sind typische kaufm\u00e4nnische Entscheidungen, w\u00e4hrend die Auswahl der St\u00fccke und die Rollenbesetzung typische k\u00fcnstlerische Entscheidungen sind. Die Ausgangslage im Theater Paderborn vor Projektstart war die, dass trotz der Komplexit\u00e4t und langfristigen Wirkung dieser Entscheidungen, bei der Planung von Ressourcen und der Angebotsgestaltung wenig systematisch vorgegangen wurde. Sprich, die zu treffenden Entscheidungen wurden <em>aus dem Bauch<\/em>\u00a0<em>heraus<\/em> getroffen und es gab keine etablierten Lernprozesse, sodass nicht aus Fehlern der Vergangenheit f\u00fcr die Zukunft gelernt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nichtsdestotrotz ist im Theater Paderborn informelles Wissen in hohem Ma\u00dfe vorhanden und Entscheidungen wurden auch in der Vergangenheit basierend auf Erfahrung und Fachwissen getroffen. So liegt im Theater vielf\u00e4ltiges Erfahrungswissen, \u00fcber das komplexe Geflecht der unterschiedlichen Erfolgsfaktoren, vor. Ein Ziel des Projekts bestand darin, dieses Wissen zu formalisieren und in einem Entscheidungsunterst\u00fctzungssystem sichtbar und nutzbar zu machen. Dadurch erh\u00e4lt das Theater Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Angebotsplanung, ohne dabei den inhaltlichen Interessen des Theaters zu widersprechen.<\/p>\n\n\n<p><p style=\"text-align:justify\">In einem ersten Schritt wurden die Prozesse und Entscheidungen innerhalb des Theaters analysiert. Im Bereich der operativen Planung sind die k\u00fcnstlerischen und betriebswirtschaftlichen Entscheidungen eng miteinander verkn\u00fcpft, da eine k\u00fcnstlerische Entscheidung immer auch Auswirkung auf die betriebswirtschaftlichen Bereiche hat. Hierbei ist zu beachten, dass der Zeitpunkt der Entscheidung von zentraler Wichtigkeit ist. Eine Vielzahl der k\u00fcnstlerischen Entscheidungen werden bereits vor Spielzeitbeginn gef\u00e4llt. W\u00e4hrend der laufenden Spielzeit gibt es dagegen nur wenige (h\u00e4ufig kaufm\u00e4nnische) Entscheidungen, die getroffen werden k\u00f6nnen und den Verlauf einer Spielzeit beeinflussen.<\/p><\/p>\n\n\n\n<p><p style=\"text-align:justify\">Bereits vor Beginn der neuen Spielzeit stellt sich die Frage, wie das k\u00fcnstlerische Programm des Theaters ausgestaltet werden soll, z. B. wie viele Dramen, Klassiker und Neuerscheinung werden gespielt und welchen Bezug soll das Programm zu aktuellen gesellschaftlichen Themen haben? Anschlie\u00dfend beginnt die Suche nach geeigneten Theaterst\u00fccken sowie die Feinplanung. Diese umfasst die Wahl des Schauspielpersonals, der Regie und des Ausstattungs-Teams. Dar\u00fcber hinaus muss gekl\u00e4rt werden, welches Budget eine Produktion erh\u00e4lt und wie teuer die Vorstellungskarten f\u00fcr die Auff\u00fchrungen dieser Produktion sein sollen. Au\u00dferdem muss ein Premierentermin festgelegt werden und die Vorstellungen der Abo-Ringe m\u00fcssen geplant werden. Weitere zu treffende Entscheidungen betreffen zum Beispiel den Anteil der Abonnenten in einer Vorstellung und damit den verf\u00fcgbaren Anteil an Karten im freien Verkauf.<\/p><\/p>\n\n\n\n<p><p style=\"text-align:justify\">W\u00e4hrend der laufenden Spielzeit besteht die M\u00f6glichkeit, den Start f\u00fcr den Kartenvorverkauf anzupassen und weitere Vorstellungstermine im sogenannten Freiverkauf anzubieten, d. h. zus\u00e4tzliche Termine, bei denen die Abonnenten nicht schon einen (gro\u00dfen) Teil der Pl\u00e4tze belegen. Bei diesen Freiverkaufsterminen gilt es, vorab zu prognostizieren, wie gro\u00df die Nachfrage nach einer bestimmten Auff\u00fchrung sein wird. Die Auslastung der bereits gespielten Vorstellungen und damit die Auswertung der Ticketsystemdaten sind daher sinnvolle Ausgangspunkte. Aber auch weitere Faktoren, wie die Wahl des Wochentages einer Vorstellung, sollte im Hinblick auf eine m\u00f6glichst hohe Auslastung nicht au\u00dfer Acht gelassen werden.<\/p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"TheaterLytics | Digitale Modellregion OWL\" width=\"660\" height=\"371\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RC5FnG1hxZs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Theater &#8211; ein besonderes Anwendungsfeld f\u00fcr Optimierung<\/h2>\n\n\n\n<p><p style=\"text-align:justify\">Theater bieten seit vielen Jahren eine historisch gewachsene und gesch\u00e4tzte Form der zeitgem\u00e4\u00dfen Unterhaltung an. Es gilt die gesellschaftspolitischen Str\u00f6mungen der Gegenwart aufzunehmen und dem Publikum eine Sicht auf die aktuellen Gegebenheiten zu vermitteln. Neben dem kulturpolitischen Auftrag darf aber auch die Kundenzufriedenheit nicht aus den Augen verloren werden. Die Besucher:innen w\u00fcnschen sich nicht selten ein abwechslungsreiches Programm, zu dem auch eine klassische, eine romantische und eine heitere Inszenierung geh\u00f6rt. Diese Produktionen lassen den kulturpolitischen Auftrag in den Hintergrund treten, sodass eine Balance zwischen kulturpolitischen Auftrag und den W\u00fcschen des Theaterpublikums nach leichterer Unterhaltung gefunden werden muss. Wichtig ist somit die R\u00fccksprache mit den Besucher:innen, da diese im Zentrum der Bem\u00fchungen des Theaters stehen. Kundenorientiertes Arbeiten ist nur m\u00f6glich, wenn die genauen Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche der Besucher:innen bekannt sind. Nur durch dieses Wissen k\u00f6nnen die Erwartungen ber\u00fccksichtigt werden und der Aufenthalt so angenehm wie m\u00f6glich gestaltet werden. Dabei geht es nicht nur um die Auff\u00fchrung auf der B\u00fchne, sondern darum, das Theatererlebnis als Ganzes zu betrachten, von der Anreise und dem Einlass durch das Servicepersonal, \u00fcber den Getr\u00e4nkeverkauf, bis zur Orientierung im Geb\u00e4ude und dem Sitzkomfort am Platz. Die k\u00fcnstlerischen Aspekte sollen durch hohe Qualit\u00e4t und Professionalit\u00e4t gl\u00e4nzen, haben aber nicht zwangsl\u00e4ufig auch den Anspruch zu gefallen. <\/p><\/p>\n\n\n\n<p><p style=\"text-align:justify\">Aus diesen Gr\u00fcnden wurde in <em>TheaterLytics<\/em>&nbsp;ein Fokus auf Besucherforschung gelegt, um die Perspektive der Besucher:innen nicht nur in die Entwicklung des Entscheidungsunterst\u00fctzungssystems einzubringen, sondern auch abseits davon in den zu treffenden Entscheidungen zu ber\u00fccksichtigen. Das langfristige Ziel sollte es auch sein, dass Theater die Gruppe der Nichtbesucher:innen besser verstehen und Mittel und Wege finden, diese anzusprechen, um so den kulturpolitischen Auftrag zu erf\u00fcllen. Deshalb ist nicht nur die Perspektive der Besucher:innen von Bedeutung, sondern auch die der Nichtbesucher:innen.<\/p><\/p>\n\n\n\n<p><p style=\"text-align:justify\">Die hier vorgestellten Projektergebnisse sind ein erster Schritt auf dem Weg zur systematischen und transparenten Aufbereitung von Daten in Form eines modularen Entscheidungsunterst\u00fctzungssystems. Im Rahmen des Projekts wurden deshalb einige der k\u00fcnstlerischen und kaufm\u00e4nnischen Theaterentscheidungen ausgew\u00e4hlt und prototypisch in Software umgesetzt. \n<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ffentlich gef\u00f6rderte Kultureinrichtungen, wie auch das Theater Paderborn, m\u00fcssen t\u00e4glich zahlreiche Entscheidungen im Bereich des Kulturmanagements treffen. 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