{"id":801,"date":"2016-05-13T07:20:56","date_gmt":"2016-05-13T05:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=801"},"modified":"2016-05-13T07:20:56","modified_gmt":"2016-05-13T05:20:56","slug":"man-spricht-ueber-integration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2016\/05\/13\/man-spricht-ueber-integration\/","title":{"rendered":"Man spricht \u00fcber Integration"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_801 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_801')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_801').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Integration hie\u00dfe heute, die Defizite der Ankommenden aufzuarbeiten, um \u201ein einer imagin\u00e4ren Stunde null gemeinsam losstarten zu k\u00f6nnen\u201c. Dadurch erg\u00e4ben sich Parallelgesellschaften. Nach Meinung des Sozialpsychologen sollte man von der Frage \u201eWo sind die Problemkinder?\u201c Abstand nehmen und stattdessen fragen: \u201eWie kann ich den Betrieb so ausrichten, dass er fit f\u00fcr die Vielheit der Gesellschaft ist?\u201c<\/p>\n<p>Seinen Vorschlag dazu nennt Terkessides daher \u201eProgramm Interkultur\u201c. Ziel des Programms ist es, die Institutionen fit f\u00fcr die Vielheit der Gesellschaft zu machen. Unter anderem schl\u00e4gt er dazu die Ver\u00e4nderung im Bereich des Personals von Institutionen vor: In einer Schule finde sich die Vielheit meist ausschlie\u00dflich im Klassenzimmer. Im Lehrerzimmer hingegen sei die Parallelgesellschaft ohne Migrationshintergrund und ohne Erfahrungen mit den Lebenswirklichkeiten ihrer Schutzbefohlenen zu finden. Daher fordert er, mehr Lehrkr\u00e4fte mit Migrationshintergrund an die Schulen zu bringen. Au\u00dferdem ist es wichtig, so Terkessides, Vorurteile abzubauen, die teilweise wie selbsterf\u00fcllende Prophezeiungen wirken. In einem Gespr\u00e4ch hat ihm ein t\u00fcrkischst\u00e4mmiger Vater erz\u00e4hlt: \u201eMeine Kinder kommen t\u00e4glich t\u00fcrkischer aus der Schule, als sie rein gehen!\u201c Mit ein wenig Phantasie, der Verankerung des Fachs Deutsch als Zweitsprache in die Lehrpl\u00e4ne und der Reduzierung des Frontalunterrichts lie\u00dfe sich so etwas nach Terkessides Meinung erreichen. Sein Motto lautet: \u201eWeg von der Parallelstruktur!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch in der Podiumsdiskussion \u201eWissenschaf[t] Integration\u201c, die am Montag von den Studierenden des Studienganges Europ\u00e4ische Studien organisiert wurde, diskutierte man unter dem Motto \u201eArriver en Europe \u2013 Ankommen in Europa\u201c, \u00fcber Integration. Hier ging es zun\u00e4chst darum, was im Fall der Gefl\u00fcchteten heute die Basis f\u00fcr eine gelungene Integration bilden k\u00f6nnte. In der von Professor Riegraf moderierten Diskussion wurden haupts\u00e4chlich die Themen Sprache bzw. Spracherwerb, Arbeit und B\u00fcrokratie diskutiert: Das Lernen der deutschen Sprache ist zum einen Ausdruck von Integration und oder auch der einzige Weg zur Teilhabe an einer Gesellschaft. Au\u00dferdem wurde daf\u00fcr pl\u00e4diert, \u00fcber die Ursachen der Flucht und die Kultur der Gefl\u00fcchteten aufzukl\u00e4ren, um die Angst vor dem Fremden abzubauen.<\/p>\n<p>Im Podium sa\u00dfen nicht nur deutsche Politiker und Wissenschaftler, wie der Migrationsforscher Prof. Dr. Dietrich Thr\u00e4nhardt, Bernd Schulze Waltrup von der CDU und Christina Vetter, Leiterin der Integrationsargentur Paderborn-H\u00f6xter und SPD Politikerin, sondern auch Abdalsalam Naddaf, ein Wissenschaftler mit Fluchtgeschichte sowie Yves Calippe, stellvertretender B\u00fcrgermeister von Paderborns franz\u00f6sischer Partnerstadt LeMans. Dadurch waren die Diskussionsbeitr\u00e4ge vielf\u00e4ltig und die Diskussion lebhaft. Da im Podium drei verschiedene Sprachen gesprochen wurden \u2013 Deutsch, Franz\u00f6sisch und Englisch \u2013 \u00fcbersetzten Studierende aus dem Studiengang Europ\u00e4ische Studien simultan f\u00fcr die ausl\u00e4ndischen Teilnehmer. Auch die fremdsprachigen Beitr\u00e4ge wurden f\u00fcr das Publikum noch einmal auf Deutsch zusammengefasst. Die Podiumsdiskussion war also selbst ein Beispiel f\u00fcr Verst\u00e4ndigung der Kulturen. Der Schlusssatz der Podiumsdiskussion kam schlie\u00dflich von Yves Calippe: \u201eNichts hindert uns daran, die Sprache des anderen zu lernen.\u201c \u2013 im konkreten und \u00fcbertragenen Sinne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Themenfelder Integration, kulturelle Vielfalt bzw. Vielheit und Integration haben Paderborn insbesondere in den letzen beiden Wochen besch\u00e4ftigt. Am Europatag im Rathaus letzte Woche Mittwoch hatte Dr. Mark Terkessides bereits dazu aufgerufen, die Perspektive zu \u00e4ndern und die Defizitdiskussion zu beenden. 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