{"id":2232,"date":"2018-08-13T19:50:04","date_gmt":"2018-08-13T17:50:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=2232"},"modified":"2018-08-13T21:41:55","modified_gmt":"2018-08-13T19:41:55","slug":"17-jahre-undercover-spekulationen-zur-geschichte-einer-500-lira-muenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/08\/13\/17-jahre-undercover-spekulationen-zur-geschichte-einer-500-lira-muenze\/","title":{"rendered":"17 Jahre undercover? Spekulationen zur Geschichte einer 500 Lira-M\u00fcnze"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2232 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2232')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2232').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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W\u00e4hrend mein Taschengeld dem offiziellen Wechselkurs entsprechend von 50 DM auf 25 Euro umgerechnet wurde, verf\u00fcgten letztere l\u00e4ngst nicht mehr \u00fcber dieselbe Kaufkraft. Die\u00a0T\u00fcte Pommes im \u00f6rtlichen Freibad, die vorher 3 DM gekostet hatte, kostete ab\u00a0sofort\u00a02 Euro. Der Trend hat sich bekannterma\u00dfen fortgesetzt. W\u00e4hrend es heute als normal empfunden wird, 10 Euro f\u00fcr einen Platz im Kino zu bezahlen, h\u00e4tte man f\u00fcr 20 DM sowohl die eigene Karte als auch die der Freundin bezahlen k\u00f6nnen und h\u00e4tte\u00a0noch\u00a0ein paar Mark f\u00fcr Popcorn \u00fcbrig gehabt.<\/p>\n<p>Wie mir ein Italienkenner vor einigen Jahren versichert hat, ist es den Italienern nicht anders\u00a0ergangen. W\u00e4hrend es vor dem 1. Januar 2002 noch m\u00f6glich gewesen sein soll, mit 1 Millionen Lira\u00a0im Monat eine bescheidene aber gesicherte Existenz zu f\u00fchren, reichen die 520 Euro daf\u00fcr hinten und vorne nicht! <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2238\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/1-1-e1534181757503-287x300.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/1-1-e1534181757503-287x300.jpg 287w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/1-1-e1534181757503-768x803.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/1-1-e1534181757503.jpg 872w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 85vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Ein numismatisches Relikt aus den guten alten Zeiten fand vor einigen Tagen unerwartet Einzug in meinen Geldbeutel. Ich entdeckte eine 500 Lira-M\u00fcnze aus Italien, gepr\u00e4gt im Jahre 1995, die man mir in irgendeinem Gesch\u00e4ft versehentlich als Wechselgeld gegeben hat. Der Fehler scheint verzeihbar: Die M\u00fcnze sieht einem heutigen 2 Euro-St\u00fcck n\u00e4mlich zum Verwechseln \u00e4hnlich. Auch sie besteht aus zwei Metallen. Einen goldenen Kern aus Bronzital (eine Legierung aus 82% Kupfer, 16% Aluminium und 2% Nickel) umgibt ein silberner Ring aus Acmonital (81,75 % Stahl, 18,25 % Chrom). Mit 2,58 cm entspricht ihr Durchmesser nahezu exakt dem einer 2 Euro-M\u00fcnze. Lediglich im Gewicht gibt es einen klaren Unterschied: W\u00e4hrend eine 2 Euro-M\u00fcnze 8,5 g auf die Waage bringt, sind es bei der 500 Lira-M\u00fcnze nur 6,8 g.<\/p>\n<p>Die Vorderseite der italienischen M\u00fcnze ziert ein nach links gerichteter Frauenkopf im Profil: Es handelt sich um eine Personifikation der Italienischen Republik. Darunter steht \u201eCRETARA\u201c, der Name der bekannten K\u00fcnstlerin Laura Cretara, der die Gestaltung\u00a0der M\u00fcnze oblag. Die R\u00fcckseite bietet uns einen Blick \u00fcber den Quirinalsplatz in Rom. Im Vordergrund steht der Dioskurenbrunnen mit seinem antiken Obelisken. Dahinter sehen wir die Fassade des Quirinalspalastes, dem heutigen Amtssitz des italienischen Pr\u00e4sidenten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2242 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/4-e1534182517568-300x284.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/4-e1534182517568-300x284.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/08\/4-e1534182517568.jpg 596w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 85vw, 350px\" \/><\/p>\n<p>Die Pr\u00e4gung der Lira-M\u00fcnzen endete bereits im Jahre 2001. Was hat dieses Exemplar seither getan? War die M\u00fcnze tats\u00e4chlich 17 Jahre als vermeintliche 2 Euro-M\u00fcnze Undercover im Umlauf? Oder war sie zeitweise aus dem Verkehr gezogen? Vielleicht lag sie einige Jahre unter einem Autositz oder in einer Sofaritze, wurde erst k\u00fcrzlich wieder entdeckt\u00a0und aufgrund\u00a0\u00a0fehlender Betrachtung erneut in den Wirtschaftskreislauf eingespeist. Letzteres scheint mir die plausiblere Theorie. Rekonstruieren l\u00e4sst sich freilich nichts.<\/p>\n<p>Im stadtschreiberlichen Schreibtischfach hat die M\u00fcnze nun ihre vorerst letzte Ruhest\u00e4tte gefunden. In einigen hundert Jahren wird man sie vielleicht in einem Museum bewundern k\u00f6nnen als Relikt aus einer Zeit, als man f\u00fcr 3,50 DM (sprich 1 Euro und 75 Cent) noch\u00a0mit\u00a0einem Tankstellend\u00f6ner satt werden konnte.<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und bis bald!<\/p>\n<p>Ihr Paul Duschner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 1. 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