{"id":2046,"date":"2018-06-15T11:26:52","date_gmt":"2018-06-15T09:26:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=2046"},"modified":"2018-06-15T11:26:52","modified_gmt":"2018-06-15T09:26:52","slug":"zur-ausstellung-bildwelten-weltbilder-im-neuen-stadtmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/06\/15\/zur-ausstellung-bildwelten-weltbilder-im-neuen-stadtmuseum\/","title":{"rendered":"Zur Ausstellung &#8222;BILDWELTEN &#8211; WELTBILDER&#8220; im neuen Stadtmuseum"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2046 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2046')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2046').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"\",\"tweet_text\":\"%20Zur%20Ausstellung%20%E2%80%9EBILDWELTEN%20%E2%80%93%20WELTBILDER%E2%80%9C%20im%20neuen%20Stadtmuseum%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\"}},\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/stadtschreiber\\\/2018\\\/06\\\/15\\\/zur-ausstellung-bildwelten-weltbilder-im-neuen-stadtmuseum\\\/\",\"post_id\":2046,\"post_title_referrer_track\":\"Zur+Ausstellung+%26%238222%3BBILDWELTEN+%26%238211%3B+WELTBILDER%26%238220%3B+im+neuen+Stadtmuseum\",\"concat\":\"%3F\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div><p>Von den Innenr\u00e4umen heutiger Kirchen sind wir wei\u00dfe W\u00e4nde und blanken Stein gewohnt. Ganz anders im Mittelalter: Hier wurden den Kircheng\u00e4ngern zentrale Glaubensbotschaften mit pr\u00e4chtigen Wandmalereien eindr\u00fccklich vor Augen gef\u00fchrt. Wichtig war dies zum einen, weil die Mehrheit der Menschen nicht lesen konnte und auch die in lateinischer Sprache gehaltenen Messen nicht verstand. Zum anderen wusste man bereits um die Macht der Bilder. So erkl\u00e4rte ein Franziskanertheologe im 13. Jh. treffend, \u201edass dasjenige, was gesehen wird, nicht so schnell in Vergessenheit ger\u00e4t und besser in Erinnerung haftet, als jenes, von dem man nur geh\u00f6rt hat\u201c. Diesem spannenden Thema widmet sich die aktuell im neuen Stadtmuseum gezeigte Wanderausstellung \u201eBILDWELTEN \u2013 WELTBILDER. Romanische Wandmalerei Westfalens in neuem Licht.\u201c In zahlreichen Kirchen der Region haben sich die Bildprogramme des 12. und 13. Jh. n\u00e4mlich zumindest in Teilen erhalten und waren j\u00fcngst Thema eines umfangreichen LWL-Forschungsprojekts.<\/p>\n<p>Gezeigt wird die Ausstellung an einem Ort mit passender Aura: im Kreuzgang des ehemaligen Abdinghofklosters. Behandelt werden Kontext, Funktion, Herstellungstechnik, Inschriften, Stil und Motive sowie die j\u00fcngere Geschichte der in dreizehn westf\u00e4lischen Kirchen erhaltenen Malereien. Zu ihnen geh\u00f6ren neben Fragmenten auch ganze Bildprogramme wie die Ausmalung der Chorapsis der Katholischen Kirche St. Cyriakus in Berghausen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2050 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/1-300x225.jpg\" width=\"325\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/1-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/1-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 325px) 85vw, 325px\" \/><\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der christlichen Lehre stellt unsere irdische Existenz lediglich eine Bew\u00e4hrungsprobe zur Erlangung des ewigen Lebens da. Entsprechend prominent sind Darstellungen vom J\u00fcngsten Gericht. Ihren Verdiensten entsprechend werden die von den Posaunen der Engel geweckten Menschen entweder vom Erzengel Gabriel in den Himmel gef\u00fchrt, oder vom Teufel in den H\u00f6llenschlund geworfen. Dass so manch Verdammter seine Lektion immer noch nicht gelernt hat, zeigt eine Darstellung aus der Evangelischen Kirche St. Johann Baptist in Brechten: So packt eine S\u00fcnderin den Teufel frech an der Nase.<\/p>\n<p>W<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2056 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/25-214x300.png\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/25-214x300.png 214w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/25.png 556w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 85vw, 214px\" \/>omit sie sich ihren Platz in der H\u00f6lle verdient haben k\u00f6nnte, zeigt eine Malerei in der Evangelischen Kirche St. Urbanus in Weslarn. Hier sehen wir eine Dame, die einen deutlich j\u00fcngeren, langhaarigen Knaben in unkeuscher Umarmung an sich gedr\u00fcckt h\u00e4lt. Flankiert wird das Paar von zwei Monstern, die verdeutlichen, wie sehr dieses Handeln im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel stinkt! Oder vielleicht geh\u00f6rte die S\u00fcnderin auch nur zu den Frauen, die glaubten, den Gottesdienst mit ihrem Geschw\u00e4tz st\u00f6ren zu k\u00f6nnen. In der Katholischen Kirche St. Maria in Neuenbeken ist zu sehen, wie sich der Teufel den Vorfall eifrig in seinem S\u00fcndenregister notiert.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich finden sich auch vorbildliche Frauen, wie die heilige Katharina <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2054 size-medium alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/3-e1529054325837-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/3-e1529054325837-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/3-e1529054325837-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/06\/3-e1529054325837-1200x1600.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px\" \/>von Alexandrien. Der Legende nach trotzte sie dem heidnischen Kaiser Maxentius und konnte neben 50 seiner besten Gelehrten und Philosophen auch seine Ehefrau Faustina zum Christentum bekehren. In der Evangelischen Kirche zu Lippstadt sehen wir bis heute die heilige Katharina, wie sie unter den Augen des Kaisers unerschrocken ihre Argumente f\u00fcr die christliche Religion vortr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Leider k\u00f6nnen in der Ausstellung (selbstverst\u00e4ndlich) keine Originale gezeigt werden. Sie bleiben uns und k\u00fcnftigen Generationen fest an den W\u00e4nden ihrer Kirchen erhalten. Doch stellt die Ausstellung einen m\u00e4chtigen Anreiz da, sie dort einmal besuchen zu gehen sowie generell beim Betreten einer Kirche nach derartigen Bildwerken Ausschau zu halten. Das R\u00fcstzeug zu deren Verst\u00e4ndnis hat sich der Besucher der Ausstellung \u201eBILDWELTEN \u2013 WELTBILDER\u201c bereits angeeignet und kann es mit Hilfe des \u00e4u\u00dferst preiswerten Begleitbands (5 Euro) jederzeit auffrischen.<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und bis bald!<\/p>\n<p>Ihr Paul Duschner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den Innenr\u00e4umen heutiger Kirchen sind wir wei\u00dfe W\u00e4nde und blanken Stein gewohnt. Ganz anders im Mittelalter: Hier wurden den Kircheng\u00e4ngern zentrale Glaubensbotschaften mit pr\u00e4chtigen Wandmalereien eindr\u00fccklich vor Augen gef\u00fchrt. Wichtig war dies zum einen, weil die Mehrheit der Menschen nicht lesen konnte und auch die in lateinischer Sprache gehaltenen Messen nicht verstand. Zum anderen &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/06\/15\/zur-ausstellung-bildwelten-weltbilder-im-neuen-stadtmuseum\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eZur Ausstellung &#8222;BILDWELTEN &#8211; WELTBILDER&#8220; im neuen Stadtmuseum\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8101,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8101"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2046"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2046\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2062,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2046\/revisions\/2062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}