{"id":1825,"date":"2018-04-16T21:23:25","date_gmt":"2018-04-16T19:23:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=1825"},"modified":"2018-04-16T21:23:25","modified_gmt":"2018-04-16T19:23:25","slug":"mit-den-gaststudenten-aus-le-mans-durch-die-stadtgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/04\/16\/mit-den-gaststudenten-aus-le-mans-durch-die-stadtgeschichte\/","title":{"rendered":"Mit den Gaststudenten aus Le Mans durch die Stadtgeschichte"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1825 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1825')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1825').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Gemeinsam mit der Universit\u00e4t der franz\u00f6sischen Partnerstadt Le Mans betrieben, vermittelt er seinen Studierenden fundierte historische, kulturelle und sprachliche Kompetenzen f\u00fcr die Arbeit auf internationaler Ebene, beispielsweise bei der Europ\u00e4ischen Union. Studierende aus Paderborn verbringen w\u00e4hrend ihrer Bachelor-Zeit ein ganzes Jahr an der Universit\u00e4t Le Mans. Es finden regelm\u00e4\u00dfig wechselseitige Besuche statt. Diese Woche ist eine Gruppe franz\u00f6sischer Studierender zu Gast in Paderborn: Sie m\u00f6chten vor ihrem Auslandsaufenthalt erste Eindr\u00fccke von der Stadt und ihrer Universit\u00e4t gewinnen.<\/p>\n<p>Als \u201eKulturerbe\u201c-Student habe ich im Jahre 2016 selbst ein Auslandssemester in Le Mans verbracht. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die reizende Altstadt mit ihren kleinen Kunstgalerien und Antiquit\u00e4tenl\u00e4den, die prachtvolle Kathedrale und die sp\u00e4tantike Stadtmauer. Es ist mir daher eine besondere Freude, einen der franz\u00f6sischen G\u00e4ste bei mir aufnehmen zu k\u00f6nnen: Adrien ist angehender \u201eEuropa\u201c-Student. Dank zahlreicher Deutschlandreisen und zweier Praktika in der Tourismusbranche beherrscht er unsere Sprache bereits ann\u00e4hernd perfekt. Nach dem Studium m\u00f6chte er im internationalen Jugendaustausch arbeiten, als Sprachlehrer oder bei einem europaweit agierenden Unternehmen. Besonders wichtig ist es ihm, dabei einen Beitrag f\u00fcr die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung in Europa leisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1861 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/IMG_9707-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/IMG_9707-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/IMG_9707-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/IMG_9707-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/IMG_9707-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Heute Nachmittag habe ich als Stadtschreiber die Studierenden aus Le Mans f\u00fcr einige Stunden begleitet: Zuerst bei ihrem deutsch-franz\u00f6sischen Picknick auf den Paderwiesen und dann bei einer historischen Stadtf\u00fchrung. Angef\u00fchrt von dem Paderborner Geschichtsprofessor Johannes S\u00fc\u00dfmann konnten die G\u00e4ste an vier besonders geschichtstr\u00e4chtigen Orten etwas \u00fcber die enge historische Verbindung zwischen Paderborn und Frankreich lernen und \u00fcber die Wirkm\u00e4chtigkeit historischer Mythen.<\/p>\n<ol>\n<li>Paderquellen und Kaiserpfalzen: Wie S\u00fc\u00dfmann den G\u00e4sten erkl\u00e4rte, entspringt hier Deutschlands k\u00fcrzester Fluss, dem die Stadt Namen und Existenz verdankt. \u201eBorn\u201c ist n\u00e4mlich ein altes Wort f\u00fcr \u201eBrunnen\u201c, daher ist in fr\u00fchen Urkunden von \u201ePatris Born\u201c die Rede, dem \u201eBrunnen des Vaters\u201c. Aufgrund dieses Wasservorkommens gr\u00fcndete Karl der Gro\u00dfe im\n<figure id=\"attachment_1831\" aria-describedby=\"caption-attachment-1831\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1831\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paderquelle-300x225.jpg\" width=\"370\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paderquelle-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paderquelle-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paderquelle-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paderquelle-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 85vw, 370px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1831\" class=\"wp-caption-text\">In jeder Hinsicht die Quelle der Stadt!<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jahre 776 genau hier Stadt und Kaiserpfalz. Letztere diente als St\u00fctzpunkt f\u00fcr die Unterwerfung der \u201eheidnischen\u201c Sachsen. Sie war schon im folgenden Jahre Schauplatz der ersten allgemeinen fr\u00e4nkischen Reichsversammlung. 799 empfing Karl der Gro\u00dfe hier den aus Rom geflohenen Papst Leo III, ein Treffen, das in die ber\u00fchmte Kaiserkr\u00f6nung zu Weihnachten des Jahres 800 m\u00fcndete. Paderborn sei daher in vielerlei Hinsicht auch f\u00fcr die franz\u00f6sische Geschichte ein wichtiger Erinnerungsort.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Gebiet um Paderquellen und Kaiserpfalzen, wie es sich dem Besucher heute darbietet, ist nach S\u00fc\u00dfmann aber ein Produkt der 1970er Jahre. Erst in Folge der Zerst\u00f6rungen des 2. Weltkriegs und der arch\u00e4ologischen Grabungen wurden ab 1964 die historischen Fundamente der Pfalzen sowohl Karls als auch des sp\u00e4teren ottonischen Kaisers Heinrich II. freigelegt. Letztere habe man im alten Stile wiederaufgebaut, um bewusst an Paderborns alte Geschichte ankn\u00fcpfen zu k\u00f6nnen. Dem Wunsch den illustren Frankenherrscher besser greifen zu k\u00f6nnen, war nach S\u00fc\u00dfmann auch die Deutung eines alten Treppenhauses als \u201eThron Karls des Gro\u00dfen\u201c geschuldet.<\/p>\n<p>Ein weiteres wichtiges Bindeglied zwischen Frankreich und Paderborn stellt der Heilige Liborius da. Dessen Gebeine wurden im Jahre 836 aus Le Mans verbracht, um die Autorit\u00e4t der hiesigen Missionsbisch\u00f6fe zu st\u00e4rken. Von mal mehr mal weniger intensiven Pilgerstr\u00f6men aufgesucht, wurde Liborius zum wichtigen Symbol des Paderborner Katholizismus. Nicht umsonst lie\u00df ein protestantischer Kriegsherr, der die Stadt im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg eroberte, den Schrein demonstrativ einschmelzen und aus dem Metall M\u00fcnzen pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Laut einer von S\u00fc\u00dfmann erz\u00e4hlten Legende hat der Heilige sich f\u00fcr dieses Sakrileg revanchiert: So soll Liborius bewirkt haben, dass Frankreich nach dem Krieg seine sch\u00fctzende Hand \u00fcber Stadt und Bistum gehalten hat. Eine Angliederung an das protestantische Hessen-Kassel konnte so verhindert werden! In Folge dieser bis ins 18. Jh. ausgepr\u00e4gten \u201eFrench Connection\u201c war Paderborn laut S\u00fc\u00dfmann \u201efast eine franz\u00f6sische Kolonie gewesen\u201c, auch wenn dies manch Zeitgenosse nicht gerne h\u00f6ren w\u00fcrde. Viel Geld f\u00fcr den lokalen Kirchenbau sei aber aus Frankreich geflossen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Paradiesportal des Paderborner Doms: Dieses stellt nach S\u00fc\u00dfmann ein weiteres Beispiel f\u00fcr franz\u00f6sischen Einfluss da. Die aus dem fr\u00fchen 13. Jh. stammenden Figuren entsprachen n\u00e4mlich einer Innovation der franz\u00f6sischen Gotik. Sie wurden erst nachtr\u00e4glich in das romanische S\u00e4ulenportal eingef\u00fcgt. \u00c4hnlich innovativ war seinerzeit die zentrale Marienfigur, bei der es sich um die \u00e4lteste derartige Darstellung der Gottesmutter in Deutschland handeln k\u00f6nnte. Bis dahin sei es n\u00e4mlich \u00fcblich gewesen, sie nicht in stehender, sondern in sitzender Haltung darzustellen. Auff\u00e4llig sei auch die lebendige Haltung des kleinen Jesus. Er\n<figure id=\"attachment_1837\" aria-describedby=\"caption-attachment-1837\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1837\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paradies-Portal-300x225.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paradies-Portal-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paradies-Portal-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paradies-Portal-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Paradies-Portal-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 85vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1837\" class=\"wp-caption-text\">Rechts im Bilde der schreibende Stadtschreiber.<\/figcaption><\/figure>\n<p>wurde nicht mehr als K\u00f6nig, sondern prim\u00e4r als Kind dargestellt, das mit seiner Mutter spielt, laut S\u00fc\u00dfmann ein Ausdruck von Verb\u00fcrgerlichung.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Den G\u00e4sten empfahl S\u00fc\u00dfmann, bei Gelegenheit die heutige Krypta des Heiligen Liborius im Dom zu besuchen. Dessen Verehrung habe w\u00e4hrend des 19. Jh. nachhaltig an Bedeutung gewonnen, vor allem in Opposition zu Bem\u00fchungen um die Trennung von Staat und Kirche. Die Pracht des j\u00e4hrlich begangenen Libori-Fests ist nach S\u00fc\u00dfmann eines der \u201e\u00dcberbleibsel aus dem Kulturkampf\u201c gegen die preu\u00dfisch-liberale Regierung.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Paderborner Rathausfassade: Bei dieser handelt es sich um eine der eindrucksvollsten in Deutschland. Pracht und Gestaltung sind Ausdruck des st\u00e4dtischen Selbstbewusstseins im fr\u00fchen 17. Jh., als eine zeitweise mehrheitlich protestantische B\u00fcrgerschaft ihre Emanzipation von der katholischen bisch\u00f6flichen Stadtherrschaft anstrebte. Auf die heute nicht mehr vorhandene protestantische Stadtkirche ausgerichtet, ist die Rathausfassade nach S\u00fc\u00dfmann ein \u201eBaudenkmal dieses Kampfes um Paderborn\u201c und ein \u201eProgrammbau f\u00fcr kommunale Selbstverwaltung\u201c. Ihre Achsensymmetrie sei damals modern gewesen und damit ein Ausdruck f\u00fcr eine neue politische Gesinnung. Die Arkaden sollten dort versammelten Menschen Schutz vor Regen bieten, aber vor allem nach italienischem Vorbild einen \u00f6ffentlichen Raum der Kommune markieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der von Jesuiten beeinflusste Bischof Dietrich von F\u00fcrstenberg (1546 &#8211; 1618) wollte derartige republikanisch-protestantische Umtriebe in \u201eseiner\u201c Stadt allerdings nicht dulden. Er lie\u00df sogar einen B\u00fcrgermeister als Hochverr\u00e4ter enthaupten. Als architektonisches Gegengewicht zum Rathaus entstanden Schloss Neuhaus und die Wewelsburg, deren Geschichten daher besonders eng mit der Stadtgeschichte Paderborns verkn\u00fcpft sind.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Barocke Jesuitenkirche: Bei der R\u00fcckgewinnung der Paderborner Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Katholizismus spielten die von Dietrich von F\u00fcrstenberg in die Stadt geholten Jesuiten eine zentrale Rolle. Mit franz\u00f6sischem Geld wurde Ende des 17. Jh. die pr\u00e4chtige barocke Jesuitenkirche errichtet. Ihr Vorplatz diente als B\u00fchne f\u00fcr Jesuitendramen und als Ausgangspunkt f\u00fcr die liturgischen Prozessionen, mit denen der Stadtraum systematisch zur\u00fcckgewonnen wurde. So wurde Paderborn wieder zu einer mehrheitlich katholisch gepr\u00e4gten Stadt, trotz des anf\u00e4nglichen Fortlebens eines \u201eUntergrundprotestantismus\u201c.<\/li>\n<\/ol>\n<figure id=\"attachment_1835\" aria-describedby=\"caption-attachment-1835\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1835\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Jesuitenkolleg-300x225.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Jesuitenkolleg-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Jesuitenkolleg-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Jesuitenkolleg-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Jesuitenkolleg-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 85vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1835\" class=\"wp-caption-text\">Last but not least bei der Stadtf\u00fchrung: Die Jesuiten als treibende Kraft hinter der Rekatholisierung Paderborns ab dem 17. Jh.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neben der Jesuitenkirche finden sich das alte Jesuitengymnasium und die heutige Theologische Fakult\u00e4t, die damals die jesuitische Universit\u00e4t beherbergte. Letztere begr\u00fcndete die Tradition Paderborns als Universit\u00e4tsstadt. Sie diente den Jesuiten bis zu ihrer Schlie\u00dfung durch den preu\u00dfischen Staat im 19. Jh. als Kaderschmiede und \u201eassessment centre\u201c. Da kein Schulgeld erhoben wurde, konnten hier kluge Nachwuchskr\u00e4fte auch aus \u00e4rmeren Schichten f\u00fcr kirchliche \u00c4mter in den Zentren K\u00f6ln und Rom ausgebildet werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1833\" aria-describedby=\"caption-attachment-1833\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1833\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Denkmal-225x300.jpg\" width=\"270\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Denkmal-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Denkmal-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/04\/Denkmal-1200x1600.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 85vw, 270px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1833\" class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4gt den Kamp wie sonst nur die <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/02\/19\/die-venus-vom-kamp\/\">Venus<\/a>: das Denkmal des Jesuiten Friedrich Spee.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Einer der dortigen Professoren, Friedrich Spee (1591 &#8211; 1635), wird bis heute mit einem Denkmal geehrt. So verfasste er eine besonders engagierte Schrift gegen den Einsatz der Folter bei Hexenprozessen, da diese zwangsl\u00e4ufig zu einem Gest\u00e4ndnis f\u00fchren muss. Aufgrund dieser These musste er Paderborn verlassen und floh nach Trier, wo er Pestkranke behandelte und deshalb selbst an dieser Krankheit verstarb. Sp\u00e4ter ist er von der Kirche seelig gesprochen worden.<\/p>\n<p>Durch die Teilnahme an der historischen F\u00fchrung, deren Inhalt ich nur stark verk\u00fcrzt (wenn nicht gar verf\u00e4lscht) wiedergeben konnte, habe ich nicht nur viel Neues \u00fcber die Paderborner Geschichte gelernt. Sie hat mir auch vor Augen gef\u00fchrt, wie gut man diese Geschichte aus dem heutigen Stadtbild ablesen kann, sofern man \u00fcber das entsprechende Wissen verf\u00fcgt. Neben dem Besuch der stadtgeschichtlichen Museen ist daher auch die Teilnahme an einer vergleichbaren F\u00fchrung mit Nachdruck zu empfehlen.<\/p>\n<p>Unsere G\u00e4ste aus Le Mans haben in jedem Falle einen spannenden ersten Einblick in die Geschichte und Architektur der Stadt bekommen, den viele bei ihrer baldigen R\u00fcckkehr als Erasmus-Studierende vertiefen werden!<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und bis bald,<\/p>\n<p>Ihr Paul Duschner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer eine berufliche Laufbahn bei einer europ\u00e4ischen Institution anstrebt, findet in Paderborn das passende Universit\u00e4tsfach: \u201eEurop\u00e4ische Studien\u201c. Gemeinsam mit der Universit\u00e4t der franz\u00f6sischen Partnerstadt Le Mans betrieben, vermittelt er seinen Studierenden fundierte historische, kulturelle und sprachliche Kompetenzen f\u00fcr die Arbeit auf internationaler Ebene, beispielsweise bei der Europ\u00e4ischen Union. 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