{"id":1686,"date":"2018-03-15T10:10:47","date_gmt":"2018-03-15T09:10:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=1686"},"modified":"2018-03-15T16:24:05","modified_gmt":"2018-03-15T15:24:05","slug":"ein-gang-durchs-kaiserpfalzmuseum-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/03\/15\/ein-gang-durchs-kaiserpfalzmuseum-teil-1\/","title":{"rendered":"Ein Gang durchs Kaiserpfalzmuseum (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1686 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1686')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1686').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Speziell den Anf\u00e4ngen der Stadt ist jedoch ein anderes stadtgeschichtliches Museum gewidmet: das Museum in der Kaiserpfalz, gelegen zwischen Dom und Paderquellgebiet.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist das Museum auch ein Ort pers\u00f6nlicher Erinnerung. Ich assoziiere es eng mit meiner ersten Ankunft in Paderborn vor zwei Jahren, zu Beginn meines \u201eKulturerbe\u201c-Studiums an der hiesigen Universit\u00e4t. Stadt, Bewohner und k\u00fcnftige Kommilitoninnen waren mir noch g\u00e4nzlich unbekannt. Lediglich mit der Person Karls des Gro\u00dfen war ich bereits gut vertraut. So habe ich die Erkundung meiner neuen Wahlheimat mit \u201eseinem\u201c Museum begonnen.<\/p>\n<p>Von allen Paderborner Museen halte ich es f\u00fcr das stimmungsvollste. Das mag zum einen an seiner Unterbringung an einem besonders geschichtstr\u00e4chtigen Ort liegen: in dem rekonstruierten Pfalzgeb\u00e4ude Kaiser Heinrichs II. aus dem 11. Jh., unmittelbar neben den \u00dcberresten der noch \u00e4lteren Pfalz Karls des Gro\u00dfen.<\/p>\n<p>Der Beginn der Dauerausstellung ist der Geschichte der arch\u00e4ologischen Grabungen gewidmet, der wir unser Wissen \u00fcber die Kaiserpfalzen verdanken. Dazu gibt es einen Lehrfilm und eine gro\u00dfe Wandkarte, die die St\u00e4tte aus der Vogelperspektive zeigt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1690\" aria-describedby=\"caption-attachment-1690\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1690 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1986-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1986-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1986-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1986-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1986-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1690\" class=\"wp-caption-text\">Schon zu Zeiten Karls des Gro\u00dfen: Ohne Moos nichts los!<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erster Schwerpunkt ist dann das Thema \u201eReisek\u00f6nigtum\u201c. Hier erf\u00e4hrt der Besucher, dass es sich weder bei der Pfalz Karls, noch bei der Pfalz Heinrichs II., um einen st\u00e4ndigen Herrschersitz handelte. Vielmehr haben wir es mit einem periodisch genutzten St\u00fctzpunkt zu tun, in dem der Kaiser immer dann einkehren konnte, wenn er sich mit seinem Hof in der Gegend befand. St\u00e4ndige Rundreisen, die ihn in die verschiedenen Teile seines Reichs f\u00fchrten, waren f\u00fcr den mittelalterlichen Herrscher n\u00e4mlich eine anstrengende Notwendigkeit. Nur bei regelm\u00e4\u00dfigem, pers\u00f6nlichem Erscheinen konnte er sich der fortdauernden Loyalit\u00e4t seiner Untertanen sicher sein, die ihrerseits die M\u00f6glichkeit bekamen, Anliegen und Streitigkeiten vor den Thron zu bringen. Ferner w\u00e4re ohnehin keine Stadt auf Dauer in der Lage gewesen, den Herrscher samt Hof zu verk\u00f6stigen. Auch das n\u00f6tigte die hohen Herren zum regelm\u00e4\u00dfigen Ortswechsel. Dass wir sie dennoch nicht bemitleiden m\u00fcssen, zeigt der weitere Verlauf der Ausstellung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1702\" aria-describedby=\"caption-attachment-1702\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1702 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1992-1-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1992-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1992-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1992-1-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1992-1.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1702\" class=\"wp-caption-text\">Von wegen kahle W\u00e4nde: \u00dcberreste einer anspruchsvollen Bemalung.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Einen Eindruck vom Leben der \u201eReichen und Sch\u00f6nen\u201c um Karl den Gro\u00dfen vermitteln die im n\u00e4chsten Raum ausgestellten arch\u00e4ologischen Funde. Wer bis dahin geglaubt hatte, diese h\u00e4tten zwischen tristen Mauern aus blankem Stein hausen m\u00fcssen, wird schnell eines Besseren belehrt: Baufragmente belegen eine aufwendige Bemalung mit Mustern und Schriftz\u00fcgen in warmen Farben. Auch bunte Glasfenster hat es gegeben, wenn auch nur in Scherben erhalten. Wer ein vollst\u00e4ndiges Exemplar sehen m\u00f6chte, kann dieses jedoch in England finden, zuf\u00e4lligerweise in eben jenem Museum, in dem ich vor f\u00fcnf Jahren mein erstes museumsp\u00e4dagogisches Praktikum absolviert habe: das Museum beim Kloster des bekannten M\u00f6nchs Beda Venerabilis. In der Kaiserpfalz ist dieses nur in Form eines Photos vertreten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1700\" aria-describedby=\"caption-attachment-1700\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1700\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1987-1-225x300.jpg\" width=\"280\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1987-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1987-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1987-1-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/DSC_1987-1.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 85vw, 280px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1700\" class=\"wp-caption-text\">Der Rest vom Fest: Kocht\u00f6pfe und Tierknochen aus der Zeit Karls des Gro\u00dfen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Von reich bedeckten Speisetafeln zeugen originale \u00dcberreste und moderne Museumskopien kostbarer Trinkgef\u00e4\u00dfe aus Glas und Ton, die sich Karls Mannen auch aus entfernten Regionen zukommen lie\u00dfen. Auf ihr Bem\u00fchen, sich selbst und ihren Ehefrauen ein standesgem\u00e4\u00dfes Erscheinungsbild zu verpassen, lassen vereinzelt erhaltene goldene Schmuckst\u00fccke schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wird die Pr\u00e4sentation der arch\u00e4ologischen Funde durch eine virtuelle Animation und kleine Modelle des Pfalzkomplexes, von dem bekanntlich nur noch einige Mauerreste im Original zu sehen sind. So bekommt der Besucher einen spannenden Einblick in das Leben am Hofe Karl des Gro\u00dfen, dem einzigen Paderborner Hausbesitzer, dessen Bekanntheit die von Heinz Nixdorf \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p>Wie es derweil den \u201ekleinen Leuten\u201c jenseits der Pfalzmauern erging, erf\u00e4hrt der Besucher im n\u00e4chsten Teil. So viel vorweg: Auch sie lebten keinesfalls so schlecht, wie es der Begriff vom \u201efinsteren Mittelalter\u201c implizieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und bis bald,<\/p>\n<p>Paul Duschner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwar ist die fr\u00fchste Geschichte Paderborns, oder besser gesagt des Gebiets auf dem Paderborn heute steht, auch im neuen Stadtmuseum vertreten. Von ihr zeugen die ausgestellten arch\u00e4ologischen Sammlungen des Vereins f\u00fcr Geschichte und Altertumskunde mit ihren Urnen und T\u00f6pfen aus Bronze und Ton. 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