{"id":1638,"date":"2018-03-04T21:08:18","date_gmt":"2018-03-04T20:08:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=1638"},"modified":"2018-03-04T21:08:18","modified_gmt":"2018-03-04T20:08:18","slug":"eindruecke-aus-dem-paderborner-stadtmuseum-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2018\/03\/04\/eindruecke-aus-dem-paderborner-stadtmuseum-teil-2\/","title":{"rendered":"Eindr\u00fccke aus dem Paderborner Stadtmuseum (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1638 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1638')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1638').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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So sind die dort versammelten Exponate nicht nur ein St\u00fcck Paderborner Geschichte. Sie sind auch Zeugnisse des Umgangs der Stadtbev\u00f6lkerung mit ihrer Vergangenheit, der in dem Wunsch gipfelte,\u00a0\u00a0\u00a0 historische Hinterlassenschaften systematisch zu erschlie\u00dfen, zu erforschen und an k\u00fcnftige Generationen zu vererben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1644\" aria-describedby=\"caption-attachment-1644\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1644\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/2-225x300.jpg\" width=\"310\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/2-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/2-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/2.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 85vw, 310px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1644\" class=\"wp-caption-text\">Milit\u00e4runiformen und Stiefel: Zeugnisse der deutschen Geschichte, der Paderborner Geschichte, der milit\u00e4rischen Traditionspflege und der lokalen Sammelt\u00e4tigkeit.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was wir in diesem Teil des Museums zu sehen bekommen,\u00a0verdanken wir also der Geschichtsbegeisterung von Generationen von Paderbornern!<\/p>\n<p>Schnell erschlie\u00dft sich dem Besucher die gro\u00dfe Bandbreite an Exponaten: Wir sehen alte Fahrr\u00e4der, B\u00fccher, preu\u00dfische Milit\u00e4runiformen und Stiefel, Gem\u00e4lde adeliger Pers\u00f6nlichkeiten, Zeichnungen, Porzellangeschirr, Jagdgewehre, Bronzeskulpturen, eisenzeitliche Graburnen, r\u00f6mische Gef\u00e4\u00dfe, mittelalterliche Topfreste, alte Silberm\u00fcnzen usw. usw. und &#8211; so &#8211; weiter. Manchmal scheint der Paderborner Bezug offensichtlich, so bei den Darstellungen von Angeh\u00f6rigen der Familie F\u00fcrstenberg und bei Zeichnungen der 1945 erlittenen Kriegszerst\u00f6rungen. Andere Objekte erinnern uns vor allem daran, dass sich die Stadtgeschichte stets im Rahmen gr\u00f6\u00dferer Kontexte vollzogen hat. So verweisen kaiserdeutsche Militaria auf die Zugeh\u00f6rigkeit der Stadt zu einer imperial agierenden Gro\u00dfmacht und darauf, dass der Stolz auf Armee und Vaterland auch vor den Stadtgrenzen nicht Halt gemacht hat. Gleiches gilt f\u00fcr die Wahnideologie des deutschen Faschismus, wie eine in bedr\u00fcckend kleiner Gr\u00f6\u00dfe angefertigte HJ-Uniform belegt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1642\" aria-describedby=\"caption-attachment-1642\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1642\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/1-225x300.jpg\" width=\"310\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/1-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/1.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 85vw, 310px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1642\" class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4historisches Steinwerkzeug, r\u00f6mische Gef\u00e4\u00dfe: Zeugnisse vergangener Kulturen sowie einer 200-j\u00e4hrigen st\u00e4dtischen Arch\u00e4ologie.<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der gro\u00dfen Vielfalt seiner Objekte, die ihrerseits ein Ergebnis des vielf\u00e4ltigen Sammelinteresses Paderborner Vereine darstellt, liegt f\u00fcr mich ein besonderer Reiz dieses Stadtmuseums. Hier werden Dinge auf anschauliche Weise in einem Raum vereint, die f\u00fcr gew\u00f6hnlich von verschiedenen akademischen Disziplinen f\u00fcr sich reklamiert und auf verschiedene Museen oder Museumstrakte verstreut werden. Zwischen ihren Entstehungszeiten m\u00f6gen Jahrtausende liegen. Manche m\u00f6gen damals wie heute als \u201eKunst\u201c gelten, andere als Gebrauchsgegenst\u00e4nde. Manche entstammen arch\u00e4ologischen Kontexten. Was sie aber alle vereint, ist ihre Verbindung zur Geschichte von Stadt und Region,\u00a0im Rahmen derer\u00a0sie alle zum \u201ekulturellen Erbe\u201c erkl\u00e4rt wurden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1646\" aria-describedby=\"caption-attachment-1646\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1646\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/3-225x300.jpg\" width=\"310\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/3-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/3-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/3-1200x1600.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/files\/2018\/03\/3.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 85vw, 310px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1646\" class=\"wp-caption-text\">Pers\u00f6nliches Lieblingsobjekt des Stadtschreibers: eine Graburne mit altem Fundzettel aus dem Jahre 1842. Laut Inventarbuch ein Objekt der fr\u00fchen Eisenzeit.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wer sich f\u00fcr eines der St\u00fccke n\u00e4her interessiert, kann zu einem der ausliegenden Sammlungsb\u00fccher greifen. Ansonsten sind die Erl\u00e4uterungstexte knapp gehalten, wohl auch um nicht von den einzelnen Objekten und ihren \u00e4sthetischen Qualit\u00e4ten abzulenken. In diesem Sinne erscheint auch der Verzicht auf historisierende Inszenierungen: \u00a0So findet man keine \u201etypische Paderborner Backstube aus dem 18. Jh.\u201c mit rekonstruiertem Ofen und verkleideten Schaufensterpuppen. Derartiges bleibt der Phantasie des Besuchers \u00fcberlassen, der sich vor allem auf die Exponate selbst konzentrieren soll. Auch bietet das Museum keine Meistererz\u00e4hlung der Stadtgeschichte, die dem Besucher in Form einer (erm\u00fcdenden) \u201eWandzeitung\u201c in chronologisch geordneten H\u00e4ppchen pr\u00e4sentiert wird. Stattdessen werden mit Hilfe der Objekte einzelne Aspekte der Stadtgeschichte angeschnitten, wie die Stadtarch\u00e4ologie, f\u00fcrstliche Jagd- und Selbstdarstellung, b\u00fcrgerliches Vereinswesen, milit\u00e4rische Traditionspflege, Festkultur etc.<\/p>\n<p>In meinen Augen muss der Besucher daher, neben zumindest rudiment\u00e4ren Vorkenntnissen zur Stadtgeschichte, zweierlei auf seinem Museumsbesuch mitbringen. Erstens: Die Bereitschaft zur Wiederkehr. Zwar mag die Gr\u00f6\u00dfe des Raums der st\u00e4dtischen Altert\u00fcmer \u00fcberschaubar sein. Ihre Menge und Vielfalt \u00fcbertrifft aber das, was bei einem einzelnen Besuch wahrgenommen und verarbeitet werden kann. Zweitens: Liebe zu historischen Objekten aller Art!<\/p>\n<p>Ich hoffe, noch in diesem Monat mit der Befragung von Besuchern beginnen zu k\u00f6nnen und w\u00fcrde mich \u00fcber eine rege Beteiligung freuen. Dann sollen Ihre Eindr\u00fccke im Mittelpunkt stehen!<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und bis bald!<\/p>\n<p>Paul Duschner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich lasse die Architekturgeschichte hinter mir und betrete das Herzst\u00fcck des Museums: den Raum mit den st\u00e4dtischen Altert\u00fcmern. Hier finden sich Objekte aus den Sammlungen verschiedener st\u00e4dtischer Vereine, die sich im 19. und 20. Jh. der Bewahrung und Ausstellung von Kulturgut verschrieben haben. 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