{"id":1407,"date":"2016-07-31T21:27:57","date_gmt":"2016-07-31T19:27:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/?p=1407"},"modified":"2016-07-31T21:27:57","modified_gmt":"2016-07-31T19:27:57","slug":"kakaotrinken-mit-karlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/stadtschreiber\/2016\/07\/31\/kakaotrinken-mit-karlos\/","title":{"rendered":"Kakaotrinken mit Karlos"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1407 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1407')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1407').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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Weil ich Karlos\u2018 Geschichte so spannend fand, habe ich ihn gebeten, sie mir noch einmal in Ruhe bei einer Tasse Kakao zu erz\u00e4hlen \u2013 Karlos trinkt n\u00e4mlich lieber Kakao als Caf\u00e9.<br \/>\nIm Caf\u00e9 Danijela am LeMans-Wall haben wir uns dann \u00fcber seine Erfahrungen in und mit Paderborn und auch \u00fcber seine Odyssee unterhalten, die ihn schlie\u00dflich nach Paderborn gebracht hat. Karlos ist im September 2014 als Fl\u00fcchtling von \u00c4gypten nach Deutschland gekommen. Insgesamt musste er 4-5 mal das Asylheim wechseln, bis er in Salzkotten ankam. Die Asylheimwechsel musste er eigenst\u00e4ndig durchf\u00fchren, das hei\u00dft, er bekam ein Bahnticket und fuhr allein zum n\u00e4chsten Asylheim. Einmal wurde er nach 5 Stunden Fahrt wieder zur\u00fcck geschickt, weil sich vor Ort herausstellte, dass doch kein Platz f\u00fcr ihn frei war.<\/p>\n<p>Paderborn kannte Karlos bereits aus den Erz\u00e4hlungen seiner Schwester, die nach Anerkennung ihres Asylantrages in Paderborn studiert hatte. Sie ging allerdings nach \u00c4gypten zur\u00fcck, da sie sich in Paderborn sehr einsam f\u00fchlte. Auch Karlos kennt dieses Gef\u00fchl, noch nicht ganz angekommen zu sein. Er habe zwar viele Bekannte, erkl\u00e4rt er, aber keine richtigen Freunde. Dies hatte er insbesondere festgestellt, als er vor einiger Zeit f\u00fcr ein paar Tage ins Krankenhaus musste und nur wenig Besuch bekam. Wenn er im W-Lan eine gute Internetverbindung hat, skyped er mit Freunden aus \u00c4gypten, die er sehr vermisst. Auch seine Schwester und seinen Vater vermisst er sehr.<br \/>\nAuch das Meer und dessen Weite, die er in seiner Heimatstadt Alexandria erleben konnte, fehlen ihm. Einen kleinen Trost spenden ihm in Paderborn die Innenstadt oder das Paderquellgebiet, wo man bei einem Spaziergang die F\u00fc\u00dfe ins Quellbecken halten kann. Die Universit\u00e4t und ihre Atmosph\u00e4re findet er besonders sch\u00f6n und nutzt die Gelegenheit dort an Deutschsprachkursen teilzunehmen, sich mit anderen Studierenden auszutauschen, zu lernen und zu quatschen. In \u00c4gypten hat Karlos einen Bachelor in Maschinenbau gemacht und will nun in Paderborn \u2013 sobald sein Asylantrag bewilligt ist \u2013 im Master weiter studieren.<\/p>\n<p>Da er bis zum Abschluss seines Asylverfahrens nicht arbeiten darf, hilft Karlos derzeit bei der Fahrradwerkstatt der Caritas aus und bietet sich als Dolmetscher f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge an, da er schon sehr gut Deutsch spricht. Au\u00dferdem hofft er bald aus dem Schwesternwohnheim in Salzkotten, in dem er derzeit wohnt, aus- und stattdessen in die Stadt Paderborn zu ziehen. Ein St\u00fcck n\u00e4her ans Paderquellgebiet und zu seinen Bekannten. Vielleicht werden mit der \u00f6rtlichen N\u00e4he aus diesen Bekanntschaften ja doch noch Freundschaften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Podiumsdiskussion zum Thema Integration an der Universit\u00e4t habe ich vor ein paar Monaten Karlos aus \u00c4gypten kennen gelernt. Bei der deutsch-arabischen F\u00fchrung durch das Di\u00f6zesanmuseum habe ich ihn dann wieder getroffen und wir haben uns ein wenig unterhalten. 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