Sexuelle Gewalt an Kindern – Schulen müssen aktiv werden!

Nach einer neuen Studie des Deutschen Jugendinstituts verfügen Institutionen noch über zu wenig Konzepte, um Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen. „Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, fordert(e heute in einer Bundespressekonferenz), dass mehr für den Schutz für Kinder vor sexueller Gewalt getan werden muss“ (https://www.tagesschau.de/ inland/sexualisierte-gewalt-101.html). Zwar verfügen 22% der Kitas über umfassende Schutzkonzepte (fast 50% mehr als noch vor 6 Jahren), aber: 78% eben auch nicht! Noch eklatanter fallen die Zahlen an den Schule aus – hier geben nur 13% Schutzkonzepte für sexuell missbrauchte Kinder an – heißt im Umkehrschluss: 87% nicht. „Es ist so wichtig, dass betroffene Schülerinnen und Schüler in ihrer Schule vertrauensvolle Ansprechpersonen finden und Lehrerinnen und Lehrer wissen, was sie bei Vermutung und Verdacht auch tatsächlich tun können“, so Rörig (https://www.tagesschau.de/inland/sexualisierte -gewalt-101.html).

Nun wird darüber debattiert Schulgesetze zu reformieren, damit Schulen verpflichtet werden, Schutzkonzepte auszuarbeiten. Den Ländern sollen dafür zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, denn statistisch gesehen befinden sich in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder, die von sexueller Gewalt betroffen sind – und wir reden hier nicht explizit über Kinder mit Unterstützungsbedarf in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung! „Die Experten des Jugendinstituts raten allen Einrichtungen, auch kirchlichen, sich mit sexueller Gewalt auseinanderzusetzen. Mitarbeiter zu schulen, Ansprechpartner zu schaffen, Verhaltensregeln aufzuschreiben und auch Hilfsangebote zu machen“ (https://www.tagesschau.de/inland/ sexualisierte-gewalt-101.html).

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Zu überlegen wäre aber zudem auch, wie nicht nur im Verdachtsfall vorzugehen ist, sondern wie grundsätzlich Kinder präventiv vor (sexueller) Gewalt bewahrt werden könnten. Dann reden wir aber sicherlich nicht mehr über ein dreistelliges Budget in Millionenhöhe!

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