{"id":181,"date":"2012-04-29T16:34:43","date_gmt":"2012-04-29T16:34:43","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/?p=181"},"modified":"2012-04-29T16:34:43","modified_gmt":"2012-04-29T16:34:43","slug":"aufgabe-charlotte-krug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/2012\/04\/29\/aufgabe-charlotte-krug\/","title":{"rendered":"Aufgabe charlotte krug"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_181 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_181')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_181').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Im Folgenden werde ich einiger dieser Verfahren auflisten und<br \/>\nkurz vorstellen:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0<strong>Verfahren der Prozessdiagnostik<\/strong>, beschreibt die Beurteilung<br \/>\nspontaner oder gezielt herbeigef\u00fchrter Ver\u00e4nderungen \u00fcber einen Zeitraum, z.B.<br \/>\ndurch die Methode der Einzelfallanalyse oder Ver\u00e4nderungsmessungen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0<strong>Modifikationsdiagnostik<\/strong>, dabei soll eine Modifikation des<br \/>\nunangemessenen Verhaltens durch eine gezielte Therapie erreicht werden. Dies<br \/>\nwird erfolgreich bei Rechenschw\u00e4chen angewandt.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0<strong>Verfahren der Bedingungsmodifikation,<br \/>\nbzw. Selektion<\/strong>, wird bei Empfehlungsvergabe f\u00fcr weitere Schulformen verwendet.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0<strong>Kriteriumsorientierte Diagnostik<\/strong>, hierbei wird eine Leistung im Vergleich zu einem wohl definierten Kriterium bewertet (siehe Zertifikatsverteilung)<strong><\/strong><\/p>\n<p>&#8211; <strong>Normorientierte Diagnostik, <\/strong>beschreibt das Verfahren bei dem eine<br \/>\nMerkmalsauspr\u00e4gung bei unterschiedlichen Personen verglichen wird, so zum<br \/>\nBeispiel bei einem Intelligenztest angewandt. Auch gibt es das Verfahren eines<br \/>\nintraindividuellen Vergleiches, bei dem der Fokus innerhalb einer Person liegt,<br \/>\nalso es sich um einen Vergleich der relativen St\u00e4rke einer Merkmalsauspr\u00e4gung<br \/>\nzu unterschiedlichen Zeitpunkten handelt.<strong><\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0<strong>Einschulungsdiagnostik<\/strong>, also die Beurteilung sozialer, emotionaler, motorischer und kognitiver Kompetenzen eines Kindes<strong><\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0<strong>Diagnose einer Lernbehinderung oder Teilleistungsst\u00f6rung <\/strong>(eng gekn\u00fcpft an das Verfahren einer normorientierten Diagnostik und Intelligenzmessung)<strong><\/strong><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Diagnose bei Verhaltensauff\u00e4lligkeiten<\/strong>, zum Beispiel ADHS oder St\u00f6rungen des Sozialverhaltens. Hierbei besteht eine enge Verbindung zur klinischen Psychologie. Da eine Diagnose oftmals auf eine Fremdbeurteilung von beispielsweisen Lehrern oder Eltern angewiesen ist, f\u00e4llt sich leider sehr subjektiv aus.<strong><\/strong><\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0<strong>Diagnose von Hochbegabung<\/strong>, meist durch erprobte Intelligenztest (vgl. Normorientierte Diagnostik)<strong><\/strong><\/p>\n<p>Allgemein l\u00e4sst sich sagen, dass bei Diagnostik immer stark formalisierte Werkzeuge, wie Tests, Frageb\u00f6gen,<br \/>\nBeobachtungsinventare oder die Methode des Interviews zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nDiese finden im diagnostischen Schulalltag besonders Verwendung bei <strong>Leistungstests<\/strong>, wie Leseverst\u00e4ndnistests oder Konzentrationstests.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>b) Woran erkennt man, wie gut Testverfahren sind?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um beurteilen zu k\u00f6nnen, wie gut ein diagnostisches Testverfahren<br \/>\nist, gibt es sogenannte G\u00fctekriterien. Sie lassen sich durch die Termini <strong>Objektivit\u00e4t<\/strong>, <strong>Reliabilit\u00e4t<\/strong>\u00a0 und <strong>Validit\u00e4t<\/strong> beschreiben. Im Folgenden<br \/>\nwerde ich die drei Begriffe, unter Ber\u00fccksichtigung der Textquellen von Ingenkamp<br \/>\n&amp; Lissmann (2008), Wilhelm &amp; Kunina (2009) und dem Lehrvideo, n\u00e4her<br \/>\nerl\u00e4utern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei dem ersten Kriterium, der <strong>Objektivit\u00e4t<\/strong>, handelt es sich nach<br \/>\nLienert um \u201e\u2026den Grad, in dem Testergebnisse unabh\u00e4ngig vom Untersucher sind\u201c.<br \/>\nEin Test sollte folglich immer so gut dokumentiert sein, dass er unabh\u00e4ngig von<br \/>\nden jeweiligen Untersuchern wiederholt werden und dieser dennoch dabei zum<br \/>\ngleichen Ergebnis kommen kann. Es wird des Weiteren zwischen drei<br \/>\nObjektivit\u00e4tsarten unterschieden: der Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t, der<br \/>\nAuswertungsobjektivit\u00e4t und der Interpretationsobjektivit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das zweite G\u00fctekriterium beschreibt die <strong>Reliabilit\u00e4t<\/strong>, also die Zuverl\u00e4ssigkeit<br \/>\neines Testverfahrens. Dieses legt die Genauigkeit dar, mit der ein Test eine Merkmalsdimension erfasst. Da es bekannt ist, das bei Testungen immer wieder Messfehler auftauchen, versucht man durch Methoden wie der Testwiederholung und der anschlie\u00dfenden Errechnung des Korrelationskoeffizienten der unterschiedlichen<br \/>\nTestungen eine ann\u00e4hernde Ergebniszuverl\u00e4ssigkeit zu erreichen ( bei hoher<br \/>\nReliabilit\u00e4t zwischen r= 0,7 und max. r= 1,0).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das wichtigste G\u00fctekriterium von diagnostischen Testverfahren ist allerdings die <strong>Validit\u00e4t<\/strong>, auch G\u00fcltigkeit genannt. Dabei sind eine hohe Objektivit\u00e4t und Reliabilit\u00e4t<br \/>\nVoraussetzung f\u00fcr eine hohe Validit\u00e4t. Diese beschreibt den Grad, mit dem ein<br \/>\nTest dasjenige Merkmal misst, dass er vorgibt zu messen. Errechenbar ist die<br \/>\nValidit\u00e4t durch eine Korrelation des Testscores mit einem Au\u00dfenkriterium. Hierbei<br \/>\nunterscheidet man zwischen drei Arten: der Validierung mittels eines<br \/>\nKriteriums, z.B. bei einem Alkoholismustests, der Validierung mittels eines<br \/>\nQuasikriteriums, so zum Beispiel bei einem Vergleich zwischen einem alten und<br \/>\neinem neuen IQ-Tests oder der Validierung mittels einer Target- Variablen, wie<br \/>\nes bei Untersuchungen zu Unfallh\u00e4ufigkeiten angewandt wird. Au\u00dferdem spricht<br \/>\nman von zeitbezogener Unterscheidung, n\u00e4mlich der konkurrenten Validit\u00e4t, wobei<br \/>\nTest und Kriterium gleichzeitig erfasst werden und der pr\u00e4dikativen Validit\u00e4t,<br \/>\nwo erst der Testscore ermittelt wird und zu einem sp\u00e4terem Zeitpunkt das<br \/>\nKriterium gemessen wird.<\/p>\n<p>Alles in allem l\u00e4sst sich aber sagen, dass bei einer hohen Validit\u00e4t, das Testergebnis eine Generalisierung aus dem numerischen Relativ auf das empirische Relativ, also der tats\u00e4chlichen Wirklichkeit erlaubt und den R\u00fcckschluss auf gleiches Verhalten in anderen Situationen rechtfertigt.<br \/>\nSo handelt es sich zum Beispiel bei Farbsehtests, der praktischen<br \/>\nF\u00fchrerscheinpr\u00fcfung und Tests in Flugsimulatoren um gute valide Testungen, da<br \/>\neine hohe \u00dcbereinstimmung zwischen Test und Nicht-Test Situation herrscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>c)<\/strong> <strong>Was unterscheidet \u201eseri\u00f6se\u201c Testverfahren von Selbsttests aus\u00a0<\/strong><strong>\u00a0\u00a0\u00a0 Illustrierten\/ im Internet u.\u00e4.? <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz eindeutig unterscheiden sich \u201eseri\u00f6se\u201c Testverfahren, wie beispielsweise einem<br \/>\nLeseverst\u00e4ndistest f\u00fcr Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen der 5.Klasse, zu Selbsttests,<br \/>\nwie man sie in Illustrierten oder im Internet findet durch das Erf\u00fcllen der<br \/>\nTestg\u00fctekriterien. Wenn ein Test diese zuvor beschriebenen Kriterien, wie<br \/>\nObjektivit\u00e4t, Reliabilit\u00e4t und Validit\u00e4t nicht aufweist, kann man sicher sein,<br \/>\ndass das Testergebnis wenig bis gar nicht repr\u00e4sentativ ist. Fehlen bei einem<br \/>\nTest, wie einem Fragebogen zum Selbsttest beispielsweise, eine<br \/>\nDurchf\u00fchrungsanweisung, ist eine notwendige Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t nicht<br \/>\ngegeben. Diese wiederrum ist Voraussetzung f\u00fcr ein g\u00fcltiges und<br \/>\nwissenschaftlich angesehenes \u00a0Verfahren.<br \/>\nAuch fehlende Anweisungen zur Testauswertung, fehlende Informationen zu den<br \/>\nvergleichbaren Normenstichproben und fehlende Hinweise zum theoretischen<br \/>\nHintergrund des Testes sind Indizien f\u00fcr \u00a0Unseri\u00f6sit\u00e4t eines Verfahrens.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n(Charlotte Krug)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgaben zu Block 3: a) Welche diagnostischen\u00a0 Herangehensweisen (Verfahren zur Datengewinnung) sind im Kontext Schule anwendbar?\u00a0 Schaut man sich verschiedene diagnostische Herangehensweisen an, so wie sie beispielsweise im Text zur \u201eP\u00e4dagogisch- psychologischen Diagnostik\u201c von\u00a0 Wilhelm &amp; Kunian (2009) beschrieben werden, &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/2012\/04\/29\/aufgabe-charlotte-krug\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1021,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1021"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=181"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":291,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181\/revisions\/291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}