{"id":942,"date":"2012-05-28T06:35:12","date_gmt":"2012-05-28T06:35:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/?page_id=942"},"modified":"2012-05-28T06:36:08","modified_gmt":"2012-05-28T06:36:08","slug":"aufgabe-zu-block-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/aufgabe-zu-block-5\/","title":{"rendered":"Aufgaben zu Block 5 von Bernd Schnittker"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_942 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_942')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_942').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Welche Wahrnehmungsfehler k\u00f6nnten in der schilderung auftreten?<\/strong><br \/>\nGymnasiallehrerin Klara Lingen \u00fcber den Fall Klaus:<br \/>\nDie Gymnasiallehrerin Frau Lingen beschreibt ihren Sch\u00fcler Klaus, als jemand, der sich kaum am Unterricht beteiligt, oder sich nicht gerne mit anderen Sch\u00fclern misst und ihr ist sein uneffizientes Arbeiten aufgefallen. Zudem beschreibt sie Klaus als einen Sch\u00fcler, der schnell aufgibt und Ratschl\u00e4ge ignoriert. Sie kommt zu dem Schluss, dass das Verhalten von Klaus sehr dysfunktional ist. Dabei sollte dieses Urteil nicht \u00fcberbewertet werden, da es sich beim oben genannten Verhalten um subjektive Empfindungen und Wahrnehmungen handelt. Daher kann es immer wieder zu Wahrnehmungsfehlern kommen:<br \/>\n&#8211;<em>fundamentale Attributionsfehler<\/em>: In diesem Fall wird das beobachtete und wahr genommene Verhalten anders bewertet als das eigene Verhalten. Als Ursache f\u00fcr ein bestimmtes Verhalten wird zwischen stabilen Faktoren (Bspl: Mathematikarbeit: -&gt; strenge Lehrer) und internalen Faktoren (Bspl: Mathematikarbeit: -&gt; Tagesform des Sch\u00fclers). Wenn nun ein unangebrachtes Verhalten vorliegt, dann sagt man einfach, dass die jenige Person nun mal so ist. Im Fallbeispiel mit dem Sch\u00fcler Klaus, k\u00f6nnte die Lehrerin einen fundamentalen Attributionsfehler gemacht haben, indem sie fehlendes Selbstvertrauen als Grund f\u00fcr Klaus schlechte Schulleistungen verantwortlich macht. Dabei l\u00e4sst sie jedoch einige anderen Faktoren, wie zum Beispiel der Wohnortwechsel, au\u00dfer Acht.<br \/>\n<em>&#8211; Stereotyp<\/em>: Hierbei handelt es sich um eine \u00dcbergeneralisierung der Eigenschaften der Mitglieder bestimmter Gruppen, denn es werden bestimmte Stereotypen, bzw. Klischees aufgegriffen. Im Fallbeispiel sieht Frau Lingen ihren Sch\u00fcler Klaus als typischen Au\u00dfenseiter, der neu in die Stadt zieht und eine neue Schule besuchen muss. Als Folge dessen, muss Klaus einsam und verunsichert sein. Dabei kann es sich doch genauso gut um ein reines Vorurteil handeln.<br \/>\n&#8211; <em>implizierte Pers\u00f6nlichkeitstheorie<\/em>: Wir Menschen suchen st\u00e4ndig nach neuen Schemata, Skripten, Strukturen, Konsistenzen und Erkl\u00e4rungen mit denen wir Neues und zun\u00e4chst unerkl\u00e4rliches einordnen k\u00f6nnen. Man beobachtet das Verhalten und Merkmale bei Personen, um dann unbewusst R\u00fcckschl\u00fcsse zu ziehen und das Ergebnis zu bewerten. Da die implizierte Pers\u00f6nlichkeitstheorie sich aus Erfahrungen und den daraus resultierenden Erwartungen erschliesst, entwickeklt jeder Mensch seine eigene individuelle IPT. Das f\u00fchrt nat\u00fcrlich dazu, dass es sich dabei oftmals nur um eine verzerrte Sicht auf die Realit\u00e4t handelt, indem wir dadurch evtl. gewisse Verhaltensauff\u00e4ligkeiten &#8222;falsch&#8220; bewerten oder nur eingeschr\u00e4nkt wahrnehmen. Bezieht man dies auf das Fallbeispiel, dann k\u00f6nnte Frau Lingen Klaus unbewusst so beurteilen, wie sie andere Sch\u00fcler in \u00e4hnlichen Situationen in ihrer Laufbahn als Lehrerin erlebt hat.<br \/>\n&#8211; <em>Halo-Effekt:<\/em> Beim Halo-Effekt handelt es sich um eine kognitive Verzerrung, die darin besteht, von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte Eigenschaften zu schlie\u00dfen.<br \/>\nDes weiteren gibt es noch weitere folgende Urteilsfehler: Kontrast-Effekt, Anker-Effekt, Primacy-Effekt, Recency-Effekt.<\/p>\n<p><strong>b) Analysiert die Probleme, die bei Klaus auftreten. Erkl\u00e4rt diese aufgrund von Motivationstheorien<\/strong>.<br \/>\nDer Sch\u00fcler Klaus hat schulische Probleme, vor allem im Mathematikunterricht erbringt er lediglich schlechte Leistungen. Nach den Beschreibungen seiner Mathematiklehrerin Frau Lingen fehlt es Klaus an Motivation. Zum einen scheint er v\u00f6llig desinteressiert von Mathematik zu sein und zum anderen zweifelt er stark daran das Gymnasium bzw. seinen Abschluss \u00fcberhaupt zu schaffen. Zusammenfassend kann man festhalten, dass er sowohl unter Mangel an Lern-, als auch an Leistungsmotivation leidet.\u00a0 Er ist weder an der Thematik des Faches Mathematik interessiert, noch daran gute Noten zu erzielen, im Hinblick auf seinen Abschluss oder seine Eltern zu beeindrucken. Deci &amp; Ryan unterscheiden in der Selbstbestimmungstheorie zwischen &#8222;Intrinsische Motivation&#8220; (von innen heraus reguliert) und &#8222;Extrensische Motivation&#8220; (von au\u00dfen reguliert).<br \/>\nEine andere Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Motivationsprobleme von Klaus k\u00f6nnten mit der Flow-Theorie beantwortet werden. Bei der Flow-Theorie steht der Flow im Vordergrund. Der Flow beschreibt ein Gef\u00fchl der optimalen Beanspruchung, wobei man einen fl\u00fcssigen Handlungsablauf hat, sich m\u00fchelos konzentrieren kann, raum-zeitliche Bedingungen vergisst und sich vollkommen in den Handlungsvollzug vertieft. Der Flow ist also genau das Mittelma\u00df zwischen \u00dcber- und Unterforderung. Schaut man sich das Fallbeispiel an, dann k\u00f6nnten die Mathematikaufgaben von Frau Lingen nicht den pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten von Klaus entsprechen. Klaus k\u00f6nnte zum einen von den Aufgaben leicht unterfordert oder zum anderen leicht \u00fcberfordert sein. Dies f\u00fchrt dazu, dass er kaum noch Motivation findet, daf\u00fcr aber Angst und Frust empfindet.<\/p>\n<p><strong>c) Gebt stichpunktartig an, welche Handlungsm\u00f6glichkeiten sich aufgrund der Theorie von Frau Lingen ergeben.<\/strong><br \/>\n&#8211; Selbstbewusstsein von Klaus steigern: durch gezieltes Lob, zum Beispiel auch beim richtigen Rechenansatz, damit er sich wieder mehr zutraut.<br \/>\n&#8211; Klaus in die Klassengemeinschaft integrieren: durch Freizeitangebote oder AG\u00b4s kann Klaus sich evtl schneller mit seinen Mitsch\u00fclern anfreunden, da er noch neu in der Stadt ist und er Kontakte zu seinen Mitsch\u00fclern braucht um ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu entwickeln.<br \/>\n&#8211; Klaus sollte wieder Interesse f\u00fcr Mathematik versp\u00fcren: Dazu sollte man ihm bewusst machen, dass voherige Erfolge nichts mit Gl\u00fcck zu tun hatten. Methode: Klaus eine Perspektive bieten, indem sie ihm den Beruf des Informatikers vorstellt.<br \/>\n&#8211; Klaus Nachhilfe anbieten: Die Unterrichtsinhalte die er bislang aufgrund seiner fehlender Motivation nicht ganz verstanden hat nochmals individuell mit ihm durchgehen.<br \/>\n&#8211; Motivationstraining: Klaus sollte sich gemeinsam mit Frau Lingen Lernziele setzen, die nach und nach erreicht werden m\u00fcssen, um sein Selbstvertrauen langsam zu steigern.<br \/>\n&#8211; optimales Anforderungsniveau: Klaus sollte im Unterricht werder \u00fcberfordert noch unterfordert sein. (Flow-Theorie)<br \/>\n&#8211; Elterngespr\u00e4ch: Klaus geht nur seiner Eltern zu Liebe auf das Gymnasium, evtl. w\u00e4re ein Schulwechsel sinnvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bernd Schnittker\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 27.5.12 a) Lest den Bericht von Frau Lingen. Welche Wahrnehmungsfehler k\u00f6nnten in der schilderung auftreten? 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