{"id":331,"date":"2012-05-01T10:28:27","date_gmt":"2012-05-01T10:28:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/?page_id=331"},"modified":"2012-05-01T10:40:28","modified_gmt":"2012-05-01T10:40:28","slug":"aufgaben-zu-block-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/sbernd\/aufgaben-zu-block-3\/","title":{"rendered":"Aufgaben zu Block 3 von Bernd Schnittker"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_331 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_331')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_331').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Die Merkmalstr\u00e4ger sind dabei in der Regel einzelne Personen, von\u00a0 denen die Auspr\u00e4gung interessierender Merkmale und Konstrukte gemessen werden. Dabei k\u00f6nnen mehrere Verfahrensklassen eingesetzt werden. Hier ein paar Beispiele:<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">&#8211; standardisierte Testverfahren:<\/span> Der Einsatz von Testverfahren erfolgt in der Regel zur Beantwortung einer Fragestellung im Rahmen eines diagnostischen Prozess der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik.\u00a0 Ziel ist dabei die Aufkl\u00e4rung eines zeitlichen Verlaufs (intraindividuelle Unterschiede) oder eines Vergleiches zwischen Personen (interindividuelle Unterschiede).<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">&#8211; standadisierte Frageb\u00f6gen:<\/span> Hierbei handelt es sich um einen Fragebogen bei dem die Fragen einheitlich formuliert und angeordnet sind und die Befragten zwischen vorgebenen Antworten ausw\u00e4hlen. Ein Nachteil ist hierbei, dass nicht individuell auf jeden Befragten eingangen werden kann.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-standadisierte Interviews<\/span>: Die Reihenfolge und Formulierung der einzelnen Fragen ist in der Regel schriftlich vorgegeben, um eine m\u00f6glichst hohe Vergleichbarkeit der einzelnen Interviewergebnisse sicherzustellen. Oftmals flie\u00dft in solche Interviews die &#8222;soziale Erw\u00fcnschtheit&#8220; mit ein,welches das Ergebnis verf\u00e4lscht.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-standadisierte Beobachtung:<\/span> Die Beobachtung ist eine der zentralen Datenerhebungsmethoden in der empirischen Sozialforschung. Beobachtungen k\u00f6nnen im Feld oder im Labor durchgef\u00fchrt werden. Es gibt unterschiedliche Formen der Beobachtung, man kann offen oder versteckt, allein oder mit mehreren Personen beobachten.<br \/>\nAlle oben genannten Methoden zur Datenerhebung sind im Kontext Schule anwendbar und vor allem durchf\u00fchrbar. Ein gro\u00dfes Teilgebiet der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik setzt sich mit den Entscheidungen zur Bildungslaufbahn auseinander. Dabei wird sich mit diagnostischen Fragen zur Einschulung, zur Lernbehinderung, zur Teilleistungsst\u00f6rungen, zur Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, zur Schulformzuordnung ab der Sekundarstufe, zur Hochbegabung, zum Hochschulzugang, zur Berufsberatung befasst. Diese diagnostischen Fragen geh\u00f6ren meiner Meinung nach definitiv zum Kontext Schule und daher hat die diagnostische Heransgehenweise einen hohen Stellenwert. Durch unterschiedliche diagnostische Strategien k\u00f6nnen unterschiedliche Ziele bei der Beantwortung einer diagnostischen Fragestellung verfolgt werden.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-Statusdiagnostik:<\/span> Auspr\u00e4gung der interessierenden Eigenschaftsauspr\u00e4gung zum gegebenen Zeitpunkt durch prototypische Fragestellungen.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-Prozessdiagnostik:<\/span> Beurteilung spontaner oder gezielt herbeigef\u00fchrter Ver\u00e4nderungen \u00fcber einen Zeitraum.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-Selektionsdiagnostik:<\/span> die Intensit\u00e4t und das Profil fachlicher Interessen und Kenntnisse zu ermitteln, um die Auswahl von passenden Bedingungen zu erm\u00f6glichen.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-Modifikationsdiagnostik:<\/span> Modifikation des Verhaltens steht im Vordergrund.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-kriteriumsorientierte Diagnostik<\/span>: Bewertung der Leistung der jeweiligen Person im Vergleich zu einem wohl definierten Kriterium.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-normorientierte Diagnostik<\/span>: Auspr\u00e4gungen auf interessierende Merkmale werden mit einer relevanten Bezugsgruppe verglichen.<\/p>\n<p><strong><em>b) Woran erkennt man wie gut Testverfahren sind?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Man erkennt gute Testverfahren daran, dass die drei G\u00fctekrierien, <strong>Objektivit\u00e4t<\/strong>,<strong>Reliabilit\u00e4t<\/strong> und<strong> Validit\u00e4t<\/strong> erf\u00fcllt werden. Ich werde im folgenden die drei Kriterien unter Ber\u00fccksichtigung der Texte von Ingenkamp &amp; Lissmann (2008) und Wilhelm &amp; Kunina (2009) genauer definieren:<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">&#8211; Objektivit\u00e4t:<\/span>\u00a0 Das erste Kriterium befasst sich mit der Objektivit\u00e4t, die man dann erreicht,\u00a0 wenn die Messergebnisse unabh\u00e4nging vom Untersucher sind. Dies ist laut Lienert ein wesentlicher Aspekt der Messqualit\u00e4t. Die vorhin angesprochene Unabh\u00e4ngigkeit spiegelt sich in drei Aspekten wieder.\u00a0 N\u00e4mlich in der Objektivit\u00e4t der Durchf\u00fchrung, der Auswertung und der Interpretation.\u00a0 Bei der Durchf\u00fchrungsobjektivit\u00e4t wird alles vereinheitlicht, damit bei Wiederholungen weitgehend die gleichen Bedingungen vorliegen. Die Auswertungsobjektivit\u00e4t tr\u00e4gt dazu bei, dass es keine Differenzen zwischen verschiedenen Auswertern gibt. Dies wird zum Beispiel durch vorgebene Kriterien zur Beobachtung des geforderten Verhaltens gew\u00e4hrleistet. Die Interpretationsobjektivit\u00e4t ist am schwierigsten zu sichern, dabei helfen jedoch vorgegebene Normtabellen, um die Testergebnisse einzuordenen. Zusammenfassend kann man sagen, wenn alle drei Aspekte der Objektivit\u00e4t erf\u00fcllt werden, so wird jeder Untersucher zum gleichen Ergebnis kommen.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-Reliabilit\u00e4t:<\/span> Mit Reliabilt\u00e4t ist die Zuverl\u00e4ssigkeit eines Testverfahrens gemeint. Die Reliabilit\u00e4t beschreibt die Genauigkeit, mit der ein Test eine Merkmalsdimension erfasst. Dabei vernachl\u00e4ssigt man, ob es sich hierbei auch um die Mermalsdimension handelt, deren Erfassung intendiert ist. Durch Methoden wie der Testwiederholung und der darauffolgenden Errechnung des Korrelationskoeffizienten der unterschiedlichen Testungen versucht man eine ann\u00e4hernde Ergebniszuverl\u00e4ssigkeit zu erreichen. (bei hoher Reliabilit\u00e4t zwischen r=0,7 und max. r=1)<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\">-Validit\u00e4t<\/span>: Die sogenannte Validit\u00e4t wird auch G\u00fcltikeit genannt, die der entscheidene und zentrale Aspekt in der p\u00e4dagogisch-psychologischen Diagnostik ist. Vorraussetzung f\u00fcr Validit\u00e4t ist eine hohe Objektivit\u00e4t und Reliabilit\u00e4t. Validit\u00e4t ist das Ausma\u00df, zu dem ein Test das misst, was er zu messen vorgibt. Je nach Art des Kriteriums, welches man gemessen hat, unterscheidet man in vier Arten von G\u00fcltigkeiten in der Testmethodik. Die Inhalts-, \u00dcbereinstimmungs-, Vorhersage- und Konstruktg\u00fcltigkeit.\u00a0 Man errechnet die Validit\u00e4t durch eine Korrelation des Testscores mit einem Au\u00dfenkriterium. Man unterscheidet Validit\u00e4t in drei Arten: Validierung mittels eines Kriteriums, z.B. bei einem Alkoholtest, Validierung mittels eines Quasikriteriums, wie z.B. beim Vergleich eines alten und eines neuen IQ-Tests, oder der Validierung mittels einer Target-Variable, die z.B. bei Untersuchungen von Unfallh\u00e4ufigkeiten angewandt wird. Zudem wird zeitbezogen unterschieden, wenn man von konkurrenter Vadili\u00e4t und pr\u00e4dikativer Validit\u00e4t spricht. Bei der konkurrenten Vadilit\u00e4t werden Test und Kriterium gleichzeitig erfasst und bei der pr\u00e4dikativen Vadilit\u00e4t wird erst der Testscore und zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt das Kriterium.<br \/>\nNach Lienert &amp; Raatz (1998) gibt es noch weitere Nebeng\u00fctekriterien, wie die Normierung eines Tests, die Vergleichbarkeit eines Tests, die \u00d6konomie eines Tests und die N\u00fctzlichkeit eines Tests. Zusammenfassend kann man jedoch festhalten, dass die drei oben genannten Hauptg\u00fctekriterien ausschlaggebend f\u00fcr ein gutes Testverfahren sind.<\/p>\n<p><strong><em>c) Was unterscheiden &#8222;seri\u00f6se&#8220; Testverfahren von Selbsttests aus Illustrierten\/ im Internet u.\u00e4.?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied ist meiner Meinung nach der, dass bei den Selbsttests aus Illustrierten oder aus dem Internet die drei G\u00fctekriterien nicht ber\u00fccksichtigt werden.\u00a0 Man kann ein Testverfahren f\u00fcr &#8222;seri\u00f6s&#8220; beurteilen, wenn eben die Objektivit\u00e4t, Reliabilit\u00e4t und Validit\u00e4t gew\u00e4hrleistet ist. Bei seri\u00f6sen Testverfahren, wie zum Beispiel beim Leseverst\u00e4ndnis von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 5. Klasse, handelt es sich oftmals um Wissenschaftler die solche Testverfahren planen und organisieren. Bei den Tests in Illustrierten sind es in der Regel Redakteure, die sich solche Selbsttest \u00fcberlegen. Hinzu kommt, dass man einen ser\u00f6ses Testverfahren daran erkennt, dass es f\u00fcr gew\u00f6hnlich eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, um zu einem aussagekr\u00e4ftigen Ergebnis zu kommen. Die Selbsttest aus den Illustrierten sind jedoch so aufgebaut, dass man maximal in 3 Minuten zu seinem Ergebnis kommt. Ein weiteres Merkmal dieser Selbsttest ist die leichte Durchschaubarkeit der Fragen und Antworten. In den meisten F\u00e4llen manipuliert sich der Probant selbst, da er intuitiv die soziale Erw\u00fcnschtheit ber\u00fccksichtigt. Ein seri\u00f6ses Testverfahren, wie der oben schon erw\u00e4hnte Test zum Leseverst\u00e4ndnis, ist in der Regel nicht g\u00fcnstig, von daher kann der Preis ein Indikator f\u00fcr ein seri\u00f6ses Testverfahren sein.\u00a0 Es gibt im Internet auch einige seri\u00f6se Anbieter f\u00fcr Testverfahren, man erkennt sie daran, dass sie oftmals mit Universit\u00e4ten zusammenarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Bernd Schnittker Diagnose und F\u00f6rderung Aufgabe(n) zu Block 3 a) Welche diagnostischen Herangehensweisen (Verfahren zur Datengewinnung) sind im Kontext Schule anwendbar? 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