{"id":79,"date":"2025-02-02T09:00:00","date_gmt":"2025-02-02T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/?p=79"},"modified":"2025-02-04T09:08:46","modified_gmt":"2025-02-04T08:08:46","slug":"schulterblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/2025\/02\/02\/schulterblick\/","title":{"rendered":"Schulterblick"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_79 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_79')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_79').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/quellenlese\\\/2025\\\/02\\\/02\\\/schulterblick\\\/\",\"post_id\":79,\"post_title_referrer_track\":\"Schulterblick\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zu den Quellen der Veranstaltung<\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>von <a href=\"https:\/\/www.uni-paderborn.de\/person\/23692\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dr. Tilman Moritz<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Am Anfang ist das Problem. Und das Problem steckt in der Quelle. Wie man es dort herauspr\u00e4pariert, wird in jeder geschichtswissenschaftlichen Einf\u00fchrung, jedem Proseminar intensiv ge\u00fcbt. Der Weg <em>ad fontes<\/em> reicht allerdings oft nur bis zu \u00dcbersetzungen, Editionen und, schon im Ausnahmefall, zu online einsehbaren Druckwerken. Dass immer mehr Quellenbest\u00e4nde in digitalem, stets verfeinertem Format zug\u00e4nglich gemacht werden; dass der Forscherblick sich weg von den &#8218;reinen Inhalten&#8216; hin zu den Materialit\u00e4ten, R\u00e4umen und &#8222;Affordanzen&#8220; verschieben soll; dass aber zugleich quellenkritische Kenntnisse und F\u00e4higkeiten unter Studierenden, auch denen, die wissenschaftlich weitermachen wollen, best\u00e4ndig &nbsp;abnehmen \u2013 das ist selbst schon ein altes Lamento. \u00dcberraschend ist die Entwicklung angesichts verschobener Kapazit\u00e4ten eigentlich nicht. Wo sind Zeit (und Geld), das aufzuholen, es zu lernen und zu lehren?<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern habe ich mit der \u00dcbung &#8222;Vom Archiv zur Edition&#8220; ein doppeltes Privileg genutzt: meine wirkliche Freiheit der Lehre am <a href=\"https:\/\/kw.uni-paderborn.de\/historisches-institut\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Historischen Institut<\/a> einerseits, die N\u00e4he und Offenheit der <a href=\"https:\/\/www.eab-paderborn.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erzbisch\u00f6flichen Akademischen Bibliothek<\/a> (EAB) andererseits. Beide Orte verbinde ich durch meine Forschungen \u2013 zum Machen und Schreiben von Geschichte im f\u00fcrstbisch\u00f6flichen Paderborn \u2013, und deshalb lag es nahe, sie auch in der Lehre zusammenzur\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Praxisbezogen soll die Lehre sein. Also habe ich das Seminar an meinen eigenen Forschungsinteressen und -problemen entwickelt: an Fragen der Herstellung und Beschaffung, der Kosten und M\u00fchen des Materials, des Schreibens, des Aufbewahrens in der Vormoderne, heute auch des Freilegens, des Lesbar- und Zug\u00e4nglichmachens. Im Fokus stand dabei die Empirie. Das hei\u00dft zum einen die praktische \u00dcbung an historischen Schriften und Beschreibstoffen sowie im Umgang mit Originalen. Zum anderen die Anschauung \u2013 einschlie\u00dflich Anfassen! \u2013 von Quellenbest\u00e4nden vor Ort, in der EAB. Letzteres m\u00fcndete schlie\u00dflich in die eigenst\u00e4ndige Auswahl und Auswertung von Beispielen, deren Resultate hier vorgestellt werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sinne des &#8222;forschenden Lernens&#8220; war mir besonders wichtig, die Arbeit nicht blo\u00df \u00fcber Auftr\u00e4ge zu organisieren, sondern Autonomie zu erm\u00f6glichen und dabei auch &#8218;Fehler&#8216; zuzulassen. Von rein formalen Korrekturen abgesehen, sind die Ergebnisse deshalb keiner abschlie\u00dfenden &#8218;Qualit\u00e4tskontrolle&#8216; unterworfen worden. Damit soll dreierlei betont sein: erstens die Selbst\u00e4ndigkeit der erarbeiteten L\u00f6sungen; zweitens, dass die zugrundeliegenden Kompetenzen durch das Seminar angeregt, aber keineswegs ausgereizt werden sollten; drittens schlie\u00dflich die prinzipielle Unabgeschlossenheit geschichtswissenschaftlicher Erkenntnisprozesse, die ein Mit- und Weitermachen angehender Historiker:innen \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich, ja notwendig macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeinschaftsleistung wirkt also in beide Richtungen. Den Studierenden hat sie, wie hier zu sehen, die Augen ge\u00f6ffnet f\u00fcr die Herausforderungen und Chancen beim Aufsp\u00fcren und Aufschlie\u00dfen des &#8218;rohen&#8216; Quellenmaterials. Dass sie das nicht als blo\u00dfe Zumutung empfunden, vielmehr detektivischen Spa\u00df an der harten Quellenarbeit entwickelt haben, war eine h\u00f6chst lohnende Erfahrung, als Forscher wie als Dozent. Sie ist mir Antrieb, das Format auf jeden Fall fortzusetzen und weiterzudenken. Beide Perspektiven verbindet schlie\u00dflich der Standort Paderborn, mit seiner Geschichte und den Orten, sie zu heben \u2013 gleichsam direkt vor unserer Haust\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den Quellen der Veranstaltung von Dr. Tilman Moritz Am Anfang ist das Problem. Und das Problem steckt in der Quelle. Wie man es dort herauspr\u00e4pariert, wird in jeder geschichtswissenschaftlichen Einf\u00fchrung, jedem Proseminar intensiv ge\u00fcbt. Der Weg ad fontes reicht allerdings oft nur bis zu \u00dcbersetzungen, Editionen und, schon im Ausnahmefall, zu online einsehbaren Druckwerken. &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/2025\/02\/02\/schulterblick\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSchulterblick\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9489,"featured_media":87,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-79","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-paratexte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9489"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":110,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79\/revisions\/110"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/quellenlese\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}