Jörn Sickelmann: Psychosoziale Beratung für Studierende

Jörn Sickelmann ist stellvertretender Leiter und Studienberater der Zentralen Studienberatung der Universität Paderborn. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die psychosoziale Beratung, die neben der allgemeinen Studienberatung, dem Career Service und der Beratung zum Studium mit Beeinträchtigung zu den vier Aufgabenbereichen der Zentralen Studienberatung gehört. Auch ihn haben wir besucht und uns erklären lassen, welche Angebote es für Studierende gibt.

mit: Jörn Sickelmann

mit: Jörn Sickelmann

„Die ganze Bandbreite des Lebens kann thematisch eingebracht werden.“
Die psychosoziale Beratung richtet sich an alle Studierenden der Universität Paderborn, berichtet Herr Sickelmann. Schwerpunktmäßig geht es oft um Themen, die mit dem Studium zusammenhängen wie Prüfungsängste, Leistungsansprüche, Stress und Schwierigkeiten fachlicher, organisatorischer oder lernmethodischer Art. Studierende sind aber auch dazu eingeladen Themen einzubringen, die außerhalb des Studiums liegen aber dennoch einen Einfluss darauf haben. Beispiele dafür sind Probleme mit der Familie, dem Partner, Schwierigkeiten mit der eigenen sozialen Situation oder auch Schwierigkeiten, die sich aus Beeinträchtigungen durch physische oder psychische Krankheiten, wie Depression ergeben. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, einen Blick von außen auf die eigene Situation einzuholen und sich professionell mit jemanden zu beraten, erläutert uns Jörn Sickelmann.

„Beratung ist keine Therapie“
Im Gespräch wird deutlich, dass Beratung keine Therapie ist. Grundsätzlich, so informiert Herr Sickelmann, hat Beratung im Gegensatz zur Therapie z.B. keine Absicht der Heilbehandlung. Es geht eher darum, die „Ressourcen des Klienten“ zu nutzen und mit ihm zusammen neue Lösungen zu finden, die es möglich machen, die gewünschte Veränderung zu erreichen. Eine Beratung erfährt ihre Grenzen dort, wo eine Behandlung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten nötig ist. Das bedeutet aber nicht, dass die Notwendigkeit einer Heilbehandlung eine Beratung ausschließt. In einem solchen Fall kann eine Beratung zum Beispiel dadurch unterstützend wirken, dass diese eine aufklärerische Funktion übernimmt oder dabei hilft, mit Schwierigkeiten umzugehen, die sich durch eine psychische Krankheit im Studienalltag ergeben. Auch kann eine Beratung, zum Beispiel im aktuellen Zusammenhang mit dem bundesweiten Mangel an Therapiemöglichkeiten, den Betroffenen auf seiner Suche motivieren und auf Angebote aufmerksam machen, die bisher außer Acht gelassen wurden, berichtet Jörn Sickelmann.

Kontakt:
Zentrale Studienberatung
Jörn Sickelmann
Raum: W4-203
Telefon: 05251/60-2912
joern.sickelmann@upb.de

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