Forschen zur Sport- und Bewegungstherapie mit depressiven Erkrankungen

Andre Berwinkel ist Mitarbeiter im Arbeitsbereich Sportpsychologie bei Prof. Dr. Matthias Weigelt und beschäftigt sich mit der Sport- und Bewegungstherapie bei Depressionen. Im Rahmen seiner Dissertation führt er in enger Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Krankenhauses Bielefeld eine Studie durch, die über einen Zeitraum von 18 Monaten zwei Sport- und Bewegungstherapeutische Ansätze miteinander vergleicht. Darüber hinaus ist Andre Vertrauensperson zum Themenfeld Depression an der Universität Paderborn und bietet Mitarbeitern kollegiale Beratung zum Krankheitsbild an und vermittelt Kontakte zu  Beratungs- und Anlaufstellen.

mit: Andre Berwinkel

mit: Andre Berwinkel

Andre ist Diplom Sportwissenschaftler und beschäftigte sich schon während seines Studiums mit dem Bereich der Sport- und Bewegungstherapie. Vor diesem Hintergrund interessiert ihn gerade die Schnittstelle zwischen Sportwissenschaft und Psychologie, sodass er das Thema „Sport und psychische Gesundheit: Eine Evaluationsstudie. Handlungsempfehlungen für die Sport- und Bewegungstherapie  mit depressiven Patienten“ im Rahmen seiner Promotion wieder aufgreift und seitdem zu der Frage forscht, wie Sport- und Bewegungstherapie bei depressiv erkrankten Patienten optimal eingesetzt werden kann.

Im Rahmen der Studie evaluiert Herr Berwinkel ein kombiniertes Sport- und Bewegungsprogramm, welches Elemente aus dem Qi Gong, der Bewegungstherapie, des aeroben Ausdauertrainings sowie Übungen zur Körperwahrnehmung miteinander verknüpft. Viele verwandte Studien beschäftigen sich vorwiegend mit dem Ausdauersport, wie Laufen oder Nordic Walking. Im Fokus seiner Untersuchung steht die Frage, ob mit einem kombinierten Trainingsprogramm ähnliche Erfolge erzielt werden können, wie mit einem aeroben Ausdauertraining.

Auf die Frage nach dem Umgang mit Depressionen würde Andre grundlegend raten, die Hilfe eines Arztes oder Psychiaters in Anspruch zu nehmen. „Sport- und Bewegung kann mit Sicherheit dazu beitragen, bestimmte Symptome zu lindern. Gleichzeitig ist es aber auch kein Wundermittel und ersetzt in keinem Fall die ärztliche und psychologische Betreuung. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es trotzdem“, so Andre in Bezug auf Sport zur Behandlung von Depressionen.

Weitere Informationen zur Studie gibt es unter folgendem Link zu finden:
Weigelt et al (2013_LSB)_Sporttherapie_Depression

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