{"id":353,"date":"2021-09-26T10:00:00","date_gmt":"2021-09-26T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/?p=353"},"modified":"2021-09-23T09:55:31","modified_gmt":"2021-09-23T07:55:31","slug":"wie-nehmen-lehramtsstudierende-verschiedene-pruefungsformate-wahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2021\/09\/26\/wie-nehmen-lehramtsstudierende-verschiedene-pruefungsformate-wahr\/","title":{"rendered":"Wie nehmen Lehramtsstudierende verschiedene Pr\u00fcfungsformate wahr?"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_353 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_353')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_353').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Wir orientieren uns dabei an Konzepten der Ausbildung von Mediziner*innen (Miller, 1990). Dort werden bspw. typische Handlungsanforderungen (z.B. Anamnesegespr\u00e4che) mit Schauspieler*innen simuliert (so genannte standardisierte Patient*innen) und teilweise auch zur Pr\u00fcfung eingesetzt. Wir m\u00f6chten das gro\u00dfe Potential solcher Formate auch f\u00fcr die Lehramtsausbildung nutzbar machen. Sie k\u00f6nnten zum Beispiel im Master als Alternativen zu klassischen Pr\u00fcfungsformaten im Praxissemester oder f\u00fcr Modulpr\u00fcfungen verwendet werden. Damit diese aber auch in der Praxis verwendet werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie bestimmte Anforderungen erf\u00fcllen und nat\u00fcrlich auch von Studierenden akzeptiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Lehramtsstudium werden Studierende mit verschiedenen Pr\u00fcfungsformaten konfrontiert. Uns interessiert daher insbesondere, wie performanzorientiertere Formate im Vergleich zu eher etablierten Formaten wahrgenommen und empfunden werden. In der Forschungsliteratur haben wir bisher keine empirischen Studien gefunden, aus denen f\u00fcr Lehramtsstudierende schon Hinweise abzulesen sind (zumindest bisher, Hinweise nehmen wir nat\u00fcrlich gerne entgegen). Was es aber gibt, sind Studien zur Wahrnehmung von Pr\u00fcfungen in einem Studium generell. Dabei wurden Pr\u00fcfungsformate aus Sicht der Studierenden hinsichtlich verschiedener Merkmale betrachtet, bspw. ob sie als fair oder auch authentisch f\u00fcr das Ziel des Studiums empfunden werden (z.B. Struyven, Dochy &amp; Janssens, 2005). Pr\u00fcfungsformen, die nur in der Lehramtsausbildung vorkommen, wie den benoteten Unterrichtsbesuch, wurden dabei bisher kaum betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund haben wir eine eigene kleine Befragung initiiert und mit Hilfe von Likert-Items bei denen Studierende den Grad ihrer Zustimmung zu Aussagen angeben m\u00fcssen, Einsch\u00e4tzungen zu verschiedenen Pr\u00fcfungsformaten in den Dimensionen <em>Fairness<\/em>,<em> Authentizit\u00e4t\/Relevanz<\/em> und <em>Transparenz<\/em> eingeholt. Hierzu haben wir N = 626 Lehramtsstudierende im Masterstudium rund ums Praxissemester befragt.  Das Praxissemester ist dabei ein interessanter Kontext, weil es in NRW ja als bewertungsfreier Rahmen definiert wurde, viele Studierende sich aber dennoch auch eine Bewertung schulpraktischer Leistungen w\u00fcnschen. Wir haben dabei die eher klassischen Formate Klausuren und m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen sowie die eher performanznahen Formate Unterrichtsbesuch und &#8211; f\u00fcr unsere Ziele besonders interessant &#8211; Rollenspiele als Pr\u00fcfungsformat betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"606\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2021\/09\/blogdiagramm-1024x606.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-379\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2021\/09\/blogdiagramm-1024x606.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2021\/09\/blogdiagramm-300x177.png 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2021\/09\/blogdiagramm-768x454.png 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2021\/09\/blogdiagramm-624x369.png 624w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2021\/09\/blogdiagramm.png 1221w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>(c) eigene Darstellung, PERFORM-LA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir sind gerade mitten in der Datenauswertung. Um zumindest schon einmal einen ersten kleinen Einblick zu geben, sind in der Abbildung die Verteilungen der Antworten der Befragten auf das Item &#8222;&#8230; k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich objektiv und nachvollziehbar bewertet werden&#8220;, jeweils unterschieden f\u00fcr die vier Pr\u00fcfungsformate dargestellt. Es geht also um eine grunds\u00e4tzliche Einsch\u00e4tzung, ob eine faire Bewertung an sich m\u00f6glich ist (was im konkreten Fall nat\u00fcrlich davon abh\u00e4ngt, wie eine Pr\u00fcfung genau ausgestaltet wird). Deutlich wird, dass m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen und Rollenspiele von der Mehrheit der Studierenden als weniger objektiv bewertbar eingesch\u00e4tzt werden (jeweils \u00fcber 60%, die der Aussage  nicht zu stimmen, erste drei Kategorien). Uns selbst hat \u00fcberrascht, dass der Unterrichtsbesuch, dessen Bewertung von vielen Referendar*innen im Vorbereitungsdienst eher als instransparent angesehen wird, zumindest bei den Befragten hinsichtlich der Beurteilbarkeit \u00e4hnlich wie Klausuren eingesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten  allen Studierenden, die unsere Items bzw. Fragen beantwortet haben, herzlich danken. Vielen Dank f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung, das hilft uns sehr in unserer Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Literatur<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Miller, G. E. (1990). The assessment of clinical skills\/competence\/performance.\u00a0<em>Academic medicine<\/em>,\u00a0<em>65<\/em>(9), S63-7. (<a href=\"http:\/\/winbev.pbworks.com\/f\/Assessment.pdf\">Online<\/a>)<\/li><li>Struyven, K., Dochy, F., &amp; Janssens, S. (2005). Students\u2019 perceptions about evaluation and assessment in higher education: A review. <em>Assessment &amp; Evaluation in Higher Education<\/em>, <em>30<\/em>(4), 325-341. (<a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/pdf\/10.1080\/02602930500099102\">Online<\/a>)<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einblicke in unsere Forschungsarbeit Ein zentrales Ziel unserer Arbeit ist die Entwicklung performanzorientierter Pr\u00fcfungsformate, also Formaten, in denen Personen m\u00f6glichst handlungsnahe Anforderungen bew\u00e4ltigen m\u00fcssen. Wir orientieren uns dabei an Konzepten der Ausbildung von Mediziner*innen (Miller, 1990). Dort werden bspw. typische Handlungsanforderungen (z.B. 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