{"id":3004,"date":"2024-03-21T14:34:35","date_gmt":"2024-03-21T13:34:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/?p=3004"},"modified":"2024-03-25T10:44:40","modified_gmt":"2024-03-25T09:44:40","slug":"11-gebf-tagung-bildung-verstehen-partizipation-erreichen-transfer-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2024\/03\/21\/11-gebf-tagung-bildung-verstehen-partizipation-erreichen-transfer-gestalten\/","title":{"rendered":"11. GEBF-Tagung &#8222;Bildung verstehen\u00a0\u2022\u00a0Partizipation erreichen\u00a0\u2022\u00a0Transfer gestalten&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_3004 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_3004')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_3004').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dabei handelte es sich um einen Nachholtermin, da eigentlich schon 2020 in Potsdam getagt werden sollte, was aber aufgrund der COVID 19-Pandemie leider kurzfristig nicht m\u00f6glich war. Insofern war es umso sch\u00f6ner, dass sich das Tagungsteam bereit erkl\u00e4rt hat, die Konferenz 2024 wieder auszurichten. Als Repr\u00e4sentant unseres Teams war diesmal nur Christoph (also ich \ud83d\ude09 ) vor Ort. Der Tagungsort war derselbe wie schon auf der Tagung der <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2023\/09\/22\/aepf-2023-willkommen-in-potsdam\/\">AEPF 2023<\/a>. Insofern war es auch gleichzeitig ein Wiedersehen mit dem sch\u00f6nen Campus Griebnitzsee (mit vielen B\u00e4umen im Innenhof und es wurde auch wieder sonnig).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><em>Unsere Beitr\u00e4ge<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr hatten wir die Gelegenheit, uns im Symposium <em>Handlungsnahe Kompetenzmessung mit Simulationen in der Lehrkr\u00e4ftebildung: Potentiale und Herausforderungen<\/em> zu beteiligen, das von <a href=\"https:\/\/www.for2385.uni-muenchen.de\/personen\/doktoranden\/stephanie-kron\/index.html\">Stephanie Kron<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.ed.math.lmu.de\/m\/~didaktik\/index.php?ordner=ufer&amp;data=start\">Prof. Dr. Stefan Ufer<\/a> von der LMU M\u00fcnchen organisiert wurde. Christoph er\u00f6ffnete das Symposium mit einem Vortrag \u00fcber die Entwicklung und Ergebnisse aus der Validierung von Thomas&#8216; Performanztest f\u00fcr die rollenspielbasierte Pr\u00fcfung von Feedbackkompetenz angehender Lehrkr\u00e4fte im Fach Englisch. Dabei konnten wir auch aktuelle Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Performanz in der Simulation und dem Ausma\u00df von fachdidaktischen Wissen, Feedbackwissen und Sprachkompetenz berichten (Danke dir, Thomas, f\u00fcr die Auswertungen!). Danach berichtete <a href=\"https:\/\/www.leibniz-ipn.de\/de\/das-ipn\/ueber-uns\/personen\/johannes-poser\">Johannes Poser<\/a> vom IPN in Kiel \u00fcber die Erfassung der Diagnosekompetenz zum Experimentieren im Fach Biologie mit Hilfe eines virtuellen Klassenraums. In diesem virtuellen Klassenraum werden Gespr\u00e4che mit einzelnen Sch\u00fcler*innen simuliert, denen Fragen gestellt werden m\u00fcssen (ausgew\u00e4hlt aus vorgegebenen Listen). Je nach Antwort, k\u00f6nnen weitere Fragen gestellt werden. W\u00e4hrend dieses Prozesses m\u00fcssen die Studierenden das Kompetenzniveau und das Wissen der simulierten Sch\u00fcler*innen zum Experimentieren einsch\u00e4tzen und am Ende auch nochmals eine abschlie\u00dfende Einstufung der Kompetenz jedes*r Lernenden vornehmen. Daten aus einer Onlineuntersuchung mit N=86 Studierenden zeigte, dass diese die Niveaustufe in ca. 48% der F\u00e4lle korrekt diagnostizieren konnten. Im dritten Vortrag sprach Stephanie Kron \u00fcber die Messung von und Beziehungen zwischen einzelnen Indikatoren der diagnostischen Kompetenz angehender Mathematiklehrkr\u00e4fte. Zur Erfassung der Diagnosekompetenz wurde eine rollenspielbasierte Simulation genutzt, in der Lehramtsstudierende mit von trainierten Schauspieler*innen verk\u00f6rperten Sch\u00fcler*innen zwei diagnostische Einzelgespr\u00e4che f\u00fchren mussten. Zentrales Steuerungsinstrument dieser Simulationen ist dabei die Auswahl von Aufgaben, die sie den Sch\u00fcler*innen im Verlauf verschiedene vorlegen m\u00fcssen, die die Sch\u00fcler*innen wiederum bearbeiten. Aus Ergebnis und der Beobachtung des Bearbeitungsprozesses wiederum sollte am Ende der Lernstand der Sch\u00fcler*innen bzgl. neun Facetten der Dezimalbruchrechnung beurteilt werden. Als Indikator der Diagnosekompetenz wurde unter anderem der Anteil an Aufgaben berechnet, die ein hohes diagnostisches Potential innerhalb des Gespr\u00e4chs aufweisen. Dabei zeigte sich in einer Untersuchung mit N=63 Studierenden, dass so gut wie keine Anpassung der Aufgabenauswahl anhand der Sch\u00fcler*innenantworten stattfindet. Alle unsere Vortr\u00e4ge wurden aus einer medizindidaktischen Perspektive von <a href=\"https:\/\/nephrologie-intensivmedizin.charite.de\/metas\/person\/person\/address_detail\/prof_dr_med_harm_peters\/\">Prof. Dr. med Harm Peters<\/a> von der Charit\u00e9 Berlin diskutiert, was sehr bereichernd war und mir einige Anregungen f\u00fcr unsere weitere Arbeit im Projekt gegeben hat. Vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle an Stephanie und Stefan f\u00fcr die Einladung und die Organisation! Daneben waren Jana und Christoph auch als Co-Autoren am Beitrag Pedagogical reasoning bei der Unterrichtsplanung \u2013 Eine netzwerkanalytische Untersuchung des Planungsentscheidens beteiligt, in dem <a href=\"https:\/\/www.bildung.uni-siegen.de\/mitarbeiter\/scholl\/\">Prof. Dr. Daniel Scholl<\/a> unsere gemeinsamen Arbeiten zur Darstellung von Unterrichtsplanungen mit netzwerkanalytischen Methoden vorstellte. Danke auch dir Daniel!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3043\" style=\"width:653px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2024\/03\/gebf24_campus_eingang-624x468.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bildnachweis:<\/em> \u00a9 Christoph Vogelsang| Altehrw\u00fcrdiger Eingang<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Inspirationen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Daneben gab es auch dieses Jahr wieder viele interessante Vortr\u00e4ge und Poster zu unterschiedlichsten Aspekten der empirischen Bildungsforschung. Besonders interessant f\u00fcr uns war nat\u00fcrlich die (virtuelle) Keynote von <a href=\"https:\/\/www.gse.upenn.edu\/academics\/faculty-directory\/grossman\">Prof. Dr. Pam Grossman<\/a> von der Penn GSE &#8211; University of Pennsylvania, die unter dem Titel <em>Core Practices for Teaching: A Language for Developing and Improving Professional Practice<\/em> einen Ansatz vorstellte, den auch wir f\u00fcr die Entwicklung unserer simulationsbasierten Pr\u00fcfungen verwenden. Im Zentrum stehen so genannten <em>Core Practices<\/em>, also professionelle Praktiken, die prototypisch und fundamental f\u00fcr den Lehrkr\u00e4fteberuf sind. Zum Erwerb von Kompetenzen bzgl. dieser Kernpraktiken entwickelte und erprobte sie zusammen mit Anderen auch spezifische Ans\u00e4tze f\u00fcr die Lehre (vgl. Grossman, 2018). In einer weiteren Keynote sprach <a href=\"https:\/\/www.mercator-institut-sprachfoerderung.de\/institut\/unser-team\/michael-becker-mrotzek\/\">Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek<\/a> zum Transfer sprachlicher F\u00f6rderkonzepte. Nach einem \u00dcberblick \u00fcber aktuelle Lernstandserhebungen zu Lesef\u00e4higkeiten deutscher Sch\u00fcler*innen berichtete er unter anderem am Beispiel des <a href=\"https:\/\/www.lesen-in-deutschland.de\/journal\/lesefoerderung-mit-dem-hamburger-leseband-1876\">Hamburger Lesebands<\/a>, welche Bedingungen notwendig sind, damit empirisch abgesicherte, lernwirksame Intervention zur F\u00f6rderung der Lesekompetenz auch in der Breite des Schulsystems implementiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch neben den Keynotes gab es nat\u00fcrlich einige Highlights. Bspw. berichtete <a href=\"https:\/\/www.iew.uni-hannover.de\/de\/mkirchhoff\">Madlena Kirchhoff<\/a> \u00fcber die Entwicklung und Evaluation eines Seminars zur F\u00f6rderung der <em>Core Practices<\/em> \u201eZiele festlegen\u201c und \u201eUnterrichtseinstiege erstellen\u201c. Dabei orientierte sie sich mit ihren Kolleg*innen am oben schon erw\u00e4hnten Ansatz zur F\u00f6rderung von Core Practices (Grossman, 2018), wobei die Studierenden ihre geplanten Unterrichtseinstiege auch in <em>Microteaching<\/em>-Simulationen erprobt haben. Zur Evaluation entwickelten sie Instrumente zur Erfassung der <em>Core Practices<\/em>, die sich zumindest f\u00fcr das Festlegen von Zielen auch in der theoretisch erwarteten Struktur empirisch abbilden lie\u00dfen. <a href=\"https:\/\/www.uni-erfurt.de\/erziehungswissenschaftliche-fakultaet\/fakultaet\/profil\/fachgebiete-und-professuren\/erziehungswissenschaft-und-empirische-bildungsforschung\/bildungsforschung-und-methodenlehre\/team\/holger-futterleib\">Holger Futterbleib<\/a> pr\u00e4sentierte Ergebnisse experimenteller Studien zur Frage, inwiefern Personen der empirischen Bildungsforschung die F\u00e4higkeit und Zust\u00e4ndigkeit zuschreiben, relevante Beitr\u00e4ge f\u00fcr gesellschaftliche Entscheidungen bzgl. Fragen der Bildung liefern. In quotenrepr\u00e4sentierten Stichproben aus der deutschen Bev\u00f6lkerung konnten dabei die Ergebnisse fr\u00fcherer Laboruntersuchungen best\u00e4tigt werden. Wurden Personen Ergebnisse der Bildungsforschung pr\u00e4sentiert, die ihren Vor\u00fcberzeugungen widersprach (hier: Wirksamkeit von Klassenwiederholungen), schrieben sie der Bildungsforschung geringere F\u00e4higkeit und Zust\u00e4ndigkeit zu. Dieser Effekt bliebt aber auf den konkreten Kontext beschr\u00e4nkt und wurde nicht auf andere Themen generalisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt war es auch dieses Jahr eine gelungene Konferenz, die auch sehr nachhaltig geplant und durchgef\u00fchrt wurde (z.B. mit Mehrwegbechern, vegetarisch\/veganem Catering und vielen weiteren kleinen Ideen). Herzlichen Dank an das <a href=\"https:\/\/www.uni-potsdam.de\/de\/gebf2024\/tagungsteam\">Tagungsteam<\/a>! Wir freuen uns schon auf das n\u00e4chste Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Vortr\u00e4ge:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Becker-Mrotzek, M. (2024, 20. M\u00e4rz). <em>Transfer sprachlicher F\u00f6rderkonzepte gestalten. <\/em>11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Futterleib, H., Thomm, E., &amp; Bauer, J. (2024, 18. M\u00e4rz). <em>Das kann man gar nicht untersuchen! Abwertung der F\u00e4higkeit und Zust\u00e4ndigkeit von Bildungswissenschaft in der \u00d6ffentlichkeit.<\/em> 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Grossman, P. (Ed.). (2018).&nbsp;<em>Teaching core practices in teacher education<\/em>. Harvard Education Press.<\/li>\n\n\n\n<li>Grossman, P. (2024, 18. M\u00e4rz). <em>Core Practices for Teaching: A Language for Developing and Improving Professional Practice<\/em>. 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Kirchhoff, M., Telgmann, L., &amp; M\u00fcller, K. (2024, 19. M\u00e4rz). <em>Zur Messung der Core Practices \u201eZiele festlegen\u201c und \u201eUnterrichtseinstiege erstellen\u201c<\/em>. 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Kron, S., Sommerhoff, D., St\u00fcrmer, K., &amp; Ufer, S. (2024, 18. M\u00e4rz). <em>Messung von und Beziehungen zwischen einzelnen Indikatoren der diagnostischen Kompetenz angehender Mathematiklehrkr\u00e4fte.<\/em> 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Poser, J., Fiedler, D., Sch\u00f6nle, D., Reich, C., &amp; Harms, U. (2024, 18. M\u00e4rz). <em>Messung der Diagnosekompetenz zum Experimentieren mit der Klassenraumsimulation SKRBio<\/em>. 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Scholl., D., K\u00fcth, S., Vogelsang, C. Meier, J., &amp; Seifert, A. (2024, 19. M\u00e4rz).  <em>Pedagogical reasoning bei der Unterrichtsplanung \u2013 Eine netzwerkanalytische Untersuchung des Planungsentscheidens<\/em>. 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n\n\n\n<li>Vogelsang, C., Janzen, T., Wotschel, P., &amp; Grotegut, L. (2024, 18. M\u00e4rz). <em>Entwicklung und Validierung einer rollenspielbasierten Simulation als Pr\u00fcfungsverfahren f\u00fcr das Lehramtsstudium im Fach Englisch<\/em>. 11. Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (GEBF), Potsdam.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildungsforschung in Potsdam &#8230; again Diesen M\u00e4rz fand die j\u00e4hrliche Konferenz der Gesellschaft f\u00fcr Empirische Bildungsforschung in Potsdam statt. Dabei handelte es sich um einen Nachholtermin, da eigentlich schon 2020 in Potsdam getagt werden sollte, was aber aufgrund der COVID 19-Pandemie leider kurzfristig nicht m\u00f6glich war. 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