{"id":1718,"date":"2023-02-02T14:46:20","date_gmt":"2023-02-02T13:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/?p=1718"},"modified":"2023-02-20T21:52:40","modified_gmt":"2023-02-20T20:52:40","slug":"aehnlicher-als-man-vielleicht-denkt-ein-workshop-zu-simulationsbasiertem-lehren-und-pruefen-im-medizin-und-lehramtsstudium-von-tim-peters-am-30-01-2023-an-der-uni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2023\/02\/02\/aehnlicher-als-man-vielleicht-denkt-ein-workshop-zu-simulationsbasiertem-lehren-und-pruefen-im-medizin-und-lehramtsstudium-von-tim-peters-am-30-01-2023-an-der-uni\/","title":{"rendered":"<strong>\u201e\u00c4hnlicher als man vielleicht denkt\u2026\u201c \u2013 Ein Workshop zu simulationsbasiertem Lehren und Pr\u00fcfen im Medizin- und Lehramtsstudium von Tim Peters am 30.01.2023 an der Universit\u00e4t Paderborn<\/strong>"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1718 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1718')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1718').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Hierzu hat uns <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ekvv.uni-bielefeld.de\/pers_publ\/publ\/PersonDetail.jsp?personId=317502688\" target=\"_blank\">Dr. phil. Tim Peters<\/a> von der Medizinischen Fakult\u00e4t OWL der Universit\u00e4t Bielefeld besucht und einen Einblick in Entwicklungen und Trends zum Einsatz von Simulationspersonen in der Aus- und Weiterbildung von Mediziner*innen und der Lehramtsausbildung gegeben. Tim Peters koordiniert (u.a.) die medizinische Ausbildung der Allgemein- und Familienmedizin an der Universit\u00e4t Bielefeld und ist einer der Leiter des Ausschusses \u201eSimulationspersonen\u201c der Gesellschaft f\u00fcr Medizinische Ausbildung (GMA). In seiner Zeit an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum hat er zudem den Einsatz simulierter Gespr\u00e4che im Lehramtsstudium erprobt und evaluiert \u2013 er war also insbesondere f\u00fcr unser Projekt ein toller Referent, von dem wir viel lernen konnten! Im Juli 2022 <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2022\/07\/18\/zu-besuch-am-kiss-koelner-interprofessionelles-skills-lab-und-simulationszentrum\/\" target=\"_blank\">berichteten<\/a> wir bereits davon, das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/medfak.uni-koeln.de\/studium-lehre\/kiss-skills-lab\" target=\"_blank\">Skills Lab KISS<\/a> an der Universit\u00e4t K\u00f6ln besucht zu haben. Hier wurden wir von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/medfak.uni-koeln.de\/studium-lehre\/kiss-skills-lab\/unser-team#c39839\" target=\"_blank\">Christian Thrien<\/a> auf seinen Freund und Kollegen, Tim Peters, verwiesen. Die beiden sind Herausgeber des Buches <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/shop\/simulationspatienten-76597.html\" target=\"_blank\">\u201eSimulationspatienten\u201c<\/a> <\/em>\u2013 ein sehr zu empfehlendes Werk in diesem Zusammenhang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Medizin &amp; Lehramt \u2013 \u00c4hnlicher als man vielleicht denkt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wir schon in anderen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2022\/07\/18\/zu-besuch-am-kiss-koelner-interprofessionelles-skills-lab-und-simulationszentrum\/\" target=\"_blank\">Beitr\u00e4gen<\/a> hier im Blog erw\u00e4hnt haben, ist der Einsatz von Simulationen (und Simulationspersonen) in der Lehre und auch in Pr\u00fcfungen der medizinischen Aus- und Weiterbildung eine seit vielen Jahren etablierte Methode, um praktische und kommunikative F\u00e4higkeiten von (angehenden) Mediziner*innen zu f\u00f6rdern und zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Kernidee von Simulationen \u2013 die Erprobung professioneller F\u00e4higkeiten in authentischen und glaubw\u00fcrdigen (aber nicht realen!) Szenarien \u2013 l\u00e4sst sich auch in den Augen von Tim Peters auf andere Professionen \u00fcbertragen, insbesondere auf das Lehramt. So leitete er unseren Workshop mit den Worten <em>\u201e\u00e4hnlicher als man vielleicht denkt\u201c<\/em> ein. Die Analogien zwischen den beiden Ausbildungen haben wir auch <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2021\/11\/23\/was-lehrkrafte-von-arzten-lernen-konnen-bzw-ihre-ausbilderinnen\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> im Blog schon einmal thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><em>Der Einsatz von Simulationspersonen in der medizinischen Lehre<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Einf\u00fchrung in die lerntheoretischen und empirischen Grundlagen der Methode, berichtete Tim Peters uns von verschiedenen M\u00f6glichkeiten, Simulationen in der Lehre und Pr\u00fcfungen einzusetzen. Bei der Methode werden (Laien-) Schauspieler*innen mit Hilfe von Rollenskripten auf verschiedene Simulationsszenarien vorbereitet und diese Szenarien m\u00fcssen dann von Studierenden (oder Mediziner*innen in Weiterbildungen) \u201ebew\u00e4ltigt\u201c werden. Simulationspersonen k\u00f6nnen bspw. die Rolle von Patienten spielen und Symptome eines Krankheitsbildes simulieren. Die Studierenden erhalten dann entsprechend die Aufgabe, eine Diagnose zu erstellen. Auch das \u00dcberbringen schlechter Nachrichten ist eine Anforderung, die im sp\u00e4teren Berufsalltag von zentraler Bedeutung f\u00fcr Mediziner*innen sein wird und dementsprechend schon im Studium mit Simulationspersonen trainiert wird. Wichtig bei dem Einsatz von Simulationen in der Lehre sei insbesondere das anschlie\u00dfende Feedback f\u00fcr die Studierenden \u2013 Tim Peters nannte es sogar <em>\u201eden Kern der Methode\u201c<\/em>. Das Feedback durch Lehrende und Simulationspersonen seien erheblich f\u00fcr einen Lerneffekt verantwortlich. Hierf\u00fcr bedarf es einer strukturierten Schulung und Qualifizierung der Beteiligten, um konstruktives Feedback geben zu k\u00f6nnen. Eine klare Abgrenzung zwischen einer Simulation und einem Rollenspiel wurde auch verdeutlicht: Bei einem Rollenspiel handelt es sich um ein \u201eSpiel untereinander\u201c, Studierende selbst nehmen untereinander verschiedene Rollen ein und spielen ein Szenario durch. Bei einer Simulation nehmen fremde Personen (Schauspieler*innen) Rollen ein und die Studierenden agieren als \u201esie selbst\u201c \u2013 in ihrer sp\u00e4teren beruflichen Funktion bzw. Rolle als Arzt\/\u00c4rztin (oder Lehrperson). Rollenspiele eignen sich f\u00fcr den Einsatz in der Lehre, um vor allem basale F\u00e4higkeiten zu \u00fcben (z.B. ein Gespr\u00e4chsverlauf zu strukturieren). Je komplexer eine Situation ist und je mehr Emotion jedoch in ein Szenario getragen werden muss, desto eher ist der Einsatz von Simulationspersonen empfehlenswert. Hilfreiche Tipps, z.B. zur Rekrutierung von Simulationspersonen finden sich \u00fcbrigens auch im <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/shop\/simulationspatienten-76597.html\" target=\"_blank\">Buch<\/a>!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"914\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-914x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1720\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-914x1024.jpg 914w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-268x300.jpg 268w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-768x860.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-1371x1536.jpg 1371w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-1829x2048.jpg 1829w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2023\/02\/IMG_5277-624x699.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 914px) 100vw, 914px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Das Buch von Tim Peters und Christian Thrien (c) Bild von Jana Meier<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Der Einsatz von Simulationspersonen in Pr\u00fcfungen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dem Einsatz von Simulationen in der Lehre, ging es im Workshop auch um simulationsbasiertes Pr\u00fcfen. Hierzu hat Tim Peters uns u.a. verschiedene Pr\u00fcfungsformen (Performanzpr\u00fcfungen und OSCEs) und Beurteilungssysteme (Checklisten und Globalskalen) vorgestellt. Bei der Pr\u00fcfung eher praktischer F\u00e4higkeiten ist der Einsatz von Checklisten geeignet, bei der Pr\u00fcfung kommunikativer bzw. interaktiver F\u00e4higkeiten sollte eher auf Globalskalen zur\u00fcckgegriffen werden. Mixformate gibt es aber selbstverst\u00e4ndlich auch. Diskutiert haben wir im Zusammenhang von Simulationspr\u00fcfungen vor allem das Spannungsfeld zwischen Objektivit\u00e4t und Validit\u00e4t sowie verschiedenen Schwierigkeiten (z.B. das Beobachterparadoxon, die Pr\u00fcfung von Ausschnittswissen oder Pseudokompetenz). Dar\u00fcber hinaus hat Tim Peters uns einen sehr interessanten Bewertungsansatz vorgestellt: die <em>Entrustable Professional Activities (EPAs)<\/em>. Hierbei handelt es sich um Prozessbeschreibungen von professionellen T\u00e4tigkeiten, indem die erwarteten Kompetenzen (zu verschiedenen Stufen der Professionalisierung) konkreten Situationen des Arbeitskontextes zugeordnet werden. Die Erreichung einer bestimmten Anzahl an EPAs steht dann daf\u00fcr, wie viel Supervision eine Person noch ben\u00f6tigt. Ein sehr anschauliches \u2013 und beeindruckendes \u2013 Beispiel f\u00fcr die Umsetzung von EPAs in Simulationspr\u00fcfungen ist das  <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/medicampus.uni-muenster.de\/7489.html\" target=\"_blank\">\u201eLimette \u2013 Lernzentrum f\u00fcr individualisiertes medizinisches T\u00e4tigkeitstraining und Entwicklung\u201c<\/a> an der Universit\u00e4t M\u00fcnster (ein Blick lohnt sich!).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><em>Ein Einblick in Gespr\u00e4chssimulationen im Lehramt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im interaktiven Teil des Workshops bekamen wir dann die Gelegenheit, von Tim Peters gemeinsam mit Lehrkr\u00e4ften entwickelte Gespr\u00e4chssimulationsszenarien f\u00fcr angehende Lehrkr\u00e4fte zu diskutieren. Hier setzten wir uns mit zwei F\u00e4llen intensiver auseinander und besprachen den Einsatz der Szenarien in der Lehre, der M\u00f6glichkeit, derartige Szenarien noch mehr zu standardisieren und auch die Performanz der Studierenden w\u00e4hrend derartiger Simulationen zu pr\u00fcfen bzw. zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em>Danke!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bedanken uns sehr f\u00fcr den tollen Tag und gehen mit einer Menge an Ideen, neuen Perspektiven und Kontaktm\u00f6glichkeiten in die Weiterarbeit unseres Projekts \ud83d\ude0a Neben Tim Peters danken wir auch allen Teilnehmenden, die den Workshop bereichert haben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Literatur<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Peters, T., &amp; Thrien, C. (Hrsg.). (2018).&nbsp;<em>Simulationspatienten: Handbuch f\u00fcr die Aus\u2013und Weiterbildung in medizinischen und Gesundheitsberufen<\/em>. Hogrefe AG.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche startete f\u00fcr uns aus dem PERFORM-LA Projekt und f\u00fcr weitere interessierte Teilnehmende mit einem spannenden Workshop zu simulationsbasiertem Lehren und Pr\u00fcfen im Medizin- und &nbsp;Lehramtsstudium. Hierzu hat uns Dr. phil. 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