{"id":1478,"date":"2022-10-26T10:54:33","date_gmt":"2022-10-26T08:54:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/?p=1478"},"modified":"2022-11-10T15:42:15","modified_gmt":"2022-11-10T14:42:15","slug":"zu-gast-in-stuttgart-eindruecke-von-der-aepf-tagung-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2022\/10\/26\/zu-gast-in-stuttgart-eindruecke-von-der-aepf-tagung-2022\/","title":{"rendered":"Zu Gast in Stuttgart \u2013 Eindr\u00fccke von der AEPF-Tagung 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1478 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1478')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1478').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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September 2022 fand die AEPF-Tagung unter dem Motto \u201eLehren und Lernen neu gedacht &#8211; Konsequenzen f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Bildungswesen\u201c an der Universit\u00e4t Stuttgart statt. Christoph und Jana waren drei Tage vor Ort, einerseits um unsere aktuellen Arbeiten aus dem PERFORM-LA Projekt vorzustellen, andererseits um viele andere spannende Vortr\u00e4ge aus dem Bereich der empirischen Bildungsforschung zu h\u00f6ren und endlich wieder in Pr\u00e4senz zu \u201enetworken\u201c \u2013 letzteres auch dank eines sehr gelungenen Conference Dinners \ud83d\ude09 .&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir uns erfolgreich den Weg aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof gebahnt haben (was gar nicht so einfach ist\u2026), sind wir relativ fix am Tagungsort angekommen, der sich direkt in der Stuttgarter Innenstadt im Tagungszentrum Hospitalhof befand. Leider k\u00f6nnen wir hier im Blog nicht auf jeden Vortrag eingehen, daher kommt nun eine kleine Auswahl an Arbeiten, die einen Bezug zu unserem Projekt PERFORM-LA aufweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Unsere Highlights<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr spannender Vortrag, der sich mit Simulationen besch\u00e4ftigte, wurde von <a href=\"https:\/\/www.iew.uni-hannover.de\/de\/telgmann\/\">Leonie Telgmann<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.iew.uni-hannover.de\/de\/kmueller\/\">Prof. Dr. Katharina M\u00fcller <\/a>(Leibniz Universit\u00e4t Hannover) vorgestellt. Dabei wurde bzw. wird ein standardardisierter Klassenraum mit sieben Sch\u00fcler*innen simuliert, in dem die teilnehmenden Studierenden innerhalb von 20 Minuten ein kurzes Thema unterrichten sollen. Die Sch\u00fcler*innen sind instruiert, bestimmtes Verhalten zu zeigen (z.B. St\u00f6rungen). Ziel der Simulation ist es, die professionelle Wahrnehmungsf\u00e4higkeit der Studierenden im Bereich Klassenf\u00fchrung zu f\u00f6rdern. In einer Evaluation mit N = 52 Studierenden wurde die Authentizit\u00e4t der Simulation als gut bewertet und auch die selbst eingesch\u00e4tzte Wahrnehmungsf\u00e4higkeit der Studierenden erh\u00f6hte sich. In zuk\u00fcnftigen Analysen wird das Blickverhalten in der Simulation mit Hilfe von Brillen-Eye-Trackern analysiert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.uni-koblenz-landau.de\/de\/landau\/fb5\/iew\/Erziehungswissenschaft\/AB4\/team\/frank-behr\">Dr. Frank Behr<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.uni-koblenz-landau.de\/de\/landau\/fb5\/iew\/Erziehungswissenschaft\/AB4\/team\/kristina-ackeleisnach\">Dr. Kristina Ackel-Eisnach<\/a> (Universit\u00e4t Koblenz-Landau) hat die Ergebnisse einer bundesweiten Elternbefragung (N = 949) vorgestellt, in welcher die Erwartungen und W\u00fcnsche von Eltern an Gespr\u00e4che mit Lehrkr\u00e4ften erfasst wurden. Der Fokus des Vortrags lag hierbei auf Beratungsgespr\u00e4chen. Aus der Beratungsforschung wei\u00df man, dass erfolgreiche Beratungsprozesse auch mit den Erwartungen der Klient*innen zusammenh\u00e4ngen \u2013 daher scheint ein \u00dcbertrag auf Elterngespr\u00e4che nachvollziehbar. Die Ergebnisse der Elternbefragung zeigen, dass die Erwartungen der Eltern durch ihre eigenen Einstellungen gegen\u00fcber Schule und Unterricht beeinflusst werden und dass Eltern von Lehrkr\u00e4ften vor allem <em>hoch ausgepr\u00e4gte Gespr\u00e4chsf\u00fchrungskompetenzen<\/em> erwarten, die sich durch Kongruenz, Akzeptanz und Empathie auszeichnen. Die W\u00fcnsche der Eltern h\u00e4ngen mit ihren Erwartungen zusammen, insbesondere scheint die Kooperationsbereitschaft hier eine gro\u00dfe Rolle zu spielen. Aus dem Vortrag nehmen wir f\u00fcr unsere Arbeit im Projekt mit, dass die F\u00f6rderung von Gespr\u00e4chsf\u00fchrungskompetenzen schon in der universit\u00e4ren Ausbildungsphase von Lehrkr\u00e4ften beginnen muss, um (u.a.) auch die Erwartungen von Eltern zu antizipieren und eine erfolgreiche Perspektiv\u00fcbernahme in Elterngespr\u00e4chen zu realisieren. Frank Behr pr\u00e4sentierte zus\u00e4tzlich auf einem Poster die Evaluationsergebnisse einer digitalen Lernumgebung zur F\u00f6rderung von Gespr\u00e4chsf\u00fchrungs- und Beratungskompetenzen von Lehramtsstudierenden. Kernbestandteile bilden die Analysen von Videos von Elterngespr\u00e4chen von (fremden) Lehrkr\u00e4ften. In einer Teilgruppe wurden aber auch Videos von eigenem simuliertem Beratungshandeln der Studierenden eingesetzt. In ersten Ergebnissen konnten dabei kaum Unterschiede in den aktivierten kognitiven Prozessen bei der Reflexion fremder und eigener videografierter Elterngespr\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Unsere Beitr\u00e4ge<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich darf auch ein Bericht \u00fcber unsere eigenen Vortr\u00e4ge (die leider zeitlich parallel stattfanden) nicht fehlen: Christoph berichtete \u00fcber die Ergebnisse einer Untersuchung von 607 Lehramtsstudierenden, in er wir diese hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Einsch\u00e4tzungen mit verschiedenen Pr\u00fcfungsverfahren befragt haben. Dabei haben wir uns auf Einsch\u00e4tzungen zu vier Formaten fokussiert: Klausur, m\u00fcndliche Pr\u00fcfung, rollenspielbasierte Simulation und Unterrichtsbesuch\/unterrichtspraktische Pr\u00fcfung. \u00dcber diese Befragungen haben wir auch schon einmal in einem Werktstattbericht <a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2021\/09\/26\/wie-nehmen-lehramtsstudierende-verschiedene-pruefungsformate-wahr\/\">hier im Blog<\/a> berichtet. Interessanterweise nahmen die von uns befragten Studierenden Unterrichtsbesuche als vergleichbar fair und transparent wie Klausuren war, was wir so im Vorfeld nicht erwartet haben. Erwartungskonform wurden Unterrichtbesuche und rollenspielbasierte Simulationen aber als authentischere Pr\u00fcfungsformate f\u00fcr das Lehramt  wahrgenommen, als Klausuren und m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen. F\u00fcr weitere Details verweisen wir an dieser Stelle auf die Publikation, die sich gerade noch in der Begutachung befindet. Oder fragt gerne bei uns nach \ud83d\ude09. In der Diskussion nach dem Vortrag wurde \u00fcber die \u00fcberraschenden Befunde diskutiert, wobei verschiedene m\u00f6gliche Ursachen genannt wurden (z.B. zu wenig <em>high-stakes<\/em>-Erfahrungen der Studierenden mit Unterrichtsbesuchen). Generell wurde festgehalten, dass Pr\u00fcfungsformate im Lehramtsstudium in weiteren empirischen Forschungsarbeiten verst\u00e4rkt unter die Lupe genommen werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jana hat in ihrem Vortrag zu Rollenspielen als \u00dcbungs- und Pr\u00fcfungsformate in der universit\u00e4ren Lehramtsausbildung Ergebnisse eine Onlinebefragung vorgestellt, in der die Erfahrungen und Einstellungen zu simulationsbasierten Rollenspielen von 620 Lehramtsstudierenden erfasst wurden. Um an dieser Stelle die Spannung auf die dazugeh\u00f6rige Publikation hoch zu halten, sei nicht zu viel verraten \ud83d\ude09 \u2013 ein zentrales Ergebnis ist aber, dass Lehramtsstudierende sehr verschiedene Vorstellungen von Rollenspielen haben und dass sie diese insbesondere als \u00dcbungen geeignet finden, sich eine objektive Bewertung (im Sinne eines Pr\u00fcfungsformats) aber nur schwierig vorstellen k\u00f6nnen. In der anschlie\u00dfenden Diskussion zum Vortrag wurden m\u00f6gliche Gr\u00fcnde hierf\u00fcr aufgegriffen, z.B. die unterschiedlichen Erfahrungswerte mit Rollenspielen (auch aus der eigenen Schulzeit), die das aktuelle Verst\u00e4ndnis und damit auch die Bewertungen von Rollenspielen als Pr\u00fcfungsformat beeinflussen. Au\u00dferdem wurden hilfreiche Anregungen f\u00fcr die Bewertung von Rollenspielen im Studium eingebracht wie bspw. die Ber\u00fccksichtigung eines Perspektivwechsels in einem Rollenspiel und es wurde ebenfalls ausgiebig diskutiert, wie Studierenden Feedback zu ihrem gezeigten Verhalten in Rollenspielen gegeben werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Dank<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal f\u00fcr das gro\u00dfe Interesse an unseren Vortr\u00e4gen und das wertvolle Feedback! P\u00fcnktlich zu Beginn der \u201eCannstatter Wasen\u201c haben wir uns dann wieder auf den (langen) Heimweg gemacht und nehmen neben dem hilfreichen Feedback auch viele neue Kontakte mit in die weitere Arbeit im Projekt und freuen uns sehr auf weiteren Austausch! &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2022\/10\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1480\" width=\"260\" height=\"351\" \/><figcaption>Aufbau der Cannstatter Wasen, <em>Bildnachweis:<\/em> (c) Jana Meier<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>Vortr\u00e4ge:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Behr, F. (2022). <em>Effekte einer digitalen Lernumgebung auf die professionelle Wahrnehmung von Lehrer-Elterngespr\u00e4chen<\/em>. Poster auf der AEPF-Tagung 2022. Universit\u00e4t Stuttgart. 22.09.2022<\/li><li>Behr, F., &amp; Ackel-Eisnach, K. (2022). <em>Erwartungen und W\u00fcnsche von Eltern an Gespr\u00e4che mit Lehrkr\u00e4ften &#8211; Eine bundesweite Elternbefragung<\/em>. AEPF-Tagung 2022. Universit\u00e4t Stuttgart. 23.09.2022.<\/li><li>Meier, J., Vogelsang, C., Wotschel, P., &amp; Janzen, T. (2022). <em>Rollenspiele als \u00dcbungs- &amp; Pr\u00fcfungsformate in der universit\u00e4ren Lehramtsausbildung<\/em>. AEPF-Tagung 2022. Universit\u00e4t Stuttgart. 22.09.2022.<\/li><li>Telgmann, L., &amp; M\u00fcller, K. (2022). <em>Uncovering preservice teachers&#8216; professional vision in action via standardized classroom simulations<\/em>. AEPF-Tagung 2022. Universit\u00e4t Stuttgart. 21.09.2022.<\/li><li>Vogelsang, C., Meier, J., Wotschel, P., &amp; Janzen, T. (2022). <em>Einsch\u00e4tzungen Studierender zu Pr\u00fcfungsformaten im Lehramtsstudium<\/em>. AEPF-Tagung 2022. Universit\u00e4t Stuttgart. 22.09.2022.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 21.- 23. 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