{"id":1018,"date":"2022-02-10T10:15:00","date_gmt":"2022-02-10T09:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/?p=1018"},"modified":"2022-03-24T08:36:23","modified_gmt":"2022-03-24T07:36:23","slug":"den-wald-statt-lauter-baeume-sehen-forschungssynthesen-in-der-empirischen-bildungsforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/2022\/02\/10\/den-wald-statt-lauter-baeume-sehen-forschungssynthesen-in-der-empirischen-bildungsforschung\/","title":{"rendered":"Den Wald statt lauter B\u00e4ume sehen \u2013 Forschungssynthesen in der empirischen Bildungsforschung"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1018 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1018')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1018').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/performla\\\/2022\\\/02\\\/10\\\/den-wald-statt-lauter-baeume-sehen-forschungssynthesen-in-der-empirischen-bildungsforschung\\\/\",\"post_id\":1018,\"post_title_referrer_track\":\"Den+Wald+statt+lauter+B%C3%A4ume+sehen+%E2%80%93+Forschungssynthesen+in+der+empirischen+Bildungsforschung\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2022\/02\/wald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1050\" width=\"287\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2022\/02\/wald.jpg 960w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2022\/02\/wald-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2022\/02\/wald-768x511.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/files\/2022\/02\/wald-624x415.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><figcaption>Oft ist es sinnvoll, die Forschungslandschaft in ihrer Gesamtheit zu betrachten, statt einzelne Studien &#8211; also statt den Baum, den ganzen Wald zu betrachten. <br> Bildnachweis: \u00a9 Pixabay<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Jeden Tag werden wir ein bisschen schlauer, denn es erscheinen neue Studien zu den vielf\u00e4ltigsten Themen der Bildungsforschung. Gibt man bei Google Scholar die Begriffe \u201edigitale Medien\u201c und \u201eSchule\u201c ein, so werden allein f\u00fcr das Jahr 2021 \u00fcber 2.000 Ergebnisse angezeigt! Da ist es nicht nur f\u00fcr Forschende oder Politiker*innen schwierig den \u00dcberblick zu behalten, die im Sinne einer evidenzbasierten Steuerung die Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung heranziehen, sondern besonders f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte, die diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen sollen. Oftmals w\u00fcrden diese sich gerne an Erkenntnissen der neuesten Forschung bedienen, haben aber weder die Zeit noch die M\u00f6glichkeiten sich mit verschiedenen Studien zu besch\u00e4ftigen und die f\u00fcr sie daraus wichtigen Schl\u00fcsse zu ziehen. <strong>Um hier die vielen Einzelergebnisse geb\u00fcndelt und eingeordnet betrachten zu k\u00f6nnen, sind Forschungssynthesen von gro\u00dfer Bedeutung<\/strong>, so wie sie zum Beispiel am <a href=\"https:\/\/www.edu.tum.de\/suf\/forschungssynthesen-am-zib\/\">Zentrum f\u00fcr internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der TU M\u00fcnchen<\/a> bei der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.edu.tum.de\/suf\/forschungssynthesen-am-zib\/\" target=\"_blank\">Arbeitsgruppe Forschungssynthesen am ZIB<\/a> entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Was sind Forschungssynthesen und wie werden sie erstellt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt im Grunde <strong>drei Arten von Forschungssynthesen<\/strong>: <em>Metaanalysen<\/em>, <em>systematische Reviews <\/em>und <em>Second-Order Metanalysen\/Reviews<\/em>. Der Unterschied zwischen den Metaanalysen und den systematischen Reviews liegt darin, dass erstere statistische Methoden zu einer zusammenfassenden Synthese benutzen und so ein auch quantifizierendes Quasi-Ergebnis aller Studien erzeugen, w\u00e4hrend letztere die Ergebnisse beschreibend zusammenfassen. Second-Order Metanalysen\/Reviews sind so etwas wie Meta-Metaanalysen (\u00e0 la <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sZYgsZPAPSs\"><em>Inception<\/em><\/a>). Sie fassen entsprechend des Typus die Ergebnisse mehrerer Synthesen zusammen.  Laut <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.edu.tum.de\/suf\/forschungssynthesen-am-zib\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.edu.tum.de\/suf\/forschungssynthesen-am-zib\/\" target=\"_blank\">Arbeitsgruppe Forschungssynthesen am ZIB<\/a>, gibt es f\u00fcnf Schritte f\u00fcr den Ablauf von Forschungssynthesen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li><em>Literaturrecherche<\/em><\/li><li><em>Ein- und Ausschlusskodierung<\/em><\/li><li><em>Feinkodierung<\/em><\/li><li><em>Ergebnisgewinnung<\/em><\/li><li><em>Transfer<\/em><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Zurzeit werden von der Arbeitsgruppe viele f\u00fcr die Unterrichts- und Schulpraxis relevante Themen wie Digitale Medien, Lesekompetenz oder MINT untersucht und <a href=\"https:\/\/www.edu.tum.de\/suf\/fuer-lehrkraefte\/forschungssynthese\/\">f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte<\/a> sehr eing\u00e4ngig aufbereitet. Sogar zu Forschungssynthesen finden sich dort ein Erkl\u00e4rvideo:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Forschungssynthese? Was ist das?\" width=\"625\" height=\"352\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/oHu4M4D2ykI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Einflussgr\u00f6\u00dfen und Effektst\u00e4rken<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr bekanntes und auch hier im Blog schon zitiertes Beispiel f\u00fcr eine Second-Order Metaanalyse ist von John Hattie 2009 unter dem Titel <em>Visible learning <\/em>ver\u00f6ffentlicht worden. In dieser Synthese wurden um die 800 Meta-Analysen zusammengefasst und  ein Ranking erstellt, in dem verschiedene Einflussgr\u00f6\u00dfen und die St\u00e4rken ihrer Effekte auf das Lernen ersichtlich werden. <strong>Feedback<\/strong>, welches als zentrales Konzept in unserem Teilprojekt f\u00fcr das Fach Englisch eine wichtige Rolle spielt, hat hierbei mit d=0.73, <strong>eine im Vergleich sehr hohe Effektst\u00e4rke auf das Lernen von Sch\u00fcler*innen<\/strong> (Hattie, 2009). Es ist daher aus unserer Sicht umso wichtiger, dass Lehrkr\u00e4fte auch in dieser einflussreichen Kompetenz handlungsnah ausgebildet und gepr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Literatur:<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Hattie, J. (2009). <em>Visible learning: A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement<\/em>. Routledge.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden Tag werden wir ein bisschen schlauer, denn es erscheinen neue Studien zu den vielf\u00e4ltigsten Themen der Bildungsforschung. Gibt man bei Google Scholar die Begriffe \u201edigitale Medien\u201c und \u201eSchule\u201c ein, so werden allein f\u00fcr das Jahr 2021 \u00fcber 2.000 Ergebnisse angezeigt! Da ist es nicht nur f\u00fcr Forschende oder Politiker*innen schwierig den \u00dcberblick zu behalten, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":9073,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[13,5,36],"class_list":["post-1018","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-der-lehrerbildungsforschung","tag-empirische-bildungsforschung","tag-feedback","tag-lehrerbildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9073"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1018"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1117,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018\/revisions\/1117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/performla\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}