{"id":47,"date":"2016-10-28T15:40:48","date_gmt":"2016-10-28T13:40:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/nil\/?page_id=47"},"modified":"2017-05-23T16:18:45","modified_gmt":"2017-05-23T14:18:45","slug":"lehre","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/nil\/lehre\/","title":{"rendered":"Lehre"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_47 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_47')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_47').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Fluss und Meer als Motiv und Metapher<\/li>\n<li>Sommer 2014\u00a0 |\u00a0 Stadt, Land, Fluss. Film zwischen Metropole und Provinz<\/li>\n<li>Sommer 2013\u00a0 |\u00a0 Repression und Exzess (Seminar mit Anke Zechner)<\/li>\n<li>Winter 2012\/13\u00a0 |\u00a0 The end of the world as we know it. Mediale Imagination von Krise, Katastrophe und Untergang<\/li>\n<li>Sommer 2012\u00a0 |\u00a0 Kino in Bewegung. Die Frage nach dem Ort des Films<\/li>\n<\/ul>\n<p>SoSe 2017<br \/>\n<strong>Die Natur des Films<br \/>\nPolitik des &#8222;Nat\u00fcrlichen&#8220; im dokumentarischen, wissenschaftlichen und experimentellen Film<\/strong><\/p>\n<p>\u201eNatur\u201c bezeichnet eine selbstverst\u00e4ndliche (oder nicht mehr ganz so selbstverst\u00e4ndliche) Dimension der uns umgebenden materiellen Welt &#8211; aber auch ein Konzept, das sich von antiker Naturphilosophie bis zu zeitgen\u00f6ssischem \u00f6kologischen Denken in stetem Wandel befindet. Natur ist au\u00dferdem Gegenstand und Motiv von Filmen, in denen sie mal mehr, mal weniger in den Vordergrund tritt, immer aber von ihnen mit gepr\u00e4gt oder erst hervorgebracht wird \u2013 die \u201eNatur des Films\u201c. Letztere soll im Seminar auf zwei Ebenen untersucht werden.<br \/>\nZur vermeintlichen \u201eNatur des Films\u201c ist vor allem der narrative Spielfilm mit menschlichen Akteuren geworden. Nichtfiktionale Naturfilme spielen eine untergeordnete Rolle in der Filmgeschichtsschreibung und in der Filmwissenschaft. Dabei haben sie die Geschichte des Kinos zun\u00e4chst ma\u00dfgeblich bestimmt, etwa durch Landschaftsaufnahmen oder wissenschaftliche Bewegungsstudien von Tieren, mit spezifisch filmischen Verfahren wie Zeitlupe, Zeitraffer oder Mikrokinematographie. Naturdokumentarische Bilder verlagern sich sp\u00e4ter vor allem ins Fernsehen, ihre Motivik findet aber auch Eingang in Experimentalfilm und Bildende Kunst, in kulturelle Debatten \u00fcber Klimawandel und Anthropoz\u00e4n und nicht zuletzt in medientheoretische Diskurse, die Medien selbst mehr als Umwelten statt nur als Instrumente der Darstellung begreifen.<br \/>\nDas Seminar will einen \u00dcberblick zu Geschichte und Theorie nichtfiktionaler Filmformen erarbeiten, die sich mit Natur (und Naturwissenschaft) befassen und so die ganz grundlegende Frage verhandeln, was unter \u201eNatur\u201c \u00fcberhaupt verstanden und wie sie im Verh\u00e4ltnis zu Mensch und \u201eKultur\u201c beschrieben wird.<\/p>\n<p>SoSe 2016<br \/>\n<strong> Introduction to Film Studies<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>This course is held in English and introduces the following areas of film studies: 1. Classical and recent film theories, 2. Histories of film and cinema, 3. Film analysis (based on technological and aesthetical elements such as shot, movement, light, colour, sound, mise-en-scene, and editing). We will also address related questions about cinematic space, film beyond narration, the social and political significance of film, and the role of film within media studies. In terms of theory and methodology this course provides a \u201cstarter kit\u201d. Importance is as much placed on text-based work as on a practice of perception. Attendance at 3-4 film screenings within the semester program of \u201cLichtblick e.V.\u201d is mandatory.\u00a0 The course equally addresses international and German students. Differences in language skills are expected and should not keep you from attending this class if you want to practice reading and discussing in English.<\/p>\n<p>WiSe 2013\/14, 2014\/15, 2015\/16, 2016\/17<br \/>\n<strong>Einf\u00fchrung in die Filmwissenschaft<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Einf\u00fchrungsseminar werden verschiedene, korrespondierende Ebenen der Filmwissenschaft im \u00dcberblick vorgestellt: 1. klassische und neuere Ans\u00e4tze der Filmtheorie, 2. ihre Verschr\u00e4nkung mit Film- und Kinogeschichte, 3. technische und \u00e4sthetische Parameter (Einstellung und Bewegung, Licht und Farbe, Ton und Musik, mise-en-sc\u00e8ne und Montage) sowie Filmanalyse anhand von Beispielen. Dabei werden auch weiterf\u00fchrende Fragen etwa nach der Rolle des Kinoraums, Filmwahrnehmung jenseits etablierter Erz\u00e4hlstrukturen, sozialen und politischen Aspekten von Film oder der Verortung von Filmwissenschaft in der Medienwissenschaft angesprochen. Die Einf\u00fchrung soll eine theoretische und methodische Grundlage bieten, neben textbasierter Arbeit aber vor allem auch eine gemeinsame \u201eSchule des Sehens\u201c. In Kooperation mit Lichtblick e.V. wird ein begleitendendes Filmprogramm angeboten, die Teilnahme an mindestens drei abendlichen Kinoterminen ist verbindlich.<\/p>\n<p>SoSe 2015<br \/>\n<strong>&#8218;W\u00e4ssrige Medien&#8216;<\/strong><br \/>\n<strong> Fluss und Meer als Motiv, Metapher und Struktur<\/strong><\/p>\n<p>Das \u201aw\u00e4ssrige Medium\u2018 stammt terminologisch aus den Naturwissenschaften \u2013 es dient dazu, andere Stoffe aufzunehmen, als Tr\u00e4gersubstanz oder N\u00e4hrl\u00f6sung. Die Kultur- und Mediengeschichte ist ihrerseits von Bildern des Fl\u00fcssigen durchzogen. Wasser hat eine lange Tradition als Motiv wie als Metapher, vom vielzitierten antiken Diktum \u201ePantha rei\u201c bis zur \u201efl\u00fcssigen Moderne\u201c (Zygmunt Baumann). Auch die Seefahrt hat bildlich Eingang in die Geisteswissenschaften gefunden (das Schiff als \u201eHeterotopie par excellence\u201c bei Focault oder der \u201eSchiffbruch mit Zuschauer\u201c bei Blumenberg) \u2013 und nicht zuletzt ins Vokabular des Netzes (surfen, navigieren). Weitreichender als das blo\u00dfe Befahren von Gew\u00e4ssern erscheint das Eintauchen, eine buchst\u00e4bliche Umsetzung des Konzepts medialer Immersion. W\u00e4hrend Fl\u00fcssen als Transport- und Verkehrswegen in einem eher n\u00fcchternen Sinne \u201eau\u00dferordentliche Medialit\u00e4t\u201c (Lorenz Engell) zugeschrieben wird, dient das Meer, Hort des \u201eozeanischen Gef\u00fchls\u201c, als gleichsam universale Projektionsfl\u00e4che.<br \/>\nDas Seminar versucht diese verschiedenen Zug\u00e4nge zu \u201aw\u00e4ssrigen\u2018 R\u00e4umen zu ordnen und folgt, vor allem anhand von Filmen, einem motivgeschichtlichen Faden. Dar\u00fcber hinaus fragt es nach der medientheoretischen Produktivit\u00e4t von Gew\u00e4ssern, metaphorisch und ganz konkret (wie Harold Innis mit seiner Wirtschafts- und Mediengeschichte anhand der kanadischen Wasserwege). Schlie\u00dflich soll es um behauptete strukturelle Analogien zwischen dem \u201aW\u00e4ssrigen\u2018 und dem \u201aMedialen\u2018 gehen \u2013 ob also das Wasser \u201enicht nur als ein besonderer Wahrnehmungsgegenstand [\u2026], sondern ein Wahrnehmungssystem\u201c (Deleuze) verstanden werden kann.<\/p>\n<p>SoSe 2014<br \/>\n<strong>Stadt, Land Fluss<\/strong><br \/>\n<strong> Film zwischen Metropole und Provinz<\/strong><\/p>\n<p>Ein seltener Kinofilm, der zun\u00e4chst in Paderborn spielt, ist Franz-Josef Spiekers Debut &#8222;Wilder Reiter GmbH&#8220; (1967). Dieser Anfangsschauplatz wird allerdings nach kurzer Zeit wieder verlassen, denn den Protagonisten zieht es fort nach M\u00fcnchen. Der Film reiht sich damit in eine lange erz\u00e4hlerische Tradition vom Aus- und Aufbruch aus l\u00e4ndlicher oder kleinst\u00e4dtischer Enge, der in die Gro\u00dfstadt f\u00fchrt, oder &#8211; unbestimmter &#8211; in die weite Welt. Entscheidend ist dabei h\u00e4ufig der Aufbruch an sich, die Bewegung.<br \/>\nKino, bewegtes Bild und filmisches Sehen sind von Beginn an mit Urbanit\u00e4t und Moderne in Verbindung gebracht worden. Auf formaler Ebene stehen Stadt und Kino f\u00fcr beschleunigte und fragmentierte Wahrnehmung, f\u00fcr sinnlichen Rausch ebenso wie f\u00fcr geistigen Fortschritt. Auf motivischer Ebene wird die Stadt zum Ort der Entfremdung und des Unheils \u2013 oder eben der Verhei\u00dfung und des Gl\u00fccks.<br \/>\nDoch auch dem l\u00e4ndlichen Raum, wo der &#8222;Fluss des Lebens&#8220; (Siegfried Kracauer) scheinbar langsamer flie\u00dft, ist das Kino zugetan und inszeniert ihn als Schauplatz oder gar Sehnsuchtsort. Anders als die Stadt wurde er h\u00e4ufig mit dem Begriff &#8222;Heimat&#8220; assoziiert, den speziell die deutsche Filmgeschichte immer wieder umkreist und problematisiert. Eine augenzwinkernde Hinwendung zum meist abwertend gebrauchten Begriff &#8222;Provinz&#8220; zeigt sich dagegen j\u00fcngst z.B. in der Benennung des Filmfestivals Eberswalde als &#8222;Provinziale&#8220;.<br \/>\nDas Seminar widmet sich anhand von Textlekt\u00fcre und Filmsichtung der Motivik und Ikonographie, den medialen Raum- und Zeitkonfigurationen von Gro\u00df- und Kleinstadt, Land und Landschaft. Zum anderen soll es um die Rolle des Kinos als sozialem Ort im st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Raum gehen, um Film- und letztlich auch um Diskurskultur. Die selbst im Fluss befindlichen Bilder von Stadt und Land sollen dabei \u00fcber g\u00e4ngige Zuschreibungen hinaus diskutiert werden.<\/p>\n<p>SoSe 2013<br \/>\n<strong>Repression und Exzess <\/strong><br \/>\n(Seminar mit Anke Zechner)<\/p>\n<p>\u201eExzess\u201c bedeutet zun\u00e4chst \u201e\u00fcber etwas hinausgehen\u201c \u2013 im Weiteren \u00dcberschuss und \u00dcberfluss, Verschwendung und Ma\u00dflosigkeit, Grenz\u00fcberschreitung und Kontrollverlust. Alltagssprachlich wird der Begriff im Zusammenhang mit Drogenrausch, ausschweifender Sexualit\u00e4t und Gewalt benutzt, die oft als Reaktion auf gesellschaftliche Repression verstanden werden. Im \u00f6konomischen Kontext verweist er auf st\u00e4ndige Gewinnmaximierung, Ausbeutung und beschleunigtes Wachstum, das scheinbar zwangsl\u00e4ufig zu seiner Kehrseite f\u00fchrt, zu Krise und Verknappung.<br \/>\nDas Konzept \u201eExzess\u201c scheint in seiner \u00fcberbordenden Bedeutungsf\u00fclle analytische Reflexion zu erschweren, in der Filmwissenschaft ist es dennoch schon vereinzelt zur Anwendung gekommen. Wir m\u00f6chten \u201eExzess\u201c in diesem Seminar auf vier Ebenen betrachten: 1. semiotisch \/ formal, 2. soziologisch \/ gegenwartspolitisch, 3. \u00e4sthetisch und 4. motivisch. Dabei gehen wir zun\u00e4chst aus von Kristin Thompsons formalistischem Concept of Cinematic Excess (1977), das wir kritisch befragen wollen, insofern es als Exzess versteht, was aus dem zweckm\u00e4\u00dfigen Rahmen filmischer Narration f\u00e4llt und diesen Rahmen so als Norm festigt. Die verschiedenen Ebenen des Begriffs sollen anhand weiterer Texte u.a. von Roland Barthes, Steven Shaviro und Linda Williams erarbeitet werden, aber auch anhand gemeinsamer Filmerfahrung, die potenziell ein ebenso \u00fcberbordendes, breites und kontroverses Spektrum umfasst wie der Begriff selbst: vom Stummfilm zum avantgardistischen Cinema of Transgression, vom monumentalen Blockbuster zum Trash-Exploitation-Kino, von Filmen im Geiste der politischen und \u00e4sthetischen Revolte der 60er\/70er Jahre bis zum Hochglanzkino der 1980er Jahre oder auch den irritierenden Horrorfilmen David Cronenbergs.<\/p>\n<p>WiSe 2012\/13<br \/>\n<strong>The end of the world as we know it<\/strong><br \/>\n<strong> Mediale Imagination von Krise, Katastrophe und Untergang<\/strong><\/p>\n<p>Wenn am Ende des Jahres 2012 einmal mehr das Ende der Welt auf der Agenda steht, kommen uns die zugeh\u00f6rigen Szenarien seltsam vertraut vor. Die Jahrtausendwende, und mit ihr die letzte signifikante H\u00e4ufung von Untergangsphantasien, liegt noch nicht allzu lange zur\u00fcck \u2013 und sie war nicht die erste Ausrufung der Apokalypse. Letztere scheint mehr Dauer- als Ausnahmezustand, gleichsam die \u201ekontinuierliche Katastrophe\u201c der kapitalistischen Moderne, wie sie Walter Benjamin in seinem Fragment \u201eZentralpark\u201c 1939 beschrieb. \u00d6kologische Krisenszenarien spitzen sich zu, werden alarmistisch aufgeblasen und wieder verdr\u00e4ngt, bei gleichzeitiger \u00dcberpr\u00e4senz \u00f6konomischen Zerfalls \u2013 in seiner Erscheinungsform als Finanzmarktkrise seltsam k\u00f6rperlos und entkoppelt von real wahrgenommenen N\u00f6ten. Wie Begleitmusik wirkt die fast ununterbrochen anhaltende \u201eRenaissance\u201c des Katastrophen- und Endzeitfilms, \u00fcber Genregrenzen hinweg.<br \/>\nDie Welt ohne uns ist offenbar eine so attraktive Vorstellung, dass fortw\u00e4hrend fiktionale Naturkatastrophen und Super-GAUs, Kriege und Epidemien, intelligente Maschinen und Au\u00dferirdische die Menschheit dahinraffen. Filme werden dabei zu Zeitmaschinen, die sich an die Enden der Welt begeben und dort die Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft, Wirklichkeit und Imagination verwischen \u2013 so der k\u00fcrzlich verstorbene Chris Marker in \u201eLa Jete\u00e9\u201c, aber z.B. auch die ebenso popul\u00e4re wie kulturwissenschaftlich durchdeklinierte \u201eMatrix\u201c-Reihe. Nicht nur im Kino geht die Welt unter: Die fr\u00fche Geschichte des Radios ist kanonisch gepr\u00e4gt von der Massenpanik um Orson Welles\u2018 H\u00f6rspiel \u201eWar of the worlds\u201c, Internet-Foren werden zu Tummelpl\u00e4tzen f\u00fcr Apokalypseszenarien und das ZDF hat f\u00fcr den 21. Dezember eine Live-Schalte zum Weltuntergang eingeplant. Das Seminar m\u00f6chte (mit Schwerpunkt auf Film) mediale Erscheinungsformen der Katastrophenphantasie untersuchen, die in wiederholter Verk\u00fcndung des ultimativen Endes weiter und weiter lebt.<\/p>\n<p>SoSe 2012<br \/>\n<strong>Kino in Bewegung<\/strong><br \/>\n<strong> Die Frage nach dem Ort des Films<\/strong><\/p>\n<p>In der Filmwissenschaft wird seit einiger Zeit nicht mehr vorrangig die ontologische Frage gestellt, WAS Film ist, sondern WO Film ist. Dass sich dieses WO durch seine wachsende Verf\u00fcgbarkeit tiefgreifend ver\u00e4ndert, kann zun\u00e4chst unbestritten vermerkt werden, nicht nur um des sich aufdr\u00e4ngenden Wortspiels willen, dass die bewegten Bilder in Bewegung sind \u2013 und mit ihnen auch ihre einst mehr oder weniger feste Heimstatt, das Kino. War Filmwissenschaft die l\u00e4ngste Zeit \u201eKinowissenschaft\u201c und muss nun mit Blick auf die sich wandelnden Orte des Films zur Medienwissenschaft werden (vgl. Sommer \/ Hediger \/ Fahle 2011)? Oder steht eine wirkliche \u201eKinowissenschaft\u201c noch aus (vgl. Schl\u00fcpmann 2004)? Das soll anhand von Texten theoretisch umrissen und n\u00e4her diskutiert werden \u2013 zumal an einem Institut, dass innerhalb eines medienwissenschaftlichen Studiengangs dezidiert FILM anbietet und dabei besonderes Augenmerk auf seine Materialit\u00e4t und seine Auff\u00fchrung im Kino richtet.<br \/>\nDie Frage nach dem Ort des Films UND des Kinos m\u00f6chte dieses Seminar aber auch auf ganz konkrete Weise stellen und den Begriff der Bewegung w\u00f6rtlich nehmen. Nicht nur Filme wandern, indem sie sich in imagin\u00e4ren R\u00e4umen bewegen oder in digitaler Form zirkulieren, auch \u201eKino\u201c kann wandern, durch ganz reale R\u00e4ume und in verschiedenen Kontexten. \u201eKino\u201c muss nicht zwangsl\u00e4ufig ein Geb\u00e4ude bezeichnen, zumal es gerade in seiner Fr\u00fchzeit Wanderkino war und der Begriff \u201eMobile Entertainment\u201c hier ebenso zur Anwendung kommen k\u00f6nnte wie aktuell f\u00fcr bewegte Bilder auf dem Mobiltelefon. Wo also ist KINO, wo kann es stattfinden und wohin kann es noch reisen, auch jenseits technischer Fragen der Digitalisierung? Wie besetzt es R\u00e4ume, die nicht prim\u00e4r daf\u00fcr gedacht waren (auch das verweist auf seine Fr\u00fchgeschichte)? Was geschieht dann mit diesen R\u00e4umen, sei es an \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen oder in Wohnzimmern, auf der Stra\u00dfe oder im Flugzeug, im Museum oder in der Schule \u2013 oder auch an ganz anderen Orten? Ausgehend von der \u00dcberlegung, dass dem Kino trotz seiner festen apparativen Anordnung etwas Nomadisches und Grenz\u00fcberschreitendes eigen ist, soll sich das Seminar mit der Beziehung von bewegten Bildern und Orten auseinandersetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehre (Universit\u00e4t Paderborn) Sommer 2017\u00a0 |\u00a0 Die Natur des Films. 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