{"id":2172,"date":"2009-09-10T04:58:12","date_gmt":"2009-09-10T02:58:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/mia\/?p=2172"},"modified":"2022-04-06T13:50:50","modified_gmt":"2022-04-06T12:50:50","slug":"wahl-2009-parteipositionen-zu-frauen-und-familienpolitischen-fragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/mia\/2009\/09\/10\/wahl-2009-parteipositionen-zu-frauen-und-familienpolitischen-fragen\/","title":{"rendered":"Wahl 2009 &#8211; Parteipositionen zu frauen- und familienpolitischen Fragen"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2172 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2172')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2172').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Damit du in frauen- und familienpolitischen Fragen dein Kreuzchen zielsicher setzen kannst, haben wir einen kleinen \u00dcberblick \u00fcber einige Parteipositionen zusammengestellt.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wahl\/wahlomat\/\">http:\/\/www.tagesschau.de\/wahl\/wahlomat\/<\/a><\/p>\n<table border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\">Bei der Besetzung von F\u00fchrungspositionen soll eine gesetzliche Frauenquote gelten.<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"250px\" align=\"center\"><strong>Pro<\/strong><\/td>\n<td width=\"250px\" align=\"center\"><strong>Contra<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>DIE LINKE<\/strong><br \/>\nDIE LINKE fordert ein Gleichstellungsgesetz f\u00fcr die private Wirtschaft, das Unternehmen so lange zu Ma\u00dfnahmen verpflichtet, bis mindestens eine 50%-Quote f\u00fcr Frauen auf allen Qualifikationsstufen bis hin zu Vorst\u00e4nden und Aufsichtsr\u00e4ten erreicht ist.<\/td>\n<td><strong>FDP<\/strong><br \/>\nEine gesetzliche Frauenquote lehnt die FDP ab. \u00dcber eine Arbeitsstelle sollte Qualifikation, nicht das Geschlecht entscheiden. Die FDP setzt auf die F\u00f6rderung der Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft. Die momentanen Abg\u00e4ngerquoten der Hochschulen weisen darauf hin, dass es sich Unternehmen nicht mehr leisten k\u00f6nnen, auf das gro\u00dfe Potential weiblicher F\u00fchrungskr\u00e4fte zu verzichten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>B\u00fcndnis 90\/DIE GR\u00dcNEN<\/strong><br \/>\nDie F\u00fchrung der deutschen Wirtschaft ist fest in M\u00e4nnerhand. In Gro\u00dfunternehmen waren 2008 nur 4 % der F\u00fchrungskr\u00e4fte weiblich. Der Frauenanteil in Aufsichtsr\u00e4ten lag bei 7,5 %. Wir setzen uns daf\u00fcr ein, dass Aufsichtsr\u00e4te zu mindestens 50% mit Frauen besetzt sein m\u00fcssen. Das norwegische Beispiel zeigt, dass eine solche Quote funktioniert. Zudem setzen wir uns daf\u00fcr ein, dass mehr Frauen in Vorst\u00e4nden von Unternehmen vertreten sind und wir wollen mehr Frauen als Unternehmerinnen gewinnen.<\/td>\n<td><strong>CDU<\/strong><br \/>\nCDU und CSU setzen auf Freiwilligkeit und die Einsicht der Wirtschaft, dass Frauen in F\u00fchrungspositionen die Zukunftsf\u00e4higkeit des Unternehmens st\u00e4rken. Wir werden die Vereinbarung der Bundesregierung mit der Wirtschaft zur F\u00f6rderung von Frauen in F\u00fchrungspositionen fortschreiben und auf ihre Einhaltung und Umsetzung dringen. Wir fordern von Unternehmen in Deutschland ein, eine h\u00f6here Repr\u00e4sentanz von Frauen im<br \/>\nAufsichtsrat und auch im Vorstand zu gew\u00e4hrleisten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>SPD<\/strong><br \/>\nWir werden mit verbindlichen Regelungen und Zielvorgaben daf\u00fcr sorgen, dass Frauen und M\u00e4nner gleiche Aufstiegschancen in den Unternehmen haben und der Frauenanteil in den F\u00fchrungspositionen deutlich erh\u00f6ht wird.<br \/>\nAusl\u00e4ndischen Beispielen (wie etwa Norwegen) folgend wollen wir in den Aufsichtsgremien von Unternehmen eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent einf\u00fchren.<\/td>\n<td><strong>Die Familienpartei<\/strong><br \/>\nDie Gleichberechtigung von Mann und Frau sollte wie bisher den allgemeinen marktwirtschaftlichen Gesetzen unterliegen und soziale Gesichtspunkte ber\u00fccksichtigen. Eine Frauenquote w\u00fcrde nicht im Sinne einer guten Volkswirtschaft sein.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th colspan=\"2\">Eltern, die f\u00fcr ihre Kinder keinen Krippenplatz in Anspruch nehmen, sollen ein Betreuungsgeld erhalten.<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\"><strong>Pro<\/strong><\/td>\n<td align=\"center\"><strong>Contra<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>CDU<\/strong><br \/>\nUm Eltern Wahlfreiheit zu erm\u00f6glichen, sollen diejenigen, die nach dem bedarfsgerechten Ausbau keinen Krippenplatz f\u00fcr ihre unter dreij\u00e4hrigen Kinder in Anspruch nehmen, ein Betreuungsgeld erhalten.<\/td>\n<td><strong>DIE LINKE<\/strong><br \/>\nDIE LINKE fordert eine geb\u00fchrenfreie, fl\u00e4chendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung. Wir wollen einen Rechtsanspruch auf geb\u00fchrenfreie Ganztagsbetreuung f\u00fcr jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr einf\u00fchren. Die \u00d6ffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen sind flexibel zu gestalten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Die Familienpartei<\/strong><br \/>\nDies ist eine Grundforderung der Familien-Partei. Erst ein steuer- und sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt garantiert echte Wahlfreiheit in Bezug auf die Kinderbetreuung. Alle Eltern sollten das Erziehungsgehalt bekommen, auch dann, wenn sie erwerbst\u00e4tig sind. Sie k\u00f6nnten davon die kompletten Kosten eines Krippenplatzes selbst bezahlen oder eben ihre Kinder selber betreuen.<\/td>\n<td><strong>B\u00fcndnis 90\/DIE GR\u00dcNEN<\/strong><br \/>\nB\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN halten das Betreuungsgeld f\u00fcr eine bildungspolitische Katastrophe. Denn es steigert die Wahrscheinlichkeit, dass gerade die Kinder, die die fr\u00fchkindliche F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung dringend br\u00e4uchten, von Kitas und Kinderg\u00e4rten ferngehalten werden, weil die Eltern f\u00fcrs zu-Hause-Betreuen Geld bekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><strong>SPD<\/strong><br \/>\nDer Ausbau von Kitas f\u00fcr Kinder unter drei Jahren ist eine \u00fcberf\u00e4llige und kostentr\u00e4chtige Aufgabe im Interesse der ganzen Gesellschaft. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen sich Eltern daf\u00fcr entscheiden, ihre Kinder nicht in Betreuungseinrichtungen zu geben. Allerdings ist nicht einzusehen, dass sie &#8211; \u00fcber bestehende finanzielle Unterst\u00fctzungen hinaus &#8211; daf\u00fcr Geld bekommen. Es gibt schlie\u00dflich auch kein Fu\u00dfg\u00e4ngergeld f\u00fcr B\u00fcrger, die die Stra\u00dfen nicht benutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><strong>FDP<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die Liberalen steht das Kind im Mittelpunkt. Deshalb ist es sinnvoller, f\u00fcr jedes einzelne Kind Bildungs- und Betreuungsgutscheine einzuf\u00fchren und damit den Familien direkt zu helfen statt Einrichtungen zu unterst\u00fctzen. Dar\u00fcber hinaus setzt sich die FDP f\u00fcr einen Rechtsanspruch auf einen ganzt\u00e4tigen Kinderbetreuungsplatz ab Vollendung des ersten Lebensjahres eines Kindes ab 2013 ein. Die Einf\u00fchrung eines Betreuungsgeldes lehnt die FDP ab.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th colspan=\"2\">Vollst\u00e4ndiges Adoptionsrecht f\u00fcr gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\"><strong>Pro<\/strong><\/td>\n<td align=\"center\"><strong>Contra<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>DIE LINKE<\/strong><br \/>\nDie Bereitschaft und die F\u00e4higkeit zur Kinderbetreuung und -erziehung stehen in keiner Beziehung zu sexueller Identit\u00e4t oder sexueller Orientierung von Menschen. Es ist diskriminierend und menschenrechtswidrig, Lesben, Schwulen, Transgender oder Intersexuellen das Adoptionsrecht zu verweigern.<\/td>\n<td><strong>CDU<\/strong><br \/>\nUnter welchen Voraussetzungen Personen zur Adoption zugelassen werden, bestimmt allein das Kindeswohl. Es ist von der Natur vorgegeben, dass jedes Kind eine Mutter und<br \/>\neinen Vater hat, die f\u00fcr die Entwicklung des Kindes jeweils ihre spezifische Bedeutung haben. Entsprechend dem nat\u00fcrlichen Kindesverh\u00e4ltnis ist die gemeinsame Adoption durch ein Ehepaar die Regel.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>B\u00fcndnis 90\/DIE GR\u00dcNEN<\/strong><br \/>\nIm Juli 2009 wurde die erste umfassende wissenschaftliche Studie \u00fcber &#8222;Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften in Deutschland&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Sie zeigt deutlich: F\u00fcr das Wohl des Kindes ist eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern entscheidend und nicht deren sexuelle Identit\u00e4t. Wie bei allen Paaren, die sich um eine Adoption bem\u00fchen, sollte auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren vorurteilsfrei die Eignung gepr\u00fcft werden. Ein pauschaler Ausschluss ist diskriminierend.<\/td>\n<td><strong>Die Familienpartei<\/strong><br \/>\nDie Familien-Partei h\u00e4lt an der traditionellen Familie als vorrangige Partnerschaft fest. Andere Lebensgemeinschaften, in denen Personen f\u00fcreinander sorgen und sich gegenseitig in der Lebensbew\u00e4ltigung helfen, sind gesetzlich sch\u00fctzenswert, da sie den Staat in vielerlei Hinsicht entlasten. Kinder entstehen durch die Vereinigung von Mann und Frau. Ein Kind braucht Eltern (das hei\u00dft Vater und Mutter).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>SPD<\/strong><br \/>\nAus der Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften ergibt sich auch, dass wir uns f\u00fcr ein vollst\u00e4ndiges Adoptionsrecht einsetzen.<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>FDP<\/strong><br \/>\nAuch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften m\u00fcssen bei Erf\u00fcllung der notwendigen Voraussetzungen das Recht haben, ein Kind zu adoptieren. F\u00fcr Liberale sind alle Lebensgemeinschaften wertvoll, in denen Menschen Verantwortung f\u00fcreinander \u00fcbernehmen. Verantwortungsgemeinschaften d\u00fcrfen nicht diskriminiert werden. Wer gleiche Pflichten hat, verdient auch gleiche Rechte. Lebenspartnerschaften m\u00fcssen der Ehe gleichgestellt werden, insbesondere im Steuerrecht, bei Adoptionen und im Beamtenrecht.<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Qual der Wahl &#8211; ein wichtiger Urnengang steht kurz bevor. 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