{"id":534,"date":"2025-05-22T10:06:46","date_gmt":"2025-05-22T08:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/mentoring\/?p=534"},"modified":"2026-01-13T11:18:34","modified_gmt":"2026-01-13T10:18:34","slug":"vom-studium-zur-promotion-wie-netzwerke-beim-ankommen-helfen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/mentoring\/2025\/05\/22\/vom-studium-zur-promotion-wie-netzwerke-beim-ankommen-helfen-koennen\/","title":{"rendered":"Vom Studium zur Promotion: Wie Netzwerke beim Ankommen helfen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_534 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_534')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_534').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Gerade in der \u00dcbergangsphase zwischen Studium und Promotion k\u00f6nnen solche Kontakte eine zentrale Rolle spielen \u2013 sie geben Orientierung, bieten emotionalen R\u00fcckhalt und helfen dabei, sich im neuen System zurechtzufinden.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Beitrag spreche ich mit&nbsp;<strong>Verena P\u00f6pperl<\/strong>, die aktuell an den&nbsp;<strong>informellen Netzwerktreffen<\/strong>&nbsp;teilnimmt \u2013 einem Angebot f\u00fcr Doktorandinnen im ersten Promotionsjahr. In einem vertrauensvollen, konkurrenzfreien Raum tauschen sich dort Wissenschaftlerinnen \u00fcber die ersten Herausforderungen und Fragen der Promotionszeit aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema Netzwerke ist f\u00fcr Verena kein Neuland: Bereits in ihrer Masterarbeit hat sie sich mit verschiedenen Gehirnnetzwerken besch\u00e4ftigt und die Thesis mit dem Titel \u201eAuswirkungen einer k\u00f6rperlichen Ausbelastung auf Small-World-Eigenschaften in Ruhe-EEG-Daten von Personen mit Epilepsie\u201c abgegeben. Heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und promoviert im Themenbereich \u201eDemenz und Sport\u201c, welcher in n\u00e4chster Zeit noch genauer definiert wird, wenn ihr Projekt anl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Start: Zwischen Rolle und Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den \u00dcbergang vom Studium zur Promotion beschreibt Verena als&nbsp;<em>\u201einteressant\u201c<\/em>. Besonders der Wechsel in die neue Rolle war mit einigen offenen Fragen verbunden:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMeine erste Aufgabe war klar definiert \u2013 ich sollte am Manuskript f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung meiner Masterarbeit arbeiten. Aber die weiteren Aufgaben: Wie entsteht das Promotionsprojekt, wann reichen wir Abstracts ein, wann schreiben wir das erste Paper? \u2013 das war unklar f\u00fcr mich. Und die Fragen, die mich besch\u00e4ftigten, waren: M\u00fcsste ich es besser wissen? Geht es nur mir so? Viele haben gesagt, lass es erstmal auf dich zukommen \u2013 aber ich bin nicht der Typ, der alles auf sich zukommen l\u00e4sst. Ich habe lieber einen Plan.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Unsicherheit ist typisch f\u00fcr die ersten Monate der Promotion. W\u00e4hrend man die \u201eSpielregeln des Studiums\u201c inzwischen gut kannte, wirken die \u201eRegeln des Promovierens\u201c oft diffus. Vieles erschlie\u00dft sich erst mit der Zeit \u2013 durch Erfahrungen, Gespr\u00e4che und den Vergleich mit anderen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Netzwerke als Orientierungsr\u00e4ume<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Idealfall sind Betreuende und Kolleg*innen ansprechbar, doch gerade am Anfang kann ein zus\u00e4tzlicher Blick \u00fcber den Tellerrand enorm hilfreich sein \u2013 etwa in den informellen Netzwerktreffen. Verena erz\u00e4hlt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch fand es super interessant, dass die Gruppe fach\u00fcbergreifend war. Ich war die Einzige aus den Naturwissenschaften und habe andere Perspektiven bekommen. Obwohl alle das gleiche Ziel haben, ist der Weg dahin anders, z.\u202fB. \u00fcber die Monografie, kumulativ, der Prozess des Paperschreibens, Peer-Review-Prozesse. Eine Doktorandin berichtete, dass sie bereits 120 Seiten geschrieben hatte und ich? Noch nichts&nbsp;\u2013aber musste ich ja auch noch nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Einblicke sch\u00e4rfen das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr disziplin\u00e4re Unterschiede \u2013 eine F\u00e4higkeit, die auch in sp\u00e4teren interdisziplin\u00e4ren Projekten hilfreich ist. Die Inhalte der Treffen bestimmen die Teilnehmerinnen selbst: Themen wie Betreuungsvereinbarungen oder erste Lehrerfahrungen stehen dabei genauso im Fokus wie die erste Konferenz, der erste Vortrag und weitere individuelle Herausforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist wichtig, dass alle etwas sagen und sich aktiv beteiligen k\u00f6nnen, auch die, die dann z.\u202fB. keine Lehre geben. Zu Beginn haben wir deshalb die Frage gestellt: Wie k\u00f6nnen wir uns heute gegenseitig weiterhelfen? Das ist die Vorgehensweise, wenn wir neuen Doktorand*innen uns in der AG zusammensetzen und die habe ich mit in die Netzwerktreffen genommen. So konnte jede ihre Fragen einbringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeinsam unterwegs \u2013 auch mit Unsicherheiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was tr\u00e4gt die Gruppe? F\u00fcr Verena ist es vor allem das Gemeinschaftsgef\u00fchl:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Gef\u00fchl, man ist nicht alleine mit den Fragen. Es ist oft schwierig, Leuten au\u00dferhalb der Wissenschaft zu erkl\u00e4ren, was ich mache. Da denke ich ganz oft: Ich bin ein exotischer Vogel. Mit anderen Frauen zusammenzusitzen, die das Gleiche machen, und bei denen direkt ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die eigene Situation da ist, ist ganz sch\u00f6n.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe lebt von aktiver Beteiligung und offener Kommunikation \u2013 auch dann, wenn jemand merkt, dass die wissenschaftliche Laufbahn vielleicht doch nicht das Richtige ist oder aus Zeitgr\u00fcnden aussteigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Netzwerke wirken weiter \u2013 auch nach dem Treffen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die informellen Netzwerktreffen zielen darauf,&nbsp;<strong>\u201e<\/strong>weak ties<strong>\u201c<\/strong>&nbsp;aufzubauen \u2013 also lockere, aber strategisch wertvolle Verbindungen. Die Netzwerktheorie unterscheidet zwischen \u201estrong ties\u201c (enge Kontakte) und \u201eweak ties\u201c (lose Kontakte). Gerade letztere sind oft entscheidend f\u00fcr neue Informationen, Jobchancen oder Projektideen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn der regelm\u00e4\u00dfige Kontakt im Laufe der Promotion abnimmt, bleibt ein Grundstein gelegt: Man kennt sich, trifft sich innerhalb der Uni in Weiterbildungen oder Gremiensitzungen wieder, tauscht Informationen aus. Und \u00fcber das Mentoring-Netzwerk ergeben sich weitere Ber\u00fchrungspunkte \u2013 etwa in gemeinsamen Abschlussformaten wie der \u201eEndspurtgruppe\u201c, wenn es darum geht, die letzten Punkte auf der Promotionsliste zu erledigen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Autorin: Dr. Julia Steinhausen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unseren Mentoring-Programmen betonen wir oft, wie wichtig es ist, sich fr\u00fchzeitig ein Unterst\u00fctzungsnetzwerk aufzubauen. 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