{"id":90,"date":"2017-05-02T16:09:14","date_gmt":"2017-05-02T14:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/?p=90"},"modified":"2017-06-11T18:27:10","modified_gmt":"2017-06-11T16:27:10","slug":"digitale-editionen-mithilfe-tei-xml-erstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/2017\/05\/02\/digitale-editionen-mithilfe-tei-xml-erstellen\/","title":{"rendered":"Digitale Editionen mithilfe von TEI-XML erstellen"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_90 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_90')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_90').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Um die Grundlagen der Auszeichnungssprache kennenzulernen, haben wir Urkunden zur Gr\u00fcndung der Paderborner Jesuitenuniversit\u00e4t kodiert.<\/p>\n<p>TEI-XML hat den gro\u00dfen Vorteil, dass man verschiedenste Texte einheitlich formatieren kann. Mittels der Tags ist eine einfache und doch klare Strukturierung des Textes m\u00f6glich. Anders als bei Dokumenten von Textverarbeitungsprogrammen sind XML-Dateien relativ frei in der Benutzung. So ist man nicht auf eine spezielle Software angewiesen. Dies ist vor allem im Hinblick auf eine langfristige Nutzung von Bedeutung. TEI-XML-Dateien k\u00f6nnen zudem relativ einfach in andere Formate wie PDF, XDOC, ODT oder XHTML umgewandelt werden.<\/p>\n<p>Indem man eine TEI-Edition erstellt, f\u00fchrt man im Grunde eine erste Quellenbeschreibung und -kritik durch. So werden Namen, Berufe, Daten und Orte gekennzeichnet. Auch Absender und Adressaten k\u00f6nnen mit Tags kenntlich gemacht werden. Die Auszeichnungen (englisch Markups) geben dem Text eine Struktur. Gerade bei der Formatierung des Textes besteht jedoch immer die Gefahr einer eigenen Interpretation, da nicht eindeutige Darstellungen falsch gedeutet werden. So stellte sich bei einer der von uns zu editierenden Urkunden die Frage, ob ein Wort durchgestrichen oder lediglich unsauber geschrieben war. Dies ist jedoch ein generelles Problem und nicht speziell auf die Arbeit mit TEI-XML bezogen. TEI-XML hat in einem solchen Fall den Vorteil, dass Uneindeutigkeiten oder Unsicherheiten durch bestimmte Tags deutlich gemacht werden k\u00f6nnen, ohne dabei den Textfluss zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Im Header-Bereich k\u00f6nnen zudem die Metadaten wie Autor, Entstehungsort, Provenienz und evtl. Zustand der Quelle eingetragen werden. Durch Attribute wie \u201etype\u201c ist es m\u00f6glich, genauer auf einzelne Personen, Orte und andere Begriffe einzugehen. F\u00fcr die sp\u00e4tere Textuntersuchung mittels Distant Reading ist au\u00dferdem die Vergabe von IDs n\u00fctzlich. So kann gezielt nach Personen und Orten gesucht werden. Au\u00dferdem ist es so m\u00f6glich gleichnamige Personen und Orte zu unterscheiden sowie unterschiedliche Namen mittels der ID einer Person oder einem Ort zuzuschreiben. Gleichzeitig k\u00f6nnen diese Personen und Orte im Header genauer beschrieben werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die M\u00f6glichkeit, eine Verbindung zur Gemeinsamen Normdatei herzustellen, indem man die entsprechenden Kennnummern angibt.<\/p>\n<p>Durch die M\u00f6glichkeiten, unterschiedliche Texte zu kodieren und Informationen zum Text durch Tags und Metadaten zu speichern, eignet sich TEI ideal f\u00fcr die Zusammenstellung und das Editieren eines Textkorpus. Dank der Markups k\u00f6nnen Texte mit TEI-XML nicht nur strukturiert, sondern auch historisch-kritisch analysiert werden.<\/p>\n<p>Insgesamt war die Arbeit mit TEI sehr aufschlussreich und interessant. Sie lernte ich zum ersten Mal die Schwierigkeiten einer editorischen Textarbeit kennen. Probleme und Fragen bei der Erstellung eines Textkorpus wurden ebenfalls sichtbar. Zugleich erhielt ich durch die Arbeit mit TEI einen neuen Zugang zu den Quelltexten. Ich halte die Arbeit mit TEI-XML im heutigen sogenannten digitalen Zeitalter f\u00fcr sehr wichtig, da sie die modernen technischen M\u00f6glichkeiten auf ideale Weise f\u00fcr die kultur- und geisteswissenschaftliche Textanalyse fruchtbar macht. So k\u00f6nnen Formatierungen des Textes durch Markups transparent gekennzeichnet und umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Das Einf\u00fcgen erg\u00e4nzender Informationen und die Erl\u00e4uterung zentraler Begriffe im Header machen die grundlegenden Textarbeiten einfacher. Zugleich verlangt die Erstellung einer solchen Edition ein umfangreiches Fachwissen sowie eine genaue Planung. Nur so kann ein gr\u00fcndliches Ergebnis erzielt werden. Insbesondere auch die Vereinheitlichung aller Tag-Begriffe ist hier von entscheidender Bedeutung, da nur so ein wissenschaftlich brauchbarer Textkorpus entsteht. Damit dies sichergestellt und auch die Wohlgeformtheit gew\u00e4hrleistet ist, muss eine intensive Einarbeitung erfolgen. Trotz der doch oft sehr kleinteiligen und diffizilen Arbeit, w\u00fcrde ich die Arbeit mit TEI als gewinnbringend bezeichnen, vor allem auch, da so eine wichtige Grundlage f\u00fcr sp\u00e4tere weiterf\u00fchrende Untersuchungen am Text gelegt ist.<\/p>\n<p>Durch die schnelle und problemlose Verbreitung von TEI-Editionen \u00fcber das Internet k\u00f6nnen die Texte einem gro\u00dfen Leserkreis pr\u00e4sentiert werden. Damit tr\u00e4gt die wissenschaftliche Digitalisierung von Texten mittels TEI-XML zur Transparenz und Zug\u00e4nglichkeit von wichtigen Quellen bei.<\/p>\n<p>Die uns gestellten Aufgaben umfassten die Beschreibung des Siegels und die Auszeichnungen von Abk\u00fcrzungen im Text.<\/p>\n<div id=\"attachment_100\" style=\"width: 1176px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1.png\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-100\" class=\"wp-image-100 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1.png\" width=\"1166\" height=\"75\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1.png 1166w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1-300x19.png 300w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1-768x49.png 768w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1-1054x68.png 1054w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/seal-1-500x32.png 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1166px) 100vw, 1166px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-100\" class=\"wp-caption-text\">Die Beschreibung des Siegels durch das Element . (Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergr\u00f6\u00dfern.)<\/p><\/div>\n<p>Ich habe drei Abk\u00fcrzungen im Text mit &lt;abbr&gt; markiert und diesen Tags das Elternelement &lt;choice&gt; zugeordnet. In dieses habe ich wiederum zus\u00e4tzlich das Kindelement &lt;expan&gt; eingef\u00fcgt, welches die Abk\u00fcrzung aufl\u00f6st:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-98\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung3.png\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"88\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung3.png 383w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung3-300x69.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-96\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung2.png\" alt=\"\" width=\"407\" height=\"101\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung2.png 407w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung2-300x74.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 407px) 100vw, 407px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-102\" src=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung-1.png\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"121\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung-1.png 415w, https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/marfrom\/files\/2017\/05\/abk\u00fcrzung-1-300x87.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das auf XML basierende Dokumentenformat TEI hat sich in den Geisteswissenschaften zum Standard f\u00fcr die Kodierung und Editierung von Texten entwickelt. 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