{"id":2271,"date":"2016-02-22T18:05:28","date_gmt":"2016-02-22T16:05:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/?p=2271"},"modified":"2016-02-22T18:05:28","modified_gmt":"2016-02-22T16:05:28","slug":"blaetterwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/blaetterwald\/","title":{"rendered":"Bl\u00e4tterwald"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2271 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2271')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2271').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Auf diese Weise erarbeiten die Kleingruppen Kategorien, zu denen die W\u00f6rter und Satzfragmente zugeordnet werden k\u00f6nnen und diskutieren m\u00f6gliche Begriffe, die diese Kategorien bezeichnen.<\/p>\n<p><strong>Durchf\u00fchrung der Methode:\u00a0<\/strong>Die Teilnehmenden wurden in drei Kleingruppen eingeteilt und bekamen jeweils einen Stapel mit Moderationskarten, die mit verschiedenen &#8222;Textschnipseln&#8220; (einzelne W\u00f6rter oder Satzfragmente) beschriftet waren, welche in wissenschaftlichen Texten zu finden sind. Die &#8222;Textschnipsel&#8220; waren so ausgew\u00e4hlt, dass sie Exemplare bestimmter textlinguistischer Kategorien darstellten, mit deren Hilfe Lesef\u00fchrung in wissenschaftlichen Texten umgesetzt und die pers\u00f6nliche Involviertheit der Autorin oder des Autors ausgedr\u00fcckt wird.<br \/>\nAufgabe war, innerhalb der Kleingruppe im Austausch eine sinnvoll erscheinende Gruppierung der Karten zu entwickeln. Im Laufe des Arbeitsprozesses wurden die Teilnehmenden darauf hingewiesen, sich gegenseitig die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Strukturierung und Gruppierung zu nennen und ggf. &#8222;\u00dcberschriften&#8220; f\u00fcr die entstehenden Kategorien zu finden. Nachdem alle Kleingruppen mit der Strukturierung ihrer Karten zufrieden waren, wurden die verschiedenen Ergebnisse der Gruppen verglichen. Es entstand eine Diskussion, in der die Teilnehmenden zusammen mit der Workshopleiterin die Kriterien reflektierten, nach denen die &#8222;Textschnipsel&#8220; geordnet werden k\u00f6nnen, und die Funktion solcher W\u00f6rter und Satzfragmente in wissenschaftlichen Texten er\u00f6rterten.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurde das den &#8222;Textschnipseln&#8220; zugrunde liegende textlinguistische Kategorisierungsmodell vorgestellt und die Karten einer Gruppe schrittweise den Kategorien des Modells zugeordnet.<\/p>\n<p><strong>Lehr-\/Lernziel:\u00a0<\/strong>Durch den Arbeitsprozess in den Kleingruppen werden sich die Teilnehmenden zum einen \u00fcber ihre eigene Einsch\u00e4tzung von Formulierungen bewusst, mit denen Leser*innen gef\u00fchrt und Involviertheit von Autor*innen ausgedr\u00fcckt werden. Zuvor implizite Lesereaktionen auf bestimmte Formulierungen in wissenschaftlichen Texten werden explizit gemacht.<br \/>\nDa in den Gruppen verschiedene Einsch\u00e4tzungen derselben Formulierungen aufeinandertreffen, identifizieren die Teilnehmenden zum anderen fachspezifische Konventionen in Bezug auf diese Kategorien und reflektieren so die Angemessenheit bestimmter Formulierungen f\u00fcr die verschiedenen Textgattungen ihres eigenen Fachs.<br \/>\nMithilfe der \u00dcbung verkn\u00fcpfen die Teilnehmenden implizites und fachspezifisches Vorwissen mit den expliziten und \u00fcberfachlichen Kategorien des textlinguistischen Kategorisierungsmodells.<\/p>\n<p><strong>Tipps: <\/strong>Meiner Meinung nach eignet sich die Methode auch f\u00fcr andere komplexe Inhalte, die durch ein Kategorisierungsmodell erschlossen werden k\u00f6nnen. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden ein gewisses Ma\u00df an Erfahrung mit den Inhalten, d.h. mit m\u00f6glichen Exemplaren der Kategorien haben &#8211; auch wenn oder gerade wenn diese Erfahrung &#8222;allt\u00e4glich&#8220; ist und noch nicht reflektiert wurde. Im Fall der beschriebenen \u00dcbung war es die bisherige Erfahrung der Studierenden mit wissenschaftlichen Texten, die die Grundlage f\u00fcr eine Reflexion verschiedenster Realisierungen von Lesef\u00fchrung und Involviertheit der Autor*innen bildete.<\/p>\n<p><strong>Reaktion der Studierenden: <\/strong>Die \u00dcbung wurde gut angenommen. H\u00e4ufige Reaktionen der Teilnehmenden waren, dass die \u00dcbung Spa\u00df mache und gleichzeitg erstaunlich gro\u00dfe Einsicht in die Funktionsweise und Reichweite vermeintlich &#8222;kleiner W\u00f6rter&#8220; hervorbringe.<\/p>\n<p><strong>Verfasserin:<\/strong> Andrea Karsten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fakult\u00e4t: KW Veranstaltungstyp: Workshop zum wissenschaftlichen Schreiben im Rahmen der st\u00fctzenden Angebote des Praxissemesters Teilnehmeranzahl: 12 Teilnehmerzusammensetzung: Studierende in M.A. Lehramtsstudieng\u00e4ngen Raumsituation: Seminarraum mit ca. 20 Pl\u00e4tzen ben\u00f6tigte Materialien: Vorbereitete beschriftete Moderationskarten, 2 aneinandergestellte Tische pro Kleingruppe Phase der Lehrveranstaltung: Nach dem Einstieg als Beginn der Arbeitsphase, zum Ankn\u00fcpfen an Vorwissen Kurzbeschreibung der Methode:\u00a0In Kleingruppen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4112,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-2271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kw"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4112"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2271"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2532,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2271\/revisions\/2532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}