{"id":2231,"date":"2016-02-22T17:59:26","date_gmt":"2016-02-22T15:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/?p=2231"},"modified":"2016-02-22T17:59:26","modified_gmt":"2016-02-22T15:59:26","slug":"ich-nicht-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/ich-nicht-ich\/","title":{"rendered":"Ich \/ Nicht-Ich"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2231 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2231')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2231').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"https:\\\/\\\/blogs.uni-paderborn.de\\\/lehrmethoden\\\/ich-nicht-ich\\\/\",\"post_id\":2231,\"post_title_referrer_track\":\"Ich+%2F+Nicht-Ich\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div><p><strong>Veranstaltungstyp:<\/strong> in jedem Veranstaltungstyp einsetzbar, ich setzte es in Online-Seminaren ein<\/p>\n<p><strong>TN-Zahl: <\/strong>30<\/p>\n<p><strong>TN-Zusammensetzung:\u00a0 <\/strong>Die Gruppe setzte sich zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Studierenden eines Lehramtsstudiengangs zusammen &#8211; mit nur wenigen Personen aus anderen Lehramtsstudieng\u00e4ngen. Die Studierenden interessiert es vor allem, Bez\u00fcge zwischen den theoretischen Wissensbest\u00e4nden und ihren (zuk\u00fcnftigen) Schulerfahrungen herzustellen. Da keine bereichsspezifischen Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, eignet sich die Methode aber auch gut f\u00fcr Lerngruppen mit unterschiedlichen Studienhintergr\u00fcnden und unterschiedlicher Semesteranzahl. Wichtig ist, die Methode erst nach ein paar Sitzungen einzusetzen, sobald sich die Teilnehmenden ein wenig kennen und sich daran gew\u00f6hnt haben, miteinander zu arbeiten. Je vertrauensvoller die Lernatmosph\u00e4re in der Gruppe ist, desto besser sollte die Methode gelingen.<\/p>\n<p><strong>Raumsituation:<\/strong> beliebig<\/p>\n<p><strong>antizierbare Probleme: <\/strong>Einige Fragen sind sehr pers\u00f6nlich. Dadurch besteht das Risiko, dass sich Teilnehmende f\u00fcr ihr Statement sch\u00e4men oder schmerzhafte Erinnerungen an Diskriminierungserfahrungen wachgerufen werden. Dieses Risiko wird verst\u00e4rkt, je gr\u00f6\u00dfer die Gruppe ist. Es empfiehlt sich, den Studierenden vor der \u00dcbung die Option deutlich zu machen, bei einzelnen Fragen \u201eaussteigen\u201c zu d\u00fcrfen bzw. diese nicht zu beantworten. Zus\u00e4tzlich oder alternativ kann auch die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt werden, bei Fragen zu l\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Phase der Lehrveranstaltung: <\/strong>Die Methode eignet sich f\u00fcr den Einstieg in ein Veranstaltungsthema oder in ein zugeh\u00f6riges Teilthema, da zun\u00e4chst auf ein bestimmtes Problem oder eine Problemlage aufmerksam gemacht wird. Sie kann eine anschlie\u00dfende Diskussion oder Arbeitsphase vorbereiten. Die Methode sollte nicht l\u00e4nger als 30 bis 60 Minuten dauern. Sie kann im Plenum durchgef\u00fchrt werden. Ziel ist es, Sensibilisierungsprozesse durch Bewusstwerdung eigener Zugeh\u00f6rigkeiten zu sozialen Gruppen anzusto\u00dfen und das pers\u00f6nliche Vorwissen zu Marginalisierung aufgrund der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Minderheit zu aktivieren.<\/p>\n<p><strong>Kurzbeschreibung der Methode: <\/strong>Es werden zwei \u201eEcken\u201c im Raum vorbereitet (\u201eIch\u201c und \u201eNicht Ich\u201c). Alle, ausgew\u00e4hlte oder aber modifizierte Fragen (siehe Link) werden der Reihe nach an die Studierenden gestellt. Nach jeder Frage ordnen sie sich einer der beiden Ecken zu, je nachdem, ob sie die Frage pers\u00f6nlich bejahen oder verneinen (z.B. \u201eWer hat mehr zwei Geschwister?\u201c). Sie sollen sich klar einer der beiden Ecken zu ordnen. Die Lehrkraft l\u00e4sst nach jeder Frage die Konstellation einen Moment \u201estehen\u201c und auf die Teilnehmenden wirken. Sie fragt, welche Gef\u00fchle sie nach jeder neuen Gruppierung haben. Ganz am Ende der Fragerunde erfragt sie zusammenfassend, welche Gedanken und Gef\u00fchle die Studierenden bei Beantwortung der Fragen hatten und wertet somit die \u00dcbung aus. Dazu kann sie vorbereitete Fragen verwenden (siehe Link).<\/p>\n<p><strong>Lehr-\/Lernziel:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Methode k\u00f6nnen Lernziele auf unterschiedlichen Niveaustufen angestrebt werden: auf einer formalen Ebene von \u201eWissen\u201c sollten die Studierenden exemplarisch simultane unterschiedliche Gruppenzugeh\u00f6rigkeiten\/Mehrfachzugeh\u00f6rigkeiten sowie gesellschaftlich negativ und positiv bewertete Zugeh\u00f6rigkeiten an sich und ihren KommilitonInnen erkennen. Auf einer Ebene von \u201eVerst\u00e4ndnis\u201c sollen die Studierenden ausgehend von ihren pers\u00f6nlichen Erfahrungen in der \u00dcbung einen gedanklichen Vergleich ziehen zu Exklusionsprozessen gegen\u00fcber Minderheitsgruppen und Machtverh\u00e4ltnissen ausgehend von Mehrheitsgruppen.<\/p>\n<p><strong>Tipps: <\/strong><\/p>\n<p>Vor und nach der \u00dcbung sollte Zeit f\u00fcr die R\u00fcckfragen und pers\u00f6nlichen Anmerkungen der Teilnehmenden eingeplant werden. Die Teilnehmenden k\u00f6nnen spontan auch noch eigene, zus\u00e4tzliche Fragen stellen, die eine Positionierung erfordern. Diese sollten so sein, dass sie von der Gesamtgruppe akzeptiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><u>F\u00fcr weitere Hinweise: <\/u><\/p>\n<p>Anti-Bias-Werkstatt e.V. (2015): Methode Ich \/ Nicht-Ich http:\/\/portal-intersektionalitaet.de\/forum-praxis\/methodenlaboratorium\/methodenpool\/intersektionalitaet\/2012\/ich-nicht-ich\/<\/p>\n<p>letzter Zugriff: 21.1.2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstaltungstyp: in jedem Veranstaltungstyp einsetzbar, ich setzte es in Online-Seminaren ein TN-Zahl: 30 TN-Zusammensetzung:\u00a0 Die Gruppe setzte sich zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Studierenden eines Lehramtsstudiengangs zusammen &#8211; mit nur wenigen Personen aus anderen Lehramtsstudieng\u00e4ngen. Die Studierenden interessiert es vor allem, Bez\u00fcge zwischen den theoretischen Wissensbest\u00e4nden und ihren (zuk\u00fcnftigen) Schulerfahrungen herzustellen. Da keine bereichsspezifischen Vorkenntnisse vorausgesetzt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4112,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,411],"tags":[],"class_list":["post-2231","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-seminar"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4112"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2231"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2231\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2492,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2231\/revisions\/2492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-paderborn.de\/lehrmethoden\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}